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 Traumfänger - die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines

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Soldier of Christ

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Chinesische Tierkreiszeichen : Ratte
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BeitragThema: Re: Traumfänger - die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines   2018-03-28, 11:19

(28)

DIE TAUFE
 
 
Nach dem Gewitterregen sprossen überall Blumen hervor. Wo die Landschaft vorher nur trostlose und unfruchtbare Steppe gewesen war, breitete sich jetzt ein farbenprächtiger Teppich aus. Wir gingen auf Blumen, aßen Blumen und schmückten uns mit Girlanden aus Blumen. Es war einfach herrlich.
 
Wir näherten uns jetzt der Küste und ließen die Wüste hinter uns. Mit jedem Tag wurde die Vegetation üppiger. Die Pflanzen und Bäume wurden immer größer und zahlreicher. Es gab Nahrung im Überfluß und ein breitgefächertes Angebot an Samen, Sprossen, Nüssen und Wildfrüchten, die ich bisher noch nicht kennengelernt hatte. Einer der Männer kerbte einen Baumstamm ein. Wir hielten unsere neuen Blasengefäße daran, und ich konnte sehen, wie das Wasser aus dem Baum direkt in den Behälter lief. Erstmals hatten wir die Gelegenheit, Fische zu fangen. Noch heute kann ich mich an den wunderbaren Räuchergeschmack erinnern. Wir fanden auch zahlreiche Eier von Reptilien und Vögeln.
 
Eines Tages kamen wir an einem herrlichen natürlichen Wasserbecken vorbei. Den ganzen Tag hatten sie mich schon damit geneckt, daß sie eine ganz besondere Überraschung für mich hätten, und das war es wirklich. Das Wasser war klar und tief. Ein Fluß hatte an dieser Stelle ein großes, steinernes Becken gebildet, das von dichtem Gebüsch umgeben war. Die Atmosphäre war fast wie in einem Dschungel. Wie meine Reisegefährten schon geahnt hatten, war ich begeistert. Das Becken war groß genug, um ausgiebig darin schwimmen zu können, also fragte ich um Erlaubnis, dies zu tun. Sie baten mich um Geduld. Die Bewohner dieses Territoriums würden mir die Erlaubnis geben oder verwehren. Mit dem entsprechenden Ritual baten die Stammesangehörigen darum, das Wasserbecken benutzen zu dürfen. Während sie noch sangen, begann sich die Wasseroberfläche zu kräuseln. Irgend etwas schien sich in der Mitte des Beckens in Bewegung zu setzen und langsam auf das uns entgegengesetzte Ufer zuzusteuern. Dann tauchte plötzlich ein langer, flacher Kopf auf, dem der rauhe Körper eines fast zwei Meter langen Krokodils folgte. Ich hatte völlig vergessen, daß es Krokodile überhaupt gab. Der Gesang lockte ein weiteres Exemplar an die Oberfläche, und dann krochen beide Tiere aus dem Wasser und verschwanden im Gebüsch. Als sie mich jetzt ermunterten, schwimmen zu gehen, hatte meine ursprüngliche Begeisterung merklich nachgelassen.
 
»Seid ihr auch sicher, daß alle draußen sind ?« fragte ich telepathisch. Wie konnten sie sicher wissen, daß es nur zwei Krokodile waren ?  Sie machten mir Mut, indem sie mit einem langen Ast im Wasser herumstocherten. Aus der Tiefe kam keinerlei Reaktion. Sie stellten einen Wachposten auf, der uns warnen sollte, falls die Krokodile zurückkamen, und dann gingen wir alle schwimmen. Wie erfrischend es war, im Wasser herumzuplanschen und sich einfach treiben zu lassen !  Seit Ewigkeiten hatte sich mein Rückgrat nicht so vollständig entspannen können.
 
So eigenartig dies auch klingen mag, bedeutete die Tatsache, daß ich so furchtlos in das Krokodilbecken eingetaucht war, für mich eine Art zweite Taufe. Ich hatte keine neue Religion entdeckt, sondern grenzenloses Vertrauen.
 
Wir schlugen unser Lager nicht neben dem Wasserbecken auf, sondern setzten unsere Tagesreise weiter fort. Als wir noch einmal einem Krokodil begegneten, war es ein viel kleineres Tier. An der Art und Weise, in der es uns über den Weg lief, erkannte ich, daß es uns sein Leben schenken wollte, um uns zu speisen. Krokodilfleisch essen die »Wahren Menschen« nur sehr selten. Sie empfinden die Verhaltensweisen dieses Reptils als aggressiv und boshaft, und die Schwingungen des Fleisches könnten sich mit ihren eigenen Schwingungen vermischen. Menschen, die Krokodilfleisch aßen, hatten möglicherweise Probleme damit, friedlich und gewaltlos zu bleiben. Wir brieten auch Krokodileier, aber sie schmeckten einfach scheußlich. Doch wenn man das Universum bittet, Nahrung bereitzustellen, kann man nie voraussehen, was kommt. Man weiß nur, daß alles, als Ganzes betrachtet, seine Ordnung hatte. Das beste war, mit dem Strom zu schwimmen, das Essen in großen Bissen runterzuschlucken und einen Nachschlag abzulehnen.
 
Auf unserem Weg entlang des Flusses fanden wir zahlreiche Wasserschlangen. Wir fingen sie und ließen sie am Leben, um zum Abendessen frisches Fleisch zu haben. An unserem Lagerplatz beobachtete ich dann, wie einige Stammesmitglieder sich den zischenden Schlangenkopf in den Mund steckten und ihn mit ihren Zähnen festhielten. Dann bewegten sie ihre Hände ruckartig und brachten dem Tier so einen schnellen Tod, um ihm für seinen Daseinszweck zu danken. Sie glauben fest daran, daß die Göttliche Einheit es nicht zuläßt, daß Lebewesen leiden außer den Schmerz, den sie für sich selbst akzeptieren können. Dies trifft auf Menschen genauso zu wie auf Tiere. Während das Schlangenfleisch geräuchert wurde, mußte ich mit einem Lächeln an einen alten Freund denken, Dr. Carl Cleveland. Jahrelang hatte er seinen Studenten beigebracht, daß man in seinen Bewegungen absolut präzise sein muß, um Gelenke richtig einzurenken. Eines Tages, nahm ich mir vor, würde ich ihm von den Ereignissen dieses Abends erzählen.
 
»Niemand sollte mehr leiden als den Schmerz, den er für sich selbst akzeptieren kann.« Das war ein Satz, der mir zu denken gab. Die Seelenfrau hatte mir erklärt, daß sich auf der höchsten Ebene unseres ewigen Wesens jede einzelne Seele dafür entscheiden könne, in einem nicht perfekten Körper geboren zu werden. Sie kamen, um die Leben, die sie berührten, zu beeinflussen und zu belehren. Stammesmitglieder, die in der Vergangenheit ermordet worden waren, hatten sich vor ihrer Geburt eigentlich entschieden, ihr Leben ausgiebig und ganz zu leben. Gleichzeitig wollten sie sich aber zu irgendeinem Zeitpunkt einer anderen Seele zur Verfügung stellen, bei der der Grad der Reife geprüft werden sollte. Wenn sie getötet wurden, geschah dies nicht ohne das Einverständnis ihrer ewigen Wesen, und es war nur ein weiterer Beweis dafür, daß sie den Begriff der Ewigkeit auch wirklich verstanden. Es bedeutete aber auch, daß der Mörder die Prüfung nicht bestanden hatte und in der Zukunft an einem anderen Ort noch einmal auf die Probe gestellt werden würde. Alle Krankheiten und Beschwerden haben ihrer Meinung nach eine spirituelle Bedeutung und bringen den Menschen weiter; wenn man sich ihnen nur öffnet und auf seinen Körper hört, kann man verstehen, was vor sich geht.
 
An diesem Abend hörte ich, wie die Welt in der schwarzen, unendlichen Wüste lebendig wurde, und ich erkannte, daß ich meine Furcht endgültig überwunden hatte. Ich hatte vielleicht als zögernde Schülerin aus der Stadt begonnen, doch jetzt wußte ich, daß diese Erfahrung hier draußen im Outback gut für mich war. Hier gab es nur Erde, Himmel und uraltes Leben, hier waren die prähistorischen Kneifschalen, Reißzähne und Klauen noch immer gegenwärtig, aber diesem furchtlosen Volk konnten sie nichts anhaben. Jetzt endlich wußte ich, daß ich soweit war, mich dem Leben, das ich mir offensichtlich erwählt hatte, zu stellen.

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BeitragThema: Re: Traumfänger - die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines   2018-03-28, 11:20

29)

FREIGEGEBEN
 
 
Wir waren bergauf gegangen und hatten unser Lager in einer Gegend aufgeschlagen, die viel höher lag als alle, die wir bisher durchwandert hatten. Die Luft war frisch und kühl, und sie sagten mir, das Meer sei nicht mehr fern, auch wenn man es noch nicht sehen konnte.
 
Es war sehr früh am Morgen. Die Sonne war noch nicht aufgegangen, doch meine Reisegefährten eilten bereits geschäftig umher. Sie trafen Vorbereitungen für ein Morgenfeuer, was ungewöhnlich war. Ich blickte hoch und sah den Falken, der auf einem Ast über mir thronte.
 
Wir feierten unser übliches Morgenritual. Dann nahm der Königliche Schwarze Schwan meine Hand und führte mich ans Feuer. Ooota erklärte mir, der Älteste wolle einen besonderen Segen aussprechen. Alle versammelten sich um uns, und ich stand innerhalb eines Kreises aus ausgestreckten Armen. Ihre Augen waren geschlossen und ihre Gesichter dem Himmel zugewandt. Auch der Königliche Schwarze Schwan richtete seine Worte an den Himmel. Ooota übersetzte sie mir:
 
»Wir grüßen Dich, Göttliche Einheit. Mit einer Verändertem stehen wir hier vor Dir. Wir sind mit ihr gewandert und wissen, daß auch in ihr noch ein Funke der göttlichen Vollkommenheit glüht. Wir konnten sie in ihrem Innersten berühren, und wir haben vieles in ihr bewegt, doch es ist eine sehr schwere Aufgabe, eine >Veränderte< wieder umzuformen.
 
Du siehst, daß ihre seltsam blasse Haut immer brauner wird. Die weißen Haare auf ihrem Kopf wachsen sich aus, und schönes braunes Haar hat sich nun dort verankert. Aber ihre eigenartige Augenfarbe konnten wir nicht beeinflussen.
 
Wir haben dieser >Veränderten< viel beigebracht, und wir haben auch von ihr gelernt. So scheint es bei den >Veränderten< etwas zu geben, das sie Soße nennen. Auch sie kennen die Wahrheit, doch sie liegt unter einer dicken Schicht aus Bequemlichkeit, Materialismus, Unsicherheit und Angst begraben. Dann gibt es bei ihnen noch etwas, das sie Zuckerguß nennen. Dieser Zuckerguß ist ein Symbol dafür, daß sie fast jede Minute ihres Lebens mit Dingen vergeuden, die oberflächlich, künstlich, kurzweilig und von angenehmem Geschmack und Äußeren sind. Für die Entwicklung ihrer ewigen Wesen haben sie nur wenige Sekunden übrig.
 
Wir haben diese >Veränderte< erwählt, und jetzt geben wir sie frei wie einen Vogel. Wir lassen sie aus ihrem Nest aufsteigen. Sie soll weit und hoch fliegen und schreien wie ein Kookaburra. Allen, die sie hören, soll sie sagen, daß wir diese Welt verlassen.
 
Wir wollen nicht über die >Veränderten< richten. Wir beten für sie und entlassen sie in diese Welt, so wie wir für uns beten und uns in die Ewigkeit entlassen. Wir beten, daß sie ihre Handlungsweisen und Werte genauer betrachten und lernen, daß alles Leben eins ist, bevor es zu spät ist. Wir beten, daß sie damit aufhören, die Erde und sich selbst zu zerstören. Wir beten, daß es genug >Veränderte< gibt, die kurz davor stehen, zu wahren Menschen zu werden. Nur dann kann sich noch etwas ändern.
 
Wir beten, daß unsere Botin in der Welt der Veränderten gehört und erhört wird.
 
Ende der Botschaft.«
 
Die Seelenfrau lief ein Stück mit mir, und als die Sonne durch die Dämmerung brach, deutete sie auf die Stadt, die sich vor uns ausbreitete. Die Zeit war gekommen: Ich sollte in die Zivilisation zurückkehren. Die stechenden schwarzen Augen im runzeligen Gesicht der Seelenfrau waren auf die Ebene unter dem Felsen gerichtet, und sie sagte etwas in der seltsam barsch klingenden Ureinwohnersprache. Dies war also der Morgen des Abschieds der Stamm entließ mich, und ich entließ meine Lehrer. Hatte ich ihre Lektionen auch richtig gelernt ?  Die Zeit würde es zeigen. Würde ich mich an alles erinnern ?  Eigenartigerweise machte ich mir mehr Sorgen darüber, ob ich ihre Botschaft auch richtig vermitteln konnte, als darüber, wie mich die australische Gesellschaft wieder aufnehmen würde.
 
Wir kehrten zur Gruppe zurück, und jedes einzelne Stammesmitglied verabschiedete sich von mir. Wir tauschten die Abschiedsgeste aus, die auf der ganzen Welt unter Freunden üblich ist eine Umarmung.
 
Ooota sagte: »Wir konnten dir nichts geben, was du nicht schon längst hattest. Aber auch wenn wir dir nichts gegeben haben, glauben wir doch, daß du gelernt hast, wie man Dinge annimmt, wie man empfängt und wie man etwas hinnimmt. Das ist unser Geschenk.« Der Königliche Schwarze Schwan nahm noch einmal meine Hände in die seinen. Ich glaubte Tränen in seinen Augen zu sehen, und ich spürte sie in meinen eigenen Augen. »Ich bitte dich meine Freundin, verliere niemals deine beiden Herzen«, sagte er, und Ooota übersetzte es mir. »Du bist mit zwei offenen Herzen zu uns gekommen. Jetzt sind sie angefüllt mit Verständnis und Mitgefühl für beide Welten unsere und die deine. Auch mir hast du ein zweites Herz geschenkt. Ich weiß und verstehe jetzt Dinge, die weit über das hinausgehen, was ich mir jemals vorstellen konnte. Immer werde ich das Andenken an unsere Freundschaft bewahren. Gehe in Frieden, unsere Gedanken werden dich beschützen.« Seine Augen schienen von innen zu leuchten, als er nachdenklich hinzufügte: »Wir werden uns wiedertreffen, ohne die Last unserer Menschenkörper.«

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BeitragThema: Re: Traumfänger - die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines   2018-03-28, 11:22

(30)

EIN HAPPY-END ?
 
 
Als ich die »Wahren Menschen« verließ, wußte ich, daß mein Leben nie wieder so einfach und doch so sinnvoll sein würde wie in diesen letzten paar Monaten. Ein Teil von mir würde sich immer dorthin zurückwünschen.
 
Für den Weg bis in die Stadt brauchte ich fast den ganzen Tag. Wie ich von dort in meine Stadt und in mein Haus kommen sollte, war mir noch völlig schleierhaft. Ich sah eine Schnellstraße, aber weil ich mich nicht traute, an ihr entlangzuwandern, setzte ich meinen Weg durch den Busch fort. Irgendwann drehte ich mich um und blickte zurück, und genau in diesem Moment kam aus dem Nichts ein Windstoß auf. Meine Fußspuren wurden wie mit einem riesigen Radiergummi aus dem Sand gewischt, und mit ihnen schien jede Verbindung zu meiner Existenz im Outback ausgelöscht zu sein. Der braune Falke, der immer wieder wie ein Wachposten über mir gekreist war, tauchte genau in dem Moment, als ich die Stadtgrenze erreichte, noch einmal über meinem Kopf auf.
 
In der Ferne sah ich einen älteren Mann stehen. Er trug Jeans, ein Sporthemd, das er unter einen dicken Gürtel gezwängt hatte, und einen alten, aufgetragenen grünen Buschhut. Er lächelte nicht, als ich näher kam, sondern riß seine Augen ungläubig auf. Gestern hatte ich noch alles, was ich brauchte: Nahrung, Kleidung, Schutz, Leute, die sich um meine Gesundheit sorgten, Gefährten, Musik, Unterhaltung, Beistand, eine Familie und viel fröhliches Gelächter. Und es war alles selbstverständlich gewesen. Aber diese Welt hatte ich jetzt verloren.
 
Heute würde ich nicht mehr weiterkommen, wenn ich nicht um Geld bettelte. Alles, was ich zum Leben. brauchte, mußte gekauft werden. Ich hatte keine Wahl, denn im Moment war ich nichts anderes als eine schmutzige, heruntergekommene Bettlerin. Ich war eine Pennerin ohne das geringste Hab und Gut. Nur ich allein wußte, wer sich hinter dieser äußeren Erscheinung aus Armut und Schmutz verbarg. Meine Einstellung zu den Obdachlosen dieser Welt veränderte sich in diesem Moment für immer.
 
Ich ging auf den Australier zu und fragte: »Können Sie mir bitte etwas Kleingeld borgen ?  Ich komme gerade aus dem Busch und muß dringend telefonieren. Ich habe kein Geld bei mir. Wenn Sie mir Ihren Namen und Ihre Adresse nennen, werde ich es Ihnen zurückzahlen.«
 
Er starrte mich einfach weiter an, und zwar so durchdringend, daß sich die Richtung der Falten auf seiner Stirn veränderte. Dann griff er in seine rechte Hosentasche und zog eine Münze heraus, während er sich mit der linken Hand die Nase zuhielt. Mir war klar, daß mein Körpergeruch wieder ziemlich penetrant sein mußte. Seit meinem seifenlosen Bad in dem Krokodilbecken waren ungefähr zwei Wochen vergangen. Der Mann schüttelte den Kopf: Nein, an einer Rückzahlung war er nicht interessiert. Dann machte er sich schnell aus dem Staub.
 
Ich ging durch die Straßen und sah ein paar Schulkinder in Grüppchen zusammenstehen. Sie warteten auf den Nachmittagsbus, der sie nach Hause bringen sollte. Sie sahen aus wie typische australische Schulkinder sauber geschrubbt und in ihren Uniformen absolut identisch gekleidet. Nur die Schuhe verrieten eine Spur von Individualität. Sie starrten auf meine nackten Füße, die jetzt mehr Hufen als Frauenfüßen glichen.     himmels-engel.de
 
Ich wußte, daß ich fürchterlich aussah, und hoffte nur, daß sie der Anblick meines nur dürftig bekleideten Körpers und der seit über einhundertundzwanzig Tagen ungekämmten Haare nicht allzusehr erschrekken würde. Die Haut in meinem Gesicht, auf Schultern und Armen hatte sich mittlerweile so oft geschält, daß ich mit Flecken und Sommersprossen übersät war. Außerdem war mir ja schon bestätigt worden, daß ich, um es ganz ohne Beschönigung zu sagen, fürchterlich stank !
 
»Entschuldigt mich«, sagte ich. »Ich bin gerade erst aus dem Busch gekommen. Könnt ihr mir sagen, wo es hier ein Telefon gibt, und weiß vielleicht zufällig einer von euch, wo das nächste Telegrafenamt ist ?«
 
Ihre Reaktion war ermutigend. Sie fürchteten sich nicht, sondern platzten fast vor Gekicher und Gelächter. Mein Akzent schien die allgemeine Überzeugung der Australier nur zu bestätigen: Die Amerikaner sind einfach ein seltsames Volk. Sie sagten mir, die nächste Telefonzelle sei nur zwei Blocks entfernt.
 
Ich rief in meinem Büro an und bat darum, mir telegrafisch Geld anzuweisen. Sie gaben mir die Adresse des hiesigen Telegrafenamtes. Als ich dort ankam, erkannte ich an den Gesichtern der Leute, daß man ihnen gesagt hatte, sie sollten nach jemand mit einer sehr ungewöhnlichen Erscheinung Ausschau halten. Zögernd händigte mir die Angestellte auch ohne die notwendigen Ausweispapiere das Geld aus. Als ich das Bündel Banknoten nahm, besprühte sie den Schalter und auch mich mit irgendeinem Desinfektionsmittel.
 
Mit dem Geld in der Hand nahm ich ein Taxi zu einem großen Kaufhaus und kaufte mir Hosen, ein Hemd, Gummischlappen, Shampoo, eine Haarbürste, Zahnpasta, Zahnbürste und Haarklammern. Der Taxifahrer hielt an einem kleinen Markt, wo ich mir eine Plastiktüte mit frischem Obst und sechs Flaschen unterschiedlicher Säfte füllte. Dann fuhr er mich zu einem Motel, wo er so lange wartete, bis sie mir Einlaß gewährt hatten. Wir hatten beide bezweifelt, ob sie mir überhaupt ein Zimmer vermieten würden, doch eine Hand voller Banknoten schien eine deutlichere Sprache zu sprechen als der seltsamste Aufzug. Ich drehte das Badewasser an und segnete die Erfindung der Badewanne. Während das Wasser einlief, rief ich verschiedene Fluggesellschaften an, um für den kommenden Tag einen Flug zu buchen. Die nächsten drei Stunden ließ ich mich in der Badewanne aufweichen. Dabei dachte ich ausführlich über die letzten Jahre und ganz besonders über die letzten Monate meines Lebens nach.
 
Am nächsten Tag bestieg ich ein Flugzeug. Mein Gesicht war frisch geschrubbt und mein Haar zwar häßlich, aber sauber. Ich humpelte in den Gummilatschen, die ich hatte zurechtschneiden müssen, um sie über meine Hufe ziehen zu können, aber ich roch wunderbar !  Ich hatte vergessen, mir Kleidung mit Taschen zu kaufen, deshalb hatte ich mir das Geld in mein Hemd gestopft.
 
Meine Hauswirtin war froh, mich zu sehen. Ich hatte recht gehabt: Sie hatte während meiner Abwesenheit die Miete für mich vorgestreckt. Es war alles kein Problem, ich mußte es ihr nur zurückzahlen. Der unheimlich freundliche australische Händler, der mir kurz vor meinem Verschwinden einen Fernseher und einen Videorecorder überlassen hatte, hatte mir noch nicht einmal eine Mahnung geschickt oder versucht, die Ausrüstung wieder in seinen Besitz zu bringen. Auch er freute sich, mich zu sehen. Er war sich sicher gewesen, daß ich nicht einfach verschwinden würde, ohne ihm seine Ware zurückzugeben und die Rechnung zu begleichen. Auch meine Arbeit war noch immer da und wartete darauf, daß ich mich ihr wieder zuwendete. Meine Kollegen waren zwar verärgert, aber machten Witze und fragten, ob ich etwa zum Opalschürfen gegangen sei, statt ins Büro zu kommen. Ich erfuhr, daß der Besitzer des Jeeps sich bereit erklärt hatte, seinen Wagen in der Wüste abzuholen und dann meinen Arbeitgeber zu informieren, falls Ooota und ich nicht zurückkehren sollten. Er hatte ihnen gesagt, ich sei auf einem Walkabout, was soviel bedeutete wie: Ziel unbekannt und Reisezeit gemessen nach Aborigine-Maßstäben der Nicht-Zeit. Es war ihnen nichts anderes übriggeblieben, als meine Entscheidung zu akzeptieren. Niemand anderer hatte meine Arbeit abschließen können, deshalb lag immer noch alles da und wartete auf mich.
 
Ich rief meine Tochter an. Sie war erleichtert und wollte unbedingt ganz genau wissen, was ich alles erlebt hatte. Sie gestand mir jedoch, daß mein Verschwinden sie nie ernsthaft beunruhigt habe. Wenn ich wirklich in Schwierigkeiten gesteckt hätte, davon war sie überzeugt, hätte sie es irgendwie gespürt. Ich öffnete den ganzen Stapel Post, der sich angesammelt hatte, und erfuhr, daß man mich von der Familienliste für Weihnachtspost gestrichen hatte !  Es gab keine Entschuldigung dafür, daß ich versäumt hatte, Weihnachtsgeschenke zu verschicken.
 
Lange Fußbäder und der Einsatz von Bimsstein und Hautlotion waren nötig, um meine Füße wieder an Strumpfhosen und Schuhe zu gewöhnen. Einmal hatte ich sogar zu einem Elektromesser gegriffen, um ein Großteil der toten Hautund Hornschichten einfach abzusägen !
 
Ich war für die eigenartigsten Gegenstände dankbar, zum Beispiel für den Rasierapparat, mit dem ich die dicken Haarbüschel, die mir unter den Achseln gewachsen waren, entfernte, die Matratze, die mich aus der Gefahrenzone der winzigkleinen Ungezieferrachen heraushob, und für eine Rolle Klopapier. Immer wieder versuchte ich den Leuten von dem Ureinwohnerstamm zu erzählen, der mir so ans Herz gewachsen war. Ich versuchte ihnen deren Lebenweise zu erklären, ihr Wertesystem und vor allem ihre besorgte Botschaft über unseren Planeten. Jedesmal, wenn ich in den Zeitungen wieder etwas über die ernstzunehmenden Umweltschäden las und die Mahnungen hörte, daß bald die grünsten und üppigsten Vegetationen verbrannt und verschwunden sein könnten, wußte ich, daß es stimmte: Der Stamm der »Wahren Menschen« hatte gehen müssen. Sie konnten schon kaum von der Nahrung leben, die sie vorfanden von zukünftigen Strahlenschäden ganz zu schweigen. Sie hatten recht gehabt, als sie behaupteten, Menschen könnten keinen Sauerstoff produzieren. Nur Bäume und Pflanzen sind dazu in der Lage. In ihren Worten bedeutete das: »Wir zerstören die Seele der Erde.« Unsere Gier nach technischem Fortschritt hat eine tiefliegende Unwissenheit aufgedeckt, die eine ernsthafte Bedrohung für alles Leben darstellt. Es ist eine Unwissenheit, der nur entgegengewirkt werden kann, wenn wir uns vor der Natur verbeugen. Die »Wahren Menschen« haben sich das Recht verdient, ihre Rasse auf diesem bereits übervölkerten Planeten nicht länger fortbestehen zu lassen. Seit Anbeginn der Zeiten sind sie ein ehrliches, aufrechtes und friedliebendes Volk, das seine enge Verbindung mit dem Universum nie in Frage gestellt hat.
 
Es war mir völlig unverständlich, daß sich von all den Menschen, mit denen ich sprach, niemand für das Wertesystem der Aborigines interessierte. Mir war klar, daß der Versuch, das Unbekannte und Andere zu begreifen, auch eine Bedrohung darstellte. Aber ich bemühte mich zu erklären, daß dies unser Bewußtsein erweitern konnte. Viele Probleme in unserer Gesellschaft könnten so gelöst werden, ja sogar Krankheiten ließen sich heilen. Ich traf auf taube Ohren. Die Australier gingen in die Defensive. Selbst Geoff, der vor meiner Reise sogar schon vom Heiraten gesprochen hatte, konnte nicht akzeptieren, daß von einem Buschvolk irgendwelche Weisheiten kommen sollten. Er fand es wunderbar, daß ich so ein einmaliges Abenteuer erlebt hatte, und hoffte, daß ich nun Ruhe geben und an der Rolle, die man als Frau von mir erwartete, Geschmack finden würde. Irgendwann verließ ich dann Australien. Mein Gesundheitsvorsorge-Projekt war abgeschlossen, aber meine Geschichte von den »Wahren Menschen« war nicht erzählt.
 
Die nächste Etappe meiner Lebensreise wurde offensichtlich nicht von mir selbst, sondern von einer höheren Macht gesteuert.
 
In dem Flugzeug, das mich in die USA zurückbrachte, begann der Mann neben mir eine Unterhaltung. Er war ein Geschäftsmann mittleren Alters mit einem jener Wohlstandsbäuche, die zum Platzen reif scheinen. Wir plauderten über alle möglichen Themen und schließlich auch über die australischen Ureinwohner. Ich erzählte ihm von meinen Erlebnissen im Outback. Er hörte mir aufmerksam zu, aber mit seiner abschließenden Bemerkung faßte er all die Reaktionen, die ich erfahren hatte, zusammen: »Na ja, schließlich hat bisher niemand gewußt, daß diese Menschen überhaupt existieren«, sagte er, »was macht es also, wenn sie verschwinden ?  Offengestanden glaube ich nicht, daß dies irgend jemandem Kopfzerbrechen bereiten wird. Und außerdem heißt es ihre Vorstellungen gegen unsere. Und kann eine ganze Völkergemeinschaft unrecht haben ?«
 
Mehrere Wochen lang lag mein Andenken an die wunderbaren »Wahren Menschen« in Geschenkpapier gewickelt und versiegelt fest in meinem Herzen und hinter meinen Lippen. Diese Menschen hatten mein Leben so tiefgehend berührt und beeinflußt, daß ich fast glaubte, »Perlen vor die Säue zu werfen«, wenn ich die negativen Reaktionen riskierte, die ich erwarten mußte. Mit der Zeit erkannte ich jedoch, daß meine alten Freunde echtes Interesse hatten. Einige baten mich, Vorträge über meine einzigartige Erfahrung zu halten. Die Reaktion war immer die gleiche:
 
Mein Publikum war gefesselt. Die Menschen erkannten, daß man zwar einmal Getanes nicht mehr rückgängig machen kann, aber daß man etwas ändern kann.
 
Es stimmt, die »Wahren Menschen« verlassen den Planeten, aber uns bleibt ihre Botschaft trotz unseres Soßen und Zuckerguß-Lebensstils. Wir wollen die »Wahren Menschen« nicht am Gehen hindern und sie überreden, wieder Kinder in die Welt zu setzen. Das geht uns nichts an. Wir sollten uns aber bemühen, ihre friedliebenden, sinnvollen Werte in unser Leben zu integrieren. Ich weiß, daß jeder von uns zwei Leben hat: eins, um zu lernen, und eins, in dem wir das Gelernte anwenden. Es ist an der Zeit, dem angsterfüllten Stöhnen unserer Brüder und Schwestern Gehör zu schenken und der Erde, die sich in Schmerzen windet.
 
Vielleicht läge die Zukunft der Welt in besseren Händen, wenn wir endlich Abstand davon nehmen würden, ständig Neues zu entdecken, und uns statt dessen auf unsere Vergangenheit besännen.
 
Der Stamm der »Wahren Menschen« kritisiert unsere modernen Erfindungen nicht, denn für sie ist das menschliche Dasein eine Erfahrung, die von Selbstverwirklichung, Kreativität und Abenteuer geprägt ist. Aber sie sind der Ansicht, daß wir »Veränderten« bei unserem Wissensdurst einen Satz beachten müssen: »Wenn es zum Besten allen Lebens auf der Welt ist.« Sie hoffen, daß wir lernen, materiellen Besitz anders zu bewerten und entsprechend damit umzugehen. Auch sie glauben, daß die Menschheit einem paradiesischen Zustand noch nie so nahe war wie jetzt. Wir haben die Technologien, Nahrung für alle Menschen in der Welt zu beschaffen. Wenn wir nur wollten, könnte jeder Mensch auf dieser Welt alles haben, was er braucht: die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen und zu achten, ein Dach über dem Kopf und vieles mehr.
 
Ermutigt und unterstützt von meinen Kindern und engen Freunden, begann ich meine Erfahrungen im Outback niederzuschreiben. Auch kam ich den vielen Einladungen zu Vorträgen nach. Ich sprach vor öffentlichen Organisationen, in Gefängnissen, Kirchen, Schulen und so weiter. Die Reaktionen waren gespalten. Der Ku-Klux-Klan erklärte mich zur Feindin, eine andere weiße Rassistenvereinigung aus Idaho versah während meiner Vorträge alle Autos auf den Parkplätzen mit ihren Hetzschriften. Die Anhänger einer ultrakonservativen christlichen Sekte verkündeten mir nach einem meiner Vorträge, alle Völker im Outback seien Heiden und für die Hölle bestimmt. Vier Mitarbeiter einer der führenden Forschungssendungen im australischen Fernsehen flogen in die USA, versteckten sich vor einem meiner Vorträge in einem Schrank und versuchten alles, was ich sagte, in Frage zu stellen. Sie glaubten sicher zu sein, daß kein einziger Aborigine der Volkszählung entgangen war und einfach wild im Busch lebte. Sie bezeichneten mich als Betrügerin. Doch irgendwann trat ein wunderbares Gleichgewicht ein. Im Ausgleich für jeden bösen Kommentar gab es immer einen anderen Zuhörer, der unbedingt mehr über mentale Telepathie lernen oder erfahren wollte, wie man statt Waffen Illusionskunst einsetzt. Es gab Leute, die einfach alles über die Werte und Gebräuche der »Wahren Menschen« hören wollten.
 
Oft werde ich gefragt, wie diese Erfahrung mein Leben verändert hat. Meine Antwort lautet: grundlegend. Kurz nachdem ich nach Amerika zurückgekehrt war, verstarb mein Vater. Ich war bei ihm, hielt seine Hand und gab ihm für seine Reise meine Liebe und meinen Beistand mit auf den Weg. Am Tag nach der Beerdigung bat ich meine Stiefmutter um ein kleines Andenken an ihn einen Manschettenknopf, eine Krawatte oder einen alten Hut. Sie verweigerte es mir.
 
»Für dich gibt es nichts«, sagte sie. Statt verbittert zu reagieren, wie ich es früher vielleicht getan hätte, segnete ich in Gedanken nur die geliebte Seele und verließ das Haus meiner Eltern ein letztes Mal. Ich war stolz auf mich selbst, blickte in den klaren blauen Himmel und zwinkerte meinem Dad zu.
 
Ich weiß, daß ich aus dieser Situation nichts gelernt hätte, wenn meine Stiefmutter liebevoll gesagt hätte:
 
»Aber natürlich. Dieses Haus ist voll von Andenken an deine Eltern. Such dir etwas aus, das dich an deinen Vater erinnert.« So hatte ich es nämlich erwartet. Daran, daß man mir etwas verweigert hatte, was mir rechtmäßig zustand, war ich gewachsen, und ich erkannte, daß alles zwei Seiten hat. Die »Wahren Menschen« hatten mir gesagt, daß es nur eine Möglichkeit gebe, eine Prüfung zu bestehen; man mußte sich ihr stellen. Ich bin in meinem Leben an einem Punkt angelangt, an dem ich die Möglichkeit zu einer spirituellen Prüfung erkenne und wahrnehme, selbst wenn die Umstände erst einmal sehr negativ erscheinen. Man kann die Dinge wahrnehmen und beobachten, und man kann sein Urteil über sie abgeben. Heute kann ich zwischen diesen beiden Dingen unterscheiden. Ich habe gelernt, daß wir aus allem einen spirituellen Gewinn ziehen können.
 
Vor kurzem wollte mich jemand, der meinen Vortrag gehört hatte, einem Mann aus Hollywood vorstellen. Es war ein kalter, verschneiter Januarabend in Missouri. Wir gingen zusammen essen, und ich redete mehrere Stunden am Stück, während Roger und die anderen Gäste aßen und Kaffee tranken. Am nächsten Morgen rief er bei mir an, um mit mir über die Möglichkeiten zu einem Film zu reden.
 
»Wo sind Sie gestern abend geblieben ?« fragte er.
 
»Wir haben die Rechnung gezahlt, unsere Mäntel geholt und uns voneinander verabschiedet, als plötzlich jemandem auffiel, daß Sie verschwunden waren. Wir haben Sie draußen gesucht, aber Sie waren einfach verschwunden; es gab noch nicht einmal eine Spur im Schnee !«
 
»Ja«, erwiderte ich. Meine Antwort stand vor mir, als wäre sie in feuchten Beton geschrieben: »Ich habe vor, das, was ich im Outback gelernt habe, für den Rest meines Lebens anzuwenden. Und zwar alles !  Sogar die Kunst der Illusion !«
 
»Ich, Burnum Burnum, ein Ureinwohner Australiens aus dem Wurundjeri-Stamm, erkläre hiermit, daß ich jedes Wort des Buches Traumfänger gelesen habe.
 
Es ist in meinem Leben das erste Buch, das ich von der ersten bis zur letzten Seite in einem Zug verschlungen habe. Ich habe es mit großer Freude und Hochachtung gelesen. Es ist ein Klassiker, und an keiner Stelle wird das Vertrauen, das wir >Wahren Menschen< der Autorin geschenkt haben, mißbraucht. Unsere Ansichten und esoterischen Erkenntnisse werden vielmehr in einer Art und Weise dargestellt, die mich sehr stolz auf meine Herkunft machen.
 
Indem Du der Welt von Deinen Erfahrungen erzählst, hast Du einen historischen Fehler richtiggestellt. Im sechzehnten Jahrhundert hat uns der holländische Forschungsreisende William Dampier als >das primitivste, elendigste Volk auf dem Erdenboden< bezeichnet. Dein Buch erhebt uns wieder zu einem höheren Bewußtsein und läßt uns als das königliche und majestätische Volk erscheinen, das wir sind.«
 
Aus einem Brief von Burnum Burnum,
einem Altesten der Wurundjeri

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Wenn du nur einen einzigen Menschen
zum Erwachen gebracht hast,
so kann es der Mensch sein
auf den ich gewartet habe,
spricht Jesus Christus
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BeitragThema: Re: Traumfänger - die Reise einer Frau in die Welt der Aborigines   2018-03-28, 11:23

(**)

DANKSAGUNG
 
 
Ohne zwei ganz besondere Menschen wäre dieses Buch niemals entstanden zwei Seelen, die mich unter ihre schützenden Schwingen genommen und geduldig ermutigt haben, mich emporzuschwingen und zu fliegen. Ich bedanke mich bei Jeanette Grimme und Carri Garrison, daß sie mich auf dieser literarischen Reise begleitet haben, und zwar mit einer Intensität, die unbeschreibbar ist.
 
Ich bedanke mich bei dem Autor Stephen Mitchell für seine Anteilnahme und Ermutigung, indem er schrieb:
 
»Wenn ich nicht immer ihre Worte übersetzt habe, so war es doch mein oberstes Gebot, das, was sie denken, herüberzubringen.«
 
Ich bedanke mich bei Og Mandino, Dr. Wayne Dyer und Dr. Elisabeth Kübler-Ross, die alle hervorragende Autoren, Dozenten und »Wahre Menschen« sind.
 
Ich danke Marshall Ball dafür, daß er seiner Berufung zum Lehrer sein ganzes Leben gewidmet hat.
 
Außerdem mochte ich mich noch bei folgenden Personen bedanken: Tante Nola, Dr. Edward J. Stegman, Georgia Lewis, Peg Smith, Dorothea Wolcott, Jenny Decker, Jana Hawkins, Sandford Dean, Nancy Hoflund, Hanley Thomas, Rev. Marilyn Reiger, Rev. Richard Reiger, Walt Bodine, Jack Small, Jeff Small und Wayne Baker bei Arrow Printing, Stephanie Gunning und Susan Moldow bei Harper Collins, Robyn Berm, Candice Fuhrman und ganz besonders bei MM-Co.-Direktor Steve Morgan.

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