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 Giganten im All - Teil 1

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Elisa
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Chinesische Tierkreiszeichen : Drache
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BeitragThema: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:30

Der folgende Roman wurde aus den Inhalten vieler Einzelkontakte mit den Interplanetariern vom Medialen Friedenskreis Berlin verfaßt. Sämtliche Beschreibungen und fast alle Dialoge wurden aus den Séancen und Interviews mit den SANTINERN zusammengestellt. Der Bericht über die außerirdischen Raumschiffe ist authentisch, da er von den SANTINERN selbst stammt. Die Form der Verarbeitung wurde vom MFK-Berlin vorgenommen. Bei den medialen Durchgaben handelt es sich um vollautomatische Schreibmitteilungen, die unbewußt durch die jahrelang erprobten Medien aufgenommen worden sind. Die Arbeit der beiden Schreibmedien, Monika-Manuela Speer und Uwe Speer, begann im Alter von 15 Jahren bzw. 17 Jahren. Die veröffentlichte Gesamtarbeit des MFK-Berlin, das Menetekel und die ASHTAR SHERAN Broschüren, gehört zu den absoluten Glanzlichtern psychowissenschaftlicher Forschung. Oft wurde von anderen Gruppen versucht, den MFK-Berlin zu kopieren, doch dessen Qualität wurde nie wieder erreicht. Die Vervielfältigung der Broschüren ist ausdrücklich erwünscht und unterliegt keinerlei Beschränkung.
Quelle;
http://www.psygrenz.de/




1.0 Vorwort [size=13](von Herbert Viktor Speer, Kreisleiter des MFK-Berlin)[/size]

2.0 Die große Begegnung

3.0 Im Mutterschiff

4.0 NAMO, das lebende Lexikon

5.0 Begegnung mit ASHTAR SHERAN

6.0 Gesundheit über alle Grenzen

7.0 Die Konferenz im All

8.0 Der echte DEKALOG

9.0 Das größte Wunder ist der Mensch

10.0 Die MACHT der SANTINER

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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:32

1.0 Vorwort



 (von Herbert Viktor Speer, Kreisleiter des MFK-Berlin)
Der Inhalt dieser Geschichte wurde medial erarbeitet und hat nichts mit Science-fiction zu tun. Der Text beruht auf objektiver WAHRHEIT, die zum besseren Verständnis in eine Erzählung gekleidet wurde.

  • Das Phänomen der fliegenden Untertassen (UFOs) ist keine Zeiterscheinung, die mit der Angst der Menschheit zusammenhängt, sondern ein UNIVERSELLES GESCHEHEN, das Jahrtausende zurückreicht.

Beunruhigt versuchen die Regierungen der Großmächte diese Tatsache abzustreiten oder als Phantasie hinzustellen. Trotz aller dieser jahrelangen Bemühungen, die WAHRHEIT zu verschweigen, hat dieses interessante UFO-Phänomen immer weiter um sich gegriffen. Es hat sich erwiesen, daß es trotz aller Anstrengungen unmöglich ist, die fliegenden Untertassen auf Dauer zu ignorieren, denn sie fliegen weiter, werden gesichtet und registriert, so daß man die jährlichen Einflüge dieser außerirdischen Raumschiffe auf 150.000 schätzt. Das ist eine Zahl, die es unmöglich macht, dieses auftretende Phänomen als lächerlich und unwirklich hinzustellen.

  • Hinter den Bemühungen, dieses Phänomen abzustreiten, steht die Angst der Verantwortlichen und Führer, daß sie zur Rechenschaft gezogen werden könnten.

Es braucht nicht erklärt zu werden, was auf dieser Welt verkehrt läuft. Es ist hinreichend bekannt. Seit 1957 veröffentlichen wir unsere Kontaktberichte, die jährlich erscheinen und in andere Weltsprachen übersetzt werden. Der Name ASHTAR SHERAN ist weltbekannt geworden und seine Worte, die an uns alle gerichtet sind, haben große Beachtung gefunden. Die Kontakte mit ASHTAR SHERAN sind unvergleichlich wertvoller als eine Botschaft von Fatima.

  • Wer an der Realität der fliegenden Untertassen zweifelt, oder diese Kontaktberichte für eine Fiktion hält, ist in dieser Sache nicht genügend informiert.

Die Menschheit richtet sich gerne nach den Urteilen der Wissenschaft. Wenn die Wissenschaft bestätigen würde, daß es außerirdische Raumschiffe gibt, die uns seit Jahrtausenden besuchen, würden auch die Zweifel verschwinden. Die Wissenschaft tut das natürlich nicht und der Zweifel bleibt bestehen. Leider fragt die öffentliche Meinung nicht danach, warum man ausweicht. - Wir wissen, daß die Wissenschaft nicht nur diesem Phänomen, sondern auch anderen wichtigen Tatsachen ausweicht, die als Betrug oder Phantasie erklärt werden. Es ist anzunehmen, daß solch eine Verhaltensweise die größte Sünde darstellt, die überhaupt begangen werden kann. Sofern es bewußt geschieht, handelt es sich um ein Kapitalverbrechen an der Menschheit, weil dadurch die gesamte Verhaltensweise der Menschheit negativbeeinflußt wird. Somit erreicht kaum ein Mensch auf dieser Erde jenes Niveau, das ihn als Mensch auszeichnet.
Zu den Lesern der ASHTAR SHERAN Botschaften gehören die Spitzen der Gesellschaft. Sie können sich also nicht auf völlige Unkenntnis berufen. Tausende von Zuschriften sagen uns Dank für diese Veröffentlichungen, die wir nicht im Rahmen eines Verlagsunternehmens herausgeben, sondern als eine HEILIGE MISSION betrachten, ohne Rücksicht auf Spott, Verleugnung, Verfälschung und Diskriminierung.
ASHTAR SHERAN ist ein Weltenlehrer, der uns aufzeigt, welche Möglichkeiten noch zur Verfügung stehen, unsere falsch gelenkte Welt zu ändern. Der Inhalt der Broschüren "Giganten im All, Teil 1-3", richtet sich nach den Angaben, die wir aus unseren UFO-Kontakten erhalten haben. Sie vermitteln ein ziemlich genaues Bild vom Leben der Außerirdischen in einem Mutterschiff, sowie vom Zweck ihrer großen MISSION.
Um auch unorientierten Kreisen das UFO-Problem verständlich zu machen, haben wir die medial erhaltenen Angaben in eine Erzählung gekleidet. Somit ist dieses Buch, das in drei Teile aufgeteilt ist, mehr als ein Roman, sondern eine Darstellung realer Tatsachen, mit denen sich die gesamte Erdenmenschheit beschäftigt. 
  
 

Unsere Erfahrungen haben jedoch gezeigt, daß es an der nötigen Ehrlichkeit fehlt, sich wirklich für dieses Problem einzusetzen. Um aber diese WAHRHEIT zu veröffentlichen, haben wir die große Mühe auf uns genommen, auf diese Weise einen Stein ins Wasser zu werfen, der vielleicht weite Kreise ziehen wird. Wir hoffen zuversichtlich, daß unsere Bemühungen Unterstützung finden werden. Das Bild, das wir hier vermitteln, dürfte unserer Meinung nach vollkommen richtig sein. Wir danken unseren außerirdischen FREUNDEN und auch unseren geistigen HELFERN für die Mitarbeit auch an diesem wichtigen Werk.
Sämtliche Angaben stammen aus unserer geistigen Forschungsarbeit.
Die meisten großen Verleger stuften dieses Werk eines 20-jährigen spirituellen Forschens in die Gruppe der Science-Fiction-Romane ein. Auf unsere Anfrage hin schrieb man uns, daß man damit nicht genug Geld verdienen könne. 
  
 

FRIEDE ÜBER ALLE GRENZEN! 
  
 

Herbert Viktor Speer
Leiter des MFK-Berlin

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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:35

2.0 Die große Begegnung


Das große Abenteuer begann im März 1970.
Der Journalist Martin Berger befand sich auf einer Informationsreise, die ihn auch nach New Mexiko, einem Staat in den USA, führte. Es war kurz vor Eintritt der Dunkelheit, als sein Wagen plötzlich zu stottern anfing. Martin befand sich auf der Straße nach Santa Fe, in der Nähe von Albuquerque, als plötzlich der graue Ford stehenblieb.
Martin suchte nach dem Fehler und entdeckte, daß der Wagen überhaupt keine elektrische Versorgung mehr zu haben schien. Seltsamerweise funktionierte die gesamte Spannungsversorgung nicht mehr. Es funktionierten keine Zündung, keine Scheinwerfer und auch kein Blinksignal.
Als Martin nach mehreren Zündversuchen den Wagen verlassen wollte, überkam ihn ein unheimliches Gefühl, das ihn fast lähmte. Als er zum Himmel schaute, gewahrte er ein sonderbares, fahles Licht, das ständig die Intensität wechselte. Martin hatte schon von geheimnisvollen UFOs gehört, doch deren Existenz war heiß umstritten. Doch allem Anschein nach war er gerade von solch einem Objekt überflogen worden. Er schaute nach Westen, wo hinter einem Hügel ein roter Schein aufflackerte, so, als ob ein großer Brand ausgebrochen sei. Der Feuerschein ging in ein Orange über und wechselte dann in ein helles Grün. Plötzlich flammte das Licht am Armaturenbrett wieder auf. Martin versuchte den Wagen zu starten, und zu seiner Überraschung sprang auch der Motor sofort wieder an.
Nachdem Martin etwa eine halbe Meile gefahren war, erwachte in ihm der Journalist. Martin stoppte den Wagen und überlegte, ob er nicht zum Hügel fahren sollte, um einmal nachzuschauen, was es mit dem Licht auf sich hatte. Zu diesem Zweck mußte er jedoch von der Hauptstraße herunter und einen sandigen Seitenweg befahren. Seine berufliche Neugier siegte. Martin steuerte den Wagen in die Richtung, wo immer noch, wie ein Nordlicht ausschauend, das lichtvolle Farbenspiel pulsierte.
Nachdem er den Hügel umfahren hatte, traute er seinen Augen nicht. Etwa 30 Fuß über dem Boden schwebend, sah er, völlig geräuschlos in der Luft hängend, ein ungewöhnliches Flugobjekt, von dem auch das Farbenspiel ausging. Martin ahnte, daß es sich um ein UFO handeln mußte. Die Umrisse waren klar erkennbar, so daß es keine Halluzination sein konnte. Auch die Form des Objektes ließ gar keinen anderen Schluß zu. Das Objekt ähnelte einer breiten, flachen Glocke. Bei dem Material, aus dem das Flugobjekt bestand, konnte es sich dabei um Aluminium oder auch Glas handeln. Es war schwer zu bestimmen. Das ganze Objekt schimmerte nilgrün und opalisierte. Hin und wieder gingen Strahlen von ihm aus, die wie feurige Blitze herausgeschleudert wurden.
An Flucht war nicht mehr zu denken, weil abermals die elektrische Versorgung des grauen Ford ausgefallen war. Selbst eine Zeitkontrolle war Martin nicht mehr möglich, denn auch seine Armbanduhr stand still. Martin war kein ängstlicher Mensch. Als Journalist kannte er viele Gefahren, denen er nicht auswich, sondern sie zu ergründen versuchte, wenn sie sehr ungewöhnlich waren. Martin wollte das Flugobjekt fotografieren, doch als er seinen Fotoapparat aus der Tasche zog, ertönte eine laute Stimme, die unverkennbar durch eine Art Lautsprecher verstärkt wurde. 

Zitat :
"Sie sind Martin Berger. Wir kennen Sie genau. Unternehmen Sie nichts, bevor wir unsere Maschine nicht ausgeschaltet haben. Verhalten Sie sich bitte ruhig. Machen Sie keine Fotoaufnahmen und haben Sie keine Angst, wir wollen Ihnen keinen Schaden zufügen."
Jetzt sah Martin, daß das Raumschiff Fenster hatte. Er strengte seine Augen an, um eine Gestalt hinter den Fenstern zu erspähen, aber er sah nur Schatten, die sich bewegten. Da ertönte ein Rauschen, ähnlich wie ein Wasserfall. Das Rauschen wurde immer stärker, und plötzlich hörte das Farbenspiel auf. Das ungewöhnliche Raumschiff, das ungefähr einen Durchmesser von 15 m hatte, nahm an Deutlichkeit zu und stand jetzt klar erkennbar auf dem Erdboden. Unter dem Raumschiff flimmerte die Luft, wie bei einer großen Hitze.
Martin war wie gelähmt und hatte das Gefühl, durch eine unbekannte Kraft in irgendeiner Weise paralysiert zu sein. Er konnte nur sehr langsam denken und seine Zunge war völlig trocken, so daß ihm der Hals etwas schmerzte. Wieder ertönte die laute Stimme, die sehr deutlich zu verstehen war:
Zitat :
"Machen Sie keinen Fluchtversuch. Es wäre zwecklos! Wir begrüßen Sie als unseren Gast. Wir werden Sie jetzt in unser Strahlschiff übernehmen. Unternehmen Sie nichts, warten Sie nur, was geschieht. Keine Angst wir tun Ihnen nichts. Achtung, wir kommen!"
Das fremde Raumschiff setzte sich langsam in Bewegung und schwebte direkt über Martins Auto, wo es still verharrte. Plötzlich hatte Martin das Gefühl, den Boden unter seinen Füßen zu verlieren. Die Schwerkraft nahm deutlich ab. Martin fühlte sich leichter und leichter und begann zu schweben. Als er zum Raumschiff hinaufschaute sah er, daß sich eine Luke geöffnet hatte, aus der ein helles Licht strahlte. Martin fühlte sich wie narkotisiert und merkte kaum, wie er in die geöffnete Luke hineingesaugt wurde. Kaum war Martin im Innern des Flugobjektes, als sich auch die Luke sofort schloß. Das Raumschiff vibrierte leicht.
In diesem Augenblick kehrte Martins Bewußtsein voll zurück und er schaute sich um. Er befand sich in einem kleinen Raum, der nur ein lukenhaftes Fenster besaß. Bis auf eine bequeme Sitzgelegenheit, war der Raum völlig leer. Er spürte, daß die Schwerkraft zurückgekehrt war. Nur zwei Schritte trennten ihn vom Fenster. Er sprang darauf zu und sah hinaus. Tief unter sich sah er eine Wolkenbank, dazwischen einige dunkle Stellen, die aber keine Details der Erdoberfläche erkennen ließen. Martin war sich darüber klar, daß man ihn entführte. Mit rasender Geschwindigkeit wurde er davongetragen, ähnlich den irdischen Astronauten, die von der Erde zum Mond flogen. Plötzlich ertönte wieder die Stimme, allerdings nicht mehr so laut wie außerhalb des Flugkörpers:
Zitat :
"Wir lassen Ihnen einige Minuten Zeit, Herr Berger, damit Sie sich von Ihrem ersten Schreck erholen können. Sie befinden sich derzeit in einem außerirdischen Weltraum-Strahlschiff, einem sogenannten "UFO", wie man auf Erden sagt. Bleiben Sie ganz ruhig. Wir müssen Sie zunächst untersuchen und entseuchen. Vorher dürfen Sie nicht aus dieser kleinen Schleuse heraus. Atmen Sie tief und ruhig."
Tausend Gedanken schossen durch Martins Hirn, doch keiner dieser Gedanken schien der richtige zu sein. Was hatte man mit ihm vor? - Wollte man ihn als Versuchskaninchen benutzen? - Vielleicht eine Vivisektion vornehmen? - Das Ganze mußte doch einen Sinn haben? - Sicher war, daß dies keine Spazierfahrt würde. - Martin wunderte sich, daß man ihn kannte und mit seinem Namen angeredet hatte. Er erinnerte sich auch daran, daß er vor Jahren ein ähnliches Gefühl gehabt hatte, als er glaubte, am nächtlichen Himmel ein UFO gesehen zu haben. Auf der Erde würde man ihn auch nicht gleich vermissen, weil er sich oft auf größeren Reisen befand. Was war aber mit dem verlassenen Auto? Wenn man seinen Leihwagen fand, würde man sicher Nachforschungen anstellen. Für wie lange wollte man ihn überhaupt entführen? - Für einen Tag? – Oder vielleicht für immer? – So sehr sich Martin auch den Kopf zermarterte, er fand keine Antwort auf seine vielen Fragen.
Bisher verlief die ganze Reise fast völlig geräuschlos. Erstaunlicherweise gab es kein Motorengeräusch und überhaupt keine technischen Geräusche. Auch das Rauschen, das wie ein Wasserfall klang, war nicht mehr zu hören. Die Atemluft in dem fremden Flugkörper war wohl auf irdische Belange abgestimmt, denn Martin befand sich ja in einer Art Schleuse. Ein eigenartiger, undefinierbarer, aber derart lieblicher Geruch hing in der Luft, wie er ihm noch nie begegnet war.
Die völlige Geräuschlosigkeit, die einer feierlichen Stille ähnelte, wirkte auf Martin etwas beklemmend. Er versuchte, die Stille zu durchbrechen, indem er den Mund zum Pfeifen spitzte. Was er jedoch hervorbrachte, war nur ein piepsendes Fauchen. Martin schaute abermals zum Fenster hinaus und erkannte den ungeheueren Abstand zur Erde. Der blaue Planet zeigte sich schon als eine riesige Scheibe. Plötzlich ertönte der Lautsprecher, doch dieses Mal mit einer anderen, sehr sanften Stimme:
Zitat :
"Herr Berger, wir müssen Sie jetzt entseuchen. Genieren Sie sich nicht und entkleiden Sie sich vollständig. Machen Sie uns bitte keine Schwierigkeiten. An der Wand befindet sich ein Fach, das mit einem roten Stern gekennzeichnet ist. Entnehmen Sie daraus das Kleidungsstück, welches wir für Sie bereitgelegt haben. Danach legen Sie bitte Ihre persönlichen Sachen in dasselbe Fach."
Martin blieb nichts anderes übrig, als der Stimme zu folgen. Er war in der Gewalt außerirdischer Lebewesen, die jetzt über ihn bestimmten. Er zog seine Sachen aus und wartete, was wohl geschehen würde. Plötzlich zischte es über ihm. Aus einer Reihe winziger Düsen sprühte eine warme Flüssigkeit auf ihn nieder, die sehr fein zerstäubt und auf der Haut nicht unangenehm wirkte.
Nach Beendigung dieser Prozedur suchte Martin das beschriebene Fach, wußte aber nicht, wie er es öffnen sollte. Als er es befühlte, sprang es geräuschlos auf. Ein trikotartiger Anzug, in der Form eines Trainingsanzuges, lag vor ihm. Nachdem er die unbekannte Kleidung ohne Unterwäsche über seinen Körper gezogen hatte, legte er seine persönlichen Kleider in das noch offenstehende Fach, das sich daraufhin automatisch schloß. Allmählich fand Martin die ganze Situation mehr als spannend und interessant, besonders deshalb, weil diese Reise in ihm keinerlei körperliche Beschwerden auslöste. Der Lautsprecher meldete sich: 


Zitat :
"Herr Berger, behalten Sie keine persönlichen Gegenstände zurück. Legen Sie alles in das Fach."
Martin sah sich im Raum um, als wollte er den Sprecher entdecken. "Ich habe nichts zurückbehalten. Alle persönlichen Gegenstände befinden sich in meinen Kleidern", entgegnete er. "Was haben Sie mit mir vor?" 

Zitat :
"Gut, Sie sollen erfahren, was wir von Ihnen wollen. Wir haben Sie längere Zeit beobachtet und Sie können das Ganze natürlich nicht verstehen. Wir bringen Sie zu einem großen Weltraum-Strahlschiff, einem sogenannten Mutterschiff. Sie werden dort etwa einen Monat bei uns zu Gast sein. Selbstverständlich benutzen wir Ihre irdischen Sprachbegriffe, damit Sie uns verstehen. In diesem Schiff genießen Sie alle Bequemlichkeiten. Es wird Ihnen an nichts fehlen. Nach Ablauf eines Monats werden wir Sie auf demselben Wege wieder zur Erde bringen und in New Mexico absetzen."
"Ich möchte gerne wissen, was man mit mir vorhat? - Wollen Sie mit mir biologische Experimente anstellen?" Die Stimme antwortete prompt: 

Zitat :
"Keine Sorge, so ist das nicht. Wir wollen nicht experimentieren. Im Weltraumstrahlschiff findet eine interstellare Konferenz statt. Dazu brauchen wir einen geeigneten Vertreter für die Erdenmenschheit, denn um diese geht es. Wir haben eine ungefähre Vorstellung von Ihrem Intellekt und glauben, daß Sie einigermaßen darüber im Bilde sind, was auf der Erde vorgeht. Es wird für Sie sehr interessant werden und Sie werden sehr viel dabei lernen. Also betrachten Sie das Ganze als ein großes Glück für Sie."
"Wie heißen Sie? - Wer sind Sie überhaupt?", wollte Martin wissen. 

Zitat :
"Ich kann Ihre Neugierde verstehen. Leider können wir uns noch nicht begegnen. Sie müssen noch untersucht werden. Aber das können wir auf diesem Schiff nicht durchführen. Sie müssen warten, bis wir das Mutterschiff erreicht haben. Ich heiße SHINUN. Haben Sie noch etwas Geduld. Nach Ablauf von etwa fünf irdischen Stunden werden wir das Mutterschiff erreicht haben. Es ist - für Ihre Begriffe - ein riesiges Objekt, mit einer Längenausdehnung von etwa 600 m. Sie werden dort alle Bequemlichkeiten vorfinden, die Sie gewohnt sind. Sie brauchen sich keine Gedanken wegen des Umsteigens in das Großschiff zu machen. Dieses Fahrzeug fährt direkt in ein Fährschiff."
Martin faßte sich an den Kopf. Er kniff sich in seinen Arm, denn er war sich nicht sicher, ob er vielleicht durch einen Traum genarrt wurde. Es war unfaßbar! – Als er noch einmal zum Fenster hinausschaute, sah er die bläuliche Erde in weiter Ferne, mit scharf ausgeprägter Tag- und Nachtgrenze. Für Martin ein unglaubliches Bild. In dieser relativ kurzen Zeit mußte die Entfernung zur Erde enorm gewachsen sein. Die Reisegeschwindigkeit des Schiffes abzuschätzen, war für Martin nicht möglich. 
 

Gedankenversunken setzte Martin sich in den bequem aussehenden Sessel und befühlte das unbekannte Material. Es fühlte sich weich und etwas rauh an und war allem Anschein nach sehr fest. Die Schwerkraft war, wie auf der Erde, überall im Raum gleich stark vorhanden. Seine Füße standen stets auf festem Boden, der nur ganz leicht zu vibrieren schien. Da es in dem kleinen Schleusenraum taghell war, suchte Martin nach der Lichtquelle, doch er konnte nirgends eine entdecken. Das Licht war einfach da und schien von überall her aus den Wänden zu kommen.
Martin wurde sich allmählich darüber klar, daß in vielen Punkten jede irdische Überlegung aufhörte.
Es gab keine Vergleiche.
Martin dachte darüber nach, in was für ein ungeheuerliches Abenteuer er da hineingezogen wurde, während man auf der Erde noch über die Existenz außerirdischer Raumschiffe herumstritt.
Er wollte ausprobieren, ob man ihm antworten würde, wenn er eine Frage stellte. Sicher gab es im Raum eine Art Mikrofon. "Herr SHINUN, bitte melden Sie sich!" Die Antwort kam augenblicklich.
Zitat :
" Ja, was wünschen Sie, Herr Berger?"
Martin war überrascht, wie gut die Verbindung klappte. "Ich möchte gerne wissen, wieviele Personen hier im Raumschiff sind, meine Person ausgenommen?" 


Zitat :
"Die Besatzung besteht aus fünf Personen, alles ausgebildete Piloten. Dieser Flugzeugtyp ist nur für kleine Reisen innerhalb eines Sonnensystems gebaut worden. Die interstellaren Reisen werden von den Großschiffen durchgeführt. Ein Großschiff, also ein Mutterschiff, führt mindestens drei dieser Kleinschiffe mit, die sich in einem Hangar des Großschiffes befinden. Sie sehen, Herr Berger, daß wir bereit sind, alle Ihre Fragen so zu beantworten, daß Sie unsere Erklärungen verstehen können. Es gäbe noch sehr viel mehr zu sagen, das Sie aber nicht begreifen würden."
Die ruhige Fahrt des Raumschiffes stärkte Martins Vertrauen zu dieser Reise. Immer mehr bekam er das Gefühl einer inneren Sicherheit. Er dachte darüber nach, daß die hochentwickelte Technik dieser Menschenrasse eine Havarie im Weltraum fast unmöglich machte. So sicher war er noch nie befördert worden. Martins Wissensdurst war geweckt und er rief in den Raum hinein: "Hallo, Herr SHINUN, fliegen wir mit Lichtgeschwindigkeit?"
Zitat :
"Nein, wir sind noch weit unter dieser Geschwindigkeit. Wir fliegen mit Sonnenenergie, können auch auf andere Kraftquellen umschalten, wodurch unsere Geschwindigkeit sehr erhöht werden kann."
"Darf ich erfahren, wie groß die Höchstgeschwindigkeit eines außerirdischen Raumschiffes ist?" 

Zitat :
"Ja, das dürfen Sie, aber Sie werden es nicht begreifen. Ein Raumschiff, wie dieses hier, kann in seiner Geschwindigkeit vom absoluten Stillstand bis auf das anderthalbfache der Lichtgeschwindigkeit beschleunigt werden. Die Großschiffe haben noch andere Antriebsmittel. Sie reisen weit über der Lichtgeschwindigkeit, jedenfalls so schnell, daß man mit menschlichen Augen gesehen das Raumschiff nicht mehr erkennen würde. Eine Reise von hier zum Alpha Centauri-Sonnensystem würde etwa vier Monate dauern. Sie können sich ausrechnen, wie schnell ein solches Schiff ist. Wollen Sie sonst noch etwas wissen?"
"Nein, danke", sagte Martin, "ich muß das erst verarbeiten. Wie Sie vielleicht wissen, hält man es auf der Erde für unmöglich, die Lichtgeschwindigkeit zu überschreiten."
Die Bereitwilligkeit SHINUNs, ihm zu antworten, schuf eine gewisse sympathische Stimmungslage. Martin hatte das Gefühl, daß man es gut mit ihm meinte. Seine Besorgnis wich allmählich. Es überkam ihn das stolze Gefühl, so etwas erleben zu dürfen, das kein Mensch zu ahnen wagte. Er bekam feuchte Augen, als er darüber nachdachte, daß er als Vertreter des irdischen Menschengeschlechts fungieren und die Erde in einer interstellaren Konferenz vertreten sollte. Ihm war klar, daß dies ein sehr schwieriges Amt war. Wie sollte er eine Menschheit vertreten, die seit Jahrtausenden von Grund auf schlecht war? Bei diesem Gedanken spürte er eine Mischung aus Scham und Stolz. Doch Glück oder Unglück kommen ungerufen. Er mußte es hinnehmen, wie es kam. Alles lag in tiefer Ungewißheit. Martin war weit von der Erde entfernt und dabei völlig auf sich allein gestellt. Vielleicht konnten die Außerirdischen sogar seine Gedanken lesen! – Dies wäre für ihn das Unangenehmste überhaupt.
Plötzlich drang ein feuriges Licht durch das Fenster.
Es schien, als wenn das Raumschiff durch eine äußere Glut hindurch führe. Hin und wieder flackerte es grell auf. Zur gleichen Zeit setzte wieder das schon bekannte Rauschen ein. Nach etwa fünf Minuten ertönte der Lautsprecher: 


Zitat :
"Herr Berger, bleiben Sie ruhig sitzen. Wir nehmen jetzt Kontakt mit unserem Mutterschiff auf. Behalten Sie bitte die Ruhe."
Das anfängliche Rauschen steigerte sich zu einem Getöse und das Raumschiff vibrierte stark. Dann ging das Rauschen in einen pfeifenden Ton über, der allmählich immer leiser wurde. Für Martin war es ein aufregendes Erlebnis. Er hatte das Gefühl, sich in einer Maschine zu befinden, die eine unvorstellbare Kraft entwickelte. Nie würde er auch nur annähernd dieses Erlebnis beschreiben können. Der Schweiß brach ihm aus. Leider gab es nichts, womit er sich hätte trocknen können. Das feurige Licht, welches durch das Fenster hereinfiel, wechselte die Farbe und verblaßte dann. Danach trat eine vollkommene Stille ein. Draußen schien alles dunkel.
Mittlerweile hatte Martin sich an das außergewöhnliche Abenteuer gewöhnt und wollte alles ohne Widerstand auf sich zukommen lassen. Jedenfalls hatte er nicht den Eindruck, daß er es mit Feinden zu tun hatte. Aber noch hatte er seine Entführer ja nicht gesehen. Sollten es kleine grüne Männer mit unförmig großen Köpfen sein, wie sie auf Erden beschrieben wurden? Vielleicht waren es sogar monsterhafte Wesen?
Der Raum, in dem Martin Berger sich befand, maß etwa 2 m im Quadrat. Eine Tür war nicht vorhanden und auch der Fußboden zeigte keinerlei Fugen, die auf eine Öffnung schließen ließen. Martin interessierte sich für das Material, aus dem das Flugobjekt gebaut war. Er befühlte die Wand, die sich sehr kalt und glatt anfaßte. Wenn er genau hinsah, war es ihm, als ob er durch das Material hindurchblicken konnte. Dabei war es nicht völlig transparent, sondern ähnelte eher trübem Glas. An genaue Zeit gewöhnt, empfand er es als sehr störend, daß er keine Uhr mehr besaß. So konnte er sich zeitlich nicht mehr orientieren

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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:38

3.0 Im Mutterschiff


Ein lautes Knacken ließ Martin aufhorchen, dann ertönten wunderbare harmonische Töne und Akkorde aus dem unsichtbaren Schallwandler. Es war eine Musik, wie er sie noch nie gehört hatte. Sie versetzte ihn in eine sphärenhafte Stimmung, ohne jeglichen Mißklang. Plötzlich erklang wieder die ihm schon bekannte Stimme: 


Zitat :
"Herr Berger, Sie befinden sich bereits im Großschiff. Sie werden dieses Flugobjekt jetzt verlassen. Bleiben Sie ganz ruhig und haben Sie Vertrauen zu uns. Treten Sie in den Kreis auf dem Boden. Bleiben Sie ruhig stehen! Alles geht von selbst."
Martin stellte sich mitten in den Kreis. Mit einem feinen singenden Geräusch senkte sich ein runder Deckel im Boden. Unter ihm wurde es sonnenhell. Der Deckel rastete ein und Martin sah unter sich eine Treppe. Ohne Schwierigkeiten konnte er das Flugobjekt verlassen. Es war eine Wohltat, wieder ein größeres Blickfeld zu haben!
Martin Berger sah sich um. Alles war peinlich sauber und mattglänzend. Er stand in einer Halle, die von einem warmen, sonnenähnlichen Licht erhellt wurde.
Ein humanoides Wesen kam ihm entgegen. Es war etwa 160 cm groß, schlank und durchaus von normaler menschlicher Figur. Das Gesicht war bronzegetönt. Das Wesen hatte ein majestätisches Aussehen und eine hohe, etwas nach vorn gewölbte Stirn. Die Augen waren tiefblau und das mittelblonde Haar fiel bis auf die Schulter. Martin mußte zugeben, daß dieses Wesen engelhaft schön und stattlich aussah. Nichts von einem Monster oder grünem Ungeheuer. Die Kleidung schloß oben mit einem silbrigschimmernden Kragen ab, der einem Rollkragen ähnelte und bis an das Kinn reichte. Martin fielen die sehr feinen, schlanken Hände auf, die aber trotzdem keinen weiblichen Eindruck machten. Das fremde Wesen lächelte freundlich. 


Zitat :
"Herr Berger, ich begrüße Sie als Gast in unserem Raumschiff. Ich bin SHINUN und Offizier dieses Mutterschiffes."
Er machte eine leichte Verbeugung, wie sie bei den Japanern üblich ist. Dann führte er den Handrücken an seine Stirn, was wohl eine besondere Begrüßung sein sollte. Martin versuchte, sich anzupassen und erwiderte den Gruß auf die gleiche Art. SHINUN sagte:
Zitat :
"Ich gehe voraus. Folgen Sie mir, bitte. Wir müssen zur Untersuchung. Sie müssen verstehen, daß wir sehr vorsichtig sein müssen, zumal wir mindestens einen Monat lang mit Ihnen zu tun haben werden. Wir können uns eine eingeschleppte Krankheit nicht leisten."
Martin nickte nur und schritt hinter dem Außerirdischen her. Nach ein paar Stufen öffnete sich selbsttätig eine Tür. Sie traten beide in einen Raum, der mit Apparaten ausgestattet war. Auch hier gab es eine unsichtbare Lichtquelle. In der Mitte stand eine Art Operationsstuhl, wie bei einem Zahnarzt. SHINUN deutete auf den Stuhl. 

Zitat :
"Nehmen Sie bitte Platz. Es dauert nicht lange."
Ein anderer Außerirdischer trat herein und grüßte ebenfalls mit dem Handrücken gegen die Stirn.
Zitat :
"Ich hoffe, daß Ihnen nichts fehlt, Herr Berger. Wir werden das gleich herausfinden. Das Resultat ist auch für Sie wichtig."
Martin ahnte, daß er noch nie von einer ähnlichen medizinischen Kompetenz untersucht worden war, wie es jetzt der Fall war. Eine Menschenrasse die derartige Raumschiffe entwickeln konnte und damit das All durchreiste, mußte ebenso auf anderen Gebieten ungewöhnlich erfahren sein. Der Arzt untersuchte seinen Rachen, dann die Ohren und schaute mit einem kleinen Gerät in seine Augen.
Zitat :
"Da ist nichts. Es ist alles in Ordnung. Sie haben als Kind einmal geschielt, doch das ist mit der Zeit in Ordnung gekommen. Wir werden weiter sehen."
Der Arzt befühlte Martins Hals und nickte zufrieden.
Zitat :
"Stehen Sie bitte auf und entkleiden Sie sich."
Martin tat, wie es verlangt wurde. SHINUN machte einige Notizen. Der Arzt setzte einen Apparat in Bewegung, an dem ein langer Schlauch befestigt war. An diesem saß ein Kopf, der wie ein Mikrofon aussah. Mit diesem tastete der Arzt den ganzen Körper ab. Dabei sagte er einiges zu SHINUN, der diese fremdsprachlichen Ausdrücke aufschrieb. Die Untersuchung schien beendet. Der Arzt schaltete den Apparat aus und hing den Schlauch in eine Gabel. Dann wandte er sich an Martin: 

Zitat :
"Ihr Gesundheitszustand ist im allgemeinen zufriedenstellend. Allerdings haben Sie augenblicklich einige Schwierigkeiten mit der veränderten Atmosphäre, aber das wird sich geben. Der Luftdruck hier im Schiff ist dünn, entsprechend einer irdischen Höhe von etwa 4.000 m über dem Meer. Ihr Blutdruck ist daher hoch. Alle Anstrengungen sind für Sie größer als normal, aber Sie sollen ja keine Arbeiten bei uns verrichten. Was wir von Ihnen verlangen, liegt auf geistigem Gebiet. Wir wollen uns mit Ihnen unterhalten, denn wir können die Verhaltensweise der Erdenbrüder nicht verstehen."
Martin durfte sich wieder anziehen. Der Arzt gab ihm etwas zum Einnehmen und klopfte Martin kameradschaftlich auf die Schulter. 

Zitat :
"Sehen Sie das Ganze als einen Erholungsurlaub. Eigentlich hätten wir allen Grund, Sie als unseren Feind zu betrachten. Aber wir denken anders über Menschen. Sie müssen wissen, daß jeder Mensch für uns ein gewisses Tabu besitzt. Es wäre schön, wenn das auf der Erde auch so wäre, denn dann wären Sie gar nicht hier."
Nun wußte Martin ungefähr, worauf das Ganze abzielte. Er war ein geistiges Versuchsobjekt für Außerirdische. Wenn man auf der Erde wüßte, was sich hier abspielte! Niemand kann sich dort etwas Derartiges vorstellen. - Allmählich wuchs Martins Neugierde. SHINUN bedankte sich bei dem Arzt und winkte Martin, ihm zu folgen. 

Zitat :
"Sie werden sicher Hunger haben. Die Gastfreundschaft gebietet uns, den Gast gut zu bewirten. Es wird Ihnen an nichts fehlen. Wir haben alles, was für den Menschen gesund ist."
Martin schritt mit SHINUN einen langen Gang entlang, der sehr viel Ähnlichkeit mit den Gängen auf großen Ozeanriesen hatte. Es gab kleine "Geschäfte" rechts und links, und alles war sonnenhell erleuchtet, ohne daß eine Lichtquelle zu sehen war. SHINUN deutete auf einen dieser kleinen Läden, indem er sagte: 

Zitat :
"Sie sehen, wir haben auch Schaufenster. Aber das ist kein Glas, sondern ein elastisches Material von großer Durchsichtigkeit. Wir nennen es "Espam". Es kann mit einem besonderen Apparat geschnitten werden, sonst ist es unzerstörbar. Dort drüben ist die, wie sagt man bei Ihnen, Kantine."
Beide traten in den Speiseraum, der sehr gemütlich und geschmackvoll eingerichtet war, ohne Kitsch und ohne Disharmonie. Es gab kein Holz. Alles war aus dem gleichen Material hergestellt, das Martin schon untersucht hatte. Es gab keine Tischdecken. Alles war peinlich sauber. An jedem Tisch standen drei gut gepolsterte Drehstühle. SHINUN setzte sich mit Martin an einen der Tische. 

Zitat :
"Das alles ist für Sie natürlich völlig neu und fremdartig. Sie müssen wissen, daß wir den größten Teil unserer Ernährung selbst herstellen, auch das Wasser gehört dazu. Wir haben ein Verfahren entwickelt, mit dem man die Atome neu gruppieren kann. Natürlich ist das Wort "gruppieren" falsch gewählt, doch ich spreche bewußt in einer für Sie verständlichen Form. Im Verhältnis zur Erde sind wir auch in wissenschaftlicher Hinsicht sehr weit voraus. Ein Raumschiff, wie dieses hier, kann jahrelang auf Reisen sein, ohne Station machen zu müssen. - Sie bekommen jetzt etwas zu essen. Darunter wird auch Gemüse sein. Dieses Gemüse und auch die Salate ziehen wir in einer eigenen Gärtnerei, in einem Treibhaus. Außerdem haben wir ein großes Algenhaus, das sehr wichtig ist."
"Ich bin erstaunt", meinte Martin. "Man hat sich auf Erden stets Gedanken darüber gemacht, auf welche Weise man lange im Weltall leben könnte. Ohne eine Atomgruppierung, wie Sie es nannten, wäre das wohl nicht möglich."
Zitat :
"Ja, das ist das Erhaltungsproblem. Aber es gibt noch größere Schwierigkeiten zu überwinden. Wir haben sie fast alle gelöst."
SHINUN zeigte auf eine junge Dame, die den gleichen Dreß trug wie er.
Zitat :
"Das ist LAO, unsere Stewardeß, die uns bedienen wird. Natürlich haben wir auch noch andere Stewardessen."
SHINUN machte der Stewardeß ein Zeichen. Sie nickte zustimmend und legte den Handrücken gegen die Stirn, um Martin zu begrüßen. Martin erwiderte diese Aufmerksamkeit. Das Mädchen brachte zwei Platten, auf denen sich verschiedene Gerichte befanden. Als Besteck diente eine Art Zange, die aber sehr leicht zu handhaben war.
Zitat :
"Es sind auch Algen dabei."
SHINUN zeigte Martin, wie man die Algen am besten zerteilt. Das Essen schien bekömmlich. Es schmeckte weder gut noch schlecht. Man mußte sich wohl erst an diese Kost gewöhnen. "Wie viele Mahlzeiten halten Sie ein?" wollte Martin wissen. 

Zitat :
"Das ist die Hauptmahlzeit. Wir essen nur zweimal in etwa 24 Stunden Erdrechnung. Eine kleine Mahlzeit und später die Hauptmahlzeit. Das reicht völlig aus. Sie können sich nicht vorstellen, was dieses Großschiff alles aufzuweisen hat. Übrigens beherrschen wir die großen irdischen Weltsprachen sehr gut. Ich spreche vier irdische Weltsprachen perfekt. Dazu kommt unsere eigene Sprache, mit einigen Dialekten. Außerdem kommt noch eine technische Verständigung hinzu. Die Unterhaltung macht uns keine Schwierigkeiten, wie Sie sehen. Ich bin zu Ihrer Orientierung beauftragt. Meine eigentlichen Kenntnisse betreffen hauptsächlich das technische Gebiet. LAO wird Sie stets bedienen. Auch sie spricht mehrere Sprachen. Ihr Intellekt ist groß. Für Ihre Unterweisung haben wir NAMO vorgesehen. Auch eine junge Dame, die Sie noch kennenlernen werden."
Das alles überstieg menschliche Phantasie! Die Wirklichkeit hatte unglaubliche Formen angenommen. Martin kam sich vor, als ob er seinen irdischen Körper bereits verlassen hätte und in den Regionen einer jenseitigen Welt angekommen sei. SHINUN schien ihn zu verstehen. Er machte den Eindruck, als ob er Martins Gedanken lesen könne. Eine ausgeprägte Telepathie war bei den Außerirdischen nicht auszuschließen. Martin wagte jedoch nicht, danach zu fragen. Das Raumschiff reiste geräuschlos und erschütterungsfrei. Die Schwerkraft war allerdings etwas verändert, sie war geringer als auf der Erde. Martin war Journalist, aber kein Techniker, auf alle Fälle kein Ingenieur, trotzdem interessierte ihn alles, was mit dieser Reise zusammenhing.
Zitat :
"Dieses Weltraumstrahlschiff hat sehr viele Räume und eine sehr große Besatzung", sagte SHINUN mit sichtbarem Stolz. "Selbstverständlich haben Sie, Herr Berger, eine eigene Kabine zur Verfügung. Ich werde Sie Ihnen selbst zeigen. Dazu müssen wir den Aufzug benutzen. Die Kabine liegt im 18. Stockwerk."
"Im 18. Stockwerk!" rief Martin erstaunt. "Das ist kaum zu fassen."
Zitat :
"Nun, das Raumschiff, in dem Sie sich befinden, hat eine Länge von etwa 600 m. Die mittlere Höhe beträgt etwa 100 m. Unter uns befindet sich der Schwerpunkt. Wir sind im 3. Stockwerk. Ich kann verstehen, daß Sie an solche Größenordnungen nicht gewöhnt sind. Derartige Transportmittel sind Ihnen völlig fremd. Aber wir haben noch weit größere Mutterschiffe zur Verfügung. Dieses Schiff hat in Ihrer Sprache den Namen "KOMET". Wie ein Komet rast es auf seinen Forschungsreisen durch das All."
"Steht dieses Schiff zur Zeit still, oder ist es auf Fahrt?" wollte Martin wissen. 

Zitat :
"Es befindet sich auf Fahrt. Doch es ist keine große Fahrt, sondern eine nur kurze Reise. Wir umkreisen den Jupiter in größerer Entfernung."
Martin kam aus dem Staunen nicht heraus. Mit diesen Angaben kam er nicht mehr klar. Er dachte einfach zu irdisch. SHINUN führte seinen Gast den Gang entlang bis zu einem Lift. Der Fußboden war mit einem sehr elastischen, geräuschdämmenden Material ausgekleidet. Oben angekommen, ähnelte der Gang einem Flur in einem eleganten Hotel. Es gab Zimmer an Zimmer, aber nirgendwo stand eine Zimmernummer an der Tür. Einige Türen waren mit seltsamen Symbolen versehen. Möglicherweise waren es Ziffern. SHINUN berührte eine dieser Türen und die Tür öffnete sich automatisch. Der kleine Raum, der sich dahinter erstreckte, war praktisch eingerichtet. Zwei der Martin bereits bekannten Sessel standen neben einem kleinen Tisch. Ein verstellbares Ruhebett stand an der anderen Seite. Es gab sogar Blumen! Sehr seltsame Exemplare einer Kakteenart.
Zitat :
"Hier werden Sie wohnen", sagte SHINUN. "Wenn Sie besondere Wünsche haben, so ist auch ein Summer vorhanden. Sie brauchen nur auf diese Taste zu drücken. Es wird dann jemand nach Ihnen sehen."
"Ich bin gespannt, wie das Schiff im Ganzen aussieht", sagte Martin, indem er sich setzte. SHINUN nahm ebenfalls Platz und zog einen Plan aus seiner Tasche, den er vor Martin ausbreitete. 

Zitat :
"Wenn ich Sie durch das ganze Schiff führen wollte, so würden wir ein paar Tage dazu benötigen. Es hat so viele interessante Einrichtungen. Schauen Sie auf den Plan. Es zeigt nur eine Skizze von einem Stockwerk und schon finden Sie sich kaum zurecht."
Martin faßte sich an den Kopf. Es erschien ihm alles unvorstellbar. "Ich kann nicht begreifen, wie es möglich ist, derartig gewaltige Schiffe zu bauen." SHINUN lächelte. 

Zitat :
"Das glaube ich Ihnen gerne. Aber wir haben noch größere Objekte gebaut, z. B. unsere Raumstationen. Sie ähneln schon kleinen Himmelskörpern, die von vielen Menschen bewohnt werden können. Alle diese Raumstationen sind gut verteilt und haben ganz bestimmte Spezialaufgaben zu erfüllen. Die größten Raumstationen bestehen aus drei kugelförmigen Körpern, die miteinander durch einen Gang verbunden sind."
"Ich kann nicht begreifen, wie man das dazu notwendige Material dorthin gebracht hat."
Zitat :
"Das Material wurde überhaupt nicht dorthin befördert. Wir haben die Baustoffe durch Atomgruppierungen selbst erzeugt. Dazu haben wir eine Maschine, die das kann. Aber hinzu kommen noch menschliche Fähigkeiten, die auf dem Sektor der Magie liegen."
Martin stöhnte: "Der Magie? Das ist mir zu hoch! - Kein Erdenmensch wird mir das je glauben, wenn ich auch noch von Magie berichten soll." SHINUN steckte den Plan wieder ein und wiegte seinen schönen Kopf, als ob er nicht recht wisse, wie er es seinem Gast begreiflich machen sollte.
Zitat :
"Es gibt eben keine Wunder. Alles ist ausführbar. Es gibt keine Grenzen für die Entwicklung und Verwirklichung einer Phantasie. Das ist es, was man auf der Terra noch nicht erkannt hat. Die Wissenschaft zieht sich dummerweise selbst Grenzen, an denen sie hängenbleibt. Sie glaubt, diese Grenzen nicht überschreiten zu können. Das ist ein Irrtum! Die Magie öffnet letztendlich alle Türen. –
Was glauben Sie, wer die Pyramiden auf der Terra gebaut hat! Die Ägypter hätten das mit ihren primitiven Mitteln allein nie fertig gebracht. Unsere Vorfahren haben ihnen dabei kräftig geholfen. Sie wurden deshalb für Götter gehalten. Es sollten religiöse Kultstätten werden, statt dessen wurden diese Bauwerke von den Ägyptern zweckentfremdet. Die Pharaonen haben sie als Grabstätten beschlagnahmt. 

Das ist eine üble Geschichte der Vergangenheit. Na, Sie werden noch allerlei zu hören bekommen. Es war nicht ganz einfach, einen geeigneten Menschen für unsere Absicht ausfindig zu machen. Wir können nur einen Menschen als Vertreter der Erdenmenschheit gebrauchen, der möglichst keine Vorurteile besitzt. Ich verlange von Ihnen nichts anderes, als daß Sie mir aufmerksam zuhören und möglichst nichts vergessen."
"Darf ich mir Notizen machen?" 

Zitat :
"Aber sicher. Sie werden auch alle Ihre Utensilien zurückbekommen, sobald diese keimfrei gemacht worden sind. Wir haben alles aus Ihrem Auto entnommen, was Ihnen gehört."
"Dann werde ich auch fotografieren können?"
Zitat :
"Nein, das ist leider nicht möglich. Den Film haben wir aus Ihrem Fotoapparat entfernt, denn er wurde durch die Strahlung unseres Schiffes völlig verdorben. Jede Berührung mit den Strahlen unseres Raumschiffes löscht alle Informationen. Viele Menschen auf der Erde haben versucht, gute Aufnahmen von unseren Schiffen zu machen. Aber wenn sie zu dicht herankamen, wurden die Aufnahmen gelöscht. Daher existieren auch nur Bilder, die unsere Schiffe aus größerer Entfernung zeigen. Ist Ihnen das jetzt klar?"
"Ja, allerdings. Jetzt ist mir auch klar, warum die besten Beweisstücke fehlen. Es gibt bisher (1971) keine veröffentlichte Aufnahme, die ein Mutterschiff aus nächster Nähe zeigt. Es gibt daher auch keine Teilansichten."
Zitat :
"Ja, so ist es. Aber das kommt den irdischen Regierungsexperten sehr entgegen. So haben sie eine gute Möglichkeit, der WAHRHEIT auszuweichen. Es wird mehrere große Konferenzen geben, auf denen fast alles zur Sprache kommen wird. - Im allgemeinen werden die Erinnerungen des Fluggastes an seinen Aufenthalt bei uns gelöscht. Ich habe aber gehört, daß man bei Ihnen eine Ausnahme machen will. Sie werden wahrscheinlich alle Erinnerungen daran behalten und mit zur Erde nehmen. Wie Sie dort damit fertig werden, das ist Ihre Mission."
Martin merkte bereits, worauf es ankam. Es war ein superlatives Amt. Die "Götter" wollten ihn programmieren, um ihn dann wieder freizulassen. Aber diese Programmierung würde ihn in große Schwierigkeiten bringen. Das war eine Sache, die weit über den normalen Verstand eines Erdenmenschen hinausging. Das merkte er deutlich an sich selbst. "Wann wird die interstellare Konferenz stattfinden?" SHINUN sah ihn scharf an und antwortete: 

Zitat :
"Wenn es Ihr Gesundheitszustand erlaubt, Herr Berger, wird es in drei Tagen soweit sein. Wir haben hier zwar keine Tage und Nächte, aber ich richte mich nach Ihrer Zeitrechnung. Wir haben so etwas wie einen Rhythmus, den wir "Zest" nennen. Ein Zest hat die Dauer von etwa zehn Stunden Ihrer Zeitrechnung."
"Was geschieht, wenn dieses Raumschiff die Lichtgeschwindigkeit überschreitet?"
Zitat :
"Ich nehme an, daß Sie das nicht überleben würden. Dazu ist Ihr Körper nicht geeignet. Es gibt doch einen biologischen Unterschied zwischen uns. Dasselbe trifft auch für die Dematerialisation zu. Wenn das Schiff dematerialisiert wird, müßten Sie wahrscheinlich sterben, während wir am Leben blieben. Doch haben Sie keine Angst, es wird nichts Derartiges geschehen. Wir fliegen ja nur um den Jupiter."
Für den ersten Tag war das mehr als genug. Martin spürte bereits, daß es an seine Nerven ging. SHINUN hatte auch diese Gedanken erfaßt und sagte freundlich:
Zitat :
"Ich verstehe Sie gut. Sie sind müde. Ich rate Ihnen daher erst einmal gründlich auszuschlafen. Wir werden Sie nach einem Zest wecken. Sollten Sie Durst haben, so trinken Sie etwas aus dem Becher, der dort drüben steht. Übrigens, die Toilette ist nebenan. Aber machen Sie keine Spaziergänge allein im Schiff. Es wäre für Sie gefährlich.
Ich werde Ihnen noch viele Einzelheiten des Raumschiffes zeigen. Aber ich bin davon überzeugt, daß man sie auf Erden nicht nachbauen kann. Es sieht so aus, als wenn auf unserem Heimatstern Elemente vorkommen, die es auf Erden nicht gibt, jedenfalls nicht an der Oberfläche. Diese Elemente sind aber unerläßlich. Unsere Raumschiffahrt hat vor etwa 15.000 Erdenjahren begonnen. Bedenken Sie einmal, daß die Erdenmenschheit erst am Anfang steht, und schon ist man übermütig, ja, um nicht zu sagen verrückt."
"Ja, das ist richtig", sagte Martin, "wir fangen erst an, haben aber durchaus einige Erfolge zu verzeichnen. Unsere Technik hat in den letzten 100 Jahren ungeheure Erfahrungen gemacht. Auch die Wissenschaft hat viel geleistet". 

Zitat :
"Das hört sich ganz gut an", entgegnete SHINUN, "aber warten Sie die Konferenz ab, dann sieht manches anders aus.
Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht."

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ich aber habe geweint;
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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:40

4.0 NAMO, das lebende Lexikon


Martin wachte auf, als das Raumschiff ein paar heftige Bewegungen machte. Das Fahrzeug schlingerte. Sofort wurde er von einer inneren Unruhe erfaßt. Es kam ihm nicht geheuer vor. Er drückte auf den Summer. Nach kurzer Zeit erschien SHINUN, der jetzt einen weißen Dreß trug. Der Schnitt des Anzuges, wie überhaupt die ganze Ausführung, war jedoch dieselbe wie zuvor. SHINUN lächelte. Er wußte genau, warum Martin ihn gerufen hatte. 


Zitat :
"Kein Grund zur Aufregung, Herr Berger. Die Bewegungen, die das Großschiff ausführt, haben kaum eine Bedeutung. Jedenfalls bedeuten sie keine Gefahr für uns. Wir sind bei unserer Reise um den Jupiter in einen atomaren Teilchensturm geraten. In wenigen Minuten haben wir das Sturmzentrum wieder verlassen. Wir setzen dann die Fahrt in der üblichen Weise fort.
Übrigens haben wir heute einen besonderen Tag. Im Großschiff ist ein Junge geboren worden. Jetzt haben wir ein Besatzungsmitglied mehr. Die Geburt erfolgte, während Sie schliefen. Die Mutter des Jungen ist wohlauf. Die Geburt eines Menschen ist für uns immer etwas Großartiges, ein heiliges Wunder der unermeßlichen SCHÖPFUNG. Wir sind alle sehr dankbar und tief ergriffen. Ich glaube nicht, daß man auf der Terra einer Geburt diese Bedeutung beimißt, so wie wir es immer tun.
Nach dem Frühstück werde ich Ihnen den Maschinenraum zeigen. Bedenken Sie, daß Sie hier allerhand zu sehen bekommen, dessen Großartigkeit noch kein Erdenmensch zu Gesicht bekommen hat."
Als sie die Kabine verließen, sagte Martin: "Warum haben Sie eigentlich gerade mich für dieses Abenteuer ausgewählt?" Wieder lächelte SHINUN überlegen, indem er antwortete:
Zitat :
"Ich sagte Ihnen bereits, daß wir jemanden brauchen, der keine Vorurteile besitzt."
"Ja, aber ein Ingenieur oder ein Raumfahrtspezialist wäre doch viel besser dazu geeignet als ich. Ich bin kein Professor!"
Zitat :
"Einen Gelehrten können wir nicht gebrauchen. Wir urteilen nach anderen Maßstäben. Es geht nicht um einen Titel oder um ein bestimmtes Studium, sondern nur um den gesunden Intellekt, d. h. um die gute Auffassungsgabe. Wir brauchen vor allem einen Menschen, mit einem möglichst gesunden Urteilsvermögen. Für diesen Zweck sind Sie der richtige Mann."
Nach dem Frühstück fuhren sie mit dem Lift wieder ein paar Etagen aufwärts. Sie passierten einen breiten Gang, dessen Türen viele Schilder mit eigenartigen Symbolen besaßen. SHINUN öffnete eine dick gepolsterte große Tür.
Vor ihnen lag eine riesige Halle.
Martin war schockiert. So etwas hatte er noch nie gesehen, ja, nicht einmal zu träumen gewagt. Selbst der Maschinenraum eines Ozeanriesen war dagegen kein Vergleich. Gewaltige Generatoren standen unter Energie. Geheimnisvolle Apparaturen standen an den Wänden. Die ganze riesige Halle war von einem leisen Knistern und Summen erfüllt. Trotzdem wurde die große Anlage nur von zwei Menschen überwacht, die auf einem Podium standen, von dem sie die ganze Halle übersehen konnten. SHINUN grüßte mit dem Handrücken und verließ mit Martin die riesige Halle. Er öffnete wieder eine Tür, die abermals in einen großen Raum führte, der aber nicht ganz so hoch war. Mitten im Raum stand ein langes Pult, vor dem ein Außerirdischer saß und sehr konzentriert beschäftigt war. Ringsum an den Wänden waren computerartige Instrumente installiert. Überall flammten Lichter auf und verloschen wieder. 


Zitat :
"Das ist der Schaltraum. Von hier aus wird der Maschinenraum gesteuert und auch die Beschleunigung auf vielfache Lichtgeschwindigkeit. Ähnliche Räume existieren bereits auf der Terra, nur, daß sie nicht einen so großen und wichtigen Aufgabenbereich haben. Ich zeige Ihnen jetzt das Rechenzentrum."
Ein weiterer Raum war ähnlich ausgestattet. Hier waren mindestens 10 Personen beschäftigt, die an verschiedenen Apparaten tätig waren.
Zitat :
"In diesem Raum wird die Fahrt kontrolliert und die Reiseroute festgelegt. Es gibt nichts, was sich nicht genau berechnen läßt. Die Magnetfelder werden aufgespürt und berechnet, sowie die elektrischen Zonen und die sehr verschiedenen Gravitationsgebiete. Es ist eine für Sie unfaßbare Wissenschaft, die hier konzentriert ist, aber von Menschen allein nicht beherrscht werden kann. Dieser Raum ist sozusagen "der Kopf" des Großschiffes."
"Das ist alles sehr spannend, interessant und wunderbar", sagte Martin tief beeindruckt. "Ich staune, was Menschen alles erdenken, erfinden und in die Tat umsetzen können." 

Zitat :
"Sehen Sie, das ist der Grund, warum für uns jeder Mensch ein HEILIGES TABU besitzt und warum wir ihn hoch achten. Wir können nicht verstehen, daß man einen Menschen auf der Terra so gering einschätzt und ihn bedenkenlos für etwas völlig Sinnloses tötet. Auch wenn der Erdenmensch noch in der ersten Phase seiner technischen Entwicklung steht, so besitzt er bereits den Anspruch auf sein TABU, das ihn von allen anderen Lebewesen im Universum unterscheidet. - Meinen Sie nicht auch, Herr Berger?"
Martin nickte beschämt. Er spürte aus jedem Satz, aus jeder Rede SHINUNs, wie hoch dieser über ihm stand. Diese außerirdische Menschenrasse war den Erdenbewohnern in jeder Beziehung weit voraus. Es waren Götter in Menschengestalt. Er überlegte blitzartig, ob diese Menschen nicht vor Jahrtausenden an der Entwicklung der Erdenmenschen mitgewirkt haben könnten und fragte: "Haben Ihre Vorfahren die kulturelle Entwicklung der Erdenmenschen mitbestimmt?"
Zitat :
"O ja", antwortete SHINUN. "Unsere Vorfahren haben versucht, die Erdenmenschheit richtig zu leiten, richtig zu beraten und ihr viele Geheimnisse zu offenbaren und zu enträtseln. Aber es war leider ein vergebliches Bemühen, denn wir wurden nicht verstanden. Niedere Instinkte der Erdenmenschen haben diese Freundschaft zerstört. Doch das war ein großer Bumerang für die Erdenmenschheit. Die begonnene Universalkultur ging in die Brüche. Somit gingen auch viele Erfahrungen verloren, z. B. die Geheimnisse der Magie, das Wissen über das seelische Weiterleben nach dem Tod und nicht zu vergessen, die wichtigen Gesetze der Schwerkraft."
"Das ist sehr traurig", sagte Martin beschämt. "Ich schäme mich meiner Vorfahren, die so dumm und schlecht gehandelt haben." 

Zitat :
"Leider muß ich Ihnen sagen, daß Sie mit zu diesen Vorfahren gehört haben! Sie müssen sich also schon über sich selbst schämen. Jeder Mensch lebt immer wiederkehrend in der Materie, solange er nicht restlos geläutert ist. Diese wichtige Erkenntnis wurde in Ihrer Gesellschaft leider gestrichen. Doch diese GESETZE sind universell, also auch für uns gültig."
"Hat man Ihre Vorfahren für Götter gehalten?" wollte Martin wissen. 

Zitat :
"Auch wir waren unsere eigenen Vorfahren. Deshalb sage ich stets "wir", auch wenn ich die Vorfahren damit meine. Wir wurden nicht nur für herabgestiegene Götter gehalten. Mehr noch, wir wurden gefürchtet, gehaßt und verflucht. Man hat uns sogar für den persönlichen GOTT gehalten, mitsamt SEINER HIERARCHIE. Wie das alles vonstatten ging, werden Sie noch genauer erfahren."
Nachdem SHINUN und Martin das Rechenzentrum des Großschiffes verlassen hatten, führte SHINUN seinen Gast von der Erde in einen sehr gemütlichen und geschmackvoll ausgestatteten Gesellschaftsraum. Dort saßen in angeregter Unterhaltung mehrere Besatzungsmitglieder, die alle freundlich grüßten. SHINUN führte Martin an einen Tisch, an dem eine engelhaft schöne junge Dame saß. Ihre Gesichtszüge waren fein und lieblich, aber ihre Augen hatten einen Ausdruck von unwiderstehlicher Entschlossenheit und Energie. Noch nie hatte Martin einen Menschen gesehen, der zugleich so anziehend und doch so respekteinflößend aussah. Das irritierte ihn völlig.
Zitat :
"Das ist NAMO, unser lebendes Lexikon", sagte SHINUN mit besonderer Betonung. "NAMO wird Sie unter die Fittiche nehmen. Sie können mit ihr reden, über was Sie nur wollen."
Martin wollte NAMO zur Begrüßung die Hand reichen, aber sie drückte nur die eigene Hand gegen ihre Stirn. Es gab keine andere Begrüßungsart unter diesen außerirdischen Menschen. SHINUN verabschiedete sich und ließ Martin mit dem wunderbaren Mädchen allein. Er war sehr befangen und wußte nichts zu sagen. Von der eigenartigen Schönheit hatte er einen richtigen Komplex bekommen. NAMO spürte seine Verlegenheit und kam ihm zuvor:
Zitat :
"Sie haben schon einiges gesehen", sagte sie freundlich, mit einer sehr sympathischen Stimme, "aber das ist alles noch nichts gegen das, was Sie auf unserem Heimatstern sehen könnten. Dieser Stern ist sehr entwickelt. Meine Menschenrasse hat ein sehr hohes Bildungsniveau erreicht. Mit Recht bin ich sehr stolz darauf. Aber auch uns wurde nichts geschenkt. Wir mußten alles erarbeiten, erforschen und der Natur abringen. Die Hauptsache ist, daß man den richtigen Weg kennt und ihn dann konsequent verfolgt."
Martin dachte an SHINUNs Worte: "NAMO ist unser lebendes Lexikon." Das war eine kurze Umschreibung, aber sie war sehr aufschlußreich. Martin stand einer enorm hohen Intelligenz gegenüber. Es schockierte ihn um so mehr, da diese ungewöhnliche Intelligenz durch eine Frau repräsentiert wurde. Er fragte befangen: "Können Sie mir bitte sagen, wie sich Ihre Rasse nennt?"
Zitat :
"Der Name meiner Menschenrasse wäre Ihnen völlig unverständlich. Sie könnten sich nichts darunter vorstellen. Aus diesem Grund stellen wir uns ganz auf den irdischen Sprachschatz ein. In Ihrer Vorstellung würde ich sagen: "Wir sind SANTINER, d. h. wir sind Heiligen ähnlich."
Also sind es doch Götter, dachte Martin, als er das Wort "SANTINER" hörte. "Ist es wahr, daß hin und wieder einige Ihres Menschengeschlechtes auf der Erde gelandet sind?", fragte er.
Zitat :
"Ja, das kann ich bejahen, auch bis in diese Zeitrechnung hinein, und es werden auch in der Zukunft Menschen unserer Rasse auf der Terra landen. Das ist ganz gewiß."
Die Götter kommen also wieder, dachte Martin. Das war eine gute Verheißung, denn es sind keine bösen Götter, sondern bewunderungswürdige Menschen von höchster Entwicklung. Menschen, die GOTT nahestehen und somit eine gottähnliche INTELLIGENZ besitzen. Die Erde braucht solche WESEN unbedingt. Als Martin NAMO noch einmal betrachtete, stellte er fest, daß er - symbolisch gesehen - vor das Angesicht GOTTES getreten war. Ein heiliger Schauer überfiel ihn bei diesem ungewöhnlichen Gedanken. Betrübt sagte er: "Wenn ich je zur Erde zurückkommen sollte, werde ich meines Lebens nicht mehr froh werden." NAMO faßte seinen Arm und drückte ihn sanft.
Zitat :
"Ich weiß, daß es für Sie nicht leicht sein wird. Sie werden dort stets Vergleiche ziehen, die sie lieber nicht machen sollten. Wenn Sie das nämlich tun, wird Sie die Erde mit ihren Menschen so erschrecken, daß Sie nicht mehr auf der Erde leben wollen. Das Wissen macht nicht immer glücklich. Es kann auch sehr schwer belasten. Vor allem dann, wenn man einsehen muß, daß man seinen unwissenden Mitmenschen machtlos ausgeliefert ist, die das HÖCHSTE nicht begreifen wollen, und man daran nichts ändern kann. - Seit Jahrtausenden bemühen wir uns, dieser Erdenmenschheit zu helfen und sie zu ändern. Bisher ist es uns noch nicht gelungen. Noch immer warten wir heißen Herzens auf den Augenblick, daß uns diese MISSION gelingt. Sie können sich vorstellen, Herr Berger, was es für uns bedeutet, wenn wir Milliarden Erdenmenschen verändern und veredeln könnten."
"Auf der Erde läßt sich nur etwas mit Gewalt oder durch schreckliche Revolutionen verändern", antwortete Martin, mit voller Überzeugung in der Stimme. NAMO schüttelte den Kopf:
Zitat :
"Das ist eben der Irrtum! Jeder Mensch ähnelt einem Computer, der in ganz bestimmter Weise programmiert worden ist. Der Mensch kann nur verändert werden, wenn zugleich seine Programmierung geändert wird. Sie werden begreifen, Herr Berger, daß so eine Änderung nur auf geistigem Wege möglich ist. Die Gewalt kann das nicht erreichen, auch keine Revolution. Beides führt zum Massenmord. Der Mensch wird dadurch nur unterworfen und muß die zwangsweise Änderung für eine gewisse Zeit erdulden."
Martin merkte, daß es gefährlich war, mit dieser Frau zu diskutieren. Er zog unweigerlich den Kürzeren.
Zitat :
"Hat Ihnen SHINUN schon unsere Nachrichtenzentrale gezeigt?", fragte NAMO.
"Nein, noch nicht", entgegnete Martin.
Zitat :
"Schön, dann gehen wir einmal dorthin. Es wird Sie ganz besonders interessieren, da Sie ja von Beruf aus mit Nachrichten zu tun haben", sagte NAMO und ging voraus.
Der Lift brachte sie zwei Etagen höher. Ein endloser Gang mußte passiert werden. Sie gingen geräuschlos. Martin hatte plötzlich das Gefühl, seine Schwerkraft zu verlieren. NAMO sah, wie er mit der Gravitationsveränderung kämpfte. Sie faßte seinen Arm, indem sie sagte:
Zitat :
"Das dauert nicht lange und geht gleich vorüber. Die Veränderungen in der Gravitation werden automatisch ausgeglichen. Im Schaltraum hat man das Magnetfeld, das unser Großschiff umgibt, verstärkt. Ich nehme an, daß ein Schwarm Meteoriten auf uns zukommt. Diese Steine kommen gar nicht erst an das Schiff heran und werden vorher abgelenkt. Es gibt keinen besseren Schutz vor derartigen Gefahren."
Inzwischen hatten sie die Nachrichtenzentrale erreicht. NAMO führte ihren Gast in den Raum. Apparate über Apparate, wie in einem wissenschaftlichen oder technischen Museum, waren überall zu sehen. Mindestens 15 SANTINER waren hier bei der Arbeit. In der Mitte des Raumes befand sich eine glasartige Säule von etwa 60 cm Durchmesser und 1,5 m Höhe. In dieser Säule flammte ein orangefarbenes Licht, das in seiner Leuchtdichte pulsierte. NAMO zeigte auf die Säule und erklärte: 

Zitat :
"Das ist ein Nachrichtenspeicher. Hier werden sehr viele Nachrichten gespeichert. Wir empfangen nicht nur eigene Nachrichten von unseren Schiffen und Raumstationen, sondern zusätzlich viele Nachrichten, die elektrisch von der Terra ausgehen. Wir können fast jeden Sender auf der Terra empfangen. Doch dieser Empfang ist mitunter gestört. Besondere Schwierigkeiten bereiten uns die kurzen Wellen, die vorher reflektiert werden."
"Sie betonten den elektrischen Empfang. Gibt es denn noch Empfangsmöglichkeiten auf nicht elektrischer Basis?"
Zitat :
"Gewiß, sogar mehrere verschiedene Arten. Zum Beispiel haben wir eine Nachrichtenverbindung, die den sogenannten Tachyonen ähnlich ist. Die Ausbreitungsgeschwindigkeit solch einer Nachrichtenverbindung beträgt mehr als das Zehnfache der Lichtgeschwindigkeit."
"Das ist nicht mehr zu begreifen!" Martin war vollkommen verblüfft. "Arme Wissenschaft", stöhnte er, "ihr habt wirklich keine Ahnung von den wirklichen Grenzen einer Geschwindigkeit. Theorie und Wirklichkeit sind oft grundverschieden." NAMO nickte zustimmend.
Zitat :
"Ja, das ist auch meine Meinung. Sie werden noch überraschter sein, wenn ich Ihnen verrate, daß unsere Telepathieverstärker noch schneller sind. Ein Telepathiesender arbeitet mit geistigen Impulsen, die viel, viel schneller sind als die Tachyonen, die wir "Asure" nennen. Möchten Sie einen irdischen Sender hören?"
Martin nickte und sagte: "Solange die geistige Substanz des Menschen abgestritten wird, ist es kein Wunder, daß die Wissenschaft zu falschen Erkenntnissen kommt. - Ja, wenn es möglich ist, so würde mich ein deutscher Sender interessieren".
NAMO sprach mit einem SANTINER, der an einen der Apparate ging und ihn bediente. Nach einigen Einstellungen warf der Apparat einen flachen Schlüssel heraus. Der SANTINER nahm den Schlüssel, steckte ihn in den Schlitz eines anderen Apparates und drehte ihn langsam um. Im selben Augenblick veränderte sich das Licht in der Säule. Es verlöschte kurzzeitig ganz, um gleich darauf in gelbes Licht aufzuflammen, das ebenfalls pulsierte. Plötzlich vernahm Martin deutlich die deutschen Worte: "... Die Verunglückten konnten leider noch nicht geborgen werden. Nach einer kurzen Pause meldet sich Rias II mit Musik zum Abend."
"Unglaublich!", rief Martin kopfschüttelnd. Wenn ich bedenke, daß wir um den Jupiter fliegen ..." 


Zitat :
"Sie sehen, daß wir sehr gute Orientierungsmöglichkeiten haben", sagte NAMO, "wir haben die Terra geradezu studiert. Das Ergebnis ist allerdings niederschmetternd. Daß Sie hier im Raumschiff sind, hat seinen guten Zweck."
"Bin ich ein Angeklagter?" wollte Martin wissen.
Zitat :
"Wir halten nichts von einer Kollektivschuld und auch nichts von einer Erbschuld. Allerdings sind Sie ein Vertreter der Erdenmenschheit. Wir wollen keinen Entschluß fassen, ohne einem Vertreter der Erdenmenschheit Gelegenheit gegeben zu haben, sich zu verteidigen. Wir wissen, daß Sie völlig anders denken als wir. Wir wissen aber auch, daß dieses Denken aus vielen falschen Informationen resultiert. Sie werden deshalb eine Schulung durchmachen, damit Sie die Dinge besser verstehen, um die es eigentlich geht."
"Ich werde mich bemühen, so gut es geht", antwortete Martin ziemlich deprimiert. Beide verließen die Nachrichtenstation. Als sie wieder den langen Gang passierten, sagte NAMO plötzlich: 

Zitat :
"Ich werde Sie jetzt dem Kommandanten vorstellen. Er ist die höchste Persönlichkeit in der gesamten Raumflotte der SANTINER. Unser Kommandant heißt ASHTAR SHERAN. Dieses Wort läßt sich in keine irdische Sprache übersetzen, denn es besitzt zugleich mehrere Bedeutungen."
NAMO fuhr in ihrer Rede fort:
Zitat :
"ASHTAR SHERAN (-1-) ist der Höchstregierende, der Höchstwissende und der Höchstverantwortliche und vieles mehr. Er ist ein Weltenlehrer, der mehr als ein Professor oder Prophet ist. Sein Name und der damit verbundene Ruf ist auch in weiten Kreisen der Terra bekannt. Ich verlange nicht von Ihnen, daß Sie das alles gleich verstehen. Ich kann Ihnen nur verraten, daß mehrere Milliarden SANTINER, ohne zu zögern, für ASHTAR SHERAN ihr Leben hingeben würden, wenn es erforderlich wäre."
Bei diesen Worten rieselte ein Schauer über Martins Rücken. Er war tief beeindruckt.
Zitat :
"Der Kommandoraum liegt ganz vorn im Schiff", sagte NAMO, während sie den Gang entlang schritten. "Dort hat man freie Sicht in Fahrtrichtung. Es ist immer wieder ein wunderbarer und Ehrfurcht gebietender Ausblick ins göttliche All."

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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:44

5.0 Begegnung mit ASHTAR SHERAN


NAMO machte vor einer roten Tür halt und klatschte zweimal in die Hände. Die Tür sprang auf und sie standen im Cockpit des außerirdischen Raumschiffes.
Eine kleine Halle, nur schwach rötlich beleuchtet, mit transparenten Wänden nach allen vorderen und seitlichen Richtungen. In der Mitte ein erhöhter Sitz, um den in einem Halbkreis ein Pult mit vielen Schaltungen angebracht war. Es war wohl der Sitz des Kommandanten. Rechts und links von diesem Pult waren jeweils drei weitere Sitze vorhanden, die auch vor Pulten mit Meßeinrichtungen standen.
Ringsum strahlte das All, mit seinen unendlich vielen Sternen und mit dazwischen farbig leuchtenden Materiewolken. Es war ein überwältigender Anblick. Seitlich stand eine große, weißlich leuchtende Scheibe, deren Oberfläche mit farbigen Mustern versehen war: Der Planet Jupiter. Martin konnte sich von dem Anblick des Weltalls nur schwer lösen.
NAMO sprach mit dem Kommandanten, der seinen Sitz verließ und Martin mit der Hand an der Stirn grüßte, während ein anderer SANTINER sofort den leeren Platz einnahm. Der Kommandant war in einen goldschimmernden Dreß gekleidet. Die sechs SANTINER an seiner Seite trugen einen silbrigschimmernden Dreß.
ASHTAR SHERAN war körperlich kleiner als Martin. Sein volles mittelblondes Haar war mit hellen Strähnen durchzogen und fiel lockig weich bis auf seine Schultern herab. Das Gesicht war kühn geschnitten und markant, aber von edlem Aussehen. ASHTAR SHERAN hatte sehr starke Augenbrauen und eine hohe, breite Stirn. Seine Augen waren das Faszinierendste an ihm. Die Augen waren tiefblau wie ein Bergsee und unergründlich. Die Haut wie von leuchtender Bronze. ASHTAR SHERAN hatte einen sehr imponierenden Gesichtsausdruck, den man schwer beschreiben kann, weil er auf Erden nicht anzutreffen ist. Er wandte sich an Martin mit den Worten:
Zitat :
"GOTT ZUM GRUSS UND FRIEDE ÜBER ALLE GRENZEN! Ich begrüße Sie, Herr Berger, im Namen aller meiner Mitmenschen, die als Nachbarn auf einem Planeten leben, der in Gestalt und in seiner Beschaffenheit der Terra ähnlich ist."
"Friede über alle Grenzen!" antwortete Martin, dem diese Worte der Begrüßung sehr gefielen. "Was hat man mit mir vor?" erkundigte sich Martin.
ASHTAR SHERAN wiegte leicht den Kopf und sagte: 


Zitat :
"Man wird es Ihnen bereits gesagt haben. In diesem Mutterschiff, dem Flaggschiff einer großen Flotte, findet eine interstellare Konferenz statt. Es tagt die Universelle Bruderschaft intelligenter Menschen, die große Sorge um den Bestand der Terra haben. Wir wollen einen Stern, der seit Jahrtausenden in blutige Kriege verwickelt ist, nicht angreifen oder zerstören, sondern einen Weg finden, um der geplagten und unzufriedenen Erdenmenschheit zu helfen. Aus diesem Grunde haben wir Sie in unser Raumschiff gebracht, damit nichts ohne eine Stimme der Erdenmenschheit geschieht. Als Sodom und Gomorrha vernichtet wurden, haben wir ebenfalls einen Menschen informiert, der Ihnen als Lot bekannt ist. Sie sind in dieser Weise auch ein Lot, mit dem wir vorher reden wollen, bevor wir zu einem notwendigen Schluß kommen, denn Sie werden mir Recht geben, wenn ich sage: So geht es nicht weiter."
"Mir wird nichts anderes übrig bleiben, als Ihnen zuzuhören. Ich habe keine Wahl", sagte Martin.
Zitat :
"Nein, so ist das nicht", antwortete ASHTAR SHERAN. "Sie werden nicht nur zuhören, sondern sich am Gespräch beteiligen. Ich nehme an, daß Sie als gebürtiger Deutscher dazu die deutsche Sprache vorziehen werden. Wir könnten uns aber auch in jeder anderen Weltsprache der Terra unterhalten. Alle Anwesenden der Konferenz werden dann ebenfalls deutsch sprechen. Sie, Herr Berger, werden daher keine Schwierigkeiten in der Verständigung haben. Die erste Debatte findet nach zwei Zesten statt. Ich danke Ihnen und verzeihen Sie mir, daß wir Sie zu diesem heiligen Zweck entführen mußten. – FRIEDE ÜBER ALLE GRENZEN!"
Mit diesen Worten war Martin zunächst entlassen. Die Begegnung mit ASHTAR SHERAN hatte ihn außerordentlich beeindruckt. Martin hatte das Gefühl, daß von diesem Manne eine geheimnisvolle Kraft ausging, die schwer mit Worten zu beschreiben war. Es war, als wenn er der Wunderkraft des Messias begegnet war.
War ASHTAR SHERAN ein Messias?
Wer oder was war er wirklich?
Wäre es möglich, daß ASHTAR SHERAN zur HIERARCHIE GOTTES gehörte?
Fragen über Fragen tauchten in Martins Geist auf. Wer konnte sie beantworten? NAMO schritt neben ihm und wandte sich an den in Gedanken versunkenen Martin mit den Worten: 


Zitat :
"Wir werden Sie jetzt bestrahlen, Herr Berger, damit Sie während der Konferenz ganz auf dem Posten sind. Dazu müssen wir unseren Gymnastikraum durchqueren.
Wir haben einen Apparat, der starke Gesundheitsstrahlen aussendet. Es sind sogenannte Zosch-Strahlen, die auf der Terra noch unbekannt sind. Diese Strahlen verjüngen den physischen Körper.
Was glauben Sie, wie alt ich bin?"

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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:46

6.0 Gesundheit über alle Grenzen


NAMO sah tatsächlich noch sehr jung aus. Was die Sache nicht einfacher machte, war ihr enormes Wissen. Martin schätzte ihr Äußeres ab und dachte bei sich, daß es aus Gründen der Höflichkeit besser sei, das geschätzte Alter etwa 10 Jahre jünger anzugeben. "Nun, ich schätze Sie auf etwa 25 bis 30 Erdenjahre."
NAMO lachte auf. 


Zitat :
"Bekommen Sie bitte keinen Schreck, ich bin nach Ihrer Zeitrechnung etwa 100 Jahre alt. ASHTAR SHERAN ist noch wesentlich älter und auch SHINUN ist nach irdischer Rechnung ebenfalls über 100 Jahre alt. Was sagen Sie nun?"
Martin war total überrascht und sagte: "Da komme ich nicht mehr mit. Gibt es so was überhaupt?" NAMO lächelte und sagte:
Zitat :
"Ein SANTINER kann 250 Jahre alt werden. Allerdings haben wir auf unserem Heimatstern eine andere Zeitrechnung", sagte NAMO. – So, wir sind da, Herr Berger. Hier ist unser Gymnastikraum. Gehen Sie hinein und haben Sie keine Bedenken."
Der Gymnastikraum war mit vielen Apparaten und Geräten ausgestattet, die der körperlichen Ertüchtigung dienten. Einige SANTINER trieben Sport, ohne von Martin Notiz zu nehmen. Sie durchschritten die kleine Halle und begaben sich in einen Nebenraum. Dort stand ein sehr kompliziert aussehendes Gerät, das einen ähnlichen Schlauch besaß, wie dasjenige, welches er schon bei dem Arzt gesehen hatte. Martin nahm vor dem Gerät Platz und ein SANTINER setzte den Schlauch an sein Genick. Der Apparat zischte leise und Martin empfand ein angenehmes Gefühl der körperlichen Erleichterung. Nach etwa fünf Minuten Bestrahlung war die Prozedur zu Ende.
Im Raumschiff ertönte ein Posaunenstoß.
Martin erschrak und NAMO sagte: 


Zitat :
"Keine Angst, es ist ein Zeitzeichen. Kommen Sie mit zum Essen. Heute gibt es etwas ganz Besonderes."
"Einverstanden, mein Appetit hat nicht gelitten."
Zitat :
"Gut", sagte NAMO, "ich werde Ihnen Gesellschaft leisten und anschließend können wir uns noch weiter unterhalten."
Während sie aßen sagte NAMO zu Martin:
Zitat :
"Sie müssen wissen, daß keine Mahlzeit gekocht wird. Die Speisen werden nur auf Körpertemperatur angewärmt. Das ist nicht nur im Raumschiff so, sondern auch auf unserem Heimatstern üblich. Die Speisen werden allerdings, ohne zu kochen, in einem besonderen Ofen gar bestrahlt, später werden sie gewärmt."
"Auf der Erde werden die Speisen überall gekocht, gegrillt oder gebraten. Das ist tatsächlich ein großer Unterschied."
Zitat :
"Ja, da fängt es bereits an", sagte NAMO." Sie können sich gar nicht vorstellen, was auf der Terra in dieser Hinsicht gegen die Gesundheit gesündigt wird. Nennen Sie mir bitte ein Tier, das so handeln würde. Außerdem nehmen wir kein Fleisch zu uns."
"Dann sind Sie Vegetarier?"
Zitat :
"Nein, nicht direkt. Wir essen zwar kein Fleisch, aber wir nehmen gewisse Stoffe zu uns, die wir aus dem Fleisch einiger Tiere gewinnen, sogenannte Extrakte."
"Es heißt, du sollst nicht töten", antwortete Martin, den das Thema sehr interessierte. "Wie stehen Sie zu diesem Gebot? Es werden doch Tiere getötet, wenn man das Fleisch verarbeitet."
Zitat :
"Oje!" rief NAMO, "jetzt zitieren Sie die göttlichen GEBOTE. Das ist ein ganz heikles Thema, das noch zur Sprache kommen wird. Dieses GEBOT ist völlig verdreht worden. So, wie Sie es wahrscheinlich meinen, dürfte keine Ratte getötet werden, nicht wahr? So meinen Sie es doch? 
  
 

  • Der Mensch, als höheres Wesen, ja als das höchste irdische oder außerirdische Wesen soll nicht zu seinem Vergnügen oder sinnlos töten. Vor allem soll er sich nicht an einem Menschen vergreifen. Er soll sich nicht wie ein Tier benehmen, das zu seiner Lebenserhaltung ein anderes Tier tötet, um es aufzufressen. Der Mensch soll keine Vergleiche mit der Natur anstellen, ohne festgestellt zu haben, zu welcher Schöpfung der Natur ein Tier gehört."

"Das verstehe ich nicht ganz. Was wollen Sie damit sagen? Welche Natur ist überhaupt gemeint?" 

Zitat :
"Es gibt zwei Arten von SCHÖPFUNGEN. Auf der einen Seite eine göttliche positive SCHÖPFUNG und auf der anderen Seite auch eine negative dämonische SCHÖPFUNG. Beide SCHÖPFUNGEN liegen im Kampf um die Oberherrschaft. Noch immer ist die positive SCHÖPFUNG im Vorteil, und wenn der Mensch vernünftig handelt, wird sie es auch bleiben. Aber wehe, wenn die negative SCHÖPFUNG siegen würde, dann käme es zu einem Chaos.
Der SCHÖPFER bemüht sich, die negative SCHÖPFUNG in die positive SCHÖPFUNG einzugliedern, d. h. sie nutzbar zu machen. Es gibt z. B. giftige Schlangen, deren Gift heute zu Heilzwecken verwandt wird. Es gibt Ratten, die unbedingt dämonischer Natur sind, die gefährlich sind, Krankheiten verbreiten und alles zerstören. Der SCHÖPFER hat es so eingerichtet, daß gerade die Ratten zu den Versuchstieren gehören, um der leidenden Erdenmenschheit zu helfen. Das alles wird aber gar nicht erkannt."
NAMO eröffnete Gesichtspunkte, die Martin noch nie in Betracht gezogen hatte. Aber sie leuchteten ihm ein. Immer wieder kam sie auf das Wort "SCHÖPFER" zurück. Ob sie mehr darüber wußte? Vielleicht hatte sie Argumente und Beweise für die Existenz des SCHÖPFERS, wie man sie auf Erden nicht kannte. "Was verstehen Sie unter dem Begriff "SCHÖPFER" und einer positiven SCHÖPFUNG? Was können Sie mir darüber sagen, denn der Begriff "GOTT" ist auf Erden sehr umstritten."
NAMO sah Martin sehr streng an und fragte: "Glauben Sie an GOTT?"
Martin war in die Enge getrieben. Damit hatte er nicht gerechnet. Hier war seine Achillesferse, die von NAMO angegriffen wurde. Er wollte ehrlich sein, sich aber auf der anderen Seite auch keine Blöße geben, als er sagte: "Ich möchte gern an einen GOTT glauben, aber man wird immer wieder daran gehindert. Ich bin der Ansicht, daß der Erdenmensch dieses Geheimnis nie erforschen wird." 


Zitat :
"Bitte, keine Umschreibung. Entweder ja oder nein", entgegnete NAMO.
"Wenn Sie einen persönlichen GOTT meinen, so sage ich nein", sagte Martin. Die außerirdische Frau, die SHINUN als "lebendes Lexikon" bezeichnet hatte, antwortete sofort, aber mit deutlicher Betonung:
Zitat :
"Sie sind also der Meinung, Herr Berger, daß es keine größere Intelligenz im Universum gibt als den Menschen. Demnach betrachten Sie den Menschen als das lebende, denkende Größte, das man sich vorstellen kann, weil es nichts mehr darüber gibt. Diese Ansicht gehört wahrscheinlich zum Allgemeingut der Erdenmenschheit."
"Das können Sie so nicht sagen!", begehrte Martin auf.
Zitat :
"O doch, mein Lieber", sagte NAMO. "Wer den SCHÖPFER in irgendeiner Weise anzweifelt, setzt sich selbst an dessen Stelle. Das ist eine Anmaßung, wie sie superlativer nicht mehr denkbar ist. Und trotzdem wagt der Mensch, das seiner Meinung nach intelligenteste Wesen skrupellos zu töten. Das ist ein Widerspruch in sich, den wir nicht begreifen können."
"Soweit denkt auf der Erde niemand nach", sagte Martin, sich verteidigend.
Zitat :
"Ja, das ist es eben. Wenn man auf der Erde besser denken würde, so wäre alles anders und wir brauchten uns nicht einzuschalten. Man denkt einfach zu oberflächlich und schenkt Dingen Interesse, die längst nicht mehr wichtig sind."
"Es gibt intelligente und weniger intelligente Menschen auf der Erde. Die Menschen sind verschieden und haben daher auch verschiedene Ansichten", erwiderte Martin, der sich angegriffen fühlte. NAMO blieb trotz der Auseinandersetzung die Ruhe selbst. Sie stand über diesen Dingen. Sie zeigte keine Gleichgültigkeit, sondern ausgesprochene Gelassenheit, während Martin sich leicht erregte.
Ruhig setzte NAMO das Gespräch fort: 


Zitat :
"Die Intelligenz ist nicht das Ausschlaggebende. Ein Mensch kann hochintelligent sein und trotzdem einen sehr schlechten Charakter besitzen. Außerdem kann er noch in den wichtigsten Dingen, z. B. in seiner Weltanschauung, dumm und unwissend sein. Dagegen kann ein weniger intelligenter Mensch einen hervorragenden Charakter besitzen und alle seine Entscheidungen aus seinem Charakter heraus treffen. Ein wirklich intelligenter Mensch hält niemals seine Mitmenschen für ausgesprochen dumm. Das tun nur jene Menschen, die sich in eingebildeter Weise für hochintelligent halten. Wie ist es mit Ihnen Herr Berger, halten Sie sich für intelligent?"
Martin lief rot an. Mit einer solchen indiskreten Frage hatte er nicht gerechnet. Der "menschliche Computer" nahm ihn in die Zange. Schließlich antwortete er: "Ich habe immerhin eine gewisse Bildung genossen und meine Prüfungen und Examen gut gemacht. Ich weiß über vieles Bescheid, was andere Menschen nicht wissen."
NAMO lächelte überlegen und sagte: 


Zitat :
"Nehmen Sie meine Worte niemals übel. Ich habe kein Interesse daran, Sie zu verletzen. Aber ich will Ihnen ein Wissen vermitteln, das Sie auf keiner Universität der Erde erfahren können. Sie befinden sich hier in einer Schulung, die man als eine Universität des Alls bezeichnen kann. Bedenken Sie bitte, daß wir der Erdenmenschheit in der Entwicklung um mehr als 10.000 Jahre voraus sind. Das dürfte eine gewisse Garantie für die Wahrheit sein. –
Schön, Sie sagen, daß Sie eine Bildung haben. Aber wer garantiert Ihnen, daß diese Bildung die richtige ist? Daß diese Bildung keine Fehler und Irrtümer enthält? Was glauben Sie, was auf der Terra für ein Unsinn gelehrt und verehrt wird, das alles andere als Bildung ist. Die Situation auf der Terra ist unter allem Niveau. Ich werde es Ihnen noch beweisen. Aber warten Sie erst die Konferenz ab. Bei dieser Gelegenheit werden Sie einsehen müssen, wie weit die irdische Welt in Irrtümern verstrickt ist, die das Denken der Menschen in falsche Bahnen lenkt."
"Unsere Wissenschaft ist auf Erfahrungen aufgebaut", sagte Martin, "und sie wird durch die Praxis bewiesen. Aufgrund dieser Erfahrungen haben wir viel erreicht und eine Zivilisation geschaffen."
Zitat :
"Natürlich gibt es eine ganze Menge, was wir durchaus als wissenschaftliche Erkenntnisse akzeptieren. Aber es gibt eine große Menge von Irrtümern, die gefährlich auf die Psyche des Menschen einwirken. Darüber hinaus gibt es Irrtümer, die man bereits erkannt hat, aber trotzdem bestehen läßt, weil man viel Geld dabei verdient. Da ist z. B. das Rauchen. Die Medizin kennt die Gefahren. Der Staat kennt die Gefahren. Trotzdem verbietet man diese Massenvergiftung nicht, obwohl sie nur Krankheit, Elend, Sucht und den Tod verursacht. Dann gibt es den Alkohol, der in solchen Mengen schmackhaft gemacht wird, daß Millionen Menschen daran zu Grunde gehen oder irrsinnig werden. Man weiß es, aber man verbietet es nicht. Wie wollen Sie das erklären? Etwa mit der Behauptung, daß auch die dafür Verantwortlichen ihre Bildung, ihre Intelligenz oder ihr menschliches Niveau haben?"
Martin merkte immer mehr, in welch schwierige Lage er gekommen war, diese Anschuldigungen für eine ganze Menschheit auf sich zu nehmen. Er mußte sich eingestehen, daß diese Anschuldigungen zu recht bestanden. Er konnte sich nicht verteidigen.
"Das ist richtig", sagte Martin, "ich kann nicht widersprechen. Aber diese Übel und Laster sind mittlerweile so groß geworden, daß man sie nicht gleich abstellen kann. Es ist wie ein Riesenbrand, den man nicht löschen kann, weil er viel zu groß ist. 


Zitat :
"Das ist ein guter Vergleich. Aber was tut man, wenn es so umfangreich brennt? Sollte man dann nicht wenigstens versuchen, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhüten. - Aber auch das tut man nicht auf der Terra. Im Gegenteil - man gießt immer weiter Öl ins Feuer."
Martin stützte den Kopf in seine Hände. Ihm war gar nicht gut. Er sah immer mehr ein, wie gewissenlos man auf der Erde lebte.
Zitat :
"Ich weiß", fuhr NAMO in ihrer Rede fort, "daß die Politik meistens im Vordergrund steht. Man hat sie zu einer Religion erhoben, die eigentlich nur dem SCHÖPFER zukommt. Die Politik kümmert sich aber nicht um die GESETZE DER LIEBE, sondern bestimmt über Tod und Leben der gesamten Erdenmenschheit. Das ist der Grund, warum wir mit unserer hochentwickelten Raumflotte um den Erdball kreisen und warum wir die Terra kontrollieren müssen. Können Sie mir als Vertreter der Erdenmenschheit sagen, woran es liegt, daß man der Politik einen solchen Platz eingeräumt hat?"
Martin überlegte einen Augenblick. Solche Fragen waren ihm noch nie gestellt worden. Dennoch sagte er: "Die Politik ermöglicht erst das Zusammenleben der Menschen und Völker untereinander. Ohne Politik geht es nicht, denn dann würden die Menschen keine Ordnung besitzen."
Zitat :
"Gut, diese Antwort ist zu überlegen. Doch die Politik ist überall verschieden. Diese Verschiedenheit führt zu spannungsvollen Gegensätzen, so daß es zu blutigen Kriegen kommt. Auch innerhalb eines Volkes gibt es Revolutionen und Proteste. Also kann man sagen, daß die politischen Ansichten nicht stimmen. Sie können nicht auf einen Nenner gebracht werden, weil ein Volk vom anderen behauptet, daß es einen falschen Weg eingeschlagen hat. Die persönliche Ansicht einer Partei oder Gruppe wird mit unvorstellbarer Waffengewalt verteidigt oder einem anderen Volke aufgezwungen.
Daraus stellt sich die Frage: Durch welche Vorstellungen sind die verschiedenen politischen Meinungen so beeinflußt worden, daß sie nicht stimmen? Diese Frage wird morgen in der Konferenz der INTERSTELLAREN BRUDERSCHAFT zur Sprache kommen.
Sie, Herr Berger, sind jetzt vorbereitet." 

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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:49

 7.0 Die Konferenz im All


Als Martin einen Zest geschlafen hatte, wurde er von SHINUN zur Konferenz gebeten.
Inzwischen war Martin ein Bart gewachsen, dessen Stoppeln ihm unangenehm wurden. Er hatte aber keine Möglichkeit, sich zu rasieren. Die SANTINER waren nicht darauf eingerichtet, weil sie selbst bartlos waren. Martin mußte sich damit abfinden, daß er in Zukunft einen Vollbart tragen würde.
SHINUN führte ihn zum Lift und sie fuhren hinauf zum Konferenzsaal. Martin wußte nicht mehr, welches Stockwerk es war, denn er war innerlich viel zu aufgeregt. Dann lag der Konferenzsaal vor ihm, der eine Art Aula war, jedenfalls dieser Größe entsprechend. Es gab eine kleine Bühne mit einem Rednerpult und einen hufeisenförmigen Tisch, an dem sehr komfortabel aussehende Sessel standen. Die Sessel waren an der Rückenlehne mit einem Stern markiert, der in seiner Mitte einen Punkt trug. Anwesend waren schon etwa 20 Personen, darunter auch NAMO und einige andere hübsche Frauen. Martin wurde so placiert, daß er zwischen SHINUN und NAMO saß. Jeder Sitzungsteilnehmer hatte einen Becher, der mit einer grünen Flüssigkeit gefüllt war, vor sich stehen.
SHINUN deutete auf den Becher und sagte: 


Zitat :
"Die Becher enthalten ein sehr belebendes und alkoholfreies Getränk. Dieses Getränk ist auch eine Selbstproduktion durch Atomgruppierung. Ich benutze das Wort Atom, weil es auf der Terra so üblich ist. Wir sagen dazu Zerr, das heißt soviel wie Mikrobaustein."
Plötzlich ertönte ein lauter musikalischer Akkord. Alle Anwesenden drückten ihren Handrücken an die Stirn. ASHTAR SHERAN betrat den Saal und nahm am Kopfende des Konferenztisches Platz. Als er am Tische saß, nahmen die Versammelten die Hand fast gleichzeitig von der Stirn. Dann ertönten drei verschiedene Akkorde. Wieder fiel Martin die enorme charismatische Ausstrahlung dieser Wesenheit auf. Ohne sich zu erheben, sagte ASHTAR SHERAN mit klarer Stimme und in deutscher Sprache:
Zitat :
"GOTT ZUM GRUSS UND FRIEDE ÜBER ALLE GRENZEN! Die Konferenz der Universellen Bruderschaft ist eröffnet. Wir haben uns für die Dauer der Konferenz auf die deutsche Sprache geeinigt. Ich bitte daher alle Anwesenden, sich nur dieser Sprache zu bedienen. Auch unter uns bitte ich in Anwesenheit unseres irdischen Gastes, der Martin Berger heißt, nur Deutsch zu sprechen. Es wäre nicht schicklich, wenn wir eine Sprache verwenden würden, die er nicht versteht. Darüber hinaus bitte ich auf den irdischen Entwicklungsstand unseres Gastes Rücksicht zu nehmen, damit er unseren Ausführungen folgen kann. Das Großschiff fliegt einen automatischen Kurs, damit unsere Gespräche nicht unterbrochen werden müssen."
Alle Anwesenden erhoben ihre Hände und sagten gemeinschaftlich: "FRIEDE ÜBER ALLE GRENZEN!" Der Kommandant wandte sich an Martin mit den Worten:
Zitat :
"Herr Berger, ich begrüße Sie im Namen aller Anwesenden als unseren Erdengast. Ich bitte Sie, jede Scheu abzulegen und uns frei und aufrichtig zu antworten oder Fragen zu stellen, so wie Sie es für richtig halten. Niemand hier im Raum wird es Ihnen übel nehmen, auch wenn ihm etwas nicht gefällt. Ihre Anwesenheit ist so wichtig wie zu Zeiten des Propheten Moses, der von uns die GESETZE empfing."
Martin dachte darüber nach, in was für eine unglaubliche Situation er geraten war. Es war eine Situation, an die er fast selbst kaum glauben konnte. - Der Saal, in dem die Konferenz stattfand, machte einen sehr festlichen Eindruck. Alles war sauber, geschmackvoll und gediegen, fast wie in einer wunderbaren Kapelle. Außerdem lag wieder ein sehr angenehmer Geruch in der Luft.
Zitat :
"Es ist selbstverständlich, daß unser Gast den Vortritt hat und daher die erste Frage stellen darf. Bitte, Herr Berger!"
Martin war überrascht und wollte sich anstandshalber erheben, aber ASHTAR SHERAN winkte ab.
Zitat :
"Bleiben Sie ruhig sitzen, wenn Sie etwas sagen wollen."
"Die Situation ist für mich sehr ungewöhnlich", sagte Martin. "Ich frage deshalb, ob schon vor mir ein Erdenmensch in einem solchen Raumschiff, wie dieses, war, oder ob ich der erste Erdenbewohner bin, dem das ermöglicht wird?"
ASHTAR SHERAN antwortete: 


Zitat :
"Nein, Herr Berger, Sie sind nicht der erste. Es sind schon einige andere Erdenmenschen vor Ihnen in einem Großschiff gewesen. Allerdings reicht das weit zurück. Die Religionen auf der Terra geben darüber Auskunft. Da ist z. B. der Prophet Moses, der über einen Monat lang in einem unserer Großschiffe zu Gast war und sich dort zur Belehrung aufhielt. Außerdem hatten unsere Vorfahren, d. h. wir selbst, einen gewissen Lot an Bord, den wir befragt haben, bevor wir Sodom und Gomorrha in Asche verwandelten. Weiter gibt die Bibel Auskunft über Hesekiel, mit dem wir sehr viel besprochen haben und darüber hinaus rettete eines unserer Schiffe einen Mann mit Namen Jona aus Seenot. Er wurde vorübergehend in ein Raumschiff übernommen. Dann gab es einen Elias, der, wie Sie, ebenfalls von einem Diskusschiff zu einem Großschiff gebracht wurde. – Wie Sie sehen, Herr Berger, ist Ihr Aufenthalt in diesem Weltraum-Strahlschiff gar nicht so außergewöhnlich, wie Sie es sich gedacht haben."
Martin war sehr überrascht. Damit eröffneten sich ganz neue Perspektiven, an die er vorher nicht gedacht hatte. Jedenfalls hatte er den Eindruck, daß diese Konferenz in sehr guter Harmonie verlaufen würde. Das beruhigte ihn doch sehr. Er wandte sich an ASHTAR SHERAN und fragte: "Ich nehme an, daß Sie, Herr Kommandant, wesentlich mehr über die Erdenmenschheit wissen, als ich. Darum wundert es mich, daß Sie mir Fragen stellen, die Sie selber besser beantworten könnten."
Zitat :
"Nein, so ist das nicht. Wir wollen über die sehr gefährliche Situation auf Erden beraten. Auch Sie dürfen Vorschläge dazu machen. Wir wollen keine Entschlüsse fassen, ohne einen Vertreter der Erdenmenschheit dazu gehört zu haben. Das hier ist keine Gerichtssitzung, sondern ein Gremium des universellen Friedens."
"Noch nie ist es einem Menschenführer gelungen, einen universellen Frieden auf Erden zu erreichen", warf Martin ein. "Ich bin daher fest davon überzeugt, daß es auch mir nicht gelingen wird. Auch keine außerirdische Macht wird das vollbringen können, es sei denn mit entsetzlicher Gewalt, die stärker ist, als die Macht der Menschen auf der Erde."
Zitat :
"Sie besitzen doch eine bestimmte Weltanschauung. Ich meine damit eine Religion oder Konfession. Haben Sie einige Kenntnisse von der Bibel?"
Bevor Martin antworten konnte winkte ASHTAR SHERAN mit der Hand und jemand übergab ihm eine ziemlich umfangreiche Bibel. ASHTAR SHERAN blätterte darin herum und sagte:
Zitat :
"Ein universeller Frieden ist nur durch einen absolut gesicherten Glauben an einen GROSSEN PLANER möglich. Es gibt göttliche GESETZE, die unbedingt befolgt werden müssen, wenn man nicht zugrunde gehen will. Sind Sie der Meinung, Herr Berger, daß es Menschen auf der Erde gibt, die einen solch gesicherten GOTTGLAUBEN besitzen?"
"Die Frage ist schwer zu beantworten", antwortete Martin. "Es gibt durchaus fromme Menschen auf Erden, die an einen GOTT glauben."
Zitat :
"Ist dieser Glaube gesichert, das heißt wissenschaftlich, mathematisch oder auf eine andere Art bewiesen, oder ist es nur ein blinder Gehorsam, der gefordert wird, ohne logisch darüber nachzudenken?"
"Ich glaube, daß es in den meisten Fällen nur ein Gehorsam ist, eine Furcht vor etwas Ungewissem", gestand Martin zu.
Zitat :
"Das glauben wir auch. Aus diesem Grunde haben wir versucht, den Glauben zu sichern. Wir sind mit einem Raumschiff von etwa der halben Größe wie dieses hier, auf dem Dschebel Musa, d. h. auf dem Berge Sinai gelandet und haben den damaligen Führer der Juden zu uns ins Raumschiff geladen. Moses hatte keine Ahnung von einer Raumschiffreise. Er wußte nichts von der Beschaffenheit der Sterne, schon gar nichts von außerirdischem Leben. Für ihn waren wir GÖTTER. Der Kommandant war JEHOVA, der GOTT der Juden – und alle Offiziere waren seine ENGEL, die zur HIERARCHIE GOTTES gehörten.
Sie, Herr Berger, sind jetzt in der gleichen Lage, wie sie Moses erlebt hatte, und tragen auch die gleiche Verantwortung. Es gibt nur einen Unterschied, nämlich den, daß Sie etwas über die Raumfahrt wissen, daß Sie Kenntnisse von der Astronomie haben und ein Leben auf anderen Sternen für nicht ganz unmöglich halten. Sie glauben nicht, daß Sie zur Zeit im Palast JEHOVAS sind, sondern Sie wissen, daß Sie sich in einem außerirdischen Raumschiff befinden. Ist es so, Herr Berger?"
"Allerdings. Ich kann mir gut vorstellen, daß Moses gedacht haben muß, daß er sich in der Wohnung GOTTES befinden würde. Außerdem reiste das Schiff wie dieses durch das All und Moses konnte die Erde aus großer Höhe betrachten. Für ihn konnte es daher keinen Zweifel geben, daß GOTT ihn zu sich eingeladen hatte. Er war im vollen Bewußtsein, ein von GOTT Auserwählter zu sein."
Zitat :
"So ist es gewesen. Sie haben es richtig erfaßt, Herr Berger. Ich sehe, wir kommen gut voran. Größere Gedankenanstrengungen verlangen wir nicht von Ihnen. Uns genügt eine gute Auffassungsgabe ohne Vorurteile."
"Ich werde mich bemühen, Ihnen zu folgen, Herr Kommandant", sagte Martin etwas erleichtert. ASHTAR SHERAN wandte sich an einen Außerirdischen, der eine sehr schöne Uniform trug:
Zitat :
"Ich übergebe das Wort an SO SHIIN. Er wird Ihnen, Herr Berger, erklären, was sich am Berge Sinai zugetragen hat. Er wird aber auch die Bibel heranziehen, um zu beweisen, wie der Irrtum auf der Erde regiert und seit Jahrtausenden die Menschheit negativ beeinflußt.

  • Diese Beeinflussung durch unverstandene Berichte dieser Art hat sich katastrophal auf die Verhaltensweise der Völker ausgewirkt, so daß die Politik in völlig falsche Bahnen gelenkt worden ist, wie es der politische Atheismus beweist."

SO SHIIN grüßte und ergriff das Wort:
Zitat :
"Moses Begegnung mit einem unserer Raumschiffe hat mehr Bedeutung, als man annimmt. Diese Begegnung und andere Kontakte sind als religiöse Wunder aufgezeichnet und überliefert worden. Ich werde ausführlich berichten."
ASHTAR SHERAN nickte zustimmend und sagte:
Zitat :
"SO SHIIN, lassen Sie sich ruhig Zeit. Es ist wichtig, daß Herr Berger die volle WAHRHEIT erfährt, damit er später darüber berichten kann. Sie dürfen sich Notizen machen, Herr Berger.
SO SHIIN hatte die Bibel vor sich liegen und begann:
Zitat :
"Weil unsere Großschiffe, die in ihrer Form einer Zigarre oder einem Zeppelin gleichen, ein eigenes Kraftfeld besitzen, kommt es in der irdischen Atmosphäre vor, daß die äußeren Konturen nicht immer klar erkennbar sind. Durch die Leuchtkraft des Schiffes erscheint ein solches Schiff für das Auge eines Erdenmenschen ähnlich einer leuchtenden Wolke. Zur Zeit Moses gab es noch keine irdischen Luft- oder Raumfahrtzeuge, folglich gab es auch keine technischen Vergleichsmöglichkeiten. Aus diesem Grunde wurde unser Raumschiff des nachts für eine leuchtende Wolke Gottes gehalten und tagsüber als eine grauschimmernde Wolke oder Säule gesehen. Diese Bezeichnungen und falschen Beurteilungen finden in der irdischen Bibel, die ein Buch der WAHRHEIT sein soll, ihren Platz."
Martin horchte auf. Er merkte, daß etwas mit der Bibel nicht stimmte. Doch gerade die Bibel wurde auf der Erde als ein besonderes Buch geachtet. Andere, die sich mehr für wissenschaftliche oder technische Dinge interessierten, konnten sich mit den Wundern der Bibel nicht anfreunden und zweifelten sie an. Weitere fühlten sich aufgefordert, gegen diese Religion zu protestieren oder sie anzugreifen und zu verspotten.
SO SHIIN fuhr in seiner Rede fort: 


Zitat :
"Das außerirdische Raumschiff hatte die Menschen zur biblischen Zeit sehr beeindruckt. Der Form nach hat man es als eine "Wolke" beschrieben, obgleich man der festen Überzeugung war, daß es sich um den schwebenden PALAST GOTTES gehandelt hat. Das Raumschiff repräsentierte auf alle Fälle die Gegenwart JEHOVAS, denn es brachte die göttlichen GESETZE, ohne die es kein friedvolles Leben unter den Menschen gibt.

  • Diese GESETZE sind der HERZSCHLAG GOTTES und von diesem HERZSCHLAG hängt die ganze Menschheit im Universum ab."

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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:52

8.0 Der echte DEKALOG


SO SHIIN schlug die Bibel auf und sagte: 


Zitat :
"Auch wir haben unsere Überlieferungen aus vergangener Zeit. Wir wissen daher, was sich zugetragen hat. Man gebe unserem Gast von der Terra auch eine Bibel, damit er die Stellen vergleichen kann, von denen ich reden werde." –
Eine Bibel wurde dem Gast von der Erde gereicht, während SO SHIIN seine Rede fortsetzte.
Zitat :
"Moses sprach auch mit dem Kommandanten des Raumschiffes. Da er ihn für JEHOVA hielt, redete er ihn mit 'HERR' an. Moses sagte zu seinem Volk: 'Der HERR hat mit mir geredet'. - 'Der HERR hat mir gesagt'. - Diese Anrede finden wir in der irdischen Bibel verzeichnet.
Weiter heißt es in diesem Buch: 'Der Herr sprach: Ich will zu dir kommen in einer dicken Wolke, auf daß dieses Volk höre, wenn ich mit dir rede.' - Warum hat der Kommandant gesagt, daß er in einer 'dicken Wolke' kommen wird? - Nun, weil das Raumschiff dicke Wände besaß und nicht aus Wasserdampf bestand. Im 2. Buch Mose 19. heißt es: 'Die Leute sollten sich festlich machen, sie sollten ihre Kleider waschen. Am dritten Tage wird der Herr vor dem Volk herabfahren auf den Berg Sinai.' Eine Wolke fährt aber nicht herab, sondern schwebt.
Ein Raumschiff ist bei der Landung sehr gefährlich. Es besitzt ungeheure magnetische Kräfte. Deshalb wurde Moses gewarnt. Im Vers 12 heißt es: 'Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Hütet euch, daß ihr nicht auf den Berg steiget, noch sein Ende anrührt, denn wer den Berg anrührt, soll des Todes sterben. Wenn es aber lange tönen wird, dann sollen sie an den Berg gehen.' - Weiter berichtet die Bibel über die Zusammenkunft zwischen Erdenmenschen und Außerirdischen: 'Als nun der dritte Tag kam und es Morgen war, da erhob sich ein Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken Posaune, das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.'
Sie werden erkennen, Herr Berger, wie genau man die Begegnung mit einem Raumschiff schon damals festgehalten hat. Das Raumschiff unserer Vorfahren hatte auch sehr starke akustische Möglichkeiten an Bord. Wenn die Gravitationskräfte ausgeschaltet waren, ertönte ein langgezogener Ton. - Ich frage Sie, Herr Berger, hätten Sie eine andere Beschreibung zur damaligen Zeit gegeben? - Jetzt kennen Sie unser Raumschiff. Würden Sie nicht an Stelle von "Wolke" das Wort "Raumschiff" setzen? –
Die außerirdischen Besucher konnten ihr Raumschiff durch ein kaltes Licht aufglühen lassen, darum heißt es in der Bibel: 'Der ganze Berg Sinai aber rauchte, darum daß der Herr herab auf den Berg fuhr mit Feuer, und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, daß der ganze Berg bebte. Und der Posaune Ton wurde immer stärker. Mose redete und Gott antwortete ihm laut.' – Mose fragte den Kommandanten und dieser antwortete ihm über einen starken Schallwandler, so daß jeder im Volk es hören konnte. Da aber die Menschen zu jener Zeit noch keinen Tonverstärker kannten, erschien ihnen diese überlaute Stimme so mächtig, daß sie kein lebender Mensch hätte hervorbringen können. Deshalb hielten sich die Menschen vom Raumschiff fern und baten Moses, daß er mit "Gott" reden sollte, weil sie Angst um ihr Leben hatten.
Martin sah ein, daß SO SHIIN mit seinen Ausführungen recht hatte und fragte: "Demnach sind die bekannten Zehn Gebote keine göttlichen GEBOTE, sondern Richtlinien, die von außerirdischen Menschen zur Erde gebracht worden sind?"
Zitat :
"Es sind trotzdem göttliche GEBOTE, auch wenn sie von uns SANTINERN überbracht wurden. Diese GEBOTE haben nicht nur für die Terra ihre Gültigkeit, sondern für das ganze Universum. Wir haben in göttlichem AUFTRAG gehandelt und eine MISSION erfüllt."
"Hatten Ihre Vorfahren diese GEBOTE vom SCHÖPFER erhalten, mit der Weisung, sie zur Erde zu bringen?", wollte Martin wissen.
Zitat :
"Wir haben diese GEBOTE aus dem GEISTIGEN REICH empfangen und den AUFTRAG, diese GEBOTE zur Terra zu bringen."
Irritiert fragte Martin: "Soll das heißen, daß diese GEBOTE aus dem Jenseits stammen?"
Zitat :
"Das Wort "Jenseits" ist ein Allgemeinbegriff. Wir haben unsere Erfahrungen und wissen daher, daß sich dieses Jenseits aus vielen verschiedenen SPHÄREN zusammensetzt", antwortete SO SHIIN mit großer Bestimmtheit. - "Aber diese GESETZE sind verdreht und verfälscht worden. Moses war 40 Tage lang im Raumschiff und hatte die Möglichkeit der gleichen Belehrung, wie Sie sie jetzt auch haben. Als Moses aber zu seinen Leuten zurückkehrte, hatten sich diese so gottlos benommen, daß er die mitgebrachten GEBOTE in seiner Wut zerstörte. Später wurden diese Gebote aus der Erinnerung aufgeschrieben und nach und nach von Priestern nach ihrem eigenen Geschmack verändert."
"Sind diese GEBOTE heute nicht mehr gültig?", fragte Martin.
Zitat :
"Nein, nicht direkt. Wir wußten, wie wichtig diese GESETZE sind, denn sie beinhalten Ursache und Wirkung. Deshalb hatten wir Moses Anweisung gegeben, wie diese GEBOTE aufzuheben sind. Es wurde ein stabiler Kasten angefertigt, den man mit 'Bundeslade' bezeichnete."
"Ich denke, diese interstellare Konferenz soll die derzeitige Situation auf der Erde behandeln. Warum greift man soweit zurück?", wandte Martin ein.
Zitat :
"Es ist wichtig, daß Sie alles wissen, sonst können Sie die heutige Erdensituation nicht richtig beurteilen. Falsche Ansichten und Meinungen müssen erst umprogrammiert werden, sonst kommen Sie auch zu falschen Resultaten."
"Wenn die ursprünglichen GESETZE vom Berge Sinai verdreht und verfälscht worden sind, wie lauten dann die wirklichen GEBOTE?", wollte Martin wissen. ASHTAR SHERAN gab einen Wink mit der Hand, daß SO SHIIN fortfahren solle. SO SHIIN nickte zustimmend und erhob sich von seinem Platz.
Zitat :
"Es sind ursprünglich SIEBEN GESETZE und SIEBEN FORDERUNGEN gewesen, die Moses übergeben wurden. Obwohl wir diese göttlichen GESETZE und FORDERUNGEN schon einmal bekannt gegeben haben, will ich sie hier gern wiederholen.
Bitte notieren Sie, Herr Berger:
 
 
 
DAS INTERPLANETARISCHE GESETZ GOTTES
I. DIE SIEBEN HAUPTGEBOTE
[list="text-transform: none; text-indent: 0px; letter-spacing: normal; font-family: \"Times New Roman"; font-style: normal; word-spacing: 0px; white-space: normal; orphans: 2; widows: 2; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial;"]
[*]Am Anfang war eine raumlose KRAFT. Es war der LOGOS, die höchste INTELLIGENZ. Du bist nicht fähig, diese KRAFT und INTELLIGENZ durch irgendein Gleichnis verständlich zu machen. Du darfst darüber keine eigenen Betrachtungen anstellen, sondern erkenne mittels deines eigenen Verstandes und Gefühles diese INTELLIGENZ als deinen SCHÖPFER an. Alles andere Denken in dieser Richtung ist von Übel. 


[*]Du darfst nicht gegen die GESETZE der Natur handeln und leben; denn du schädigst nicht nur dich und deine Seele, sondern viele deiner Nachkommen, denen dann in keiner Weise mehr zu helfen ist, wenn du die intelligente SCHÖPFUNG GOTTES geschädigt hast. Du trägst die volle Verantwortung für jedes Leid auf dieser Erde. 


[*]Du darfst deinen SCHÖPFER weder verspotten noch verfolgen, selbst wenn du IHN mit deinem eigenen unentwickelten Denken nicht verstehen oder erfassen kannst; denn du bist nicht mehr, sondern weniger als GOTT. Darum beschmutze SEINEN NAMEN nicht und bringe IHN nicht in Verbindung mit deinem eigenen Denken. Kritisiere nicht den LOGOS, denn ER ist unfehlbar aufgrund SEINER unendlichen ERFAHRUNG und unermeßlichen KRAFT. 


[*]Sei unermüdlich tätig, sowohl im Denken als auch im Handeln. Doch wisse, daß der Gedanke die größte KRAFT und das höchste ERBE GOTTES darstellt. Dein Gedanke ist unermeßlich in seiner Auswirkung, jenseitig und diesseitig. Denke mit aller Ehrfurcht an deinen SCHÖPFER, sowohl in der Zeugung deiner Nachkommen als auch im Gestalten aller Dinge, und schaffe jede Sache nur zum Guten und niemals zur Unehre GOTTES und deiner selbst. Achte den unermüdlichen Fleiß des SCHÖPFERS und achte die Arbeit deiner Mitmenschen, die der SCHÖPFUNG zur Ehre GOTTES im Schweiße dienen. 


[*]Mache keinen Unterschied zwischen arm und reich, noch einen Unterschied zwischen jung und alt oder zwischen Farben. Ehre die Erfahrungen und achte das Leid. Höre auf den Rat deiner Eltern, sofern sie an GOTT, den SCHÖPFER, glauben. Ohne diesen Glauben kannst du vielleicht reich, aber niemals glücklich, zufrieden, noch weniger selig werden. 


[*]Dein SCHÖPFER wünscht, daß du das Leben in aller Welt als SEINE KRAFT achtest. Du hast kein Recht, über das Leben eines Mitmenschen zu bestimmen. Bekämpfe die gegensätzliche Schöpfung und das lebenzerstörende Leben. Töte kein Tier zu deinem Vergnügen, sondern nur zur Erhaltung und Sicherung deines eigenen Lebens. 


[*]Schädige keinen Mitmenschen, weder an Leib oder Seele noch im Ansehen oder an seinen selbst erarbeiteten Gütern. Schädige ihn nicht an seiner Entwicklung, weder in seiner Liebe noch in seiner Freiheit, sondern hilf ihm alle Zeit in allen diesen Dingen, ohne auf Dank zu warten. Doch leiste deinen Beitrag zur WAHRHEIT und zur Erhaltung aller Einrichtungen, die dein Leben, deine Gesundheit und deine geistige und seelische Entwicklung fördern. 
  

[/list]
 
 
II. DIE SIEBEN FORDERUNGEN
[list="text-transform: none; text-indent: 0px; letter-spacing: normal; font-family: \"Times New Roman"; font-style: normal; word-spacing: 0px; white-space: normal; orphans: 2; widows: 2; font-variant-ligatures: normal; font-variant-caps: normal; -webkit-text-stroke-width: 0px; text-decoration-style: initial; text-decoration-color: initial;"]
[*]Zeuge nicht aus Deiner Lust, sondern aus der freiwilligen Opferbereitschaft, einer begnadigten Seele zu einer besseren Einsicht und Selbsterkenntnis zu verhelfen und für sie so lange zu sorgen, bis sie die Selbständigkeit im Denken und Handeln erlangt hat. 


[*]Achte Deine Lebensgefährtin als die verantwortliche Trägerin des göttlichen WILLENS, des göttlichen LEBENS und als die Wegbereiterin der planvollen Zukunft. Ihr Versagen bedeutet die Vernichtung in langsamer, aber unvermeidlicher Folge. 


[*]Teile nicht die Schätze dieser Erde auf; denn sie sind allen Kreaturen, vor allem aber allen Menschen ohne irgendeinen äußerlichen Unterschied gegeben. Der Stern Erde ist ein GESCHENK GOTTES an die gesamte Menschheit, die auf diesem Stern lebt und je leben wird. 


[*]Beneide keinen Mitmenschen noch eine Gruppe oder ein Volk noch eine Rasse noch ein Land, in dem Menschen für sich leben; denn Du kannst nicht mit aller Bestimmtheit wissen, ob Du jene nicht wegen eines Irrtums beneidest, der noch nicht erkannt worden ist. 


[*]Wende keine Gewalt an, auch wenn Du glaubst, der Stärkere oder der Angegriffene zu sein; denn jede Gewalt ist eine Herausforderung unheimlicher KRÄFTE, die nicht nur Deinen Gegner, sondern auch Dich selbst vernichten und die Zukunft Deiner Nachkommen erschweren oder unmöglich machen. 


[*]Bediene Dich in allen Schwierigkeiten des LOGOS und wende Dich ab von den Ratschlägen Deiner Berater und Feinde, die gleicherweise auf Deinen Untergang warten. 


[*]Traue Deinen Sinnen nicht, denn nur Deine Seele ist fähig, die allerletzte Entscheidung zu treffen, und dabei hilft Dir GOTT und sonst nichts.
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ich aber werde lachen
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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:55

9.0 Das größte Wunder ist der Mensch


ASHTAR SHERAN wartete, bis Martin seine Notizen vervollständigt hatte und sagte:
Zitat :
"Bisher war es üblich, Herr Berger, daß wir unseren Gästen die Erinnerung an den Aufenthalt bei uns genommen haben, bevor sie zur Terra zurückgebracht wurden. In Ihrem Falle soll das nicht geschehen. Sie werden Ihre Erinnerung behalten, damit Sie über alles berichten können, was Sie erlebt und erfahren haben. Sie sind jetzt ein Prophet, vergleichbar mit Moses."
"Ich bedanke mich für die außergewöhnliche Belehrung, die ich hier empfangen darf", sagte Martin mit aufrichtiger Überzeugung. "Es interessiert mich alles sehr und ich bin überzeugt, daß dieses Wissen überaus wichtig und wertvoll für die Erdenmenschheit ist, endlich die objektive WAHRHEIT zu erfahren." ASHTAR SHERAN gab SO SHIIN ein Zeichen. Dieser blätterte in der Bibel und schüttelte verwundert den Kopf:
Zitat :
"Wie ich sehe, hat man Dinge aufgezeichnet, die man nicht begriffen hat, weil die Entwicklung auf der Terra noch zu rückständig war. Ich hoffe, Herr Berger, daß wir uns jetzt besser verständlich machen können. Die Entwicklung der Erdenmenschheit ist heute so weit, daß sie das Wissenschaftliche und Technische dieser Phänomene - die eigentlich gar keine Phänomene sind - besser versteht. Nicht nur der GROSSE PLANER, sondern auch der Mensch kann Dinge verrichten, die wie große Wunder aussehen, wenn man die Entstehung und Auswirkung nicht kennt. Herr Berger, schauen Sie einmal in die Bibel, die vor Ihnen liegt! Dieses Buch berichtet, daß GOTT mit Moses gesprochen haben soll. Dieser vermeintliche GOTT gab ihm Anweisungen und Befehle. Unsere Verständigung ist die Telepathie. Jeder SANTINER hat einen Telepathieverstärker auf seinem Helm. Moses war ein sehr geeignetes Medium, denn er reagierte gut auf unsere telepathischen Instruktionen. Aber was wußten die damaligen Menschen von einer Telepathie oder einer Suggestion?"
"In der Bibel steht auch etwas über eine große Heuschreckenplage geschrieben", sagte Martin. "Sind das wirkliche Wunder oder auch nur eine Fabel?"
Zitat :
"Es gibt nur ein wirkliches Wunder und das ist der Mensch!
Lieber Herr Berger, wenn eines unserer Flugobjekte dicht über einen See schwebt, so kann es vorkommen, daß sämtliches Getier magnetisch aus dem Wasser gezogen wird. Und wenn das Flugobjekt eine Veränderung des magnetischen Kraftfeldes vornimmt, so fällt dieses Getier auf die Terra zurück."
"Waren es denn wirklich Heuschrecken?", wollte Martin wissen.
Zitat :
"Gewiß, aber unsere Flugobjekte erzeugen auch einen unvorstellbaren Sturm. Da es aber in Ägypten tatsächlich riesige Heuschreckenschwärme gibt, hatte das Flugobjekt einen solchen Schwarm von Heuschrecken vor sich hergejagt. Das ist doch ganz einfach zu verstehen. Aber man hat GOTT immer als einen großen Zauberer hingestellt, der die Terra hervorgezaubert hat. Folglich deutet man derartige Ereignisse immer als göttliche Wunder. Was wußte man schon von außerirdischen Flugobjekten."
Martin sah ein, daß man für die biblischen Wunder Erklärungen fand, an die noch kein Erdenmensch gedacht hatte. Die Bibel verlor ihre Geheimnisse. Und dennochblieb etwas GÖTTLICHES zurück, nämlich das großartige Wirken jener fremden MENSCHEN, die in göttlicher MISSION handelten, um der Erdenmenschheit zu helfen. "Da ist noch ein Phänomen verzeichnet. Die Erde wurde verdunkelt. Die Bibel spricht von einer ägyptischen Finsternis. Wie geschah das?", fragte Martin.
Zitat :
"Selbstverständlich haben wir auch unsere Erfahrungen auf dem Gebiet der Lichtstrahlen. Wenn das nicht der Fall wäre, so wäre unsere Raumfahrt unmöglich. Wir manipulieren die Lichtstrahlen, zerlegen sie und benutzen Teilchen der elektromagnetischen Energiestrahlung, die unseren Flug beschleunigen. Aus diesem Grunde ist es uns auch möglich, das Licht so zu manipulieren, daß auf der Erde eine partielle Finsternis entsteht. Wir sind dabei, dieses Phänomen so weit auszudehnen, daß die halbe Erdkugel davon betroffen wird. Wir haben auch noch eine andere Möglichkeit zur Verdunkelung der Erde, die besser in die heutige Zeit paßt. Es ist uns möglich, den elektrischen Strom auszuschalten, mindestens aber zu unterbrechen oder einen Kurzschluß zu verursachen. Auf diese Weise können wir die Energieversorgung der Terra lahmlegen. Einen solchen Versuch hat eines unserer Flugobjekte in Amerika erprobt."
Martin zog immer mehr die angebliche Überlegenheit der Erdbewohner in Zweifel. Was er da erfahren hatte, war ein alles entscheidendes Kriegsmittel. "Diese Tatsachen sind offensichtlich von den Priestern für ihre Zwecke ausgeschmückt worden. Die Priester werden zwar an ein göttliches Wunder geglaubt haben, aber das Wunder war und ist ja stets das liebste Kind des Gottglaubens. Ich begreife jetzt, daß man solche Phänomene besonders verarbeitet und hervorgehoben hat."
ASHTAR SHERAN nickte zustimmend und sagte: 


Zitat :
"So ist es, jetzt sind wir schon ein kleines Stück weitergekommenWir sagen zum SCHÖPFER nicht GOTT, sondern nennen IHN den GROSSEN PLANER. – Doch nun zu den großen Wundern, die das liebste Kind des Glaubens sein sollen: Alles, was einmalig ist, was nie wieder in Erscheinung tritt, ist für die Erdenmenschen ein großes Wunder. Alles, was scheinbar den Naturgesetzen widerspricht, ist ebenfalls ein Wunder.

  • Je mehr jedoch das Einmalige sich vervielfältigt, je öfter es auftritt, desto weniger wird es als ein Wunder gewertet. Das größte göttliche Wunder im ganzen Universum ist und bleibt der Mensch.
    Der Mensch wird durch den GROSSEN PLANER in neun Monaten hervorgezaubert. Jawohl, aus dem Nichts geschaffen, denn die Anfänge sind so klein, daß sie praktisch zum Nichts gehören. Hier hat der Mensch das göttliche Wunder genau vor Augen, er braucht nicht mehr nach neuen Wundern zu suchen, die den GROSSEN PLANER noch besser bestätigen könnten. Aber dieses großartige Wunder ist nicht einmalig, es hat sich ungeheuer vervielfältigt und je mehr es sich vervielfältigt, desto weniger wird es als ein Wunder angesehen.
    Da allein schon auf der Terra etwa drei Milliarden Menschen leben (1957), hat sich das ungeheure, unfaßbare Wunder des GROSSEN PLANERS so vermehrt, daß es als kein Wunder, sondern als eine zufällige Laune der Natur angesehen wird. Man verfolgt das Wunder, diskriminiert es, tötet es auf grausamste Weise, einzeln und in Massen. Herr Berger, wie wollen Sie sich dazu äußern?" 


Martin wurde blaß. Das war eine Anklage gegen die Erdenmenschheit und er war mit einbezogen. Aber hatten die Außerirdischen nicht gesagt, daß sie keine Kollektivschuld kennen? - Der Schweiß brach ihm aus. Martin antwortete: " Sie können mir glauben, daß diese Verhaltensweise meiner Mitmenschen mir auch nicht gefällt. Ich bin davon überzeugt, daß es den meisten Menschen nicht gefällt. Doch wir sind machtlos gegen dieses Töten."
ASHTAR SHERAN deutete mit dem Finger auf Martin und sagte mit erhobener Stimme: 


Zitat :
"Können Sie mir einen Grund nennen, woran das Ihrer Meinung nach liegt?"
Martin kam sich wie ein Gewaltverbrecher vor, der vor einem Schwurgericht stand. "Nein, ich weiß es nicht. Da bin ich überfragt."
SO SHIIN schaltete sich ein und sprach: 


Zitat :
"Dann werde ich es Ihnen sagen, Herr Berger, und Sie können mir glauben, daß es tatsächlich die objektive WAHRHEIT ist:

  • Es liegt an der Unkenntnis im wahren GOTTGLAUBEN!

    Die Menschen auf der Erde sind in dem falschen Glauben, daß sie von keiner HÖHEREN MACHT zur Rechenschaft gezogen werden können. Aus diesem Irrtum heraus erlauben sie sich die Dreistigkeit alles das zu tun, für das sie keine Strafe erwarten. Die großen Religionen bestärken sie darin, wenn sie von einer "Barmherzigkeit" GOTTES und von einer "Bluterlösung" sprechen. Dieser Unsinn ruiniert die ganze Menschheit und den Stern dazu.

    Der Gewaltverbrecher sagt sich: Ich werde mich nicht fangen lassen. Er kennt nur irdische Justiz und irdische Polizei, aber keine Verfolgung nach seinem Tod. Die Führer der Nationen nehmen sich jede Freiheit heraus, indem sie Kriege führen oder das Volk belügen und hintergehen, weil es auch für sie kein irdisches Gericht gibt, das Sühne in angemessener Form verlangt. An ein mögliches jenseitiges GERICHT denken sie schon gar nicht.
    Die Bibel, die mit ihren Wundern nicht glaubwürdig ist, wird durch die Wissenschaft widerlegt. Aber die Wissenschaftler haben keine Ahnung, daß diese Bibelwunder vernünftig erklärt werden können, ohne GOTT dabei zu verleugnen. - Wenn die meisten Menschen, vor allem die Menschheitsführer, wüßten, daß sie unausweichlich zur Rechenschaft gezogen werden und für ihre unvorstellbar negative Verhaltensweise einmal büßen müssen, so würden sie sich hüten, derartig zu denken und zu handeln.
    Als Brüder der Erdenmenschheit halten wir es für unsere heilige Pflicht, uns einzuschalten und die Erdenmenschen aufzuklären. Das ist der Grund, warum Sie hier an diesem Tisch sitzen, Herr Berger. - Wir wissen aber auch, daß die Kirchen dagegen sind, daß die Menschen die volle WAHRHEIT erfahren, weil sie nicht zugeben wollen, daß sie Jahrtausende hindurch Unsinn gelehrt und verbreitet haben. Einen Unsinn, der ihnen Milliarden an finanziellen Mitteln eingebracht hat.
    Wenn Sie, Herr Berger, logisch denken können, so müssen Sie doch zugeben, daß es nur eine WAHRHEIT geben kann. Jede andere "Wahrheit", die als Religion angepriesen wird, ist eine Pseudoreligion. Sagen Sie mir bitte, welche Religion auf der Erde, Ihrer Meinung nach, ohne Irrtum ist? - Wo gibt es bei Ihnen eine Religion ohne falsche Auslegungen, ohne falsche Dogmen und Analogien? - Was also berechtigt zu einem absolut blinden Glauben?" 


Martin hüllte sich in Schweigen, um seine innere Angespanntheit zu verbergen. Wie sollte er sich auch verteidigen? Die SANTINER hatten ja recht und sie wußten außerdem genau, was auf der Erde geschieht. Martin konnte nicht begreifen, warum sie überhaupt noch Fragen an ihn stellten. SO SHIIN zeigte eine ausgesprochene Gelassenheit und machte mit seinem rechten Arm eine ausladende Bewegung:
Zitat :
"Ein Glück, daß wir eine Bibel zur Hand haben. Das Alte Testament ist sehr aufschlußreich und hat Gültigkeit für das Volk Israel, aber auch für die Christen. Ja, selbst der Islam ist durch das Alte Testament beeinflußt worden. Von den vielen Sekten auf Erden will ich gar nicht reden. - Betrachten wir einmal die Verhaltensweise der Juden. Sie nennen sich das "auserwählte Volk GOTTES". Sie sehen, Herr Berger, daß hier ein gewaltiger Irrtum vorliegt, denn die Juden haben nicht mit GOTT gesprochen, sondern mit uns, den SANTINERN.
Ich weiß, daß wir keiner Religion auf der Terra so recht schmecken. Wir haben das Volk Israel nicht in ein neues Land geführt, sondern sie nur dahin begleitet. Das ist ein großer Unterschied! Wir haben auch kein Land verschenkt. Wie sollten wir, da es uns sowieso nicht gehörte. Wir haben unseren eigenen Heimatstern. Wo ist da die Demut vor dem GROSSEN PLANER, den Sie "GOTT" nennen? Es ist der Irrtum einer Religion, der GOTT zu einem "Vater" macht, der Bonbons an seine Kinder verteilt, damit sie artig sein sollen. Nun sind bereits ein paar tausend Jahre seit dieser Zeit vergangen und trotzdem ist dieser Irrtum noch immer ein gefährlicher Zankapfel, mit blutigen Folgen.

  • GOTT macht keine Unterschiede zwischen den Menschen, schon gar nicht zwischen den Rassen!

    GOTT als Rassisten hinzustellen, ist heller Wahnsinn und eine Unverschämtheit sondergleichen. Vor GOTT sind wir Menschen alle gleich, und wenn GOTT uns etwas schenkt, so ist es allein SEINE LIEBE." 
      


"Die Bibel berichtet auch, daß die Juden bei ihrem Auszug aus Ägypten trockenen Fußes durch das Meer geführt wurden. Außerdem wurden ihre Verfolger vernichtet. Entweder ist das menschliche Phantasie oder tatsächlich ein Wunder GOTTES", sagte Martin. 

Zitat :
"Es war nicht die Absicht, daß man daraus ein göttliches Wunder machte, das nicht geglaubt wird und ganze Religionen in Verruf bringt. - Unser Mutterschiff fuhr den Juden voraus. Hin und wieder leuchtete dieses Schiff in allen Farben auf. Da es aber manchmal die Umrisse erkennen ließ, waren die Juden davon überzeugt, daß GOTT in SEINEM schwebenden PALAST vor ihnen herfuhr, um ihnen den richtigen Weg zu zeigen. - Der damalige Geschichtsschreiber wußte keine andere Bezeichnung als "Feuersäule" oder "Feuerwolke". GOTT sitzt aber nicht in einer "Feuersäule" und auch nicht in einer "Wolke".

  • GOTT ist gestaltlos. GOTT ist das UNIVERSELLE ZENTRALBEWUSSTSEIN der gesamten Natur.

    Als die Juden an das Meer kamen, waren sie in großer Bedrängnis, weil sie wußten, daß sie verfolgt wurden. Sie wußten, wie ungeheuer brutal und unmenschlich die Grausamkeit der Ägypter war. Sie fielen auf die Knie und beteten verzweifelt zu GOTT, daß ER ein Wunder zu ihrer Rettung geschehen lassen möge.
    Wir hatten Mitleid und vollbrachten das Wunder. Das Raumschiff mit seinen kleinen Begleitschiffen fuhr über das Wasser und schaltete die Antigravitation ein. Durch die gewaltige Gegenkraft wurde das Wasser so verdrängt, daß die Juden einen Durchgang durch das Meer bekamen. Als aber die ägyptischen Verfolger in die Kraft der Antigravitation gerieten, wurden sie über den Haufen gewirbelt, vernichtet und zerstört. Dasselbe wiederholte sich am Jordan. Wir drückten damals mit Hilfe der Antigravitationskraft das Wasser des Jordans bergauf, so daß die Strömung aufhörte.
    Die Juden hatten damals keine Ahnung von außerirdischer Raumfahrt. Wie sollten sie diese Phänomene deuten, für die es kein Beispiel gab? - Wenn Sie, Herr Berger, zur Erde zurückkommen, wird es Ihre heilige Pflicht sein, das alles zu berichtigen."   


"Ja, das leuchtet mir ein", sagte Martin. "An anderer Stelle in der Bibel heißt es, daß die Juden am Verhungern waren. Im 2. Buch Mose, 16 steht: 'Und als der Tau weg war, siehe, da lag´s in der Wüste rund und klein wie der Reif auf dem Lande. Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Man hu, was ist das? Mose aber sprach zu ihnen: Es ist das Brot, das euch der Herr zu essen gegeben hat.'"
Zitat :
"Ganz recht, so war es", antwortete SO SHIIN. "Das gleiche Brot, das die Kinder gegessen hatten und das ihnen so gut geschmeckt hatte, weil sie am Verhungern waren, fällt auch heute noch vom Himmel, wenn ein Raumschiff aufkreuzt (-2-). Dieses angebliche Himmelsbrot enthält einen ähnlichen Stoff, wie das Eiweiß. Es ist in der Lage, den größten Hunger zu stillen, besitzt aber nur wenig Nährwert. Sie wissen, daß wir durch Atomgruppierungen Lebensmittel erzeugen können. Der "liebe Gott" wirft kein Brot vom Himmel."
SO SHIIN fuhr fort:
Zitat :
"Ich will Ihnen noch mehr verraten: Nachdem die Juden nach unseren Anweisungen einen behelfsmäßigen Tempel gebaut hatten, schwebte unser Raumschiff über dieser Hütte, allerdings in beachtlicher Höhe. Die Juden konnten sehen, daß der wolkenartige "Palast" genau über der Hütte stand, wenn Mose mit dem Kommandanten, den er für GOTT hielt, reden wollte. Das konnte jeder hören, weil die Stimme des Kommandanten über einen Verstärker geschaltet war. Aus Sicht der Juden konnte die Donnerstimme nur von "GOTT" sein.
Weil Mose dem Mutterschiff oft zu nahe gekommen war, erlitt er beachtliche Verbrennungen im Gesicht und an den Händen. Die Bibel berichtet, weil er "GOTT" geschaut habe, sei sein Angesicht verklärt worden. Später trug er eine Maske vor dem Gesicht, damit die Haut nicht weiter verbrenne."
"Das sehe ich ein", sagte Martin tief bewegt. "Die falschen Berichte haben dazu geführt, die Völker aufzuhetzen und einen beispiellosen, religiösen Fanatismus zu entfachen, der zu den grausamsten Auseinandersetzungen geführt hat und leider auch noch führt. Falsche Religion spaltete die Völker und Rassen, die sich als Religionsersatz eine ebenso falsche Politik machten. SO SHIIN nahm die vor ihm liegende Bibel zur Hand und sagte: 

Zitat :
"Hier haben wir eine historische Aufzeichnung des Geschehens. Es heißt:
'Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg, und die Herrlichkeit des Herrn wohnte auf dem Berge Sinai und deckte ihn mit der Wolke sechs Tage und er rief Mose am siebten Tage aus der Wolke. – Und das Ansehen der Herrlichkeit des Herrn war wie ein verzehrendes Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel. Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg und blieb dort vierzig Tage und vierzig Nächte, ohne Wasser und ohne Brot.' –
Verlangt Ihr Erdenmenschen einen noch besseren Beweis, daß Mose als Gast in einem Raumschiff gewesen ist?"
Martin hatte erfaßt, daß die Religionen der Erde nicht der WAHRHEIT entsprachen, auch wenn sie mit großem Fanatismus gelehrt wurden. Es war ihm sichtlich unangenehm, daß darüber weiter geredet wurde.
Zitat :
"Die biblische Wolke ist nur eine vergleichsweise Darstellung eines Raumschiffes dieser Art", erklärte SO SHIIN weiter. "Sie werden zugeben müssen, Herr Berger, daß diese Bibelstelle, nähme man sie wörtlich, absoluten Unsinn darstellt.

  • Trotz aller göttlichen Wunder ist es unmöglich, daß ein Erdenmensch ohne Wasser und Brot vierzig Tage und Nächte im eiskalten Nebel einer Wolke zubringt, um GOTT zu besuchen.

    Die irdische Jugend ist nicht willens, diesen Unsinn so hinzunehmen. Daher der Atheismus! - Ebenso könnten wir jetzt sagen, daß Sie, Herr Berger, sich in einer Wolke befinden. Auch Sie werden etwa einen Monat lang unser Gast sein, denn wir legen großen Wert darauf, Sie richtig zu belehren. Wir setzen unsere Hoffnungen auf Ihre Berichterstattung. Aber schreiben Sie nicht, daß Sie bei GOTT in einer Wolke waren!  
  • Der Bau eines Raumschiffes, welches das All durchreist und von Stern zu Stern fliegt, war für die damaligen Menschen unbekannt und nicht zu begreifen. Selbst heute ist diese Tatsache noch für viele Menschen der Erde nicht zu begreifen. Daher konnte damals ein solches Raumschiff nur als ein göttliches Phänomen gedeutet werden.

    Die genannte Bibelstelle ist recht primitiv und trotzdem hat sie für die Erdenmenschheit eine große Bedeutung gehabt. Weil aber die Menschheit der Erde heute wissenschaftlich und technisch besser informiert ist, zweifelt man diese Darstellung in der Bibel mit Recht an. Damit fällt der gesamte Inhalt der Bibel in sich zusammen, was der Atheismus sehr begrüßt. Ich sage Ihnen, Herr Berger:  



  • Der politische Atheismus auf der Terra ist eine Art Wahnsinn, der durch Unwissenheit genährt wird. Ohne INFORMATION kann nichts entstehen. Und jede INFORMATION braucht einen INFORMATOR, den wir den GROSSEN PLANER nennen.
    Seit vielen Jahrtausenden bemühen wir uns um die Läuterung der Erdenmenschheit. Aber diese Menschheit widersetzt sich mit allen Mitteln unserer gutgemeinten Hilfe. Wir haben die Gründe dafür jahrelang erforscht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen: 

  • Die Menschheit der Terra befindet sich in einer masochistischen Hörigkeit in den Händen des großen Ungeistes, der ein Feind des GROSSEN PLANERS ist, den Ihr 'Teufel' nennt.

    Eure Bibel enthält auch manche Prophezeiung, z. B.: 'Der Erlöser kommt in einer Wolke.' Ich sage dazu: Der Erlöser kommt in einem Raumschiff, das einer Wolke ähnelt, weil es fliegt. In dieser Erlöserwolke befinden Sie sich zur Zeit. Sie sind der Mittler, den wir benutzen müssen, um die Erlösung durch die WAHRHEIT vorzubereiten.

Zitat :
Sie werden es auf der Erde sehr schwer haben, Herr Berger, weil man Sie von allen Seiten angreifen wird. Man wird Sie verspotten, den Stab über Sie brechen und Sie für total verrückt erklären. Doch die Logik wird Ihnen beistehen, dessen sind wir sicher.
Viele Menschen haben sich schon über diese Prophezeiungen Gedanken gemacht und viel gemutmaßt. Man dachte an eine apokalyptische Besetzung der Terra. Das ist ein Irrtum! Wir kommen als Lehrer und wir haben die heilige MISSION, die Erdenmenschheit aufzuklären, damit dieser schöne Stern seinen wahren Zweck erfüllt.
Noch nie haben wir diesen Stern so eingehend studiert und erforscht, wie es momentan der Fall ist. Wenn Eure Machthaber und Führer nicht eine gewisse Scheu vor uns hätten, wäre die Riesenkatastrophe schon längst über Euch hereingebrochen. 

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BeitragThema: Re: Giganten im All - Teil 1   2017-06-03, 19:57

10.0 Die MACHT der SANTINER


SO SHIIN klappte die Bibel zu und sagte zu Martin: 


Zitat :
Sie, Herr Berger, sind unser neubiblischer Lot. An Ihnen liegt es, die Terra vor dem Untergang zu retten. Sie sind mit dem ERLÖSER konfrontiert. Schauen Sie sich unseren Kommandanten ASHTAR SHERAN an. Wissen Sie, was das Wort 'SHERAN' bedeutet?"
Martin schüttelte den Kopf.
Zitat :
"'SHERAN' heißt nicht nur Raumschiffkommandant, sondern zugleich Erlöser, Retter, Weltenlehrer, Professor, Priester und Stellvertreter GOTTES."
Martin zuckte zusammen. Er war zutiefst erschüttert. Ein heiliger Schauer erfaßte ihn bei diesen Worten. SO SHIIN sprach unbeirrt weiter:
Zitat :
"Was wir erfahren haben, ist schrecklich: Ihr Menschen lebt nicht nach den überbrachten GESETZEN, sondern nach den Hirngespinsten eurer eingebildeten Philosophen, die keine Ahnung von GOTT, SEINEN WERKEN und SEINEN MÖGLICHKEITEN haben."
ASHTAR SHERAN räusperte sich und sagte:
Zitat :
"Man hat mir unterstellt, daß ich bereit sei, jede Gewalt anzuwenden, um die Gottlosigkeit und Tyrannei auf dieser Terra auszurotten. Ich bin der Überzeugung, daß es möglich sein muß, dieser Gewaltanwendung aus dem Wege zu gehen. Im Grunde genommen seid Ihr gar nicht so schlecht, sondern nur unfaßbar schlecht unterrichtet und völlig falsch programmiert. Darum setze ich alles daran, euch aufzuklären und eine Invasionslandung soweit aufzuschieben, bis ich davon überzeugt bin, daß diese Massenlandung kein absolutes Chaos auf dieser Terra anrichtet. Das wird dann der Fall sein, wenn ihr gelernt habt, uns besser zu verstehen. Das aber wäre für euch die richtige Lösung.
Doch sollte es so kommen, wie es in Ägypten passiert ist, daß unsere Hilfe angegriffen wird, so stürzen sich jene Verfolger genauso ins Unglück – und es wird dann ein weit größeres Hiroshima geben, als Eure Phantasie es sich ausmalen kann. Wir hoffen und beten, daß wir nicht töten müssen.

  • Eure Bibel sollte eigentlich ein heiliges Buch sein. Was ist sie in Wirklichkeit? Ein Kriegserfahrungsbericht des Altertums! - Macht endlich Schluß mit diesem religiösen Unsinn, der die Menschen immer weiter ins Unglück stürzt!"

Martin überlegte fieberhaft. Was konnte er nur darauf erwidern? - Sollte er alles so hinnehmen? - "Die Menschheit ist waffentechnisch unglaublich gut gerüstet", wandte er ein, "wenn ein Raumschiff zur Erde kommt oder eine Invasion stattfindet, wird man Euch mit einem Hagel von Atomwaffen empfangen. Sollte man Euch als Feinde betrachten, ist solch ein Verhalten absolut sicher. Und Ihr seid Feinde, weil Ihr gegen die Führerschaften der Erde seid." - ASHTAR SHERAN lächelte überlegen und machte eine dämpfende Handbewegung, als er sagte:
Zitat :
"Nun, mein Freund, das sehe ich mit anderen Augen. Wir haben Mittel, die Eure Waffen gar nicht erst zur Anwendung kommen lassen. Daher haben wir nichts zu befürchten. Wir sind die Giganten des Alls. Das Unglück kann nur Euch treffen.
Schauen wir noch einmal in Eure merkwürdige Schrift. Da heißt es, daß Lot von zwei Engeln aufgesucht wurde. In Wirklichkeit handelte es sich um zwei SANTINER. Da Lot sie aber für Engel hielt, wurden sie von ihm höflich begrüßt. Doch das Volk, das charakterlich nicht anders war, als es heute auf der ganzen Terra der Fall ist, lästerte über die Schönheit dieser SANTINER. Sie forderten die Auslieferung mit dem Begehren, sich homosexuell und sadistisch an ihnen zu vergehen, so wie sie es gewöhnt waren. Da machten unsere Vorfahren von ihrer lähmenden Waffe Gebrauch. Sie richteten U-Strahlen gegen ihre Feinde und paralysierten sie augenblicklich, so daß sie unfähig waren, ihr Vorhaben auszuführen.
Diese U-Strahlen können in einem solchen Umfang angewendet werden, daß sie eine ganze Armee lähmen. Das klingt unglaublich, aber es ist wahr. In der Bibel heißt es: 'Die Leute vor der Haustüre aber schlugen sie mit Blindheit, klein und groß, so daß sie sich umsonst abmühten, die Türe zu finden'.

  • Die Zerstörung von Sodom und Gomorrha geschah durch niedriges Überfliegen. Die Antigravitation machte die Städte dem Erdboden gleich. Das Feuer, das man sah, war das Leuchten des Raumschiffes, trotzdem zerfiel alles zu Asche.

"Zur damaligen Zeit hatte man geglaubt, daß GOTT diese Strafe vollzogen hätte", sagte Martin.
Zitat :
"Ja, so ist es. Aber GOTT ist kein Rächer! Unsere Vorfahren - sehr gut möglich, daß wir es selbst waren – griffen ein, weil sie zutiefst empört waren. Sodom und Gomorrha waren nur kleine Orte, mit wenigen Menschen. Heute gibt es ein Sodom, das Milliarden Menschen beherbergt, die nicht besser sind. - Was sollen wir also Ihrer Meinung nach tun?"
Auf diese Frage wußte Martin keine Antwort und erkannte, wie schlimm die Situation auf Erden war. Das alles war hauptsächlich die Schuld einer völlig verdrehten Lehre, die nichts, aber auch gar nichts mit GOTT zu tun hatte. Der wirkliche GOTT stand über allen diesen Irrtümern.
Plötzlich ertönte ein Posaunenton, der das ganze Schiff erschütterte. ASHTAR SHERAN horchte auf und sagte: 


Zitat :
"Wir müssen die Konferenz leider unterbrechen. Unser Schiff steht still."
Ein Teilnehmer der Sitzung eilte hinaus. Martin verspürte eine innere Unruhe, denn alle Anwesenden waren sichtlich erregt. Der hinausgeeilte Sitzungsteilnehmer kam zurück und sprach ein paar unverständliche Sätze zu ASHTAR SHERAN. Dieser wandte sich an Martin mit den Worten:
Zitat :
"Keine Angst, mein Erdenbruder. Wir haben einen technischen Ausfall. Ein Stabilisierungsgerät ist außer Betrieb. Wir können uns aber durch Teleportation Ersatz beschaffen und das dauert nicht lange."
ASTHAR SHERAN wandte sich an einen der anwesenden SANTINER:
Zitat :
"Wir peilen den Jupitermond an, den man auf der Terra 'Ganymed' nennt. Auf diesem Trabanten befindet sich eine Raumstation, auf der sich alles Nötige befindet. Ich habe in Ihrer Sprache gesprochen, Herr Berger, damit auch Sie mich verstehen."
Alle Anwesenden erhoben sich und verließen den schönen Raum. SHINUN faßte Martin am Arm und sagte:
Zitat :
"Kommen Sie mit, ich will Ihnen etwas zeigen. Sie sind doch an Wundern interessiert. Wir gehen jetzt in den 'Magie-Raum', dort wird das nötige Ersatzteil besorgt."
Wieder schritten sie den Gang entlang und benutzten dann den Lift, der sie bis in das oberste Stockwerk des Raumschiffes brachte. Vor einer blauen Tür machten sie halt. SHINUN drehte sich zu Martin um und sagte:
Zitat :
"Magie ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck. Aber es gibt Dinge, die auf der Terra noch völlig unbekannt sind. Jeder andere Weg wäre zwecklos und würde zu lange dauern. Durch Teleportation erhalten wir das Ersatzteil sofort, auch wenn die Entfernung noch so groß ist. Können Sie sich das vorstellen?"

_________________
Als ich geboren wurde, haben alle gelacht,
ich aber habe geweint;
wenn wieder gehe, werden alle weinen,
ich aber werde lachen
smilie 


Der Teufel hat die Hand im Spiel
aber Gott hat das Spiel in der Hand
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