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 Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt

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Elisa
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Chinesische Tierkreiszeichen : Drache
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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 14:40

Professor Gustav Rosebär kam in den Besitz eines uralten Dokumentes. Es ist der "Schlüssel zu Atlantis". Die verblüffende Entdeckung beginnt in Ägypten, tief unter der Sphinx in geheimnisvollen Räumen.
                   
 
Das Erbe von Atlantis

                    
Der Professor saß schon eine geraume Zeit auf der Klosterterrasse, bevor die anderen kamen. Sie begrüßten sich und dann gingen sie gemeinsam in Richtung Sphinx.
Unterwegs unterhielten sie sich über den gestrigen Abend. Dann endlich sahen sie in der Ferne die Umrisse der Sphinx.
"Es ist, Gott sei Dank, nicht mehr weit bis zu unserem Ziel", meinte Wigo. "Mir ist schon ziemlich warm geworden und dann dieser Durst."
"Trink einfach nichts mehr, bis wir angekommen sind", riet der Professor. "Sonst hast du unseren ganzen Vorrat noch ausgetrunken, bevor wir einen Schluck nötig haben", grinste er.
Endlich waren sie angekommen und Rosa sagte: "Wir wollen keine Zeit verlieren und uns an den Abstieg wagen."
"An den Abstieg?", fragte Krister ungläubig, "...und das hier und jetzt?"
"Überraschung!", rief der Professor übermütig und griff in seinen Rucksack, um ein vergilbtes Papier umständlich herauszuholen, das er dann für alle gut sichtbar hoch hielt.
"Dies hier, meine Lieben, ist der Schlüssel zu Atlantis!", triumphierte er lachend.
"Meinte Harald das, als er dich so eingehend nach unserer heutigen Expedition fragte?"
"Nein, Luna. Das meinte er nicht, hihi. Er dachte an die Legende, das unter der Sphinx eine verschollene Bibliothek sei, eine Art Museum, angelegt damals von den Atlantiern.
Hol mal den Spaten raus Wigo, damit ich den Mechanismus freilegen kann."
Wigo setzte den Spaten einige mal an, bis der Professor rief, daß es ausreiche. Dann wühlte er mit beiden Händen im Wüstensand und plötzlich bewegte sich eine Löwenpfote nach rechts und eine Treppe kam zum Vorschein, die nach unten führte. Staunend und stumm vor Verblüffung standen sie da. Aber ehe sie sich wieder gefaßt hatten und auch nur einer einen Schritt nach unten tun konnte, schloß sich die Pfote wieder.
Der Professor drehte nochmals an diesem verborgenen Mechanismus, dann sprang er schnell auf und rief:
"Rasch, rasch, beeilt euch, damit wir alle hinein kommen!" Sie rannten zur Löwenpfote und eilten die Treppe hinunter. Dann blitzten ihre Taschenlampen auf und erleuchteten die Stufen, die vor ihnen lagen.  
"Das ist ja gewaltig!", rief Wigo, als er die Halle betrat.
"Und hier über uns liegt die Sphinx?", fragte er mehr an sich gerichtet...
"Ja, und hier geradeaus muß irgendwo die Tür zum Saal der großen Geheimnisse liegen", antwortete der Professor. Er trat an die Wand heran und tastete sie ab. Er legte seine Handfläche prüfend gegen die Wand und drückte gegen sie an . . . doch nichts rührte sich.
Krister trat hinzu, stellte sich an den Rand der Wand und leuchtete die Fuge aus. "Meinen Sie wirklich, Professor, daß sich hier ein Eingang befinden soll?"
"Ja, schauen Sie doch mal hier auf dieses Blatt!" Dabei hielt er die vergilbte Zeichnung an das Licht.
Krister nahm die Zeichnung aus seiner Hand und studierte sie eingehend. Er hielt sich zwei Finger an die Stirn, schaute auf und blickte dann den Professor an. Dann wurde er sehr nachdenklich und seine Finger glitten ihm langsam übers Gesicht hin zum Mund und er flüsterte dem Professor zu: "Wissen Sie, Professor, das hinter dieser Wand drei Tunnel liegen, die drei dahinter liegende Pyramiden verbinden?"
"Nein", sagte der Professor erstaunt und rutschte zu ihm rüber. Er warf einen Blick auf das Papier und Krister erklärte die Zeichen auf dem Blatt.
"Also wenn wir das vor einer Woche gewußt hätten . . . hätten Sie den Nobelpreis erhalten", meinte Rosa.
"Nicht ganz", erwiderte Krister, "aber so ungefähr."
"Ich sage Ihnen was, Krister, wenn wir den geheimen Saal des Tempels gefunden haben, und wenn sich unsere Wege später trennen, dann schenke ich Ihnen diese Zeichnung."
Krister schaute den Professor ungläubig an und erwiderte: "Das, mein Freund, würden sie wirklich tun?"
"Ja, das ist von jetzt ab so abgesprochen." Und er hielt ihm die Hand hin.
"Schlagen Sie ein Krister, dann ist das jetzt besiegelt."
Doch Krister wendete ein: "Wenn Sie die Zeichnung verkaufen würden, könnten Sie eine Menge Geld dafür bekommen und es wäre immer noch ein großer Gewinn für die Wissenschaften."
"Ja, ja, lieber Krister, das mag für andere stimmen. Aber ich bin überzeugt, daß Geben ein weit größerer Gewinn darstellt, als die Kraft des Geldes!"
"Gut, ich akzeptiere Ihre Auffassung und schlage ein!" Damit gab er Rosa einen kräftigen Händedruck, schaute ihm dankbar in die Augen.
"Ist schon in Ordnung", antwortete der Professor und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 14:42

Der geheime Saal

                   
"So wie ich das hier entziffere, ist der Tempel unter der Löwenpfote."
"Gut! Drehen wir um und gehen dorthin", meinte Rosa.
"Hier in diesem Abschnitt müßte es sein", erklärte Krister.
"Doch nirgends kann ich etwas sehen, das auf den kleinsten Mechanismus hinweist... aber hier muß es sein! Versteh’ ich nicht", sprach er gedankenverloren vor sich hin.
Inzwischen stand der Professor in der Mitte der Halle unter der Sphinx und rief Luna zu sich. Er hielt die Taschenlampe auf die Decke gerichtet und sagte zu ihr: "Findest du es nicht merkwürdig, daß da oben ein großer Skarabäus angebracht ist und sonst gibt es hier im ganzen Raum nicht eine einzige weitere Verzierung?"
"Jaaa", sagte sie gedehnt. "Und was meinst du, wie kommen wir da hinauf?"
"Wigo, Krister kommt doch mal her."
Sie kamen und der Professor wies mit dem Finger nach oben: "Was hälst du hiervon, Krister?"
"Interessant, sehr interessant! Ich bin dafür, wir bilden eine Pyramide und der oberste dreht am Skarabäus."
"Genau das, ja, genau das machen wir, Krister", sagte der Professor.
Die Pyramide war schnell gemacht und Luna stand oben auf den Schultern von Wigo und sagte in die Stille hinein: "Ich dreh den Käfer jetzt nach rechts."
Nichts passierte.
"Also, ich dreh ihn jetzt nach links."
Wieder passierte nichts.
"Vielleicht solltest du drehen und gleichzeitig ziehen", rief Rosa zu ihr hoch. Sie tat es, doch es geschah nichts.
"Es passiert einfach nichts, Rosa", rief Luna schon recht verzweifelt. "Was nun?"
"Komm wieder runter, wir sollten überlegen."
"Nimm den Kompaß, Rosa, damit wir sehen, wo genau Norden liegt", meinte Krister.
Der Professor holte sofort den Kompaß heraus, klappte den Deckel hoch und lotete den Norden aus.
"Hier ist Norden!"
"O.K.", rief Luna runter. "Ich verstehe schon." Dann drehte sie den Skarabäus gen Norden und die Wand unter der Sphinx-Pfote öffnete sich mit einem knarrenden Geräusch!
Luna war auf den Boden gesprungen und ging mit raschen Schritten als erste durch die Öffnung. Erstaunt und faszinierend blieb sie am Eingang stehen.
Zwölf Säulen zählte sie auf jeder Seite des Tempels. Zwischen den Säulen waren Schrifttafeln mit unbekannten Zeichen eingemeißelt.
Krister ging gleich zur ersten Tafel und berührte sie mit seinen Händen.
"Schaut mal an die Decke", rief Luna.
Alles schaute nach oben und sie sahen an der Decke in sich laufende, rot-gold-violette Streifen, hinunter und herauf laufen.
"Wie kann denn so was möglich sein?"
Staunend betrachteten sie dieses Farbenspiel an der Decke. Und dann schloß sich plötzlich unverhofft die Wand hinter ihnen!
Verdutzt schauten sie, wie auf Kommando, zur Wand, die sich völlig geschlossen hatte. Doch Krister hielt sich nicht lange damit auf und ging gezielt zur nächsten Tafel. Als er davor stand, leuchteten die Säulen links und rechts hell auf. " Das ist praktisch," murmelte er lächelnd vor sich hin.
"Was steht denn da?", fragte Wigo.
"Manches kann ich nicht lesen, so wie dieses hier." Seine Finger glitten über die Zeilen. Eine ganze Zeitlang sagte er nichts. Dann drehte er sich um und sagte zu Wigo:
"Nach den Aussagen dieser Tafel ist der heutige Verlauf des Nils nicht richtig."
"Und mehr steht da nicht?", fragte Wigo.
"Doch, es steht da noch viel mehr. Hol doch mal die anderen", befahl Krister und ging zur nächsten Schrifttafel. Die anderen kamen und stellten sich neben Krister.
"Hast du was interessantes entdeckt, Krister?", fragte der Professor.
"Ja, an der vorigen Tafel steht etwas recht aufschlußreiches", sagte er etwas geistesabwesend und betastete mit seinen Fingerspitzen die Schriftzeichen.
Gerade wollte er sich zu den anderen umdrehen als die Tafel beleuchtet wurde. Erstaunt drehte sich Krister wieder der Tafel zu und wartete auf ein Ereignis. Die Schrift bewegte sich. Wurde groß und dann wieder klein.
Erschrocken wich Krister einen Schritt von der Tafel zurück: "Wie ist das nur möglich?!"
Er drehte sich zu den anderen um und rief lachend mit der Hand auf die Tafel weisend: "Es steht auf schwedisch, es steht auf schwedisch, Professor!"
Der Professor trat an die Tafel und strich mit den Fingerspitzen ganz sanft über die Buchstaben, dann nickte er und sagte anerkennend: "Genial, einfach genial!"
Nach dem letzten Wort drehte er sich um und winkte Wigo zu sich: "Wigo, mein Guter, komm doch mal und stell dich hier vor die Tafel.
Ja, so! So stehst du genau richtig. Ich bin nämlich der Meinung, daß jeder, der den Wunsch hat, die Worte auf der Tafel lesen zu wollen, es auch kann! Konzentriere dich jetzt darauf, es lesen zu wollen, Wigo."
Wigo starrte auf die Tafel. Es sah so aus als wenn die Buchstaben durcheinander tanzten, doch dann nahm die Tafel nur eine glatte graue Farbe an.
Etwas ärgerlich über diesen Vorfall stupste der Professor Wigo an und rief ihm laut zu: "Nun wünsch’ es dir endlich", und nochmals etwas leiser: "Du mußt es dir aus tiefstem Herzen wünschen!"
"Ich, ich...", stammelte Wigo, "...ich kann es nicht!"
"Natürlich nicht", erwiderte der Professor, "du wirst es nie können. Heute nicht und morgen nicht und zu keiner Zeit. Solange du noch den alten Wigo mit dir rumschleppst, ihn fütterst und beschützest, wird er sich an dich hängen bis daß der Tod euch scheidet . . . und vielleicht das noch nicht mal", antwortete der Professor resigniert.
Rosa legte seine Hand auf Wigo’s Rücken und sagte dabei: "Stell’ dich zu Luna!"
Wigo drehte sich um und ging mit gesenktem Blick von der Tafel weg. Wigo war sich deutlich unbehaglich zumute.
"Krister", sagte der Professor laut, "ich bin dafür, daß du die deutsche Sprache wählst, wenn du dich wieder an die Tafel begibst, dann können wir alle mitlesen", und grinste Krister fröhlich an.
"Aber Professor! Nichts läßt sich so gut ablesen wie die eigene Muttersprache", erwiderte er und stellte sich vor der Tafel auf. Krister schloß seine Augen und konzentrierte sich. Alles wurde still.
Wigo stand inzwischen neben Luna. Die hatte ihren Arm um seine Schulter gelegt und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Er hatte immer noch seinen Kopf gesenkt, nickte aber jetzt ein paar Male und hob dann seinen Kopf und blickte auf die Wand, während sie immer noch auf ihn einsprach. Dann ergriff sie seine Hand und beide standen still nebeneinander.
"Krister, alter Freund, was ist mit Ihnen?"
"Das möchte ich auch mal wissen, Professor. Wie es aussieht, hat mich meine Kraft verlassen . . . oder war alles doch nur eine Illusion?"
"Keineswegs", erwiderte Rosa, "auf gar keinen Fall, mein Lieber, wir sind doch nicht verrückt geworden; dafür war die Zeit doch viel zu kurz", stellte er sichtlich nervös geworden fest.
"Wir sollten uns um einen Ausgang bemühen, das bringt uns sicherlich auf andere Gedanken", sagte er hastig und drehte sich um.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 14:44

Die belehrende Stimme

                   
"Komm Kriester, versuch’ es mal mit einer anderen Säule, hier sind ja noch genug."
Rosa und Krister gingen schon voraus als sie plötzlich eine Stimme hinter sich hörten, die sie nicht kannten.
Irritiert drehten sie sich zu dem Sprecher um und sahen sehr überrascht, daß es Wigo war, der plötzlich mit fremder Stimme redete: "Alle Pyramiden wurden zum Schutz der Amethysten gebaut, die wir hinterlassen haben, als wir diese Erde nach der großen Flut für einige Zeit verlassen mußten. Sie dienten uns damals nicht nur als Kommunikationszentrum, sondern auch als Heilzentrum.
Schon viele haben versucht, diese Edelsteine zu finden. Sie existieren! Einer von vielen ist hinter dieser Wand platziert, andere sind unter den Pyramiden eingelassen. Wir haben diese wertvollen Edelsteine vor der korrupten Priesterschaft verborgen gehalten, weil sie anfingen sich mit Schwarzer Magie zu beschäftigen. Es gab einmal 12 Pyramiden, die im Uhrzeigersinn angeordnet waren und viele tausend Jahre existierten. Die Sonnenstrahlen drangen durch die Amethyst-Steine hindurch und verbreiteten einen farbigen Glanz in den Pyramiden. Einmal wird die Zeit kommen und dann werden diese schönen und kraftvollen Heilsteine wieder zu ihrem ursprünglichen Zweck zurück finden!
Nichts ist euch von dem bekannt, worüber ich jetzt zu euch rede.
Die ersten Herrscher über Âgypten war eine Priesterklasse von Männern und Frauen, die sich ihrer heiligen Aufgaben bewußt waren. Sie standen mit hohen Geistwesen im direkten Kontakt und empfingen von ihnen Gesetze, die die Ägypter anwenden sollten, um zusammen leben zu können.
Ich spreche von jenem Ägypten, als es noch hohe Ideale besaß und edel regiert wurde.
Die Todesstrafe gab es in jenen Tagen nicht. Es wäre damals auch niemand auf den Gedanken gekommen, solch eine grausame Bestrafung zu fordern, weil jeder die Gesetze der Schöpfung genau kannte.
Als zehntausend Jahre verstrichen waren, wurde von korrupten Priestern das erste Königshaus sowie eine Religion gegründet, die sich Solar-Thai-Ah–Tep nannte. Sie praktizierten Hypnose und mißbrauchten diese Kraft, genauso wie den Anwendung der Magie. Dadurch entdeckten sie, wie man vom schwarzen Strahl Samanahs Gebrauch machen konnte und so benutzten sie auch diese Kraft für ihre üblen Ziele. Das Volk merkte davon nichts. Hauptsächlich wurde damals durch Furcht auf die Menschen eingewirkt. So wurden die Menschen nach und nach zu wehrlosen Opfern gemacht.
Wenn die Herrscher dieses Landes wichtige Entscheidungen zu treffen hatten, so hatten die Menschen darauf keinerlei Einfluß. Kommt euch das bekannt vor?"
"Was kannst Du uns über die Freimaurer erzählen? Ich habe gehört, daß sich diese Gruppe aus der Bibel ableitet", fragte Luna die Stimme.
"Während die Priester in damaliger Zeit alle Macht besaßen, hatten die Pharaonen überhaupt keinen Einfluß. Erst 100 Jahre später bot ein Pharao der Thai-Priesterschaft die Stirn und verjagte sie. Die Thai-Priester flohen über das rote Meer.
Kurz darauf kam es zu einer Gruppierung einer neuen Priesterschaft, die nicht so korrupt war wie die früheren, weil es unter ihnen Männer gab, die GOTT als den höchsten Herrscher anerkannten.
Diese neue Priesterschaft nannte sich: ’Die Maurer’. Euer Wort ’Freimaurer’ stammt hiervon ab", erzählte die Stimme.
"Ich habe noch eine Frage", sprach sie zu der Stimme: "Kannst du uns sagen, was die Geräusche im Atlantischen Ozean zu bedeuten haben, die man immer wieder hört? Schon viele Taucher haben dieses Phänomen gehört. Manche sagen, die Geräusche kämen von Bohrtürmen, die in der Nähe sind. Andere meinen, die tektonischen Platten würden sich verschieben. Was kannst du uns darüber sagen?"
"Denkt Ihr, Fische und andere Unterwassertiere würden miteinander nicht kommunizieren?", sprach die Stimme. Aber das zu denken entspringt wieder einmal der Arroganz vieler Journalisten. Manche Unterwassertiere singen sogar. Ihre Stimmen hören sich an wie Gitarren und Geigenklänge. Wieder andere klingen wie Kinderstimmen.
Die Meere sind verschmutzt, hinab bis an jeden Meeresboden. Auch ihre Bewohner haben darunter zu leiden. Sie kommen manchmal aus ihren Tiefen empor und schreien sich ihre Not aus der Seele und dann hört ihr sie als Töne, als rasselnde Ketten, knirschende oder wie klappernde Zähne, die aufeinander mahlen und schlagen. Manche Tiere geben unter Wasser Morsezeichen von sich, um mit Tieren aus anderen Meeren zu kommunizieren. Dann hört ihr rhythmische Klopftöne.
Die Menschen denken, sie können Öl und chemische Abfälle in die Meere kippen ohne an ihre Bewohner zu denken!
Glaubt ihr wirklich, daß die Meere nur von für euch eßbaren Wesen beherbergt werden? Die oberen Schichten sind leergefischt, doch wenn ihr euch weiter vorwagt, werdet ihr eine böse Überraschung erleben", mahnte die Stimme.
"Manche Wissenschaftler behaupten, daß unter der Sahara große Wasserbecken liegen und man bräuchte sie nur anzuzapfen -, stimmt das?", fragte Krister.
"Ja, das stimmt! Es liegt unter der Sahara in einer Tiefe von 1400 Metern ein See, der so groß wie Frankreich ist. Es gibt auch einen unterirdischen Fluß, der von Schweden bis zum Bodensee fließt."
"Gibt es in der Sonne einen Planeten?
Ich habe davon gehört", wandte sich Luna nochmals an die Stimme.
"Ja, so einen Planeten gibt es. Ihre Bewohner sind eigens dazu da, um dem Sonnengott zu dienen. Eine Parallele hierzu ist die Erde. Auch in ihrem Kern, der einen Diamanten darstellt, leben kleine Wesen zur Unterstützung der Erdseele. Die Sonnenflecken, die ihr auf der Sonne seht, sind große Landstriche und Städte."
"Das ist doch totaler Unsinn!", rief Krister dazwischen. "Die Oberflächentemperatur liegt bei fünftausend Grad Celsius, darauf kann nichts und niemand leben!"
"Für die Bewohner der Sonne haben diese Temperaturen keinen verzehrende Eigenschaften."
"Dann stimmt es also auch, daß manche großgeistige Menschen sich in Planeten inkarniert haben?", fragte Luna.
"Ja, das stimmt auch", antwortete die Stimme. "Es wird nun Zeit, Abschied zu nehmen. Stellt euch in einem Kreis auf. Wir wollen uns die Hände reichen und die Augen dabei schließen."
Sie taten es und die Stimme sagte laut: "Friede sei in uns allen!"

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 14:46

Das "Spiel mit den Atomen"

                    
Sekunden war es still. Jeder spürte eine Wärme, die von den Füßen aufwärts bis zu ihren Köpfen empor strahlte. Ein Lächeln breitete sich auf ihren Gesichtern aus. Luna öffnete als erste ihre Augen und sah gerade aus in die von Krister. Auch er lächelte sie an und sagte leise in die Stille hinein: "Ich habe vorhin etwas hochinteressantes auf dieser Tafel gelesen", und bei diesen Worten nickte er mit seinem Kopf zu der Tafel links hinter ihm. "So wie die Situation für uns hier unten aussieht", sprach er leise weiter, "müssen wir uns auf das Experiment einlassen."
"Welches Experiment, Krister?", fragte ihn nun der Professor, der nun seine Augen ebenfalls geöffnet hatte und Krister ansah.
"Ich erkläre euch hinterher alles, besser wäre es nun zu beginnen."
Alle nickten mit dem Kopf, auch Wigo, der inzwischen wie aus einer Trance die Augen aufgeschlagen hielt, als Krister ihnen kurz erklärte was er mit ihnen vor hatte.
Also stellten sie sich geschlossen in einem Kreis vor die hintere Wand.
"Vielleicht sollten wir einfach durch die Wand gehen?", sagte Wigo, "ich habe so was ähnliches schon mal im Fernsehen gesehen."
"Hast du?", antwortete Krister herablassend.
"Sie brauchen gar nicht so zu reden", sagte Wigo. "Es stimmt, was ich sage!"
"Natürlich Wigo, dann kannst du doch wenigstens schon mal deinen Arm durch die Wand stecken."
Wigo nahm seine Hand hoch, zögerte, schaute an die Decke und sah wie das pulsierende Licht auf seinen Handrücken fiel. Verwundert darüber legte er die Hand an die Wand und drückte sachte gegen sie. Und Unglaubliches geschah. Da drehte sich der Kreis der Anwesenden anfangs wenig, aber mit jeder Drehung immer schneller und schneller, bis es nur ein wirbelnder Lichtsog wurde der sich in Nichts auflöste.
"Sind wir jetzt auf der anderen Seite des Tempels?", wollte Wigo wissen.
"Ja, ich glaube", sagte Luna.
"Was war das für ein Spiel?"
"Ich nehme an, das ’Spiel mit den Atomen’", lächelte vielsagend der Professor. "Ich muß direkt mal kontrollieren, ob auch alles noch am selben Platz sitzt wie vorhin", schmunzelte er und dabei schaute er an sich hinunter und befühlte seinen Körper.
Krister war schon wieder weiter gegangen und rief die anderen zu sich. Als sie kamen, fragte er: "Eine kleine Reise gefällig?"
Als die anderen näher kamen, trauten sie ihren Augen nicht: Sie sahen ein großes, 12eckiges, kugelförmiges ’Ding’, das oben abgeflacht und durchsichtig war.
Krister hielt seine Hand zur Kuppel empor und sie öffnete sich. Zwölf komfortable Sitzplätze kamen zum Vorschein. Er stieg als erster ein. Die anderen folgten ihm beherzt. Dann erhob sich das Gefährt mit leichtem singenden Ton und schwirrte durch den Raum. Kurz darauf stand es abrupt still und schoß dann wie der Pfeil davon.
Im Innern der Kuppel flitzten Lichtstrahlen hin und her und die äußere Kugel wurde ultrablau, dann zerplatzte diese, und ein Stern, der ultraviolett aufleuchtete, flog durch jede Materie. 

Fortsetzung Folge 9                         

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 14:49

Mit der Ankunft in einer scheinbar menschenleeren Stadt beginnt für Wigo und Luna wohl das merkwürdigste Abenteuer. Fast zu spät bemerken sie, daß eine Rückkehr sich sehr schwierig gestalten wird..
                    
 
In einer fremden Stadt 

                   
Wigo hörte als erster das metallische Klicken. Es kam von irgendwo her. Er hob seine Hand hoch zur Kuppel und diese öffnete sich. Er stieg aus und schaute sich um: "Wau", sagte er staunend, "welch eine schöne Stadt!"
Die anderen waren auch ausgestiegen und bewunderten die Umgebung. Als letzter stieg Rosa aus der Kuppel. Er blickte zum Himmel empor und sagte: "Las Vegas!"
"Las Vegas, Professor?", wiederholte Krister. "Was soll das heißen?", rätselte er irritiert.
Der Professor gab ihm keine Antwort und ging still weiter. Krister war stehen geblieben und schaute nachdenklich zum Himmel empor. Dann ging er schnell weiter und holte die anderen ein und rief Rosa zu: "Warum gerade Las Vegas, Professor?"
"Warst du nie in Las Vegas, Krister?"
"Nein, Professor", rief dieser aus.
"Das ist aber schade, Krister. Denn sonst wüstest du wovon ich spreche." Er blieb stehen und rief dem Professor hinterher: "Warum dieses Rätselraten, Professor?"
Luna war an Kristers Seite getreten und sagte lächelnd: "Krister, der Professor meint, daß ihm diese Stadt hier an das Pseudo-Venedig in Las Vegas erinnert."
"Ach so", erwiderte er und lächelte sie dabei zärtlich an. Dann drehte er sich zu ihr um und sagte: "Endlich sind wir wieder mal allein, Luna." Er legte seine beiden Hände um ihre Taille und zog sie an sich. "Unter anderen Umständen würde ich dich jetzt küssen, Luna. Weißt du eigentlich, daß ich mich schwer in dich verliebt habe?"
Sie lächelte zurück und sagte, indem sie sich sanft aus seiner Umklammerung befreite: "Aber Krister, du verwechselst Liebe mit Schwärmerei."
"Nein, nein, bestimmt nicht Luna. Meinst du nicht, daß ich schon alt genug geworden bin um entscheiden zu können, ob ich dich liebe oder nur für dich schwärme? Meinst du nicht, ob ich das unterscheiden könnte?", wiederholte er nochmals seinen letzten Satz und streichelte ihr zärtlich über die Wange. "Oder ist es Wigo, der dein Herz schon erobert hat?"
Sie schwieg und er fragte zweifelnd: "Es ist also Wigo?"
"Ja und nein. Es ist nicht so einfach zu erklären, Krister, es hat alles einen tieferen Sinn. komm’, laß uns gehen. Schau, die anderen haben sich schon so weit von uns entfernt", sagte sie schnell und wollte ihn mit ihrer Hand mit sich ziehen. Doch er hielt sie fest und antwortete etwas trotzig: "Bitte Luna, so begreife doch, daß ich es jetzt wissen muß!"
"Krister, sei doch vernünftig und mach’ mir jetzt keine Szene."
Er ließ ihre Hand los und blieb einfach stehen während sie weiter ging. Dann drehte sie sich zu ihm um und verharrte in ihrem Schritt und ging wieder zu ihm zurück.
"Johann Wolfgang von Goethe widmete ein Gedicht der Charlotte von Stein", begann sie zu sprechen und griff zu seinen Händen, die sie zärtlich in den ihren hielt. Dann sprach sie weiter:
"Sag’ was will das Schicksal uns bereiten?
Sag’ wie band es uns so rein genau?
Ach, du warst in abgelebten Zeiten,
Meine Schwester oder meine Frau.

Kanntest jeden Zug in meinem Wesen.
Spähtest, wie die reinste Nerve klingt,
konntest mich mit einem Blicke lesen.
Den so schwer ein sterblich Aug’ durch dringt.

Und von allem dem schwebt ein Erinnern,
nur noch um das ungewisse Herz,
fühlt die alte Wahrheit ewig gleich im Innern.

Und der neue Zustand wird ihm Schmerz."
Ganz langsam löste Krister sich aus Luna’s Händen und strich ihr sanft über das Haar als er ihr antwortete:
"Waren unsere Wesen schon verflochten?
War es darum, das die Herzen pochten?
Waren wir im Strahl’ erloschener Sonnen,
in den Tagen lang verrauschter Wonnen,
schon in eins verronnen?"

Noch immer schaute er sie sanft an und blickte ihr mit inniger Liebe in die Augen, als er weiter sprach: "Ja, wir waren’s. Innig mir verbunden warst du in Äonen, die verschwunden."
Und er führte bei diesen Worten ihre Hand an seine Lippen und küsste sie innig, und er sprach leise weiter und schaute ihr dabei tief in die Augen: "Meine Muse sah es auf der trüben Tafel der Vergangenheit geschrieben: Eins mit deinem Leben."
Krister schaute ihr immer noch in die Augen und schwieg dabei. Dann lösten sich zwei Tränen aus Lunas Augen und rollten ihr die Wangen hinunter. Ein verhaltenes Räuspern ließ Krister seinen Kopf nach rechts wenden.
"Entschuldige Krister, daß ich störe, aber wir müssen zusammen bleiben", sagte der Professor und drehte sich um und ging langsam davon.
Krister hatte sich wieder Luna zugewandt und flüsterte: "Kleine Prinzessin, im hohen Norden wartet ein Prinz auf dich, der dich heimführen will. Du brauchst ihn nur zu rufen und er wird da sein."
Er nahm sein Taschentuch und wischte ihr die Tränen fort. Dann lächelte er Luna an, nahm ihre Hand und zog sie mit sich fort.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 14:50

Fürst Arras von Eridanus

                    
"Sagt mal", fragte der Professor die anderen, "habt ihr schon mal eine so menschenleere Stadt gesehen?"
"Du vergißt", erwiderte ihm Wigo, "daß es schon dunkel hier draußen ist. Da sitzen die bestimmt alle am Tisch und essen oder sehen fern."
Kaum hatte er den Satz ausgesprochen, hörten sie Sirenen heulen. Aus allen Hauseingängen strömten plötzlich Menschen heraus und versammelten sich auf dem Marktplatz.
"Ich denke mal, wir schließen uns ihnen an", meinte der Professor, "dann werden wir am schnellsten gewahr, wo wir uns hier eigentlich befinden."
Und so tauchten sie in der Menschenmasse unter.
"Seht mal, dahinten blinkt ein Stern auf und ab."
"Das sind bestimmt Positionslichter von einem Linienflugzeug", erklärte Wigo.
"Ja, glaube ich auch", erwiderte Luna. "Da hinten ist nochmals eines."
"Hier scheint ein ganzes Nest zu sein", kicherte der Professor.
"Und was meint ihr, was das da ist?", rief Wigo aus, und zeigte mit seinem Finger nach links.
Luna und Rosa schauten wie gebannt dorthin, wo Wigo hinzeigte. Ein Licht, das immer größer wurde, kam auf sie zu.
"Das ist bestimmt ein Helikopter mit Suchscheinwerfer", sagte der Professor. "Na so was, jetzt haben sie das Licht ausgeknipst. Wo der wohl abgeblieben ist?"
Dann hörten sie ein sirrendes Geräusch über sich. Sie hoben ihren Kopf wie auf Kommando hoch und goldenes Licht strahlte über ihre Gesichter. Sie lächelten dem Licht entgegen und schon wurden sie emporgehoben.
"Einfacher geht’s nun wirklich nicht mehr", wunderte sich der Professor.
"Also, dann setzen wir uns einfach mal hin."
Als jeder auf seinen Platz saß umhüllte eine hellgrüne Lichtsäule sie und eine Frauenstimme sagte leise: "Willkommen an Bord unseres Raumgleiters, Fürst Arras!"
Der Professor schaute von einem zum anderen und fragte: "Fürst Arras? Wer sollte das von uns sein?"
Krister und Luna zuckten mit ihren Schultern und schüttelten ihre Köpfe. "Ich weiß es auch nicht", fügte Luna verlegen an.
"Was ist denn mit Wigo? Der schläft ja?", sagte der Professor zu Luna und im selben Moment nahm er seine Hand und stupste Wigo an.
Langsam hob Wigo seinen Kopf und schaute zu Rosa.
"Mein Gott, was ist mit deinen Augen passiert Wigo?", rief der Professor entsetzt aus.
"Was ist denn mit Wigos Augen", fragte Luna und beugte sich neugierig zu ihm hin. Sie starrte ihn nur an und sagte kein Wort.
"Der Nordpol! Seht mal", rief Krister aus, "das ist der Nordpol da unten."
Krister und Luna schauten beide durch die Raumwand und sahen, wie die Scheibe durch die Eisdecke fegte, geradeso als würde man flache Steine über das Wasser werfen.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 14:52

Schatten der Unterwelt

Luna, Krister und der Professor saßen in einen großen Raum und schauten in eine wunderschöne Parkanlage.
"Ich hoffe doch nicht, daß die, die da draußen jetzt rumlaufen, uns sehen können?"
"Nun, das denke ich nicht, Rosa", sagte Luna lächelnd.
Plötzlich stand eine junge hübsche schwarzhaarige Frau im Raum.
"Huch", stieß der Professor erschrocken aus, "wo kommt diese Dame denn so plötzlich her, Luna?"
Sie kam auf die drei zu und zeigte ihnen einen kleinen durchsichtigen Kasten. "Legen Sie ihren rechten Zeigefinger auf die Glasplatte."
Luna tat so, wie ihr gesagt wurde und Rosa und Krister taten dasselbe nach ihr.
"Wenn Sie dann ihren Finger auf rote Lichtpunkte innerhalb unserer Station legen, dann werden sie schon sehen, welche Räume sie betreten dürfen und welche nicht", erklärte sie und ging an die gegenüberliegende Wand, legte ihren Finger auf einen roten Knopf und sogleich gingen an den Wänden Bildschirme auf.
"Gnädigste", begann der Professor ein Gespräch mit der hübschen Schwarzhaarigen, "ich vermisse unseren Freund Wigo. Erweisen Sie uns doch bitte die Ehre und erzählen Sie uns, wo er sich derzeit aufhält?"
Bei diesen Worten strahlte er sie mit dem schönsten Lächeln an.
Sie erwiderte lediglich sein Lächeln, machte auf dem Absatz kehrt und verschwand durch die Wand.
"Sehr gesprächig ist die Dame nun gerade nicht", sagte der Professor zu Luna. Sie nahm ihn beim Arm und meinte: "Wir werden es bestimmt noch erfahren, also sehen wir uns doch die Stadt und ihre Leute an.
Vereinzelt sah man Frauen, Männer und Kinder, die emsig in Hochhäuser mit spitzen Dächern gingen und andere die herauskamen.
"Irgendwie sieht das hier alles unwirklich aus", meinte Rosa nachdenklich. "Alles ist irgendwie so stocksteif, nicht wirklich!"
Dann hörten sie wieder den heulenden Sirenenton und auf der einen Bildwand erläuterte jemand, daß es nun Zeit wäre, in den Regenbogensaal zu kommen.
"Am besten ist", sagte Rosa, "wir gehen einfach nach draußen und schließen uns den Leuten an."
"Das wir durch die Wand gehen können, das finde ich äußerst praktisch", sagte er und dann gingen sie schon mit der Menge mit.
Kleine Schwebebahnen kamen heran und diese wurden von Reisenden besetzt und so ging es weiter wie am laufenden Band, bis jeder weggefahren war.
Gehalten wurde an einem breiten goldenen Tor. Die Menschen strömten hindurch und es gab keine Drängeleien.
Sie betraten eine sehr große Halle. Die Decke der Halle sah wie eine Kuppel aus und war ganz golden. Rundum den Wänden waren Skulpturen von Drachenköpfen. Aus ihren Rachen flossen unentwegt rote Lichtstrahlen. Der Fußboden hatte das Muster eines Hufeisens und die Öffnung war nach unten gerichtet. Auf der Rundung des Hufeisens lag ein Regenbogen.
Einige Männer und Frauen kamen herein und setzten sich auf den Regenbogen nieder, andere blieben hinter den sitzenden Männern und Frauen stehen.
"Ich sehe die häßlichen Grauen", flüsterte der Professor Luna ins Ohr. "Und die Riesen sind auch mit von der Party. Oh Gott, was ist das? Luna, kann ich meinen Augen trauen?"
Der Professor nahm seine Hände und legte sein Gesicht hinein. Langsam zog er seine Hände übers Gesicht bis seine Augen wieder frei waren. Neben sich hörte er Luna sagen: "Es ist keine Fata Morgana, Rosa. Du siehst tatsächlich Wigo!"
"Oh, oh, oh", stotterte der Professor leise.
Und wieder heulte die Sirene durchdringend und ihr Ton schwoll auf und ab. Ein junger Mann mit blonden wehenden Haaren und einer schwarzen Halskette, an der ein weißer Totenkopf baumelte, trat hervor und stellte sich in die untere Öffnung. Auf seinem Kopf trug er eine hochgestellte Kappe, aus der Lichtblitze kamen. In seiner rechten Hand hielt er einen langen goldenen Stab auf deren Ende ein Drache saß. Sein Mantel war tiefrot und schwarze Herzen waren auf ihm abgebildet.
So trat er vor die Männer und Frauen, die auf dem Regenbogen saßen. Er sprach mit lauter Stimme in die Menge hinein:
"Einer unserer Fürsten ist aus dem oberen Reich Erde zu uns zurückgekehrt. Lange haben wir auf diesen Moment warten müssen." Dann drehte er sich um und verbeugte sich tief zu dem mittleren Mann, der auf dem Bogen saß, und sagte:
"Fürst Arras, Sohn und Herrscher über Eridanus. Meine Augen sehen Fremde. Sind es Gäste, die nur eine Weile bleiben um uns zu erfreuen oder sind es Freunde, die bleiben werden?"
Der Angesprochene erhob sich und sagte: "Orgis, weiser Mann meines Volkes. Die, die deine Augen sehen, sind aus freier Entscheidung hier und am Ende von 3 Zisternen werden sie sich entschieden haben, ob sie in ihre Welt zurückkehren wollen oder als Freunde bleiben. Bis dahin werden sie mit kleinen Einschränkungen sich hier unten frei bewegen dürfen."
Orgis indes drehte sich zur Menge um und wies mit seinem Stab auf Luna, Krister und Rosa: "Ihr Fremden, erhebt euch von euren Sitzen!"
Luna, Krister und der Professor erhoben sich.
Die Sirene erschallte wieder und brachte nur ein Signalton hervor. Die Menge erhob sich und ging nach draußen.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 14:55

"Ach, was seit ihr doch kleingeistig..."

                   
Orgis rief Luna, Krister und Rosa zu sich und er dirigierte sie mit seinem Stock in die Mitte neben sich. Dann erhoben sich die Männer und Frauen auf dem Regenbogen und die dahinterstehenden ebenso und gingen geschlossen aus der Halle. Nur Fürst Arras blieb zurück erhob sich und sagte:
"Wo wir uns hier befinden ist weder Atlantis noch eine technische Unterwasserstadt. Wir befinden uns einfach unter dem Eis in einem Raumschiff, das gleichzeitig auch ein Labor ist.
Wir sind keine dem Untergang geweihte Spezies, wie man von uns so gern erzählt, sondern wir sind Engel der Finsternis, ja wir gehören zum Fürsten der Unterwelt, zu Luzifer. Und ich kann mit Stolz sagen, daß wir die besten Strategen sind, Menschen so zu beeinflussen, daß sie genau das denken, was wir ihnen inspirieren, damit sie danach handeln.
Wir beherrschen jeden Zweig eures Kapitals auf Erden. Im besonderer Weise die Pharmaindustrie. Sie ist unsere stärkste Waffe um euch Menschen so funktionieren zu lassen, damit ihr ’einsatzfähig’ bleibt.
Heute im Zeitalter der Technik haben wir uns die Spielleidenschaft der Menschen zu Nutzen gemacht. Wir bringen ihnen veranschaulichte Filme und dirigieren sie auf den rechten Weg uns so zu begreifen, wie wir es wollen.
Das Geheimnisvolle zu ergründen ist eure liebste Beschäftigung. Wir sind so dann und wann nicht abgeneigt, uns an euren kindlichen Spieltrieb zu beteiligen und schütten Wasser auf eure Mühlen, die ihr Prophezeiungen nennt.
Große Brände hat es schon auf dieser Erde gegeben. Man erzählte euch, daß ein Bürger aus Versehen ein Campfeuer nicht richtig ausgetreten hatte oder das jemand eine Zigarettenkippe unachtsam wegwarf.
Das alles sind Lügen", grinste er überheblich. "Die Wahrheit ist, daß wir vom All aus mit zwei Laserkanonen euch die Waldbrände als Strafe gesendet haben, weil manche eurer Berichterstatter uns so hinstellen, als wenn wir mit Genehmigung der Regierungen an euch Genmanipulation vornehmen oder klonen oder sonst noch was tun, das in euren Hirnen herumschwirrt, und das nur, weil ihr die Grenzen zwischen Magie und Realität nicht überwindet, um die Wahrheit zu finden!
Es ist einfach lächerlich uns so hinzustellen als würden wir uns x-beliebig in allerlei Insektenformen oder Reptilien verwandeln. Das lebt nur in eurer eigenen Phantasie weil ihr Angst vor dem Unbekannten habt."
"Sehr viele Menschen haben aber Bekanntschaft mit den kleinen Grauen gemacht. Ich selbst habe sie hier vor meinen Augen gesehen. Und sehr viele Menschen auf diesem Planeten sind von ihnen entführt worden. Daran kann man doch nichts beschönigen?! Sie können doch nicht diese Menschen als Fantasten, Scharlatane oder Angeber hinstellen?", erwiderte Luna empört.
"Ich will nicht abstreiten, daß der eine oder andere von uns sich dann und wann mal einen Spaß gemacht hat, sich euch so gezeigt zu haben, wie Sie es hier gerade schildern. Aber der Realität entspricht das keineswegs. Wir verwandeln uns gerne. Wir sind Meister darin. Wir spielen mit den Atomen. Das ist alles", antwortete der Fürst.
"Ja, das haben wir bereits gesehen, Verehrtester. Dann bleibt nur noch die Frage offen, wo der eigentliche Wigo wirklich steckt", sagte der Professor zu dem Fürsten.
"Mh", und er schüttelte seinen Kopf und grinste wissend.
"Ach, was seit ihr doch kleingeistig und meilenweit entfernt um ein bißchen Higth-Tech zu begreifen. Nur weil ihr jetzt den Körper eures Freundes seht, mutmaßt ihr schon wieder falsch. Euer Wigo steckt gerade in der Erholungsphase. Ihr werdet ihn nachher sehen können", grinste er weiter.
"Ach so", sagte Luna, "hier uns gegenüber sitzt nur seine Körperhülle!"
"Sie sagen es. Oh ja, ich kenne Ihre Gedanken. Aber dem ist nicht so", gab er maliziös von sich.
"Wie lange gedenken Sie uns hier festzuhalten", entgegnete sie ihm.
"Das hängt von Ihrer Kooperation mit uns zusammen. Ich unterbreite Ihnen zwei Vorschläge: Entweder Mitarbeit oder..."
Weiter kam er nicht, denn Luna fiel ihm erzürnt ins Wort:
"Mein Lieber, machen Sie sich und uns nichts vor. Sie sind im Begriff ihre Kompetenzen zu überschreiten und was selbst das für Sie bedeuten könnte, wird auch ein Typ wie Sie schon mal festgestellt haben!"
"Sie sind nicht nur hübsch sondern auch klug, aber leider nur einseitig begabt. Wollen Sie es nicht ändern?", erwiderte der Fürst arrogant.
Luna gab darauf keine Antwort.
"Herr Professor Sie schauen recht nachdenklich drein. Lassen Sie mich mal überlegen was Sie gerade bedrückt." Bei diesen Worten starrte er ihn förmlich an wie wenn er seine Gedanken ablesen würde und sprach kurz darauf weiter:
"Aha, das ist es also, was Sie interessiert. Ich kann Ihre Ängste bestätigen, es wird einen 3. Weltkrieg geben!
Auf dem Balkan wird es anfangen. Wir werden dafür sorgen, daß eine prominente Persönlichkeit ermordet wird. Zuvor werden wir euren Haß auf alles das schüren, was Ihr Ideologie nennt. Auch der Religions-Fanatismus wird nicht zu kurz kommen. Er ist ein für uns beliebtes Werkzeug, das in eure Hände gelegt, kleine Freuden in uns entfachen wird, geradeso als wenn ihr euch an simultane Computerspielchen ergötzt", lachte er unverhohlen.
"Unbeschreibliche Kämpfe finden unter den linken und rechten Flügeln der Naturgeister statt, haha, wovon ihr euch überhaupt kein Bild machen könnt. Mit unserer Kraft und Macht werden sie gewaltige Unwetter, Stürme und Hitzewellen auslösen, da wird das Minipaket HAARP ein Zwerg sein.
Wir werden die Völker und Länder inspirieren, zwei große Blöcke zu bilden, ja, ja, das ist für uns nur gut, um sie besser zu kontrollieren. Und mittendrin die arabischen Staaten. Wir werden das Feuer in ihrer Brust zum Aufstand gegen die Westküste schüren, haha! Ich sehe bereits was ihr denkt, doch ist es ganz anders als ihr Unwürdigen meint."
"Selten sind mir Menschen begegnet die soviel Freude am Tod und Elend anderer haben. Weiß Gott Ihr seit des Teufels!", schrie der Professor ihn an.
"Armseliges Etwas!", rief der andere ihm zu. Doch ist es so, daß Menschen, die nicht zu uns gehören, den tieferen Sinn ihres Todes nicht begreifen können und darum überspannt reagieren", antwortete er mit lachender Stimme.
"Wir sind unbezwingbar, unsere Macht ist grenzenlos", triumphierte es förmlich aus ihm heraus!
Er war aufgestanden und hatte seine Arme ausgebreitet zur Decke gestreckt. Um seinen Körper schlängelten sich nun blaue und weiße Lichtblitze. Es sah aus als würde sich ein Gewitter um ihn herum entladen. Dann verebbten diese Lichtfluten langsam und er setzte sich lächelnd auf dem Regenbogen nieder. Dort lehnte er sich zurück und musterte Luna und Rosa recht aufdringlich. Dann erhob er sich und sagte zu Orgis:
"Bereite alles vor, ich habe es mir anders überlegt. Unsere Gäste werden uns noch heute verlassen. Kommen Sie, wir werden jetzt Ihren Freund aufsuchen, Luna. Er wird nicht mehr benötigt, haha, sie können ihn zurück haben!"

Fortsetzung Folge 10

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:14

Rätselhaft sind die Erlebnisse bei Fürst Arras. Rätselhaft und schnell auch die Rückkehr in das gewohnte Leben. Unsere Abenteurer müssen diese Geschehnisse erst überdenken, ein neues Spektrum der Erfarung und des Wissens in Zeit und Raum.
                   
 
Der "Molekulator"

                   
"Das ist hier unten ja wie im Gruselkabinett", meinte der Professor verwundert und schaute sich im Labor behutsam um. An den Wänden standen unzählige Kabinen. Vor einer dieser Kabinen blieb der Professor stehen und inspizierte sie bis ins Detail.
Eine Stimme flüsterte hinter ihm: "Nun Professor, finden Sie gefallen an dieser Kabine. Bitte sehr, ich lade Sie ein, sich hineinzustellen." Es war Fürst Arras, mit erhabenem Lächeln wies er mit der Hand den Weg in die Kabine.
"Sie zögern?"
"Ja, ich bin mir nicht sicher, welche Teufeleien auf mich warten werden, wenn ich Ihrer Einladung folge leiste!"
"Oh, jetzt enttäuschen sie mich aber ungemein! Aber Herr Professor, ein Mann Ihres Formats, skeptisch?! Wo bleibt Ihre Begabung für Humor? So kommen Sie doch, Professor? Wir sind doch hier nicht auf einer Beerdigung?"
Der Professor trat zögernd in die Kabine ein. Diese schloß sich automatisch und alles wurde in blaues Licht getaucht. Dieser Vorgang dauerte nur wenige Sekunden.
Die Kabinentür schwenkte danach wieder auf und eine junge Frau trat heraus, die in verblüffender Weise die Gesichtszüge des Professors trug.
"Na fabelhaft", rief der Fürst und klatschte in die Hände. "Kommen Sie, Professor, schauen Sie sich hier ihr Spiegelbild an!" Der Professor schaute in die geöffnete Hand des Fürsten und sah erschrocken auf.
"Wie fühlen Sie sich, Professor?"
"Ganz einzigartig", sagte dieser ironisch.
"Und? Haben Sie bei dieser Prozedur Ihr Gedächtnis verloren?"
"Nein, Fürst Arras", erwiderte der Professor erstaunt.
"Dann hatten Sie also was anderes erwartet?", fragte er ihn und musterte den Professor scharf.
"Ah, ich verstehe, haha, sie wollten einen anderen Körper, Professor!" rief er erhaben.
"Nein, nein", wehrte der Professor ab und winkte mit der Hand. "So wie ich jetzt aussehe, das ist reichlich gut. Aber mal eine kleine Frage dazu, Fürst Arras", und er schaute den Fürsten eindringlich an. Dieser erwiderte aber sofort:
"Lieber Professor, ich bitte Sie. Denken Sie jetzt nicht an Ihren alten Körper. Wenn Sie uns verlassen haben, werden Sie derselbe sein wie vorher!"
Bei diesen Worten drehte er sich um und sagte so ganz beiläufig: "Natürlich erkläre ich Ihnen gerne die Funktion dieses Zauberkästchens. Kommen Sie Professor, treten sie näher.
Diese Maschine ist ein Molekulator. Er verändert Moleküle und Atome und durch Licht werden sie wieder anders ineinandergereiht. So entsteht eine neue Körper-Konstruktion. Im Grunde ist es dasselbe Prinzip, das die Nanotechnologie anwendet. In den letzten 20 Jahren ist die Wissenschaft nur unwesentliche Schritte weiter gekommen.
Was man sich von der Nanotechnologie verspricht, wird nicht eintreten, aus dem ganz simplen Grund, weil man nicht den Mut aufbringt, an eine Entkörperung zu glauben. Aus unserer Sicht ist der physische Tod nur eine Transformation des eigentlichen Seins, der sich seiner materiellen Gewänder entledigt."
Bei seinen letzten Worten standen sie an einer Reihe Großcomputer. Der Fürst begab sich zu einem der Computer und betätigte einen Knopf auf der Tastatur. Auf dem Bildschirm erschien das Gesicht Wigos. Der Fürst sprach ins Mikrophon: "Wigo, zeige uns das Haus von Luna."
Innerhalb von Sekunden sahen die drei Lunas Haus. Dann schwenkte die Kamera und sie sahen eine Straße, auf der es momentan still war.
"Luna, liebste Freundin, was haben wir denn hier für Sie ausgesucht? Ihre ach so wichtige Haltestelle, mit Telefonzelle und Briefkasten, hä, hä, hä", meckerte er. "Hallo - und wen sehen wir denn da?" Alle schauten auf das Bild und sie sahen etliche Jugendliche, die rauchend und lärmend an der Haltestelle standen.
"Eine nette ’Werkzeugansammlung’, geradezu einladend für mich. Schauen Sie nur, wie die Mechanismen ihre Köpfe zusammenstecken; ich hoffe doch nicht, daß sie etwas aushecken werden?" Und der Fürst lachte aus vollem Halse und klatschte begeistert in seine Hände.
Die anderen aber sahen, wie die Jugendlichen die Straße hinauf liefen und vor Luna’s Haus stehen blieben, sich bückten und Steine aufsammelten.
Luna schaute entsetzt zu und stieß den Fürsten zur Seite. "Sie... Sie glauben doch wohl nicht, daß ich das erlauben werde", schrie sie den Fürsten an.
Der Professor und Luna sahen sich entgeistert an. Der Fürst trat hinzu und sagte:
"Eine unsinnige Arbeit, nicht wahr? Ich hätte Ihnen gerne die andere Art unserer Manipulation gezeigt, aber da Sie so zartbesaitet sind, werde ich Ihnen mit diesem Vorbild einen nur winzig kleinen Vorgeschmack auf das geben, was seit Jahr und Tag bezüglich euch Erdlinge Tagesordnung ist."
Luna drehte sich zu ihm hin und sagte mit feiner Stimme: "Fürst, wir sollten das Thema wechseln!"
Sie lächelte ihn an und schaute ihn dabei bestimmend in die Augen.
Es herrschte Stille zwischen ihnen. Der Professor räusperte sich und auf dem Gesicht des Fürsten legte sich ein entwaffnendes Lächeln: "Ja, wir sollten das Thema wechseln."
Damit wendete er sich zum Professor: "Ihr würdet so gerne einen biologischen Computer herstellen, einen sogenannten Neuronencomputer. Ihr hofft, so etwas in hundert Jahren geschafft zu haben. In der Theorie seit ihr zwar schon wirklich einige wesentliche Züge vorrausgeeilt, ha-ha, doch mehr werden wir euch nicht gewähren", sagte er mit grinsender Überheblichkeit, "sonst werdet ihr noch übermütig und vergeßt aus Versehen, wem ihr zu gehorchen habt."

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:15

Die Verwandlung

                   
"Was haben Sie mit Wigo gemacht?", fragte der Professor eindringlich.
"Ich habe ihn in das Gehirn des Computers geschickt. Wenn Sie die Hardware als Körper für Wigos Geist in Betracht ziehen, können Sie doch sicherlich begreifen, was hier abläuft, Professor?"
Der Professor konnte nicht antworten. Zu viele Gedanken kreisten durch seinen Kopf. Unschlüssig stand er deshalb vor dem Computer. Dann hörte er die Stimme des Fürsten hinter sich sagen: "Kommen Sie, Professor, machen Sie und Ihre beiden Kollegen es sich gemütlich. Setzen Sie sich neben mich."
Der Professor, Krister und Luna gingen zu den hohen Stühlen, die dort standen und setzten sich gleichfalls. "Ich werde jetzt Ihren Freund entkörpern. Dazu legte er sich entspannt im Stuhl zurück. Augenblicklich erschien ein kleiner Grauer und eine hübsche Riesenfrau im Raum. Sie war um die 2 Meter und gut proportioniert. Ihre Augen waren bernsteinfarben und strahlten Ruhe aus. Sie stellte sich hinter den Fürsten.
Der kleine Graue war schon ein etwas älterer Herr. Er hatte einen zarten grauen Haarflaum auf seinem Kopf und er war größer als die Sorte, die oftmals die Erde besuchen. Er stellte sich vor den Fürsten hin.
Dieser hatte seine Augen geschlossen. Er atmete langsam ein und aus. Es war eine angespannte Situation und Luna hörte ihr Herz dumpf schlagen. Der Professor neben ihr hatte auch die Augen geschlossen. Sie aber wollte wach bleiben und jeden möglichen Vorgang erleben. Sie bemerkte, wie sich die Gesichtszüge des Fürsten langsam veränderten... ja, bis sie sogar Gesichtslinien ähnlich wie die des Grauen aufwiesen.
"Hallo Luna, Sie träumen ja!" hörte sie plötzlich die Stimme des Fürsten sagen. Irritiert schaute sie auf den kleinen Grauen, da die Stimme des Fürsten plötzlich von ihm kam. Dieser ging zu der Riesenfrau und tippte sie mit seinem langen Finger auf die Brust. Die Riesenfrau fiel nach hinten um und blieb auf dem Boden liegen.
"Sie war nur eine Maschine mit einem biologischen Hirn", sagte er ernst und ging auf Wigo zu, der noch in einem der Stühle saß.
"Kommen Sie", sprach der Graue. "Ich bringe sie höchst persönlich wieder nach Hause."
"Wie kommt es eigentlich, daß wir durch Wände gehen können, Fürst Arras?" wollte der Professor wissen. Er war etwas irritiert, da der Fürst und der Graue nun eine Person zu sein schienen.
"Die Wände sind aus organischem Stoff gebaut und so durchlässig wie auf Erden eine Nebelwand."
"Und die Raumschiffe, sind die aus demselben Stoff?
"Ja, so ungefähr", erwiderte der Graue. "Wir haben die Molekularstruktur verändert. Wir haben die Moleküle zunächst aus der Zellwand entfernt und dann wieder entgegengesetzt eingegliedert. Dadurch erhielten wir ein elastisches, jedoch festeres Material als es zuvor war. Allerdings haben wir für diesen Vorgang keine Maschinen nötig. Wir machen alles durch kollektive Gedankenkraft."

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:17

Rückflug in Zeit und Raum

                    
Sie waren am Ende des Ganges angelangt und traten durch die Wand hinein in einen runden Raum. Die Stockwerke, die sich in diesem Raum befanden, waren nach außen hin offen. Und was so aussah wie ein Fußboden, vibrierte etwas. Auf jeder Etage standen mehrere kleine Raumgleiter. Sie stiegen in eine Fahrsäule ein, die sie nach oben brachte.
Als sie aus der Fahrsäule ausstiegen, bewegte sich der Boden unter ihnen und sie konnten durch ihn hindurchsehen.
Der Graue stieg dann vorne in einer dieser Raumgleiter ein und die vier Abenteurer hinten. Lautlos schob sich der Gleiter über den durchsichtigen Boden. Vor ihnen auf der entfernten Wand sahen sie schmale Schlitze. Der Raumgleiter stand plötzlich still und drehte sich erst langsam und dann immer schneller um die eigene Achse, dann schoß er urplötzlich durch einen der Schlitze hinaus.
Zuerst sahen die Insassen nur blaues Licht. Doch dann gab es die ersten Formen von Anhaltspunkten und Luna sagte: "Unter uns liegt wieder der Nordpol, Rosa!" Erleichtert und froh blickte sie zu Wigo und Krister: "Und Wigo strahlt jetzt wieder mit seinen eigenen Augenfarbe uns an!"
Wigo war sehr erstaunt darüber: "War das nicht immer so?"
"Nein, das war nicht immer so", gab sie zur Antwort.
Der Gleiter stand still. Der Fürst drehte sich zu ihnen hin und sprach: "Ihr seit wieder da, wo ich euch vor einem Tag irdischer Zeit abgeholt habe."
"Ihr habt uns abgeholt?", fragte der Professor ungläubig. "Ich verstehe nicht ganz, was Sie damit meinen, Fürst Arras?!"
"Wir haben unsere speziellen Einflugschneisen, über die wir auch geistig gesehen zu den Menschen gelangen, die mit uns Kontakt wünschen. Jedes Haus auf eurer Erde hat Türen. Für manchen von uns sind diese Türen verschlossen und wir können sie nur mit einem bestimmten Code öffnen. Aber, manche Türen öffnen wir erst gar nicht, weil wir schon im Voraus wissen, daß das, was hinter diesen Türen liegt, uns gar nicht interessiert. Andere Türen wieder sind so gesichert, daß wir nicht eintreten können und gehen deshalb an ihnen vorbei.
Wieder andere Türen verbergen Dinge, die uns gehören, aber die neuen Mieter verweigern den Zutritt und dann werden die mit Gewalt geöffnet. Manche Türen stehen sperrangelweit offen und wir treten ein, wie in diesem Fall", sagte er ernsthaft.
"Eine bestimmte Frage, Fürst Arras, interessiert mich noch ungemein brennend", sagte der Professor hastig und schaute den Fürsten dabei fixierend an. Der drehte sich kurz zum Professor um und antwortete darauf recht ungeduldig:
"Was wollen Sie denn noch wissen, Professor! Sie haben doch alles gesehen?"
"Es ist doch allgemein so, daß ihr an den Opfern ärztliche Untersuchungen vornehmt, warum an uns nicht, Fürst?"
Er schaute ihn gedankenverloren an und sagte: "Das war für euch nicht vorgesehen!"
"Aber damit gebe ich mich nicht zufrieden, Fürst. Denn zu keiner Zeit wurden Entführte von euch verschont."
Der Fürst ging nicht weiter darauf ein, sondern gab eine Anweisung: "Bitte stellt euch alle auf den runden Kreis hier, damit der Lichtstrahl euch nach unten transformieren kann."
"Bitte Professor, stellen Sie sich dazu!" Erwartungsvoll schaute er den Professor an. Dieser machte keine Anzeichen dafür, nur einen Schritt weiterzugehen: "Fürst Arras, wer ist Ihr oberster Befehlshaber? Ihre Antwort ist für mich sehr wichtig und in Anbetracht der Dinge, die wir bei Ihnen erlebt haben, finde ich das eine sehr berechtigte Frage."
Der Fürst runzelte die graue Stirn und schüttelte den Kopf, dann hob er den Kopf hoch und schaute den Professor direkt an: "Sie haben doch gesehen, wie wir mit den Computern agieren!"
"Aber Fürst Arras", erwiderte der Professor. "Irgendwo ist da doch noch einer, der das letzte Wort hat!"
"Das letzte Wort?", entgegnete der Fürst. "Ha, ha, das letzte Wort! Sie amüsieren mich gewaltig, Professor. Kommen Sie, stellen Sie sich endlich in den Kreis."
Seine letzten Worte klangen scharf und kamen zischend aus seinem Mund. Der Professor gab nach und stellte sich zu den anderen auf den Lichtkreis.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:18

Augenblickliche und rätselhafte Rückkehr in die Wirklichkeit

                    
Der Professor wühlte mit beiden Händen im Wüstensand umher. "Verflixt noch mal", sagte er. "Hier muß doch irgendwo ein Mechanismus sein, der die Pfoten öffnet."
Der Professor setzte sich nieder und wedelte sich mit seinem Hut frische Luft zu.
"Zeigen Sie mal die Karte her", sagte Krister.
"Aber Professor, sehen Sie das denn nicht?"
Er hielt die Karte in der Hand und drehte sich um, als würde er seine Umgebung mustern. "Was sehe ich denn nicht?", fragte der Professor und hatte sich mühsam aufgerappelt.
"Diese Zeichnung ist völlig wertlos!"
"Lassen Sie mal sehen, Krister."
Krister gab dem Professor die Zeichnung und schaute ihn erwartungsvoll an. "Ist ja komisch", meinte dieser.
"Was ist denn, Rosa?", wollte Luna wissen.
"Es gibt keine Sphinx auf der Zeichnung!" schrie er laut und dann noch mal ganz leise und erstaunt: "Es gibt keine Sphinx auf der Zeichnung... sie ist weg!"
"Es wird wohl auch keine gegeben haben", gab Krister genervt zur Antwort. "Sie war wohl immer nur in Ihrem Kopf und sonst nirgendwo. Es ist besser Leute, wenn wir uns auf die Schattenseite begeben, um die Nacht abzuwarten und dann danach ins Kloster zurück gehen."
Er nahm seine Sachen und ging in den Schatten.
Wigo und Luna stützten den Professor unter den Armen und folgten Krister.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:20

Rätselraten über das vergangene Erlebnis 

                                          
Es war spät in der Nacht als die kleine Expedition ins Kloster zurück kam. Krister ging sofort zur Rezeption und erkundigte sich nach den nächsten Schiffspassagen, dann ging er auf sein Zimmer.
Wigo, Luna und der Professor gingen ohne Umschweife in ihre Räume. Dort wuschen sie sich den Staub vom Körper und fielen erschöpft in einen traumlosen Schlaf.
Am anderen Morgen gingen sie hinunter in den Speiseraum. Krister saß schon am Tisch und winkte ihnen zu.
"Professor", sagte er freundlich und gab ihm dabei die Hand und schüttelte sie kräftig und lange. "Es tut mir leid, daß ich Ihnen gestern unrecht getan habe."
Der Professor setzte sich und schaute Krister in die Augen. Dieser fuhr fort in seinen Ausführungen. "Das die Sphinx gestern auf dem Papier verschwunden war, hat uns an unserem Verstand zweifeln lassen, doch habe ich heute etwas gehört, das mir das Blut in den Adern gefrieren ließ und nur meinem realistisch denkenden Verstand habe ich es zu verdanken, daß ich nicht verrückt wurde.
Denn stellen Sie sich vor, Professor, an dem Tag als wir in die Wüste zogen, um die Sphinx zu besuchen, an dem Tag gingen Harald und Anders in die Oase Fairan. Wie ich soeben erfahren habe, sind Harald und Anders bereits auf dem Weg nach Schweden. Sie können sich wohl alle vorstellen, was das zu bedeuten hat?"
Der Professor nickte gedankenverloren vor sich hin und rieb sein linkes Ohrläppchen bevor er antwortete: "Ja, ja, wo ist nur die Zeit geblieben?"
"Das bedeutet also doch, daß wir in der Sphinx gewesen sind", meinte Wigo.
"Ja, das bedeutet es", gab Luna recht, ebenso in ihren Gedanken verloren.
"Das ist ja ein starkes Stück", grollte der Professor. "Wer waren die Typen also, die uns ein paar Tage unseres Lebens gestohlen haben! Das werde ich herausfinden!"
"Wie willst du das herausfinden, Rosa?", zweifelte Wigo.
"Dafür gibt es immer Mittel und Wege. Was ist mit Ihnen Krister? Werden Sie sich uns anschließen oder nehmen Sie die nächste Schiffspassage nach Hause?"
"Nun, wie die Dinge liegen, äh, sehe ich keinen zwingenden Grund mehr, zu bleiben. Darum habe ich gestern schon meine Schiffsreise gebucht. Ich werde heute am Abend abgeholt. Es hat mich außerordentlich gefreut, ein paar Tage in eurer Gesellschaft verweilt zu haben. Ich wünsche euch allen für die Zukunft das Beste!"
Jedem hatte er die Hand gegeben, nur die von Luna hielt er etwas länger fest: "Und Sie Luna, lade ich hiermit offiziell nach Schweden ein. Ich würde Sie gerne wiedersehen unter etwas anderen Umständen. Bitte nehmen Sie meine Visitenkarte."
Sie lächelte freundlich, sagte aber nichts. Und so ging er mit steifen Schritten aus dem Speisesaal hinaus.
"Netter Mann", meinte der Professor, und blinzelte Luna zu.
Fortzetzung Folge 11

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:43

Während der Reise lernt Wigo unerwartet einen weisen, alten Mann kennen. So geheimnisvoll, wie dieser Mann auftauchte, so schnell verschwand er auch wieder aus Wigos Leben.



Der Gelehrte


                     
Sie standen an der Reling und schauten hinaus aufs Meer. Etwas weiter ab von ihnen stand ein alter Mann. Seine Arme ruhten auf dem Geländer, in seinen Händen hielt er ein kleines Buch, worin er las.
Wigo hatte schon mehrere Male zu ihm hinüber gesehen und das fiel auch bereits den anderen auf.
"Na, dann mach’ doch Bekanntschaft mit dem alten Knaben", sagte der Professor zu Wigo mit einem verschmitzten Grinsen im Gesicht. "Scheinbar hat er für dich etwas magisches an sich", stichelte der Professor frohgelaunt weiter.
Wigo hatte sich nun ganz zu dem alten Mann hingewendet und starrte ihn aus der Ferne an. Da drehte sich der Mann langsam um und hob seinen Kopf in Wigos Richtung, lächelte freundlich und winkte ihm zu.
Der Professor sah das und gab Wigo einen freundschaftlichen Stups: "Nun geh’ schon!"
Langsam setzte Wigo einen Fuß vor den anderen bis er bei dem Alten angekommen war. Dieser lächelte ihn immer noch an und reichte ihm seine Hand.
"Alfalda", stellte er sich vor.
"Wigo", antwortete der andere, und stellte sich zu ihm an die Reling. Eine Zeitlang schwiegen beide und schauten auf das Meer. In die Stille hinein sagte Wigo: "Ich mache mir oft Gedanken über das Universum. Wie mag Gott alles erschaffen haben und warum erschuf er auch das Böse. Weißt du darauf eine Antwort, Alfalda?"
 
Dualgeister

                   
"Gott, der große Universalgeist", begann Alfalda zu erzählen, "erschuf Wesen, Geister, Engel, egal wie du sie nennen willst, in Dualität: zwei Leben in einem. Nur die Liebe war das Band, das beide Energien zusammenhielt. Dieses Leben war voller Energie und Schaffenskraft und damit es voll funktionieren konnte, bekam es einen freien Willen. Alles war in Harmonie, bis sich einige Dualgeister trennten und jeder ein eigenständiges Leben führte. Durch diesen Bruch mit sich selbst verloren sie die Liebe zu Gott dem Universalgeist. Er wiederum ließ diesen Bruch zu und befreite sie nicht aus ihrer selbstzugefügten Zwangslage, denn dann hätte er in ihren freien Willen eingreifen müssen."
"Aber was veranlaßte sie zu diesem Schritt?", wollte Wigo von Alfalda wissen.
"Ihre Gedanken", antwortete Alfalda. "Sie wollten Gott sein. Er ist ein Wesen, sie hingegen sind zwei Wesen in einem", antwortete Alfalda.
"Ich finde nichts verkehrtes daran, sein zu wollen wie Gott", erwiderte Wigo.
"Ich auch nicht", gab Alfalda lächelnd zur Antwort. "Gott ist unser Vater und wir lernen von ihm und er freut sich immer, wenn wir ihm nacheifern, wenn wir die Möglichkeit ergreifen, so sein zu wollen, wie er, in seiner Schaffenskraft, Intelligenz und grenzenloser Liebe.
Aber er selbst zu werden in seiner Einzigartigkeit, seiner Vollkommenheit ein einziges ICH zu sein, das ist unmöglich und das ist auch nie der Gedanke Gottes gewesen als er seine Schöpfungen begann zu realisieren."
"Und was passierte anschließend mit diesen Wesen?", wollte Wigo wissen.
"Weil ihre Gedanken jetzt nicht mehr geistiger Natur waren, erschuf Gott für sie ein neues All in dem sie leben konnten", entgegnete Alfalda.
"Das war sicherlich sehr großzügig von Gott, denn einer von uns hätte sicherlich nicht in derselben Situation so gehandelt wie er", erwiderte Wigo.
"Dann verstehst du jetzt auch, daß jeder Gedanke seine Daseinsberechtigung hat. Wigo, wir müssen aufhören, das ’Böse’ zu bekämpfen. Stattdessen sollten wir anfangen zu lieben und aufhören zu verurteilen!
Andererseits hast du selbst die Wahl, dich von Gott zu trennen oder in seiner Liebe zu verbleiben. Ob das so ist, offenbart dir der Gedanke Gottes wenn du zu ihm sprichst", sagte Alfalda.
"Und wir Menschen? Stammen wir von diesen Dualgeistern ab oder haben sie uns erschaffen", fragte Wigo.
"Anfangs erzählte ich dir ja schon, daß Gott Dualgeister erschaffen hatte. Erinnerst du dich Wigo?"
"Ja, Alfalda."
"Einige vervielfältigten sich und andere blieben in sich zweifach", sprach er weiter. "Ja genauso war das. Und die Wesen die sich nicht vervielfältigten, die erschufen den Menschen im Einklang mit Gottes Liebe. Und als sie in ihrem Bewußt-Sein erwachten, hatten sie schon die Kenntnis davon, das Wesen da waren, die sich gegen Gottes Liebe entschieden hatten und das für sie zu überwinden war. Sie waren das Bindeglied zu den Wesen, die sich von Gott getrennt hatten. Sie waren die neue Schöpfung und die alles wieder zu Gott zurückkehren lassen sollte", erläuterte Alfalda.
Wigo schaute nachdenklich auf das weite Meer hinaus. Nach einer Weile sagte er: "Wenn also die neue Schöpfung sich nicht von der Gegenseite hätte beeinflussen lassen, hätte es die Erde in diesem Zustand nicht gegeben."
"Es tut mir leid, Wigo, dir sagen zu müssen, daß die Schulweisheit, der ’Garten Eden’ sei ein Teil der Erde, nicht stimmt."
"Nein? Du meinst, er war ein geistiges Prinzip? Meinst du das, Alfalda?"
Dieser nickte nur mit dem Kopf und sagte nichts. Wigo schaute weiter aufs Meer hinaus. Er war sichtlich berührt. Sie schwiegen eine Weile, es war still, nur das Meer mit seinem ewigen Rauschen war zu hören.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:44

Gedanken sind überall gegenwärtig

                   
Fast etwas feierlich klingend sagte Alfalda dann in diese Stille hinein: "In Wirklichkeit bist du Geist und Seele in einem. Dein Geist umhüllt alle molekularen Strukturen deines Körpers und gibt ihm erst die Lebenskraft aus seinen Gedanken, gibt deiner Körperhülle Vitalität und Charakter. Er macht, daß deine Augen sehen, dein Mund spricht und deine Gliedmaßen sich bewegen.
Ohne all das Unsichtbare an dir, wärst du ein Nichts, ein Niemand!
Durch deine Gedanken erschaffst du dir deine Zukunft. Jeden Tag verplanst du durch deine Gedanken. Jeder Gedanke in dir erzeugt ein Gefühl in deiner Seele, das von ihr abgespeichert wird. Dieses Gefühl ist dann die Vorraussetzung für kommende Ereignisse in deinem Leben.
Dinge geschehen nicht zufällig, niemand ist ein Opfer der Pläne und Absichten anderer. Alles was dir geschieht, hast du in dein Leben selbst hineingedacht und gefühlt!"
"Deine Worte erinnern mich an den Bibelspruch: Was ein Mensch sät, das wird er ernten", zitierte Wigo.
"Ja", begann Alfalda sein Wort wieder aufzunehmen. "Was immer du als Gedanke säst, wirst du als Wirklichkeit ernten. Alle Gedanken kehren zu dir in verstärkter Form zurück. Dafür gilt das Gesetz: Gutes zieht Gutes an und böses, Böses."
"Oje, dann haben Leute, die Haßgedanken aussenden, schlechte Karten, wie man so sagt", antwortete Wigo.
"Zuerst schon, wenn diese Gedanken sich manifestiert haben und vervielfacht und verstärkt zu dir zurückkehren und du sie dann wieder mit einem destruktiveren Gedanken von neuem auflädst. Aber nicht wenn diese destruktiven Gedanken-Energien auf dich zurückgeworfen werden, und du sie mit einem Gebet zu Gott in Dankbarkeit und Vergebung und Liebe annimmst, dann werden alle unerwünschten Eigenschaften ausradiert."
"Wie funktionieren denn eigentlich Gedanken, Alfalda?"
"Gedanken sind Schwingungen, die überall gegenwärtig sind. Diese Schwingungen sind elektronisch und reagieren unglaublich feinfühlig auf jeden deiner Gedanken und bilden augenblicklich die im Gedanken enthaltene Form nach, so daß sie in der Materie erscheinen kann."
"Und warum erfüllen sich manche meiner Wünsche nicht?", wollte Wigo dann wissen.
"Das liegt daran, daß du deinen Wunschgedanken mit nur wenig innerlicher Kraft verschickst, obwohl sich Gedanken selbst verstärken, reicht die Kraft dafür mitunter nicht aus.
Du kannst das ändern, indem du wiederholt deine Wunschgedanken aussendest. Oder wenn du mit regelmäßiger Konzen-tration zur selben Zeit deinen Gedanken verschickst; das nennt man Meditation.
Lade deine Gedanken mit starken Gefühlskräften auf, je stärker das Gefühl, desto schneller manifestieren sich deine Gedanken, und Liebe ist das stärkste Gefühl, darum sind derartige Manifestationen dauerhaft. Auch wenn sich ein Gedanke noch nicht manifestiert hat, geht er niemals verloren, er steht zur Zeit eben nur in der Warteschleife", erklärte Alfalda.
Wigo war von der Reling zurückgetreten und kramte nun in seinen Hosentaschen herum. Er holte einen kleinen Zettel heraus und reichte diesen wortlos Alfalda. Er sah ihn dabei an und fragte ihn: "Dieser Vers ist doch ein Mantra?"
Alfalda stand aufrecht an der Reling und schaute auf das Blatt Papier. Dann erhob er seine Stimme zu einem lieblichen Gesang. Als er geendet hatte, schaute er auf Wigo und sagte: "Ich bin alles. Erde, Weltall unendliches Bewußtsein. Darum laß unsere Seele sich erheben, unser Bewußtsein sich versenken in das anbetungswürdige Licht jener göttlichen Lebens-Sonne der Weisheit, die unseren Geist erleuchten möge!"
Wigo hatte mit leicht geöffneten Mund Alfalda zugehört. Eine Welle von Liebe und Harmonie durchströmte seinen Körper. Ein Lächeln umsäumte seinen Mund und seine Augen strahlten: "Ich habe Sehnsucht nach Gott ... dort wieder zu sein, wo mein Anfang war!"
"Auch du hast die Macht, grenzenlos zu denken, denn hinter der Illusion der Materie verbirgt sich der Schöpfer aller Universen. Wenn du dich im Bewußtsein öffnest für alle Gedanken und nie ein Urteil über deine eigenen Gedanken zu fällen, dann hast auch du die Macht und die Fähigkeit, jedes Ideal, das dir vorschwebt, wahr werden zu lassen. Du brauchst nie mehr die Programmierung durch das gesellschaftliche Bewußtsein über dich ergehen lassen."

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:46

Wage, das Wissen anzuwenden


"Kannst du mir ein paar Tips für die Zukunft geben, Alfalda?"
"Wagen, Wissen, Schweigen. So lautet die Anweisung für die Praxis in den alten Schulen der Weisheit. Weisheit aber ist ewig. Darum geben die Meister auch heute noch den gleichen Rat, zu wagen, das Wissen anzuwenden und zu schweigen."
"Aber warum sollte man schweigen? Wäre es nicht gut, wenn viele Menschen darüber Bescheid wüßten?", fragte Wigo erstaunt.
"Schweige und diskutiere nicht mit anderen, weil selbst der gutherzigste Mensch durch seine Programmierung so viele Zweifel in dir erwecken mag, daß sich kaum noch Erfolg einstellen kann.
Ich erzähle dir ein Gleichnis: Wenn du im Frühling eine Hecke pflanzest, mußt du ein Netz darum errichten, weil sonst die Vögel in der Frühlingszeit die jungen Triebe leicht abfressen. Wenn die Hecke aber groß und dichtgewachsen ist, bietet sie den gleichen Vögeln Schutz und Unterkunft!
Zweifle nie an deinem Wissen, das ist die stärkste Form des Glaubens und solcher Glaube kann wirklich Berge versetzen. Wage dein Wissen anzuwenden, bringe es zum Einsatz. Erlaube dir Geduld zu haben; Wachstum kann man beschleunigen, aber nicht erzwingen.
Vergib dir selbst. Du hast nichts falsch gemacht. Jede deiner Handlungen war wichtig für dich, um zu verstehen. Gott hat dir schon längst vergeben weil er dich niemals verurteilt hat, egal wie andere deine Handlungen auch bewertet haben.
Laß dich niemals von Zweifel überwältigen. Nur Zweifel haben die Macht, alle deine Ideen und Gedanken zu vereiteln.
Richte dein Bewußtsein auf das höchste Ziel, das du erreichen möchtest, es können natürlich auch mehrere sein."
"Ich kenne jemanden", erzählte Wigo, "der hat sich ziemlich oft vorgenommen, schlanker zu werden, aber nie klappte es so richtig. Warum hatte dieser nie Erfolg, Alfalda?"
"Es ist leider immer dasselbe Lied. Diese Leute sagen, ich bin dick, na und? Außerdem habe ich sowieso schon alles versucht und ich nehme nicht ab! Verstehst du den letzten Sinn, Wigo?"
"Ja genau, ich verstehe. Sie sagen: ...und ich nehme nicht ab!"
"Und genau das haben sich diese Leute selbst fest einprogrammiert. Würden sie stattdessen sagen, ich bin nicht dick und sonst nichts weiter denken, dann würden sie sehr schnell feststellen, daß sie mit dieser Einstellung nicht lange weiterhin unvernünftig essen können."

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-27, 23:48

Wenn etwas nicht Liebe ist, ist es Angst
                   
"Zum Abschluß unseres Gesprächs möchte ich dir eine alte Weisheit mit auf den Weg geben:
Achte auf deine Gedanken,
          denn sie werden deine Worte.

Achte auf deine Worte,
           denn sie werden deine Taten.

Achte auf deine Taten,
           denn sie werden dir zur Gewohnheit.

Achte auf deine Gewohnheiten,
           denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter,
           denn er wird dein Schicksal !"

Alfalda stellte sich seitlich an die Rehling und stützte sich mit dem linken Arm auf ihr ab. Dann legte er seine rechte Hand auf Wigos Schulter, schaute ihm in die Augen und sagte behutsam:
"Unsere Wege trennen sich jetzt. In den nächsten Stunden legt dieses Schiff in Zypern an und ich gehe von Bord. Es war überaus schön mit dir zu reden.
Erkenne immer, wenn etwas nicht Liebe ist, ist es letztendlich immer nur Angst. Jeder Gedanke, jedes Wort, jede Bewegung, jedes Gefühl beeinflußt das Universum, und dafür müssen wir Menschen, am Ende unseres Weges, die Verantwortung übernehmen!"
Sie gaben sich die Hand und verabschiedeten sich sehr herzlich.
Alfalda ging davon und Wigo schaute ihm hinterher. Nach ein paar Schritten drehte sich Alfalda noch einmal zu ihm um und hob seine Hand zum Gruße, dann verschwand er aus seinem Blickfeld.
Wigo wandte sich wieder dem Meer zu und blickte noch eine ganze Weile auf das verspielte Wasser unter ihm. Dann ging auch er mit langsamen Schritten und in Gedanken versunken in seine Kabine zurück.

Fortsetzung Folge 12

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:00

Unsere Freunde lernen auf ihrer Schiffsfahrt zwei einflußreiche Personen kennen. Wigo entschließt sich dann, mit ihnen nach Frankreich zu gehen. Nach der Verabschiedung kommt es aber zu einer UFO-Sichtung, die weitreichende und überraschende Folgen haben wird ...
 
Kraft des Magnetisierens

                   
Am anderen Tag lagen Luna, Wigo und der Professor auf bequemen Liegestühlen an Deck.
"Liebe Freunde", richtete sich der Professor zu den beiden: "Dies ist nun unser gemeinsamer letzter Tag auf diesem Schiff. Wir hatten einen schönen Urlaub, haha - wenn man das mal einen ’Urlaub’ nennen kann. Ja, ja, wer weiß, wo wir drei noch landen werden!" Er lachte sehr fröhlich. Und in das Lachen hinein sagte er überraschend: "Aufgepaßt, wir bekommen Besuch!"
Alle drehten ihren Kopf neugierig nach links. Ein junges Paar kam zielstrebig auf sie zu. Der Mann blieb vor Rosa stehen, er machte eine leichte Andeutung einer Verbeugung, er sagte: "Lieber Herr Professor, es ist uns eine Ehre, einen so berühmten Mann wie Sie hier zu treffen! Mein Name ist Abida Bousnani, wir sind auf dem Wege nach Frankreich. Wir haben alle Ihre Bücher über die Kulturen Ägyptens gelesen." Dann wandte sich der Mann freundlich an seine Begleiterin: "Komm’ Naima, begrüße den Herrn Professor!"
Sie reichte dem Professor die Hand und er gab ihr galant einen Handkuß. Dann sprang er elegant von seinem Stuhl hoch und stellte Luna und Wigo vor. Nach dieser kurzen Begrüßung stellten sie ihre Liegestühle zu einer Runde auf um sich besser unterhalten zu können.
"Herr Bousnani", begann der Professor das Gespräch, "ich habe kürzlich eine Studie über die Globalisierung gelesen, haben Sie Interesse an einem Gespräch?"
"Ja, Herr Professor, gerne. Wollen wir dazu nicht einen kleinen Spaziergang über das Schiffsdeck machen?"
"Gerne, Herr Bousnani", antwortete der Professor. Luna, Naima und Wigo hatten sich schon in ein Gespräch vertieft als der Professor sie kurz unterbrach um zu sagen, daß sie sich etwas die Beine vertreten wollen.
Die drei nickten ihm kurz zu und dann waren der Professor und Herr Bousnani auch schon verschwunden.
"Es muß schön sein, wenn man Menschen heilen kann", meinte Wigo. "Ich würde das so gerne lernen, Naima. Können Sie mich nicht einfach mitnehmen nach Frankreich?," fragte er sie sehnsuchtsvoll.
"Interessieren Sie sich denn für’s magnetisieren, Wigo?", fragte sie ihn.
"Ja, dann würde ich mich schon dafür interessieren, wenn ich mit euch fahren könnte, vorrausgesetzt ich bin dafür auch geeignet, sonst hätte es zweifellos auch gar keinen Zweck, oder?", fragte Wigo.
"Natürlich muß jede Kraft geübt werden, darum fängt man zuerst damit an, Wasser zu magnetisieren. Danach übt man sich an Kristallen oder an Pflanzen, weil die Wirkung schnell und sichtbar eintritt."
"Wie fühlt es sich denn an, wenn man magnetisiert wird?", wollte Wigo von Naima wissen.
"Die Empfindungen sind sehr verschieden. Die einen fühlen den Strom des Magnetiseurs als angenehme Wärme, die anderen als wohltuende Kälte", antwortete sie.
"Und wie funktioniert magnetisieren?"
Naima lächelte Wigo an als sie sagte: "Die magnetische Behandlung erfolgt entweder durch magnetische Striche, durch Handauflegen oder präparierte Stoffe."
"Jaa", sagte Wigo gedehnt, "ich meinte eigentlich etwas anderes."
"Verstehe", antwortete sie und ergriff Wigos Hände und legte ihre Daumen an seine und drückte ihre Knie an seine Knie.
"Wir werden eine Weile so verharren... Ich werde Ihnen dabei in die Augen schauen, und werde mir dabei vorstellen, wie das Od meiner Augen Ihren Körper durchstrahlt. Und dabei denke ich mir, daß es Ihnen gut tun wird", sagte sie ganz sanft und leise zu ihm.
Nach einer Weile fügte sie hinzu: "Kommen Sie, stehen Sie auf!"
Er stand von seinem Stuhl auf und sie legte ihre rechte Hand auf seine Stirn und die linke auf seinem Hinterkopf. Nach etwa einer Minute nahm sie ihre rechte Hand von seiner Stirn, spreizte die Finger auseinander, winkelte den Daumen an und strich mit ihren 4 Fingern an Wigos vorderer Körperseite hinunter bis unter die Knie. Als sie diese Behandlung beendet hatte, machte sie mit ihrer rechten und linken Hand eine kreisende Bewegung und trat zwei Schritte zurück. Dann lächelte sie ihn an und sagte: "Wir müssten es mal wiederholen."
"Oft?", fragte er.
"Es kommt darauf an...", erwiderte sie ihm geheimnisvoll.
"Worauf denn?", fragte er neugierig. Darauf gab sie ihm keine Antwort und meinte nur: "Sie sollten es lernen. Dies und anderes!"
"Anderes? Nun machen Sie mich wirklich neugierig!"
"Nun", sagte sie leise und mit einem hintergründigen Lächeln auf den Lippen: "es gibt viele Dinge in der magischen Kunst, die man erlernen kann und mit denen man sich das Leben leicht versüßen könnte. Denken Sie nur einmal daran, welche Wünsche Sie sich erfüllen könnten, wenn Sie sich dieser Macht bedienen würden.
Kommen Sie mit uns und ich werde Sie in viele magische Handlungen einweihen, die Sie befähigen werden, in allen Bereichen Ihres Lebens erfolgreicher zu sein. Kein Feind hat Macht über Sie und nichts bleibt Ihnen verborgen. Die geheimsten Beziehungen der Natur werden Ihnen offenbar werden, Sie werden fast sein wie Gott!"
Ihre einschmeichelnde Stimme ließ in Wigo ein glückliches Gefühl aufkommen und das sagte er auch zu ihr: "Ihre Worte machen mich ja geradezu zum glücklichsten Menschen auf Erden, Naima!"
Bei diesen Worten strahlte er sie an und sagte: "Am liebsten würde ich sofort eine Kabine neben der Ihren nehmen, um mir Ihrer geheimnisvollen Gegenwart ganz bewußt zu sein."
Naima lächelte Wigo wieder an. Ihre Stimme hatte einen rauchigen Klang angenommen: "Noch ist Ihr zukünftiges Leben wie ein großes Spinnennetz. Befreien Sie sich von Ihren klebrigen Fäden, die Sie festhalten, kommen Sie mit mir und ich zeige Ihnen, wie Sie Herr über sie werden können."
Da schaute er sie an und fragte zögernd: "Sie meinen es ehrlich?"
"Noch nie habe ich es so ehrlich gemeint wie jetzt. Aber, zögern Sie nicht zu lange. Denn wenn mein Bruder zurückkommt, müssen Sie sich entschieden haben."
Sie stand auf und verabschiedete sich von Luna. Dann ging sie ein paar Schritte weiter und stellte sich an die Rehling um hinaus auf das Meer zu sehen. Wigo schaute Luna an und sagte zu ihr: "Findest du nicht auch, daß es von Naima ein verlockendes Angebot ist, zu werden wie ein Gott?"
"Und so was fragst du mich, Wigo? Götter nannte man zu Zeiten Mose solche Leute, die als Gesandte Gottes auftraten. Doch nicht mal Jesus hat sich selbst einen ’Gott’ genannt, obgleich er viele große Wunder tat. Er heilte Blinde und unheilbar Kranke, er ging übers Wasser, er heilte aus der Ferne und er erweckte Menschen wieder zum Leben. Fürwahr, er war Gott gleich und trotzdem nannte er sich nur Sohn Gottes", antwortete sie ihm leise.
"Ich finde, du übertreibst, Luna, und es ist nicht richtig von dir, daß du mir das nun ausreden willst. Bis jetzt haben mich nur alle als einen Waschlappen gesehen. Ich bin doch nur der kleine Junge für euch", schoß es über seine Lippen.
"Für mich nicht, und für Rosa auch nicht, Wigo", sagte sie traurig.
"Aber Krister... und er hat dich geküsst. Ich habe das genau gesehen", antwortete er ihr ziemlich laut. Sie sagte zu seinen Vorwürfen nichts.
Wigo stand auf und entschuldigte sich bei Luna: "Es tut mir leid, aber ich gehe mit Naima. Sage bitte Rosa, daß ich ihn vermissen werde, aber mein Entschluß steht fest und er muß es eben akzeptieren."
Unschlüssig blieb er vor Luna stehen und konnte sich nicht entscheiden, ob er ihr die Hand zum Abschied geben sollte oder nicht.
Da hörte er die Stimmen von Rosa und Bousnani. Er drehte sich zu ihnen kurz um, hob seine Hand wie zum Gruß und ging dann rüber zu Naima. Gemeinsam gingen sie in Richtung der Kabinen ohne daß sich Wigo noch ein einziges Mal umdrehte.

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Zuletzt von Elisa am 2016-10-28, 15:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:02

"Egoismus ohne Grenzen"


Abida und der Professor kamen zurück. Beide nickten Luna zu als sie sich setzten. Auch Luna nickte freundlich zurück und hörte wie Bousnani zum Professor sagte: "Was haben die Globalisierungsgegner uns eigentlich zu sagen? Wollen sie mit jeder Gewalt gegen jede Form von Privatbesitz vorgehen? Ich weiß noch, daß bis vor kurzem selbst progressive Intellektuelle das Loblied auf den freien Welthandel der Länder sangen, die bislang in Armut lebten und nun Wohlstand und Reichtum haben."
"Ich bitte Sie, lieber Herr Bousnani, kennen Sie einen Arbeiter in dieser Welt, dessen Lohn sich seit 1982 verdreifacht hat? Selbst in einer Periode wirtschaftlichen Wachstums bleiben Massenarbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung ein wesentlicher Bestandteil des kapitalistischen Systems. In den USA sahen 40 Prozent der Ärmsten ihr Einkommen seit 1990 abnehmen, aber die größten multiinternationalen Konzerne verdreifachten ihren Durchschnittsgewinn. Ich bin der Meinung, daß der freie Wettbewerb des 21. Jahrhunderts die Diktatur der 200 multinationalen Konzerne herbeigeführt hat. Der freie Wettbewerb und der freie Markt haben sich definitiv in ihr Gegenteil umgeformt", antwortete Rosa.
"Die Globalisierung, das Überwinden von Grenzen, kann sich natürlich schnell in Egoismus ohne Grenzen verwandeln", meinte Bousnani und legte seine Fingerspitzen ineinander.
"Das sehen wir ja alle an der Armee von Heimatlosen, die an den Grenzen Europas entlang ziehen und die Schaufenster der Wohlstandsgesellschaft bestaunen", erwiderte ihm der Professor.
"Sie wollen mehr Freihandel, mehr Demokratie und Achtung der Menschenrechte und mehr Entwicklungshilfe, meinen Sie das, Herr Professor? Dazu brauchen wir aber ein politisches Instrument, um diese Dinge zu erzwingen. Das aber kann nur eine Macht, nämlich die USA", erklärte Bousnani.
"Also der Meinung bin ich nun ganz und gar nicht, Herr Bousnani. Die USA für die Belange Europas einzusetzen ist fehl am Platze. Es wird wohl Zeit, daß sich Europa nicht mehr von den USA dominieren läßt, sondern eine Form bildet mit gleichberechtigten Partnern. Wir dürfen nicht mehr zulassen, daß die Vereinigten Staaten uns weiterhin kontrollieren. Und nicht nur Europa steht auf ihrem Plan, Asien ist damit einbezogen. Dieses Eurasien hat den größten Vorrat materieller Reichtümer, 75% in etwa der Welttotalität. Darum muß es uns ein Bedürfnis bleiben, die USA aus Eurasien zu verjagen", donnerte der Professor los.
"Lieber Herr Professor, ich glaube kaum, daß Europa imstande wäre, seine Beziehungen zu den USA abzubrechen, denn die Entwicklung ihrer Wirtschaft sowie die militärische Verteidigung macht Europa von den USA abhängig. Außerdem würden die USA es nie ohne weiteres akzeptieren, ihre heutige wirtschaftliche und militärische Führung innerhalb Europas zu verlieren", konterte Bousnani.
"Aber lieber Herr Bousnani, in welcher Welt leben Sie", kicherte der Professor. "Die US-Regierung ist doch die politisch schwächste und bankrotteste Regierung der Welt. Sie torkelt von einer finanziellen Krise in die andere. Ein Privatunternehmer hätte schon längst Insolvenz anmelden müssen."
"Sicherlich ließe sich noch einiges mehr darüber sagen, Herr Professor", erwiderte Bousnani. "Mein Bedarf an diesem Thema ist gedeckt. Ich danke Ihnen vielmals für dieses Gespräch", sagte er und reichte dem Professor die Hand. Der nahm sie, und erwiderte seinen Händedruck.
"Sie haben recht, Herr Bousnani. Genießen wir den blauen Himmel und gönnen wir uns eine stille Stunde des Nachdenkens."
"Ja sicher", erwiderte er. "Tun Sie das, Herr Professor. Ich werde mich in meine Kabine begeben, denn wie Sie wissen, gehen wir in Frankreich von Bord. Und das dauert ja nun nicht mehr lange. Also werde ich das eine und andere noch zu ordnen haben. Jedenfalls, alles Gute für Sie und vielleicht sehen wir uns mal wieder", sagte er lächelnd, drehte sich um und ging.
"Das war schon ein interessanter Gesprächspartner, der Herr Bousnani, einer von wenigen", sagte Rosa nachdenklich. Beide schwiegen eine Weile bis Rosa fragte: "Wo ist denn Wigo ?"
"Weg", sagte Luna kurz angebunden.
"Wie, weg?", fragte Rosa ganz erstaunt.
"Na, weg", sagte sie.
"Einfach so weg? Weg - weg - weg? Hat er wieder mal seine Tour gekriegt abzuhauen ohne ein Wort zu sagen? Na, das ist ja wieder mal was", räusperte er resignierend.
"Mach’ dir nichts daraus, Rosa. Im Leben trifft man sich immer zweimal."
"Da hast du recht, Luna", erwiderte Rosa und schaute dabei auf seine Uhr. "Noch ein paar Stunden und die Bousnanis gehen von Bord. Ja, sie gehen zu einem Kongreß. Vielleicht sollten wir mitgehen, Luna? Was hälst du von dieser Idee?"
"Nicht viel. Mir ist dieser Sonnenuntergang und die Ruhe und du neben mir mehr wert als alle Kongresse zusammen", sagte sie lächelnd und schaute ihn an.
"Ich werde eine Decke für dich holen, denn wie es aussieht, werden wir noch eine Weile hier bleiben", meinte er und war im Begriff aufzustehen.
"Laß nur", sagte sie zu ihm, "ich werde ein paar Schritte gehen und dann können wir sowieso zum Essen gehen."
"Wie du meinst, Luna", antwortete der Professor.
Sie stand auf, machte ein paar Auflockerungsübungen und ging einige Schritte hin und her. Dann stellte sie sich mit dem Rücken an die Reling und sagte zu Rosa: "Was wir alles erlebt haben in letzter Zeit, also wenn wir das jemanden erzählen würden, der würde uns kein Wort glauben, meinst du nicht auch ?"

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:06

Eine UFO-Sichtung mit Folgen

                   
Der Professor gab keine Antwort und Luna rief ihm zu." Hallooo Professooor, aufwachen...! - Rosa?", rief sie besorgt. Und nochmals: "Rosa?"
Erschrocken lief sie mit vier Schritten zu ihm und schaute ihn direkt in die offenen Augen.
"Was ist mit dir ?" fragte sie ihn.
"Nichts", antwortete er abrupt.
"Was, nichts!" fragte sie ihn.
"Warum gibst du mir denn keine Antwort, hm?"
"Dreh’ dich mal vorsichtig um."
"Da oben liegt meine Antwort."
Sie schaute sich um und sah in den Himmel. Nach einer Weile drehte sie sich wieder zu Rosa hin und war verblüfft.
"Neun UFOs bringen dich aus der Fassung, Rosa?! Haben wir damit nicht schon etwas anderes erlebt?" fragte sie ihn erstaunt.
"Haben wir!"
"Aber diesmal ist ein anderes Gefühl dabei, Luna."
"Spürst du nichts?" fragte er sie.
"Nein", antwortete sie zögernd.
"Ich glaube, jemand will mit mir Kontakt aufnehmen", sagte sie zu Rosa.
Beide schwiegen. Dann sagte Luna plötzlich zum Professor: "Komm’, stell dich neben mich, Rosa, wenn du einverstanden bist mit an Bord der Flugobjekte zu gehen!"
Der Professor sprang mit einem Satz aus seinem Liegestuhl hoch und stellte sich neben Luna.
Da schoß blitzartig und abrupt aus dem ersten Raumschiff ein gebündelter, gelber Lichtstrahl heraus und hüllte die zwei total ein. Als der Schein wieder erlosch, war das Schiffsdeck leer.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:09

Während der Schiffsreise kommt es überraschend zu einer UFO-Sichtung von neun Flugobjekten. Nach wenigen Augenblicken schoß aus einem der Objekte ein gebündelter gelber Lichtstrahl herunter, dieser hüllte den Professor und Luna ein ... als der Schein erlosch, war das Schiffsdeck völlig leer und sie befanden sich im Raumschiff.
Folge 14
                    
 
Auf einem anderen Planeten

                    
Als Luna und der Professor aus dem Raumschiff ausstiegen, standen zwei Wesen vor ihnen. Sie waren mit einer weißen Tunika bekleidet und hatten einen goldenen Gürtel um die Taille, der in der Mitte ein Siegel hatte. Darauf waren zwei ineinander geflochtene Kreise zu sehen.
Nach einer kurzen aber freundlichen Begrüßung luden sie Luna und den Professor ein, mit ihnen zu gehen. Luna und der Professor nickten freundlich und so schritten sie voran, während Luna die wundervolle Aussicht genoß.
Ein warmer, wohlriechender Silbernebel, kaum für das Auge sichtbar, schwebte über das ganze weite Land, das vor ihnen lag. Die Pflanzenwelt war von zartblauer Schattierung, die mit einem silbrigen Glanz überzogen war.
Luna blieb eine Weile stehen und bestaunte den herrlichen Überfluß aller Blumenarten. Ein Blumenmeer, soweit das Auge reichte, Straßen oder Wege waren nicht zu sehen! Durch diese einzigartige Schönheit empfand sie eine große Freude und ihr Herz jubelte.
Als sie bemerkte, wie alle mitten durch diese Blumenpracht gingen ohne daß nur eine einzige Blume umgeknickt wurde, ging auch sie ihnen hinterher mitten durch diesen wunderschönen Blumenteppich. Ihr Duft berauschte ihre Sinne und ein anhaltendes Glücksgefühl überwältigte sie.
Gemeinsam gingen alle weiter und kamen in eine Stadt, deren Gebäude rund waren und wie aus Glas aussahen. In einer dieser Rundhäuser gingen sie hinein.
Der Fußboden war aus Kristall und mit Silberfäden durchzogen. Aber man konnte nicht durch ihn hindurchsehen, so wie beim Silbernebel. Auch die Wände waren aus demselben Material, aber sie hatten mehr einen etwas gelblichen Ton in sich.
Vier andere Menschenwesen befanden sich in dem großen Raum als ein weiterer auf sie zu kam und sie warm und herzlich begrüßte. Dieser trug eine rotfarbige Tunika, die durch silber- und goldfarbene Tupfer unterbrochen wurde. Sein Gesicht war schmal und seine blonden Haare fielen ihm auf die Schulter. Seine Augen waren dreieckig und von einem tiefen Blau.
                   
 
Cigilah – die wundersame Stadt
Nach dieser Begrüßung drehten sich die anderen zwei, die mitgekommen waren, um und verließen den Raum. Der Blonde aber sagte zu Luna und dem Professor:
"Bitte kommt und folgt mir nach. Wir werden jetzt die große Stadt Cigilah besuchen. Ihr werdet in jeder Straße eine brennende Flamme sehen, in die eine winzige Menge Duft enthalten ist, die aus den Amethyststeinen gewonnen wird, aufsteigt zu GOTT. Die Menschen hier tragen keine Kleidung wie ihr sie von der Erde kennt. Jeder trägt einen Überwurf, der vorn und hinten von den Schultern bis zu den Füssen reicht und in der Taille mit einer Kordel befestigt ist.
Wie ihr gleich selber sehen werdet, sind alle Häuser aus Amethyststeinen gebaut, und ihr werdet sogar dessen Duft riechen, der aus ihnen strömt. Ich weiß, daß es auf Erden nicht so ist, dort könnt ihr den Duft eurer Steine nicht wahrnehmen."
Staunend und ehrfurchterbietend schauten sich Luna und der Professor um als sie durch die Straßen gingen.
Ihr Begleiter führte sie durch eine Nebenstraße und sie wurden sofort auf einen mächtigen runden Tempel aufmerksam. Der Professor schätzte seinen Umfang auf gut 450 Meter.
Zwölf große breite Stufen führten zum Tempel hinauf. Links und rechts vor dem Tempeleingang standen an jeder Seite sechs Säulen. Die Säulenhalle, durch die jeder eintreten mußte, hatte zwölf schlanke, aber hohe Türen, die zum Tempelinneren führten. Jede dieser Türen war 3,60 Meter hoch und 1,20 Meter breit, so schätzte sie der Professor ein.
Hier im Innern des Tempels herrschte ein angenehmes amethystfarbenes Licht, das von Reflektoren gespendet wurde, die Solarstrahlen einfingen.
"Wie ihr seht", ergriff der Blonde wieder das Wort, "hat der Tempel kein Dach. Ich habe euch hierher gebracht, damit ihr eine Einweihung empfangt, die euch dazu befähigt, uns auch ohne laute Sprache zu verstehen!
Denn so wie ich jetzt mit euch spreche, wie ihr es auf eurer Erde gewohnt seit, so ist es hier nicht. Wir unterhalten uns telepathisch.
Kommt nun und laßt uns ins Innere des Tempels gehen. Wir werden nun schweigen und uns auf das Kommende konzentrieren", sagte er und ging behutsam vor ihnen her.
Am Eingang der Tempelhalle standen zwei Personen und empfingen Luna und den Professor mit einem warmen Augenblick. Sie öffneten mit einer Handbewegung eine Türe und baten sie einzutreten.
Auch dieser Raum war rund und der Boden aus purem Silber, die Wände jedoch amethystblau.
Die beiden Menschen boten ihnen neue Kleidung an. Der Professor und Luna entkleideten sich ohne scheu vor ihnen und zogen die neue hellblaue Kleidung an. Dann wurden sie zum Eingang des inneren Tempels geführt.
Ein anderer Mann kam auf sie zu und führte sie in die Mitte des Tempels. Er trug ein weißes Gewand aus Seide, das bis zum Hals zugeknöpft war, und von da bis zu den Fußspitzen reichte. Die Ärmel des Gewandes gingen ihm bis zu den Handgelenken. Der Mantel glich einem Priestergewand und drückt symbolisch die absolute Reinheit aller Ideen und die Reinheit der Seele des Mannes aus, der vor ihnen stand.
Um die Taille trug er einen Gürtel, auf deren Schnalle ein Kreis gezeichnet war, in ihm war ein gleicharmiges Kreuz abgebildet als Zeichen des Plus- und Minusprinzips und des Gleichgewichts. Um seine Stirn lag eine Binde.
Luna begriff sofort, daß es eine Magusbinde war. Nur Meister der Magie tragen eine solche. Sie ist ein Symbol der Würde der magischen Autorität des Magiers und die Vollendung seines Geistes mit die der Magier sein Haupt krönt. Die Magusbinde, die dieser Mann trug, hatte ein Rosenkreuzsymbol. Es war ein Kreuz mit 12 Rosen auf die Binde eingestickt. Dieses Zeichen weist auf die vier Elemente, das Plus- und Minuszeichen und die 12 Planeten hin, mit denen der Magier in Verbindung steht.

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Zuletzt von Elisa am 2016-10-29, 21:26 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:12

Die Einweihung


Zu dritt standen sie nun in einem ätherischen Kreis, den zuvor der Mann in dem weißen Gewand mit einem leuchtenden Stab gezogen hatte.
Für einen Moment schloß er seine Augen. Dann erhob er seine Hände und legte sie auf die Köpfe der beiden, dann anschließend auf die Schultern und danach auf das Herz und schließlich auf die Füße.
Er drehte seine Hände herum und aus seinen Handflächen kam ein dünner, flacher Goldstrahl, den er auf die Zirbeldrüse der beiden richtete. Sie beinhaltet das gesamte Wissen und alle Weisheit eines Menschen.
Als der Strahl verebbte, trat der Mann mit dem weißen Gewand aus dem Kreis heraus und setzte sich zu den anderen, die inzwischen am Boden rundum des Kreises saßen. Auch er konzentrierte sich nun auf die beiden Menschen innerhalb des Kreises.
Auf die drei Worte: "Emuyir, Tzizhet, Wybiol", erstrahlte ein gewaltiger Regenbogen im Innern des Tempels, der mit diamantartigen Facetten von brillantem Licht überall im Tempel flimmerte und wo sich die Atome der Strahlen bei ihrer Berührung mit den während des Ritus aufsteigenden Gedanken verdichteten und so zu Gedanken der Liebe für die Eingeweihten wurden.
Dieser Strahlenregenbogen war eine ganze Zeit lang zu sehen. Und während er verblaßte, ließen sich die Eingeweihten langsam auf ihre Knie nieder und streckten sich danach ganz auf den Boden aus, so, daß sie sich in äußerster Verehrung für den großen GOTT, auf ihr Angesicht warfen.
Hierauf folgte die Tranceperiode und als sie daraus erwachten, lagen silberne Roben neben ihnen.
Unmittelbar danach hörten sie das Wort: "Belemche".
Beim Ausruf dieses Wortes vibrierten die Körper Lunas und des Professors buchstäblich für einen kurzen Moment. Dann trat der weißgewandete Mann wieder in den Kreis, verneigte sich vor ihnen und übergab jedem einen Ring aus Chalzedon, der in der Mitte den weißen Stein Beryll hatte und rundherum mit roten Rhodochrositen verziert war.
Luna und der Professor steckten sich ihren Ring auf den Finger. "Er wird euch ein guter Talismann sein", dachte der Mann im weißen Gewand.
Luna und der Professor nickten ihm unmerklich zu. Für sie war es noch neu, mit ihrem Gegenüber telepathisch zu reden. Darum traten sie auch ohne ein Wort zu sagen aus dem Kreis heraus und gingen wieder zur Eingangshalle zurück.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:14

Von kosmischen Strahlen inspiriert:
Die Universität der Eingeweihten



Hier wartete der Mann mit dem blonden Haar wieder auf sie. Nun erst sagte er ihnen seinen Namen:
"Ich heiße Amser und bin der 5. Genius aus der Sonnensphäre. Ich sorge für die Belebung der Materie durch das Plus- und Minusprinzip, also durch Elektrizität und Magnetismus in eurer grobstofflichen Welt."
Sie hatten den Tempel verlassen und gingen um ihn herum. Luna hörte wieder die Stimme Amsers in ihrem Kopf wie er sagte:
"Wir gehen jetzt zu der Universität der Eingeweihten. Dort werdet ihr Vorlesungen über die Entstehung eurer Erde hören und über die Menschen, die auf ihr lebten bevor Atlantis zerstört wurde. Aber ihr werdet auch über andere Dinge etwas erfahren, das bis jetzt noch kein irdisches Ohr gehört, noch verstandesgemäß aufnehmen konnte!"
Als er dies zu Ende gedacht hatte, sahen sie ein großes Gebäude, das an der Seite des Tempels angebaut war.
Sie gingen hinein und betraten einen sehr großen Raum, der durch einen weißen Strahl erleuchtet war. Sie nahmen auf bequemen Sesseln Platz.
Amser wies mit seiner Hand auf den Lichtstrahl und dachte zu Luna und dem Professor:
"Bitte seid euch bewußt, daß dieser Lichtstrahl, wir nennen ihn den Hasperim-Strahl, den Redner direkt inspiriert. Ihr müßt euch darüber klar werden, daß jedes einzelne Ding, ob vergänglich oder nicht, sichtbar oder unsichtbar, unter dem direkten Einfluß eines kosmischen Strahls steht. Nicht für einen einzigen Augenblick entscheidet ihr über eurer Leben und Schicksal."
Lunas Augen kreisten durch den Raum, da trat würdevoll ein weiterer Mann herein. Er trug schulterlanges, blondes Haar. Sein schmales Gesicht war bartlos und er hatte strahlendblaue, dreieckige Augen.
Seine Tunika war aus Brokat hergestellt mit besonders schönen und auffälligen Farben. Er war von kräftiger Statur und war mindestens zwei Meter groß.
Luna war fasziniert von seiner Schönheit und sogleich hörte sie Amsers Stimme in ihrem Kopf sagen: "Diese Farben in der Tunika sind notwendig, weil sie in unserem Leben eine große Rolle spielen, denn jede Seele hat ihre eigenen Farben oder Schattierungen oder eigenen Geruch. Wir kleiden uns nach der Farbe unserer Seele, dieses vermittelt ihr Frieden."
Luna drehte sich zu Amser hin und nickte leicht mit ihrem Kopf zum Zeichen, daß sie ihn verstanden hatte.
"Es ist heute für mich eine feierliche und hochheilige Zeit, um über Themen zu sprechen, die für unsere Gäste unglaublich erscheinen mögen", dachte dieser schöne Mann und Luna empfand seine Stimme wie den Chor vieler Nachtigallen.
Er nickte ganz leicht mit seinem Kopf Luna und dem Professor zu. Seine Augen strahlten und er öffnete seinen kirschroten Mund ein wenig und seine perlweißen Zähne schimmerten hervor als er die beiden Gäste den Studenten im Saal vorstellte.
Kaum hatte Luna daran gedacht, wie er wohl heißen würde, hörte sie im Kopf seine Stimme sagen: "Vasariah."

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:28

Luna und der Professor befinden sich in der Stadt Cigilah auf einem anderen Planeten. Dort besuchen sie die Universität der Eingeweihten, wo ihnen ein anmutiger weiser Außerirdischer namens Vasariah eine Vorlesung hält.
Folge 15
 
Die hohe Vorlesung von Vasariah

                    
Als Vasariah im ehrwürdigen Saal der Universität zu sprechen begann, lief Luna ein Schauer über den Rücken und tiefes Verlangen nach ihm berauschte ihre Sinne für einen Moment. Ihre Augen trafen sich und eine Welle von Wärme und Glücksgefühle durchlief ihren ganzen Körper. Ihr Herz schlug schneller und das Gefühl vieler Schmetterlinge war in ihrem Bauch. Es kribbelte hinab bis zu ihren Zehenspitzen. Alles um sie herum verschwand und zurück blieb nur das Bild Vasariah's.
Wie aus weiter Ferne hörte sie seine Worte:
"Am Anfang erschuf der Urgeistschöpfer nacheinander zuerst 12 Universen, 49 bewohnte Welten und 392 Zwischenwelten. Das 12. Universum, in dem ihr lebt, war das größte Universum und brachte viele bewohnte Planeten hervor.
Vom Urschöpfer geht eine 'elektrische' Kraft aus, die kein Mensch bisher ergründen konnte. Zum besseren Verständnis möchte ich sagen, nennt diese Kraft "Aura". In dieser Kraft leben wir allesamt.
Wenn man die Größe des Kosmos betrachtet und gleichzeitig berücksichtigt, daß wir in der Aura des Urschöpfers leben, dann habt ihr, wenn es euren Verstand nicht überschreitet, wenigstens jetzt in etwa die Vorstellung von der Größe des Urschöpfers. Wer sich den Urschöpfer bisher als einen weisen, alten Mann mit Bart vorstellte, muß spätestens jetzt zu der Erkenntnis kommen, daß er einem kindlichen Glauben nachgegangen ist.
In euren heiligen Schriften steht oft, daß der Urschöpfer ein Rächer ist und ihr einen Gerichtstag zu erwarten hättet. Ist das wirklich eure Vorstellung? Wartet ihr wirklich darauf, daß euer eigener Urschöpfer euch mit dem Tod bestrafen will, während er es doch war, der euch das Leben gab? Dieser Glaube ist ganz falsch und eine menschliche Idee.
So viele menschliche Ideen stehen in euren heiligen Büchern und selbst in euren Köpfen leben sie weiter und weiter. Jahrtausendelang haben die Männer für ihre Zwecke die Frauen auf dem Planeten Erde ausgebeutet, schikaniert und zu Tode gebracht und das alles nur wegen eines angeblichen Sündenfalls, den es so gar nicht gegeben hat.
Denn ihr sollt wissen, daß die ersten Menschen auf dem Planeten Erde, zwei Personen in einer waren, also männlich und weiblich zusammen. In der Bibel steht es auch so, daß 'Gott' den Menschen als männlich und weiblich erschuf.
Damals waren diese Menschen feinstofflicher als heute. Durch ihre Gedankenkraft bauten sie sich Häuser, in denen sie wohnten und Tempel für ihre 'Geburten', sowie andere Annehmlichkeiten schufen, die sie für schön und angenehm hielten.
Sie waren sehr viel größer als die heutigen Menschen. Ihre Haut war hell und ihre Haare blond, die Augen sehr groß. Außerdem waren sie bartlos.
Im Gegensatz zu den heutigen Erdenmenschen benötigten sie keinen Schlaf und sie verzehrten auch keine Nahrung. Die Früchte, die Samen und die Körner sowie das grüne Gras dienten zur Nahrung der Tierwelt.
Die 'Geburt' aus einem zweigeschlechtlichen Menschen vollzog sich durch die gedankliche Atemkraft; ihr wißt, daß auch der Urschöpfer durch Aus- und Einatmen fortwährend Universen erschafft. Zu diesem Zweck gingen die Menschen in die heiligen Tempel und brachten sich in gedanklichen Kontakt zu ihrem Urgeistschöpfer.
Ihre Gedanken stiegen mit dem Wunsch nach einem neuen Menschen ihrer Art hoch zum Urgeistschöpfer und durch die Impulskraft des Schöpfergeistes bildete sich im 3. Auge eine Energie. Nachdem die Energie eine vollkommene Einheit gebildet hatte, fiel der Mensch in eine Tiefentrance.
In diesem Zustand öffnete sich das 3. Auge und eine duftende, farbenprächtige Energie verließ die Öffnung. Noch während des Austretens bildete sich eine menschliche Form heran, die mehr und mehr Gestalt annahm, bis sie als Mensch vollendet war.
Viele hunderttausend Jahre lebten und 'zeugten' so die ersten Menschen auf Erden."

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:30

Abstieg der Menschheit


"Eines Tages kamen Besucher in ihren Raumschiffen vom Jupiter. Sie brachten Angst und Schrecken über die Erde. Raubtiere und giftige Pflanzen brachten sie mit, ebenso eine Technik, die das geistige Leben auf der Erde entsetzlich veränderte. Sie waren von grober Struktur, schwarzhaarig und braunäugig. Sie jagten die Tiere auf Erden und verspeisten sie. Auch führten sie ein ausschweifendes Leben. Männer und Frauen lebten mit den Tieren zusammen und verkehrten geschlechtlich untereinander. Hierdurch sind die Menschenaffenrassen entstanden.
Während dieser Zeit war es einigen wenigen Menschen gelungen, sich auf dem Planeten Erde zu verstecken. Die anderen wurden eingesammelt und als Sklaven verdingt. Später wurden sie von den Jupiteranern genetisch geteilt und sie gebaren auf dem Wege der geschlechtlichen Zeugung Kinder.
In diesem Zeitalter begann die Herrschaft der 'Schwarzen Magie'. So ging langsam diese Welt dem Untergang entgegen. In der Ausschweifung ihres Lebens und des schlechten Lebenswandels nahm die Höhe ihres Lebensalters langsam ab. Auch veränderte sich damit der Mensch äußerlich. Seine Gesichtszüge wurden die eines Neandertalers. Es kam dann eine Sintflut, die das Ende brachte für ihre Gene."

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:32

Religion sollte Liebe sein! 

                     
"Heute hat die Erde ein erneutes Stadium erreicht, das dem der damaligen Zeit ähnlich ist. Mir wurde aufgetragen euch zu sagen, daß der Urschöpfergeist von großer Güte ist und in vollkommenem Frieden lebt, es nicht will, daß seine Kinder fortwährend von Kriegslärm umgeben sind.
Sucht die Wahrheit, aber nicht alle Wahrheit in euren heiligen Schriften, denn Religion sollte Liebe sein, sie sollte Schönheit sein und sie sollte von äußerer Einfachheit und Freiheit sein. Sie sollte so frisch sein wie ein vom Wind verbreiteter Blumenduft.
Der Urschöpfergeist ist das Licht des Universums und die Quelle und die Liebe aus der wir leben. Sucht deshalb nach der Wahrheit und sehnt euch danach, haltet sie fest, wenn ihr glaubt, sie gefunden zu haben und baut weiter auf sie auf.
Der Mensch wurde nicht vom Schöpfer erschaffen, um sein ganzes Leben lang Lärm und Wirrnis ausgesetzt zu sein. Auch hätte es keine Technik geben sollen. Aber der Mensch hat seine Fähigkeit der Gedankenkraft weitgehend verloren, mit der er damals ohne die Technik alles bewältigen konnte.
Alles was jetzt ist, hat der Mensch ohne Mitwirkung des Urgeistschöpfers zustande gebracht, ER aber möchte, daß der Mensch wieder zu seinen Wurzeln zurückkehrt. Darum wird ER dazu beitragen, daß der ersehnte Frieden, von vielen auf der Erde herbeigesehnt, Wirklichkeit wird."´
Bei seinen letzten Worten verbeugte sich Vasariah leicht in Richtung von Luna und Professor Rosebär. Luna war von einer tiefen Ruhe erfüllt. Sie saß da und ein wohliges Gefühl einer gewissen Befreiung wirkte auf sie ein. Dann lud Vasariah die beiden lächelnd ein, ihm zu folgen.
"Luna", hörte sie die Stimme des Professors in ihrem Kopf.
Etwas irritiert und gedankenverloren lächelte sie, hob ihren Kopf und schaute in das etwas besorgte Gesicht des Professors.
"Es ist schon alles in Ordnung", erwiderte sie ihm gedanklich. Dann stand sie auf und sie verließen gemeinsam den Tempel. Während der Professor fast ununterbrochen auf sie einredete, waren ihre Gedanken ganz woanders. Sie schämte sich ein wenig dafür, daß sie sich in Vasariah verliebt hatte. Sicherlich würde er ihre Gedanken kennen und noch größere Scham stieg in ihr hoch und vermengten sich mit knarrenden, piependen Geräuschen in ihrem Kopf, die sicherlich als Wortgedanken des Professors zu deuten waren.
Luna schaute über das Land und bestaunte den herrlichen Überfluß aller Blumenarten. Nichts hatte sich seit ihrer Ankunft verändert. Alles sah noch genauso aus wie damals als sie aus dem Raumschiff stiegen. Immer noch war die Pflanzenwelt mit einer zartblauen Schattierung und mit einem silbrigen Glanz überzogen.

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-28, 15:34

Luna und Vasariah


Langsam drehte sie sich um und erblickte die schöne Gestalt Vasariah's. Er trug ein rotes Seidengewand, das seinen kräftigen Körper erahnen ließ. Luna streckte ihre Arme aus und ergriff die Hände Vasariah's. Er zog sie zu sich heran und umarmte sie kurz.
Luna erlebte, wie es sich anfühlte, nachzugeben, sich einfach den Kräften des Mannes zu überlassen, jenen Kräften, die uns Leben einhauchen. Sie ließ diese Kraft wie einen Freund durch sich hindurchziehen. Er nahm ihre Hände und streichelte zärtlich ihre Finger und führte sie dann an seine Stirn und dann zum Herzen.
"Es passiert nicht oft, daß jemand bereit ist, berührt zu werden und ich berühre dich."
"Ich verändere dich", hörte sie ihn sagen.
Lange schauten er in ihre Augen. Dann küsste er ihre Schläfen mit großer Behutsamkeit und ihren herzförmigen Mund, ihren Hals, ihre Schultern und die Ansätze ihrer Brüste. Ihr Atem ging schwer, ihre Erregung und ihr Verlangen, das dieser schöne starke Mann sie erobern wollte, machte sie willenlos.
Ihr Herz klopfte vor Erregung so stark, daß sie glaubte, es würde in ihr zerspringen. Ihre Brust hob und senkte sich, ihr Atem ging schnell und stoßweise. Das Blut rauschte in ihren Ohren und machte sie schwindelig. Seine Küsse bedeckten ihren Bauch. Wie elektrische Schläge durchzuckte ihr Körper bei seinen Berührung. Dumpf stöhnte sie auf, und ihr Körper beugte sich nach hinten.
Behutsam fing er sie auf und legte sie sanft auf den Blumenteppich nieder. Begehrlich schaute sie ihn an...

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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-29, 21:29

Der Außerirdische Vasariah bringt in seinem Raumschiff Professor Rosebär und Luna zur Erde zurück. Unterwegs landen sie aber noch als Zwischenstopp auf der Rückseite des Mondes und besuchen dort eine Basis, die unter der Oberfläche liegt. Hier treffen sie mit einem sehr seltsamen, alten Mann zusammen, der von äußerst ungewöhnlichen Machenschaften zu erzählen weiß.
Folge 16                     
 
Eine Basis unter der Mondoberfläche

                   
„Vorsichtig Professor, beugen Sie sich nur nicht zu weit vor, sonst fallen Sie noch in den Krater bevor eines unserer Tellerlifte Sie abholen kann“, brummte der alte Mann ihm zu.
„Mh...m...m...“, murmelte Rosebär vor sich hin und beugte sich noch ein wenig weiter nach vorne. Da kam auch schon der erste Tellerlift und der Professor sprang galant auf diese Plattform. Ohne die leichteste Vibration fuhr der Lift nach unten und Rosebär stieg ab. In schneller Folge kamen danach auch die anderen unten an.
Der Professor ging neugierig prüfend an den Wänden entlang, sie strahlten ein mattes Licht aus. Er schaute nach oben und sah, dass die Decke dieses Licht abstrahlte.
Dann standen auch schon seine anderen Freunde neben ihm. Der Greis ging ihnen voran. Seine Hände hielt er hoch und eine Öffnung erschien in diesem Moment. Rosebär konnte nicht sehen, welcher Mechanismus es war, der die Wand öffnete.
Ein grenzenloses „Ohh...hahaha“ strömte aus dem Mund des Professors, als er die weite Landschaft vor sich sah, den blauen Himmel, den Duft vieler Blumen und Gräser! Er breitete seine Arme aus und lief wieselflink in diese Landschaft hinein. Von hier aus hatte er einen freien Blick über einen großen See. Das Gelände fiel sanft ab und darüber spannte sich der strahlend blaue Himmel.
Er tanzte vor sich hin, war wie berauscht von diesem Anblick. Er strahlte vor Glück und Freude: „Ich könnte den ganzen Mond umarmen, diese Pracht, diese Schönheit, ich hätte nicht einmal im Traum daran gedacht, dass es so etwas tatsächlich hier gibt!“
„Lieber Herr Professor”, sagte der Alte und hüstelte. „Sie sind ja wie ein kleines Kind das unterm Weihnachtsbaum sitzt und Geschenke auspackt. Kommen Sie, wir wollen weiterfahren, ich muss meine Medizin einnehmen.”
Selbst als sie schon in einem schnellen „Laser-Torpedo“ saßen, wurde der Alte von Hustenanfällen geplagt. Das änderte sich erst als der Laser-Torpedo in ein riesiges Gebäude einfuhr und sie alle ausstiegen. In dem Gebäude waren nur Türen, eine neben der anderen.
„Wählen Sie eine Tür, Herrschaften”, murmelte der Alte.
„Ich muss Sie nun erst einmal verlassen um mich ärztlich zu versorgen. Nachher wird Sie mein Adjutant abholen und Sie in meine Gemächer führen für einen netten abendlichen Plausch.” Er drehte sich auf seinem Absatz um, schlich davon und verschwand hinter einer grünfunkelnden Türe.
Wie versprochen wurden die Besucher von einem Mann abgeholt, der sich bei ihnen als der ’private Sekretär des Professors’ vorstellte. Professor Rosebär fielen beinahe die Augen aus dem Kopf als er den Mann sah. Er war etwas mehr als einen Meter und fünfzig groß. Sein muskulöser Körperbau und seine muskelbepackten Arme ließen darauf schließen, dass er ein starker Mann sein musste. Er trug eine rote Uniform, die in einem Stück an seinem Körper war.
„Wie der wohl aus seiner Uniform steigt?“, dachte der Professor, während er ihn verstohlen musterte. Seine Haut war schneeweiß und sie schien durchsichtiger zu sein als Seide. Der runde Kopf saß auf einem langen Hals. Seine Haare waren moosgrün und gelockt. Sie waren kurz geschnitten, so wie beim Militär. Seine Augen waren rubinrot und standen dicht beieinander. Sie waren groß und leuchtend; aus ihnen sprach eine ungewöhnliche Intelligenz. Die Nase war schmal und der Mund hatte die bläuliche Farbe wie die eines kranken Menschen. Dieser Mann war allerdings keinesfalls krank, sondern die Lippenfarbe ließ darauf deuten, dass in den Adern des Adjutanten blaues Blut floss.
Als der Mann die drei ansprach, wurden ein paar schneeweiße breite Zähne sichtbar. Er stellte sich mit dem Namen Hata-aan vor, und forderte sie freundlich auf, mit ihm zu gehen.
Durch scheinbare endlose Gänge kamen sie schließlich zu einem mittelgroßen Raum. Er war sehr spartanisch eingerichtet. Den Mittelpunkt des Raumes bildete jedoch unumstritten ein riesiger Schreibtisch aus Mondgestein.
Der Schreibtisch war blitzsauber und nur eine Karaffe mit einem vollen Glas Wasser und mehreren leeren Gläsern standen auf der Platte. Der Alte saß hinter dem Schreibtisch auf seiner Bank. Hinter ihm standen hohe Regale übervoll mit Büchern.
Der übrige Raum war mit einer Ansammlung kleiner und mittelgroßer Mondsteinbänke voll gestopft. Sie waren großartig verziert und die Sitzflächen waren ausgehöhlt wie Kürbisse. Die Formen waren altmodisch und skurril und wirkten wie fehl am Platze. Alles andere Drumherum war ungemein eindrucksvoll.
„Bitte nehmen sie doch Platz”, sagte Hata-aan und wies ihnen Plätze an.
„Bitte, wenn Sie möchten, wird Hata-aan Ihnen die Gläser füllen“, sagte der Alte mit matter Stimme. Die drei lehnten dankend ab und schauten erwartungsvoll ihr Gegenüber an.
„Sagen Sie mir Bescheid, wenn Sie es sich doch anders überlegen. Ich bilde mir gern ein, ich wäre ein aufmerksamer Gastgeber.” Rosebär fiel es auf, wie kultiviert sich dieser Mann gab.
„Also”, begann der Alte, „momentan bin ich in einer sehr schlechten körperlichen Verfassung, und jedes Wort erschöpft mich mehr und mehr!” Er verzog keine Miene, aber sein Gesicht und seine ganze Haltung drückten aus, dass er schon fast ’jenseits von Eden’ war. Seine dunkle hagere Ge-stalt war gekrümmt und mit dem untrüglichen Zeichen des hohen Alters behaftet.

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„Meine Regierung weiß, dass auf dem Mond die unterirdischen Städte der Aliens sind!“

                    
„Liebe Gäste, ich bin ernsthaft bereit etwas über unsere Regierung zu erzählen, denn es ist so, ich wurde hier 1950 von meiner Regierung auf der Mondstation ausgesetzt“, sprach er weiter, nachdem er mit zitternden Fingern nach einem Glas gegriffen und es halb ausgetrunken hatte.
Atemlose Stille breitete sich nach den ersten Worten des Greises aus. „Anno 47 / 48 habe ich also meinen Mund ziemlich weit aufgerissen und über Roswell geredet. Ich träume heute noch von dem Ding, von den Leichen, und ich kann mich nur fragen, in was für eine Welt wir leben würden, wenn meine Regierung die ganze Sache nicht geheim gehalten hätte.
Diese Welt wäre eine bessere, wenn wir alle wüssten, dass es außer uns noch andere Geschöpfe im Universum gibt.
Ich habe Artikel für Zeitschriften geschrieben und dafür gesorgt, dass die Legende der in Roswell abgestürzten Fliegenden Untertasse nicht vergessen wird, und ich habe an viele Leuten aus der Szene Hinweise gegeben, dass das Projekt ’Blue Bock’ eine Vertuschungsaktion war und so weiter und so weiter.“
Tief in seinem Innern regte sich etwas. Er wirkte glaubhaft, weil er den Anschein der Selbstlosigkeit von sich gab.
„Ich bin ziemlich sicher, dass die CIA davon Wind bekommen hat und mich abservierte. Sie dachten wohl, ich würde hier ’verrecken’ wie schon andere vor mir. Aber sie haben die Rechnung ohne die hier anwesenden Extraterrestrischen gemacht.
Dieser Mond ist ein Satellit, von großen Mutterschiffen aus dem Sternensystem im Kleinen Bären vor tausenden von Jahren hierher gebracht. Meine Regierung weiß, dass auf dem Mond die unterirdischen Städte der Aliens sind. Viele haben die Größe von Washington. In einer dieser Städte fanden wir menschliche Skelette und die von reptoliden Wesen.
In Kürze wird auf diesem Mond ein politischer Machtkampf stattfinden, das ist eigentlich nicht in unserem Sinn, aber im momentanen Augenblick unvermeidlich. Scheinbar hat meine Regierung Auflagen vom ’Rat der Neun’ bekommen, die sie nicht einhalten wollen.”
Wiederholt griff er zum Glas und trank es jetzt ganz leer. Er starrte ins Leere, flüsterte noch irgendetwas. Er saß da, ganz still in sich zusammengesunken, traurig und melancholisch. Dann atmete er tief durch, schloss die Augen, bis er sich langsam wieder fing. Ihm war nicht ganz klar, woher die Angst in ihm auf einmal herkam.

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Als ich geboren wurde, haben alle gelacht,
ich aber habe geweint;
wenn wieder gehe, werden alle weinen,
ich aber werde lachen
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Elisa
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BeitragThema: Re: Wigo- Die Liebe stirbt zuletzt   2016-10-29, 21:32

Der Mond als galaktische Handelsbasis

                   
„Einfach unglaublich”, hörte er die Stimme des Professors sagen. Der Alte war dankbar, dass in die Stille hinein jemand etwas sagte. So konnte er seinen kleinen Schwindelanfall verbergen.
„Welche Ziele verfolgen Sie hier eigentlich auf Luna?”, fragte er den Alten.
„Es gibt nichts womit wir im Augenblick unsere Ziele erreichen könnten, denn die Kräfteverhältnisse sind zu ungleich verteilt”, lachte er rau auf.
„Da fällt mir etwas ein”, erwiderte der Professor und kratzte sich verstohlen am Kinn. „Eigentlich müsste ich mich mal wieder rasieren. . . War das nicht so, dass die Gegenseite letztes Jahr ihre Koffer packen und aus dem Erdorbit verschwinden sollte? Aber sie sind nicht alle abgehauen, stimmt’s? Und nun machen sie euch das Leben hier sauer.“
„Sie missverstehen mich, Professor”, entgegnete ihm der Alte. „Nicht die Gegenseite macht uns zu schaffen, sondern meine Regierung selbst. Sehen Sie, diese Seite des Mondes stellt so was wie ein großer Flughafen dar. Auf dieser Seite des Mondes kommen sie rein. Mit dem aber nicht genug, hier werden die Scheiben gebaut, die die Menschen manchmal auf Erden am Himmel blinken sehen. Die Rückseite des Mondes ist eine galaktische Handelsbasis. Die größten Einkäufer sind meine Regierung und sie kaufen ein was das Zeug hält.“
„Und...äh....was ist es...äh...was kaufen die so ein?“
Die Neugier des Professors wurde hellwach. Er war sich sicher, wenn der Alte jetzt weitersprach, dann müsste man mit Überraschungen rechnen. Und schon sprach der Alte weiter:
„Meine Regierung hat mit Hilfe der Gegenseite Roboter kreiert, die zu Zweidrittel aus Technik bestehen und zu einem Drittel aus Mensch.” Eine Art krächzendes Geräusch kam aus der Kehle des Alten. Er rang sichtlich nach Luft.
Der Professor stürzte auf ihn zu und richtete seinen zusammen gesunkenen Oberkörper auf, goss Wasser aus der Karaffe ins Glas und reichte es ihm. Der Alte nahm mehrere Schlucke daraus und gab das Glas an den Professor zurück. Er hustete krampfhaft und seufzte erleichtert.
„Danke, es geht schon wieder. Meine Regierung hat mit der Gegenseite menschlich anmutende Roboter erschaffen. Sie dienen dem Zweck der Ausschaltung des Menschen. Sie müssen sich vorstellen, dass die Gegenseite darauf bedacht ist, die Menschheit auszurotten. Ganze Völker sollen auf der Erde verschwinden. Die vielen Seuchen, die jetzt auf der Erde rumkursieren, sind nur ein Teil davon, die Menschen auf der Erde stark zu reduzieren.
Weitaus bedrohlicher sind die Experimente am lebenden Menschen. Ja..., auch lebende Menschen wurden für diese Experimente benutzt. Die gewissen Aliens, Sie kennen sie, das sind die, die als die ’Men in black’ auftreten. Sie haben ein elektronisches Gehirn, in das ein Bewusstsein hinein programmiert wurde, von ehemals lebenden Menschen. Mit diesem Bewusstsein glauben sie körperlich zu existieren wie Sie und ich.
Und dann gibt es noch die anderen Aliens, die Ihnen auch bekannt sind, das sind jene mit den großen Insektenaugen. Das sind fiktive Wesen. Sie haben kein Bewusstsein.
Meine Regierung projizieren gesteuerte Bilder in ihre Hirne. Darum wirken sie kalt und gefühllos wenn sie mit Menschen in Kontakt treten. Diese Wesen dienen dazu, die Menschheit zu verwirren und ihnen glauben zu machen, dass diese Wesen vom Stern Zeta-Reticuli kommen um die Menschheit zu retten. Aber in all den vielen Jahren ist nichts in dieser Hinsicht geschehen. Es geht nur noch weiter bergab mit der Erde.
Seit tausenden von Jahren besuchen schon verschiedene Rassen von Außerirdischen unsere Erde. Einige hatten die Absicht den Planeten zu erobern, andere kamen aus Neugier oder wegen der geologischen Schätze. Wieder andere vermischten sich mit den Menschen und ihnen wurden Kinder geboren mit starken spirituellen Fähigkeiten.
Auch mit Genen wurde manipuliert, so, wie die irdischen Wissenschaftler es heute auch tun an Mensch, Tier und Pflanze.”
Nach diesem langen Vortrag schien der Greis ziemlich erschöpft zu sein.
„Ich hätte mal große Lust, auf so einen Flughafen herumzuspazieren.” Mit diesen Worten grinste der Professor den Alten an. Der hob müde sein Haupt und winkte ab.
Rosebär legte sich schmollend zurück und murmelt etwas in sich hinein. Daraufhin beugte sich Hata-aan zu dem Greis nieder und flüsterte ihm etwas ins Ohr. Der Alte nickte mehrmals mit seinem Kopf, lehnte sich dann nach hinten zurück, schloss die Augen und blieb so sitzen.
„Ich bin bereit, Sie dort hinzubringen, Professor!”
„Mich allein?“, fragte der Professor ungläubig. Rosebär drehte seinen Kopf zu Luna und Vasariah und wollte gerade fragen, ob sie mitkommen wollten, da hörte er schon die Antwort in seinem Kopf, dass er ruhig allein mitgehen könnte, sie würden schon auf ihn warten.
Grinsend stand der Professor auf und ging mit Hata-aan erwartungsvoll hinaus.

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Als ich geboren wurde, haben alle gelacht,
ich aber habe geweint;
wenn wieder gehe, werden alle weinen,
ich aber werde lachen
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