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 Himmel und Hölle

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Elisa
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BeitragThema: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:21

HIMMEL  und Hölle
 
 
 
 
Beschrieben
nach Gehörtem und Gesehenem
von EMANUEL SWEDENBORG
 
 
 
 
 
1758
 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
Titel der Urschrift
 
 
DE
COELO
ET EJUS
MIRABILIBUS
ET DE
INFERNO
EX
AUDITIS ET VISIS
 
 
 
LONDINI
 
MDCCLVIII.
(1758)
 
 


 
INHALT
(*)       
Vorwort

 
(I)      Erster Teil: DER HIMMEL
(1)      
Vom Himmel und der Hölle

(2)      
Der Herr ist der Gott des Himmels

(3)      
Das Göttliche des Herrn macht den Himmel

(4)      
Das Göttliche des Herrn im Himmel ist die Liebe zu Ihm und die Liebtätigkeit gegen den Nächsten

(5)      
Der Himmel ist in zwei Reiche abgeteilt

(6)      
Es gibt drei Himmel

(7)      
Die Himmel bestehen aus unzähligen Gesellschaften

(Cool      
Jede einzelne Gesellschaft ist ein Himmel in kleinerer Gestalt und jeder einzelne Engel ist es in der kleinsten

(9)      
Der gesamte Himmel in einer Zusammenfassung stellt einen Menschen dar

(10)    
Jede einzelne Gesellschaft in den Himmeln stellt einen Menschen dar

(11)    
Jeder Engel hat daher vollkommene Menschengestalt

(12)    
Daß der Himmel im Ganzen und in seinen Teilen einen Menschen darstellt, rührt vom Göttlich-Menschlichen des Herrn her

(13)    
Gesammeltes aus den »Himmlischen Geheimnissen« über den Herrn und Sein Göttlich-Menschliches

(14)    
Es besteht eine Entsprechung aller Teile des Himmels mit allen Teilen des Menschen

(15)    
Es besteht ein Entsprechungsverhältnis des Himmels zu allen Dingen der Erde

(16)    
Von der Sonne im Himmel

(17)    
Vom Licht und von der Wärme im Himmel

(18)    
Von den vier Hauptgegenden im Himmel

(19)    
Von den Zustandsveränderungen der Engel im Himmel

(20)    
Von der Zeit im Himmel

(21)    
Von den Vorbildungen und Erscheinungen im Himmel

(22)    
Von den Gewändern, mit denen die Engel angetan erscheinen

(23)    
Von den Wohnungen und Aufenthaltsorten der Engel

(24)    
Vom Raum im Himmel

(25)    
Von der Form des Himmels, nach welcher die Zusammengesellungen und Mitteilungen daselbst erfolgen

(26)    
Von den Regierungen im Himmel

(27)    
Vom Gottesdienst im Himmel

(28)    
Von der Macht der Engel des Himmels

(29)    
Von der Rede der Engel

(30)    
Von der Rede der Engel mit dem Menschen

(31)    
Von den Schriften im Himmel

(32)    
Von der Weisheit der Engel des Himmels

(33)    
Vom Zustand der Unschuld der Engel im Himmel

(34)    
Der Zustand des Friedens im Himmel

(35)    
Von der Verbindung des Himmels mit dem menschlichen Geschlecht

(36)    
Von der Verbindung des Himmels mit dem Menschen durch das Wort

(37)    
Daß Himmel und Hölle aus dem menschlichen Geschlecht seien

(38)    
Von den Heiden oder den Völkern außerhalb der Kirche im Himmel

(39)    
Von den Kindern im Himmel

(40)    
Von den Weisen und Einfältigen im Himmel

(41)    
Gesammeltes aus den »Himmlischen Geheimnissen« über die Wissenschaften

(42)    
Von den Reichen und den Armen im Himmel

(43)    
Von den Ehen im Himmel

(44)    
Von den Verrichtungen der Engel im Himmel

(45)    
Von der himmlischen Freude und Glückseligkeit

(46)    
Von der unermeßlichen Größe des Himmels

 
(II)     Zweiter Teil: VON DER GEISTERWELT UND VOM ZUSTAND DES MENSCHEN NACH DEM TOD


(47)    
Was die Geisterwelt sei

(48)    
Daß jeglicher Mensch seinem Inwendigen nach ein Geist sei

(49)    
Von des Menschen Auferweckung von den Toten und seinem Eintritt ins ewige Leben

(50)    
Daß der Mensch nach dem Tode vollkommene Menschengestalt habe

(51)    
Daß der Mensch nach dem Tode alle Sinne, alles Gedächtnis, alles Denken und alle Neigung hat, die er in der Welt hatte, und daß er nichts zurückläßt, als seinen irdischen Leib

(52)    
Daß der Mensch nach dem Tode so sei, wie sein Leben in der Welt war

(53)    
Daß die Lustreize des Lebens eines jeden nach dem Tode sich in Entsprechendes verwandeln

(54)    
Von des Menschen erstem Zustand nach dem Tode

(55)    
Vom zweiten Zustand des Menschen nach dem Tode

(56)    
Vom dritten Zustand des Menschen nach dem Tode, welcher der Zustand des Unterrichts derer ist, die in den Himmel kommen

(57)    
Daß niemand durch unvermittelte Barmherzigkeit in den Himmel komme

(58)    
Daß es nicht so schwer sei, als man glaubt, ein Leben zu führen, das in den Himmel bringt

 
(III)    Dritter Teil: VON DER HÖLLE



(59)    
Der Herr regiert die Höllen

(60)    
Daß der Herr niemand in die Hölle werfe, sondern der Geist sich selbst

(61)    
Daß alle, die sich in den Höllen befinden, im Bösen und im Falschen aus diesem aus der Eigen - und Weltliebe sind

(62)    
Was das höllische Feuer und was das Zähneknirschen sei

(63)    
Von der Bosheit und den verruchten Kunstgriffen der bösen Geister

(64)    
Von der äußeren Erscheinung, Lage und Vielheit der Höllen

(65)    
Vom Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle

(66)    
Daß der Mensch in der Freiheit sei durch das Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle

 
(67)     Gesammeltes aus den »Himmlischen Geheimnissen« über die Freiheit des Menschen, über den Einfluß und über die Geister, durch welche die Mitteilungen geschehen
     (a)    Von der Freiheit
     (b)    Vom Einfluß
     (c)    Von den Trägern

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:22

Vorwort
Das Aufblicken zu einem unendlichen Wesen und die Hoffnung auf ein ewiges Leben kennzeichnen den Menschen, und nur in Gewißheit darüber findet dieser seine innerste Gemütsruhe.
Gibt es einen Gott und ein Jenseits, so müssen auch redlichen Menschen die Mittel geboten sein, Aufschlüsse über dieselben erhalten zu können.
Wenn Swedenborg in nachfolgendem Werk über die Licht- und Schattenseiten der anderen Welt vor den Augen des Lesers ein Bild entrollt, das die Vernunft in jeder Hinsicht befriedigen muß, so nehme man nicht von vornherein Anstoß daran, daß er „Gesehenes und Gehörtes“ berichtet. Wahrheit ist Wahrheit, wie sie nun zu uns gelangen mag; und die wir unter ihr stehen, ziemt es nicht, ihr den Weg zu uns vorzuschreiben.
Hätte der große Autor sein „Himmel und Hölle“ als Dichtung gegeben, der größte Weltruhm hätte ihm nicht versagt werden können. Er gab es als Erfahrung, und wer will dagegen ein Wort erheben ? War er doch ein Mann „dessen Kenntnisse und Geradheit gleich sehr merkwürdig waren“, und legen seine einfachen Schilderungen, wie jede sich selbst beweisende Wahrheit, an und für sich schon das beste Zeugnis für ihre Glaubwürdigkeit ab, und ist ja mit dem Vorhandensein einer anderen Welt auch die Möglichkeit eines Verkehrs mit derselben zugegeben.
Die höchste Wahrheit mag sein, wo man sie am wenigsten vermutet, und viele mögen an ihr vorübergehen; der Gute aber, ob er auch erst manche Täuschungen erfahren mag, wird endlich zu ihr geführt und - er wird sie erkennen.
Der Verständige prüfe dieses Buch und sehe, ob nicht Wahrheit darin enthalten ist ! Er urteile, ob Himmel und Hölle anders eingerichtet sein können, als der Verfasser sie beschreibt. Der unbefangene Denker wird alles natürlich und folgerichtig finden.
Daß die fünfte Auflage dieses Werkes dazu beitragen werde, die Zahl derer wieder um viele zu vermehren, die in Swedenborgs Schriften eine Quelle der Aufklärung über geistige Dinge und ein Ende ihrer Zweifel gefunden haben, hoffen zuversichtlich
Die Herausgeber.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:23

(I)

DER HIMMEL
(1)

VOM HIMMEL UND DER HÖLLE
(1)
Wo der Herr von der Vollendung des Zeitlaufs, welche die letzte Zeit der Kirche ist
[size=13][size=19][size=13]1
[/size][/size], vor den Jüngern spricht, da sagt Er am Ende der Vorhersagen über ihre aufeinanderfolgenden Zustände in Hinblick der Liebe und der Glaubens[size=19][size=13]2[/size][/size], also:[/size]
„Gleich nach der Trübsal jener Tage wird die Sonne sich verfinstern und der Mond wird seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. Und dann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel, und alsdann werden wehklagen alle Stämme der Erde: und sie werden sehen den Menschensohn kommend in des Himmels Wolken mit vieler Macht und Herrlichkeit. Und Er wird Seine Engel aussenden mit Posaune und großer Stimme, und sie werden Seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom Äußersten der Himmel bis zum Äußersten derselben“:Matth.24/29-31.
Diejenigen, welche diese Worte nach dem Buchstabensinn verstehen, glauben nicht anders, als daß in der letzten Zeit, welche das Letzte Gericht heißt, alle diese Dinge, wie sie in jenem Sinn beschrieben sind, geschehen werden; daß also nicht nur Sonne und Mond sich verfinstern und die Sterne vom Himmel fallen werden und das Zeichen des Herrn am Himmel erscheinen wird und daß sie Ihn in den Wolken und zugleich Engel mit Posaunen sehen werden, sondern auch daß, nach den anderweitigen Vorhersagen, die ganze sichtbare Welt vergehen und dann ein neuer Himmel nebst einer neuen Erde entstehen werde; in dieser Meinung sind heutzutage die meisten innerhalb der Kirche; die aber so glauben, wissen nicht die Geheimnisse, die im einzelnen des Wortes verborgen liegen; denn im einzelnen des Wortes ist ein innerer Sinn, in welchem nicht natürliche und weltliche Dinge, wie diejenigen, die im Buchstabensinn sind, sondern geistige und himmlische Dinge verstanden werden, und zwar gilt dies nicht bloß vom Sinn mehrerer Wörter, sondern auch von jedem [einzelnen] Wort[size=13][size=19][size=13]3[/size][/size]; denn das Wort ist in lauter Entsprechungen[size=19][size=13]4[/size][/size] geschrieben, eben damit im einzelnen ein innerer Sinn sei. Wie dieser Sinn beschaffen sei, kann aus allem dem erhellen, was über diesen Sinn in den »Himmlischen Geheimnissen« gesagt und gezeigt worden ist; was man auch aus ihnen gesammelt finden kann in der Auslegung vom »Weißen Pferd«, von dem in der Offenbarung (die Rede ist). Nach demselben Sinn ist auch zu verstehen, was der Herr in der oben angeführten Stelle von Seiner Ankunft in den Wolken des Himmels gesagt hat; durch die Sonne, die verfinstert werden soll, wird hier bezeichnet der Herr hinsichtlich der Liebe[size=19][size=13]5[/size][/size]; durch den Mond der Herr hinsichtlich des Glaubens[size=19][size=13]6[/size][/size]; durch die Sterne die Erkenntnisse des Guten und Wahren oder der Liebe und des Glaubens[size=19][size=13]7[/size][/size]; durch das Zeichen des Menschensohnes am Himmel die Erscheinung des göttlich Wahren; durch die Stämme der Erde, welche wehklagen werden, alle Dinge des Wahren und Guten oder des Glaubens und der Liebe[size=19][size=13]8[/size][/size]; durch die Ankunft des Herrn in den Wolken des Himmels mit Macht und Herrlichkeit Seine Gegenwart im Wort und die Offenbarung[size=19][size=13]9[/size][/size]; durch die Wolken wird der buchstäbliche Sinn des Wortes bezeichnet[size=19][size=13]10[/size][/size], und durch die Herrlichkeit der innere Sinn des Wortes[size=19][size=13]11[/size][/size]; durch die Engel mit Posaune und großer Stimme wird bezeichnet der Himmel, aus dem das göttlich Wahre [kommt][size=19][size=13]12[/size][/size].[/size]
Hieraus kann erhellen, daß unter jenen Worten des Herrn verstanden wird, daß am Ende der Kirche, wann keine Liebe und darum auch kein Glaube mehr da ist, der Herr das Wort nach dessen innerem Sinn aufschließen und die Geheimnisse des Himmels offenbaren werde; die Geheimnisse, die in Nachstehendem geoffenbart werden, betreffen den Himmel und die Hölle und zugleich das Leben des Menschen nach dem Tode. Der Mensch der Kirche weiß heutzutage kaum etwas vom Himmel und von der Hölle und von seinem Leben nach dem Tode, obwohl alles sich im Wort beschrieben findet; ja viele, die innerhalb der Kirche geboren sind, leugnen sie sogar, indem sie in ihrem Herzen sprechen: Wer ist von da gekommen und hat es erzählt ? Damit nun solches Leugnen, das vorzüglich bei den Weltklugen herrscht, nicht auch diejenigen anstecke und verderbe, die einfältigen Herzens und einfältigen Glaubens sind, ist mir gegeben worden, mit den Engeln zusammen zu sein und mit ihnen zu reden, wie ein Mensch mit dem anderen und auch die in den Himmeln, desgleichen die in den Höllen befindlichen Dinge, und zwar nun schon dreizehn Jahre hindurch, zu sehen und so nun dieselben nach dem Gesehenen und Gehörten zu beschreiben, in der Hoffnung, daß so die Unkenntnis aufgeklärt und der Unglaube zerstreut werde. Eine solche unmittelbare Offenbarung findet heutzutage statt, weil sie diejenige ist, die unter der Ankunft des Herrn verstanden wird.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:24

(2)

DER HERR IST DER GOTT DES HIMMELS
(2)
Zuerst muß man wissen, wer der Gott des Himmels ist, weil das übrige davon abhängt; im ganzen Himmel wird kein anderer als Gott des Himmels anerkannt, als der Herr allein; sie sagen daselbst, wie Er selbst gelehrt hat, daß Er einer [und derselbe sei] mit dem Vater; und daß der Vater in Ihm sei, und Er im Vater; und daß wer Ihn sieht, den Vater sehe; und daß alles Heilige aus Ihm hervorgehe: Joh.10/30,38; 14/10,11; 16/13-15.
Ich sprach hierüber öfter mit den Engeln, und sie sagten beharrlich, sie können im Himmel das Göttliche nicht in drei unterscheiden, weil sie wissen und wahrnehmen, daß das Göttliche eines ist und daß es eines ist im Herrn; sie sagten auch, daß die, welche von der Kirche aus der Welt herkommen, bei denen die Vorstellung dreier Göttlichen ist, nicht in den Himmel aufgenommen werden können, weil nämlich ihr Denken [hin und her] irrt von einem zum anderen und es dort nicht erlaubt ist, drei zu denken und einen zu nennen13, weil im Himmel jeder aus dem Denken redet; denn dort findet ein denkendes Reden oder ein redendes Denken statt; weshalb denn solche, die in der Welt das Göttliche in drei unterschieden und von jedem eine gesonderte Vorstellung gefaßt und diese nicht im Herrn zu einer gemacht und konzentriert hatten, nicht aufgenommen werden können; denn im Himmel findet ein Gemeinschaftlichmachen aller Gedanken statt: würde daher dorthin kommen, wer drei denkt und einen ausspricht, so würde er sogleich ausgekannt und ausgestoßen werden. Es ist jedoch zu wissen, daß alle, die nicht das Wahre vom Guten oder den Glauben von der Liebe getrennt hatten, im anderen Leben, wenn sie belehrt worden sind, die himmlische Idee vom Herrn, daß Er der Gott des Alls sei, annehmen; anders aber die, welche den Glauben vom Leben getrennt, das heißt, die nicht nach den Vorschriften des wahren Glaubens gelebt hatten.
(3)
Die innerhalb der Kirche den Herrn geleugnet und bloß den Vater anerkannt und in solchem Glauben sich bestärkt hatten, sind außerhalb des Himmels; und weil bei ihnen keinerlei Einfließen stattfindet aus dem Himmel, in dem der Herr allein angebetet wird, so werden sie stufenweise des Vermögens beraubt, über irgend etwas das Wahre zu denken, und werden endlich wie stumm oder reden albern und wanken im Gehen, und ihre Arme hängen herab und schwanken hin und her, wie wenn sie keine Kraft in den Gelenken hätten. Die aber das Göttliche des Herrn geleugnet und bloß Sein Menschliches anerkannt hatten, wie die Socinianer, sind gleichfalls außerhalb des Himmels und werden nach vorne etwas rechts hin gebracht und in die Tiefe hinabgelassen und so gänzlich von den übrigen aus der Christenheit abgesondert. Diejenigen aber, welche sagen, sie glauben an ein unschaubares Göttliche, das sie das Seiende des Alls nennen, aus dem alles entstanden ist, und den Glauben an den Herrn verwerfen, diese wurden als solche erfunden, die an keinen Gott glauben, weil das unschaubare Göttliche ihnen ist wie die Natur in ihrem ersten, woran es keinen Glauben und wozu es keine Liebe geben kann, weil es kein Denkbild davon gibt
14
; diese werden unter diejenigen verwiesen, welche Naturalisten heißen. Anders ergeht es denen, die außerhalb der Kirche geboren sind und Heiden genannt werden, von denen im folgenden [die Rede sein wird].
(4)
Alle Kinder, aus denen der dritte Teil des Himmels besteht, werden in die Anerkennung und in den Glauben eingeleitet, daß der Herr ihr Vater ist, und nachher, daß Er der Herr aller, somit der Gott des Himmels und der Erde ist. Daß die Kinder in den Himmeln heranwachsen und durch Erkenntnisse vervollkommnet werden bis zur engelgleichen Einsicht und Weisheit, wird man im folgenden sehen.
(5)
Daß der Herr der Gott des Himmels sei, können die Angehörigen der Kirche nicht bezweifeln, denn Er selbst lehrte, daß alles, was der Vater hat, Sein sei: Matth.11/27; Joh.16/15; 17/2; und daß Er alle Gewalt im Himmel und auf Erden habe: Matth.28/18; im Himmel und auf Erden sagt Er, weil, wer den Himmel regiert, auch die Erde regiert, denn das eine hängt vom anderen ab
15
. Den Himmel und die Erde regieren heißt, [diese] empfangen von Ihm alles Gute, das Sache der Liebe, und alles Wahre, das Sache des Glaubens ist, mithin alle Einsicht und Weisheit und so alle Seligkeit, mit einem Wort, das ewige Leben; dies lehrte auch der Herr, indem Er sagte:
„Wer an den Sohn glaubt, hat das ewige Leben; wer aber dem Sohn nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen“: Joh.3/36.
Anderwärts:
„Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an Mich glaubt, wird leben, wenn er auch stirbt; jeder, der lebt und an Mich glaubt, wird in Ewigkeit nicht sterben“: Joh.11/24,25.
Und in einer anderen Stelle:
„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“: Joh.14/6.
(6)
Es waren einige Geister, welche, solange sie in der Welt lebten, den Vater bekannt, vom Herrn aber keine andere Vorstellung als wie von einem anderen Menschen gehabt und daher nicht geglaubt hatten, daß Er der Gott des Himmels sei; diesen wurde deshalb erlaubt, herumzuwandern und, wo sie wollten, zu untersuchen, ob es einen anderen Himmel gebe, als den des Herrn; sie suchten auch wirklich einige Tage hindurch und fanden nirgends einen solchen. Sie gehörten zu denen, welche die Seligkeit des Himmels in die Herrlichkeit und ins Herrschen setzten, und weil sie ihren Wunsch nicht erlangen konnten und ihnen gesagt wurde, der Himmel bestehe nicht in dergleichen, so wurden sie unwillig und wollten einen Himmel haben, in dem sie über andere herrschen und durch eine Herrlichkeit, gleich der in der Welt, hervorragen könnten.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:25

(3)

DAS GÖTTLICHE DES HERRN
MACHT DEN HIMMEL
(7)
Die Engel heißen zusammengenommen der Himmel, weil sie ihn ausmachen; allein gleichwohl ist es das aus dem Herrn hervorgehende Göttliche, das bei den Engeln einfließt und von ihnen aufgenommen wird, was den Himmel im allgemeinen und im besonderen macht. Das vom Herrn ausgehende Göttliche ist das Gute der Liebe und das Wahre des Glaubens; soviel also des Guten und des Wahren sie vom Herrn aufnehmen, insoweit sind sie Engel und insoweit sind sie der Himmel.
(Cool
Ein jeder in den Himmeln weiß und glaubt, ja fühlt [percipit], daß er nichts Gutes aus sich will und tut und nichts Wahres aus sich denkt und glaubt, sondern aus dem Göttlichen, somit aus dem Herrn, und daß das Gute und das Wahre aus ihm selbst nichts Gutes und Wahres sind, weil das Leben aus dem Göttlichen nicht in ihnen ist; die Engel des innersten Himmels nehmen den Einfluß auch deutlich wahr und empfinden ihn, und wie weit sie ihn aufnehmen, so weit erscheint ihnen, daß sie im Himmel sind, weil so weit in der Liebe und im Glauben und so weit im Lichte der Einsicht und Weisheit und in der daraus kommenden himmlischen Freude; weil diese alle aus dem Göttlichen des Herrn hervorgehen und in ihnen für die Engel der Himmel ist, so ist offenbar, daß das Göttliche des Herrn den Himmel macht und nicht die Engel aus irgend etwas von ihrem Eigenen
16. Daher kommt, daß im Wort der Himmel die Wohnung des Herrn und Sein Thron heißt; und daß von denen, die darin sind, gesagt wird, sie seien im Herrn17
. Wie aber das Göttliche aus dem Herrn hervorgeht und den Himmel erfüllt, wird im folgenden gesagt werden.
(9)
Die Engel gehen vermöge ihrer Weisheit noch weiter; sie sagen nicht nur, daß alles Gute und Wahre vom Herrn sei, sondern auch alles, was zum Leben gehört; sie begründen dies damit, daß nichts aus sich selbst entstehen könne, sondern aus einem Früheren, als es selbst ist, und daß somit alles aus dem Ersten entsteht, das sie das eigentliche Sein des Lebens von allem nennen, und daß in gleicher Weise [alles] bestehe, weil bestehen ist beständig entstehen, und was nicht fortwährend durch Mittelglieder im Zusammenhang mit dem ersten gehalten wird, das fällt alsbald zusammen und wird gänzlich zerstreut; sie sagen überdies, daß es nur einen einzigen Quell des Lebens gebe, und das Leben des Menschen ein Bächlein aus ihm sei, welches, sofern es nicht von seinem Quell her fortwährend Bestand erhält, alsbald versiegt. Ferner, daß aus jenem einzigen Quell des Lebens, welcher der Herr ist, nichts als göttlich Gutes und göttlich Wahres hervorgehe und daß diese jeden anregen je nach der Aufnahme; in denen, welche dieselben im Glauben und im Lebenswandel aufnehmen, sei der Himmel; diejenigen dagegen, die dieselben zurückstoßen oder sie ersticken, verkehren sie in eine Hölle; denn sie verkehren das Gute in Böses und das Wahre in Falsches, somit das Leben in Tod. Daß alles zum Leben Gehörige vom Herrn sei, begründen sie auch damit, daß alles im Weltall sich auf Gutes und Wahres zurückbezieht, das Willensleben des Menschen, welches das Leben seiner Liebe ist, auf Gutes, und das Verstandesleben des Menschen, welches das Leben seines Glaubens ist, auf Wahres; weshalb, da alles Gute und Wahre von oben kommt, hieraus folgt, daß auch alles des Lebens [von daher kommt].
Weil die Engel so glauben, so lehnen sie auch alle Danksagung ab für das Gute, das sie tun, und werden unwillig und treten zurück, wenn jemand ihnen Gutes zuschreibt; sie wundern sich, daß jemand glauben mag, er sei weise aus sich und tue das Gute aus sich; Gutes tun um seiner selbst willen nennen sie nicht Gutes, weil man es aus sich tut; aber Gutes tun um des Guten willen, das nennen sie Gutes aus dem Göttlichen, und dieses Gute sei es, was den Himmel macht, weil dieses Gute der Herr ist18.
(10)
Die Geister, welche, als sie in der Welt lebten, sich in jenem Glauben bestärkt hatten, daß das Gute, das sie tun, und das Wahre, das sie glauben, aus ihnen selbst sei oder ihnen als das ihrige zugeeignet worden sei (in welchem Glauben alle diejenigen sind, die ein Verdienst in Guttaten setzen und sich Gerechtigkeit zuschreiben), diese werden nicht in den Himmel aufgenommen; die Engel fliehen sie, betrachten sie als Stumpfsinnige und als Diebe; als Stumpfsinnige, weil sie in einem fort auf sich und nicht auf das Göttliche sehen, als Diebe, weil sie dem Herrn entziehen, was Ihm gehört. Diese sind wider den Glauben des Himmels, daß das Göttliche des Herrn bei den Engeln den Himmel mache.
(11)
Daß diejenigen, die im Himmel und in der Kirche sind, im Herrn seien und der Herr in ihnen, lehrt auch der Herr, indem Er sagt:
„Bleibet in Mir und Ich in euch; wie eine Rebe nicht Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in Mir bleibet. Ich bin der Weinstock, ihr die Reben; wer in Mir bleibt und Ich in ihm, der bringt viele Frucht; denn ohne Mich könnt ihr nichts tun“:Joh.15/4-7.
(12)
Hieraus kann nun erhellen, daß der Herr in dem Seinigen wohnt bei den Engeln des Himmels, und daß so der Herr alles in allem des Himmels ist; und zwar dies darum, weil das Gute vom Herrn der Herr bei ihnen ist; denn was aus Ihm ist, das ist Er selbst; daß mithin das Gute aus dem Herrn für die Engel der Himmel ist und nicht irgend etwas von ihrem Eigenen.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:26

(4)

DAS GÖTTLICHE DES HERRN IM HIMMEL
IST DIE LIEBE ZU IHM UND DIE LIEBTÄTIGKEIT
GEGEN DEN NÄCHSTEN
(13)
Das vom Herrn ausgehende Göttliche wird im Himmel das göttlich Wahre genannt, aus einem im folgenden anzuführenden Grund. Dieses göttliche Wahre fließt in den Himmel ein vom Herrn aus Seiner göttlichen Liebe. Die göttliche Liebe und das göttliche Wahre aus ihr verhalten sich vergleichsweise wie in der Welt das Feuer der Sonne und das Licht aus: die Liebe wie das Feuer der Sonne, und das Wahre aus ihr wie das Licht aus der Sonne. Vermöge der Entsprechung bezeichnet auch das Feuer die Liebe und das Licht das aus ihr hervorgehende Wahre
19
. Hieraus kann erhellen, welcherlei das aus der göttlichen Liebe des Herrn hervorgehende göttliche Wahre ist, daß es nämlich in seiner Wesenheit das göttliche Gute ist, verbunden mit dem göttlichen Wahren, und weil es verbunden ist, belebt es alles zum Himmel Gehörige, wie die mit dem Licht verbundene Sonnenwärme in der Welt alle Teile des Erdkörpers befruchtet, wie dies zur Zeit des Frühlings und des Sommers geschieht; anders, wann die Wärme nicht mit dem Licht verbunden, somit wenn das Licht kalt ist, dann erstarrt alles und liegt erstorben danieder. Jenes göttliche Gute, das der Wärme verglichen wurde, ist das Gute der Liebe bei den Engeln, und das göttliche Wahre, das dem Licht verglichen wurde, ist das, wodurch und woraus das Gute der Liebe [sich bildet].
(14)
Das Göttliche im Himmel, das diesen macht, ist die Liebe, weil die Liebe eine geistige Verbindung ist; sie verbindet die Engel mit dem Herrn und verbindet sie auch wechselweise unter sich; ja sie verbindet [sie] so, daß sie alle wie eines sind vor dem Auge des Herrn. Überdies ist die Liebe das eigentliche Sein des Lebens für jeden; weshalb aus ihr der Engel Leben hat und auch der Mensch Leben hat: daß aus der Liebe die innerste Lebenskraft [vitale] des Menschen herstammt, kann jeder wissen, der nachdenkt; denn infolge ihrer Gegenwart erwärmt er, infolge ihrer Abwesenheit erkaltet er, und infolge der gänzlichen Entziehung derselben stirbt er
20
. Man muß jedoch wissen, daß bei jedem sein Leben so ist, wie seine Liebe ist.
(15)
Es gibt zweierlei unterschiedene Arten von Liebe im Himmel, eine Liebe zum Herrn und eine Liebe gegen den Nächsten; im innersten oder dritten Himmel ist die Liebe zum Herrn, und im zweiten oder mittleren Himmel ist die Liebe gegen den Nächsten; beide gehen vom Herrn aus, und beide machen den Himmel. Wie beiderlei Arten von Liebe sich unterscheiden und wie sie sich verbinden, stellt sich in hellem Licht heraus im Himmel, dagegen aber nur dunkel in der Welt; im Himmel wird unter „den Herrn lieben“ nicht verstanden, Ihn Seiner Person nach lieben, sondern das Gute lieben, das aus Ihm ist, und das Gute lieben heißt: das Gute aus Liebe wollen und tun; und unter„den Nächsten lieben“ wird nicht verstanden, den Genossen seiner Person nach lieben, sondern das Wahre lieben, das aus dem Wort ist, und das Wahre lieben heißt: das Wahre wollen und tun; hieraus erhellt, daß jene beiden Arten von Liebe sich unterscheiden wie das Gute und das Wahre, und daß sie sich verbinden wie das Gute mit dem Wahren
21. Allein dies geht schwer in die Vorstellung des Menschen ein, der nicht weiß, was Liebe, was Gutes und was der Nächste ist22
.
(16)
Ich sprach hierüber einige Male mit Engeln, welche sagten, sie wundern sich, daß die Menschen der Kirche nicht wissen, daß den Herrn lieben und den Nächsten lieben ist, das Gute und Wahre lieben, und aus dem Wollen es tun, während sie doch wissen können, daß jeder seine Liebe bezeugt durch das Wollen und Tun dessen, was der andere will, und daß er so wieder geliebt und mit ihm verbunden wird, und nicht dadurch, daß er ihn liebt und gleichwohl seinen Willen nicht tut, was an sich nicht-lieben ist; und auch dies können sie wissen, daß das vom Herrn ausgehende Gute Sein Ebenbild ist, weil Er darin ist, und daß diejenigen Seine Ebenbilder werden und mit Ihm verbunden werden, die das Gute und Wahre zur Sache ihres Lebens machen durch das Wollen und Tun; wollen ist auch lieben zu tun. Daß dem so sei, lehrt auch der Herr im Wort, indem Er sagt:
„Wer Meine Gebote hat und sie tut, der ist es, der Mich liebt, und Ich werde ihn lieben und Wohnung bei ihm nehmen“: Joh.14/21,23;
und anderwärts:
„Wenn ihr Meine Gebote haltet, so werdet ihr in Meiner Liebe bleiben“:Joh.15/10,12.
(17)
Daß das vom Herrn ausgehende Göttliche, welches die Engel anregt und den Himmel macht, Liebe sei, bezeugt alle Erfahrung im Himmel; denn alle, die dort sind, sind Ausgestaltungen der Liebe und Liebtätigkeit, sie erscheinen in unaussprechlicher Schönheit, und Liebe leuchtet aus ihrem Antlitz, aus ihrer Rede und aus dem einzelnen ihres Lebens
23. Überdies gibt es geistige Strömungen [sphaerae] des Lebens, die aus jedem Engel und jedem Geist hervorgehen und sie umwallen, mittelst derer sie zuweilen in großer Entfernung erkannt werden, wie sie nämlich beschaffen sind hinsichtlich der Neigungen, die ihrer Liebe angehören; denn diese Strömungen entfließen dem Leben der Neigung und des Denkens aus dieser, oder dem Leben der Liebe und des aus dieser hervorgehenden Glaubens eines jeden; die aus den Engeln hervorgehenden Strömungen sind so voll Liebe, daß sie das Innerste des Lebens derer, bei denen sie sind, ergreifen; sie wurden einige Male von mir empfunden und regten mich also an24. Daß es die Liebe ist, aus der die Engel ihr Leben haben, ward auch daraus klar, daß jeder im anderen Leben sich seiner Liebe zukehrt; die in der Liebe zum Herrn und in der Nächstenliebe sind, wenden sich beständig dem Herrn zu; die aber in der Liebe zu sich sind, wenden sich beständig vom Herrn ab; dies geschieht bei jeder Wendung ihres Leibes; denn im anderen Leben verhalten sich die Räume gemäß den Zuständen ihres Inneren, ebenso die Himmelsgegenden, die hier nicht [hinsichtlich ihrer Lage] festgestellt sind wie in der Welt, sondern bestimmt werden gemäß der Richtung ihres Antlitzes: jedoch sind es nicht die Engel, die sich dem Herrn zuwenden, sondern der Herr ist es, Der diejenigen Sich zuwendet, die zu tun lieben, was aus Ihm ist25
. Doch hierüber mehr im folgenden, wo von den Himmelsgegenden im anderen Leben [die Rede sein wird].
(18)
Das Göttliche des Herrn im Himmel ist Liebe, weil die Liebe das Aufnahmegefäß aller [Güter] des Himmels ist, welche sind Friede, Einsicht, Weisheit und Seligkeit; denn die Liebe nimmt alles und jedes in sich auf, was mit ihr übereinstimmt, sie sehnt sich nach demselben, sucht es auf und zieht es in sich wie von selbst; denn immer will sie durch dasselbe bereichert und vervollkommnet werden
26
, was dem Menschen auch bekannt ist, denn die Liebe bei ihm ersieht sich und nimmt heraus aus den Dingen seines Gedächtnisses alles das, was [mit ihr] zusammenstimmt, und sammelt es, stellt es in sich und unter sich auf; in sich, damit es ihr eigen sei, und unter sich, damit es ihr diene; das übrige aber, das nicht [mit ihr] zusammenstimmt, wirft sie aus und entfernt es.
Daß der Liebe alle Fähigkeit innewohne, die mit ihr übereinstimmenden Wahrheiten in sich aufzunehmen, und das Verlangen, sie mit sich zu verbinden, war auch deutlich an solchen zu ersehen, die in den Himmel erhoben wurden; obwohl diese in der Welt einfältig waren, kamen sie doch in die Engelweisheit und in die Wonnen des Himmels, sobald sie unter die Engel [kamen]; und dies darum, weil sie das Gute und das Wahre um des Guten und Wahren willen geliebt und sie ihrem Leben eingepflanzt hatten und hierdurch fähig geworden waren, den Himmel mit all seinem Unaussprechlichen in sich aufzunehmen.
Diejenigen hingegen, die in der Liebe zu sich und zur Welt sind, sind in keiner Fähigkeit, sie aufzunehmen, sie haben eine Abneigung dagegen, stoßen dieselben von sich und entfliehen bei deren erstem Berühren und Einfließen und gesellen sich solchen in der Hölle bei, die mit ihnen in gleicher Art von Liebe stehen.
Es fanden sich Geister, welche zweifelten, ob dergleichen der himmlischen Liebe innewohne, und zu wissen verlangten, ob dem so sei; weshalb sie, unter einstweiliger Entfernung der Hindernisse, in den Zustand himmlischer Liebe versetzt und nach vorne hin in eine Ferne gebracht wurden, wo der Engelhimmel war, und von wo aus sie mit mir sprachen und sagten, sie fühlen eine Seligkeit, die inniger sei, als sie mit Worten ausdrücken können, sie bedauerten sehr, daß sie in ihren vorigen Zustand zurückkehren müßten.
Auch andere wurden in den Himmel erhoben, und so wie sie innerlicher oder höher gehoben wurden, traten sie auch in die Einsicht und Weisheit ein, so daß sie Dinge fassen konnten, die ihnen früher unbegreiflich waren.
Hieraus erhellt, daß die vom Herrn ausgehende Liebe das Aufnahmegefäß des Himmels und aller Dinge in ihm ist.
(19)
Daß die Liebe zum Herrn und die Liebe gegen den Nächsten alle göttlichen Wahrheiten in sich begreifen, kann aus dem erhellen, was der Herr selbst von diesen beiden Arten der Liebe gesagt hat, indem Er sprach:
„Du sollst deinen Gott lieben von deinem ganzen Herzen und von deiner ganzen Seele: dies ist das erste und größte Gebot; das zweite, das diesem gleich ist, ist, daß du deinen Nächsten lieben sollst wie dich selbst; an diesen zwei Geboten hängen das Gesetz und die Propheten“: Matth.22/37- 40.
Das Gesetz und die Propheten sind das ganze Wort, somit alles göttliche Wahre.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:27

5)

DER HIMMEL
IST IN ZWEI REICHE ABGETEILT
(20)
Weil im Himmel unendliche Mannigfaltigkeiten sind, und nicht eine Gesellschaft der anderen, ja nicht einmal ein Engel dem anderen ganz ähnlich ist27, so wird der Himmel im allgemeinen, im besonderen und im einzelnen unterschieden; im allgemeinen in zwei Reiche, im besonderen in drei Himmel und im einzelnen in unzählige Gesellschaften; von jedem derselben wird in dem nun folgenden die Rede sein. Reiche heißen sie, weil der Himmel das Reich Gottes genannt wird.
(21)
Es gibt Engel, welche das vom Herrn ausgehende Göttliche mehr innerlich und [solche, die] es weniger [innerlich] aufnehmen; die es mehr innerlich aufnehmen, heißen himmlische Engel, die es aber weniger innerlich [aufnehmen], heißen geistige Engel; daher der Himmel unterschieden wird in zwei Reiche, deren eines genannt wird das himmlische Reich, das andere das geistige Reich28.
(22)
Die Engel, welche das himmlische Reich ausmachen, werden, weil sie das Göttliche des Herrn mehr innerlich aufnehmen, innigere und auch höhere Engel genannt; und infolgedessen werden auch die Himmel, die aus ihnen bestehen, innigere und höhere genannt29. Sie heißen höhere und niedrigere, weil das Innerliche und das Äußerliche so genannt wird30.
(23)
Die Liebe, in welcher die sind, die sich im himmlischen Reich befinden, heißt die himmlische Liebe; und die Liebe, in welcher die sind, die sich im geistigen Reich befinden, heißt die geistige Liebe; die himmlische Liebe ist die Liebe zum Herrn, und die geistige Liebe ist die Liebtätigkeit gegen den Nächsten. Und weil alles Gute Sache einer Liebe ist, indem, was jemand liebt, ihm Gutes ist, darum heißt auch das Gute des einen Reichs himmlisches und das des anderen geistiges Gute. Hieraus erhellt, worin sich jene beiden Reiche unterscheiden, nämlich wie das Gute der Liebe zum Herrn und das Gute der Liebtätigkeit gegen den Nächsten31; und weil jenes Gute ein mehr innerliches Gute und jene Liebe eine innigere Liebe ist, darum sind die himmlischen Engel innigere Engel und heißen die höheren.
(24)
Das himmlische Reich heißt auch das priesterliche Reich des Herrn und im Wort Seine Wohnung, und das geistige Reich heißt Sein königliches Reich und im Wort Sein Thron; nach Seinem himmlisch Göttlichen wurde auch der Herr in der Welt Jesus und nach dem geistig Göttlichen Christus genannt.
(25)
Die Engel im himmlischen Reich des Herrn übertreffen weit an Weisheit und Herrlichkeit die Engel, die im geistigen Reich sind, und dies darum, weil sie das Göttliche des Herrn inniger aufnehmen; denn sie sind in der Liebe zu Ihm und daher Ihm näher und enger [mit Ihm] verbunden32. Diese Engel sind so, weil sie die göttlichen Wahrheiten sogleich im Leben aufgenommen haben und aufnehmen, und nicht wie die geistigen nach vorgängigem Gedächtniswissen und Denken; weshalb dieselben ihren Herzen eingeschrieben sind und sie solche fühlen und gleichsam in sich schauen, und nie darüber Berechnungen anstellen [ratiocinantur], ob es so sei oder nicht so sei33; sie sind solche, welche bei Jeremia beschrieben werden:
„Ich werde Mein Gesetz in ihren Geist geben, und in ihr Herz es schreiben: nicht mehr wird jemand seinen Freund, noch jemand seinen Bruder lehren, sprechend: Erkennet den Jehovah; sie werden Mich erkennen vom Kleinsten derselben bis zum Größten derselben“: Jer.31/33,34. Und bei Jesajah heißen sie „von Jehovah Gelehrte“: Jes.54/13;
daß die von Jehovah Gelehrten die vom Herrn Gelehrten seien, lehrt der Herr selbst bei Joh.6/45,46.
(26)
Es ward gesagt, sie haben Weisheit und Herrlichkeit vor den übrigen, weil sie die göttlichen Wahrheiten sogleich im Leben aufnehmen; sobald sie nämlich selbige hören, wollen und tun sie solche auch, ohne sie im Gedächtnis niederzulegen, um dann nachzusinnen, ob es so sei; die so geartet sind, wissen alsbald durch einen Einfluß vom Herrn, ob das Wahre, das sie hören, wahr ist; denn der Herr fließt unmittelbar ein in das Wollen des Menschen und mittelbar durch das Wollen in sein Denken; oder was dasselbe ist, der Herr fließt unmittelbar ein in das Gute und mittelbar durch das Gute in das Wahre34; denn Gutes heißt das, was Sache des Willens und aus diesem der Tat ist, Wahres hingegen, was Sache des Gedächtnisses und aus diesem des Denkens ist; auch wird alles Wahre in Gutes verwandelt und der Liebe eingepflanzt, sobald es in den Willen eingeht; solange aber das Wahre [nur] im Gedächtnis und aus diesem im Denken ist, wird es nicht Gutes, noch lebt es, noch wird es dem Menschen angeeignet, weil der Mensch Mensch ist vermöge des Willens und des Verstandes aus diesem und nicht vermöge des vom Willen getrennten Verstandes35.
(27)
Weil ein solcher Unterschied ist zwischen den Engeln des himmlischen Reiches und den Engeln des geistigen Reiches, so sind sie nicht beisammen, noch haben sie Umgang miteinander: es findet bloß eine Gemeinschaft statt durch die zwischen inne stehenden Engelgesellschaften, welche die geistig-himmlischen [coelestes spirituales] heißen; durch diese fließt das himmlische Reich in das geistige ein36; daher kommt, daß der Himmel, obgleich er in zwei Reiche abgeteilt ist, dennoch einen einzigen ausmacht. Der Herr tut auch immer Vorsehung für solche vermittelnde Engel, durch die eine Gemeinschaft und Verbindung statt hat.     himmels-engel.de
(28)
Weil im folgenden von den Engeln des einen und des anderen Reiches umständlich gehandelt wird, so werden die Einzelheiten hier übergangen.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:29

(6)

ES GIBT DREI HIMMEL
(29)
Es sind drei Himmel und diese untereinander völlig geschieden. Der innerste oder dritte, der mittlere oder zweite, und der unterste oder erste; sie folgen aufeinander und bestehen untereinander, wie das Oberste des Menschen, welches das Haupt heißt, sein Mittleres, welches der Leib, und das Unterste, welches die Füße sind; und wie der oberste Teil eines Hauses, sein mittlerer und sein unterster, in solcher Ordnung ist auch das Göttliche, das vom Herrn ausgeht und herabsteigt; daher ist infolge einer Notwendigkeit der Ordnung der Himmel in drei Teile geteilt.
(30)
Das Inwendige [interiora] des Menschen, welches das seines Gemütes [Mentis] und Charakters [Animi] ist, ist in ähnlicher Ordnung: er hat ein Innerstes, ein Mittleres und ein Letztes [ultimum]; denn in den Menschen sind, als er geschaffen wurde, alle [Stufen] der göttlichen Ordnung gelegt worden, so daß er zur göttlichen Ordnung im Bilde [in forma] und zu einem Himmel in kleinster Gestalt [effigie] wurde
37
; darum auch steht der Mensch in Gemeinschaft mit den Himmeln nach seinem Inwendigen; und kommt auch unter die Engel nach seinem Tode, unter die Engel des innersten Himmels oder des mittleren oder des letzten, je nach der Aufnahme des göttlich Guten und göttlich Wahren vom Herrn, solange er in der Welt lebt.
(31)
Das Göttliche, das vom Herrn einfließt und im dritten oder innersten Himmel aufgenommen wird, heißt das Himmlische, und infolgedessen werden die Engel, die hier sind, himmlische Engel genannt; das Göttliche, das vom Herrn ausgeht und im zweiten oder mittleren Himmel aufgenommen wird, heißt das Geistige, und daher die Engel, welche hier sind, geistige Engel; das Göttliche aber, das vom Herrn einfließt und im untersten oder ersten Himmel aufgenommen wird, heißt das Natürliche; weil jedoch das Natürliche dieses Himmels nicht ist wie das Natürliche der Welt, sondern Geistiges und Himmlisches in sich hat, so heißt dieser Himmel der natürlich-geistige und -himmlische [Spirituale et Coeleste Naturale], und darum die Engel, die hier sind, die natürlich Geistigen und natürlich Himmlischen [Spirituales et Coelestes naturales]
38
; natürlich Geistige [spirituales naturales] heißen, die den Einfluß aus dem mittleren oder zweiten Himmel aufnehmen, welcher der geistige Himmel ist, natürlich Himmlische aber [Coelestes naturales] heißen, die den Einfluß aus dem dritten oder innersten Himmel aufnehmen, welcher der himmlische Himmel ist; die natürlich-geistigen und die natürlich-himmlischen Engel sind unter sich abgeteilt, machen aber doch einen Himmel aus, weil sie auf einer [und derselben] Stufe stehen.
(32)
Es ist in jedem Himmel ein Inneres und ein Äußeres; die im Inneren sind, heißen dort innerliche Engel, die aber im Äußeren sind, heißen dort äußerliche Engel. Das Äußere und das Innere in den Himmeln oder in einem jeden Himmel verhalten sich wie das Wollende [Voluntarium] und dessen Verständiges [Intellectuale] beim Menschen, das Innere wie das Wollende, und das Äußere wie dessen Verständiges; alles Wollende hat sein Verständiges, das eine ohne das andere findet nicht statt; das Wollende verhält sich wie vergleichsweise die Flamme, und sein Verständiges wie das Licht aus ihr.
(33)
Wohl zu merken ist, daß das Inwendige [interiora] bei den Engeln macht, daß sie in dem einen oder in dem anderen Himmel sind; denn je mehr das Inwendige gegen den Herrn zu aufgeschlossen ist, in einem desto inwendigeren Himmel sind sie. Drei Stufen des Inwendigen gibt es bei jedem, sowohl dem Engel als dem Geist und auch beim Menschen; diejenigen, bei denen der dritte Grad aufgeschlossen ist, sind in dem innersten Himmel; bei denen der zweite oder nur der erste, die sind in dem mittleren oder dem äußersten Himmel: das Inwendige wird aufgeschlossen durch die Aufnahme des göttlichen Guten und dazu des göttlichen Wahren; die durch die göttlichen Wahrheiten angeregt werden und sie sogleich ins Leben, somit in den Willen und aus diesem in das Tun übergehen lassen, sind im innersten oder dritten Himmel, und hier je nach der Aufnahme des Guten infolge der Anregung des Wahren; die sie aber nicht sogleich in den Willen, sondern in das Gedächtnis und von da aus in den Verstand aufnehmen und aus diesem heraus sie wollen und tun, sind im mittleren oder zweiten Himmel; die aber moralisch leben und das Göttliche glauben und nicht so sehr sich angelegen sein lassen, unterrichtet zu werden, sind im untersten oder ersten Himmel
39
. Hieraus kann erhellen, daß der Zustand des Inwendigen den Himmel macht, und daß der Himmel innerhalb eines jeden ist, und nicht außerhalb desselben, was auch der Herr lehrt, indem Er sagt:
„Nicht kommt das Reich Gottes so, daß es beobachtet werden könnte, noch wird man sagen: Siehe hier oder siehe da ! Denn sehet, ihr habt das Reich Gottes in euch“: Luk.17/20,21.
(34)
Auch nimmt alle Vollkommenheit zu nach innen, und nimmt ab nach außen zu, weil das Inwendige dem Göttlichen näher und in sich reiner, das Auswendige aber vom Göttlichen entfernter und in sich gröber ist
40
. Die Engelvollkommenheit besteht in der Einsicht, in der Weisheit, in der Liebe und in allem Guten und in der Glückseligkeit daraus, nicht aber in einer Glückseligkeit ohne diese; denn die Glückseligkeit ohne sie ist äußerlich und nicht innerlich. Weil das Inwendige bei den Engeln des innersten Himmels im dritten Grad aufgeschlossen ist, so übertrifft ihre Vollkommenheit unendlich die Vollkommenheit der Engel im mittleren Himmel, deren Inwendiges im zweiten Grad aufgeschlossen ist; in gleicher Weise übertrifft die Vollkommenheit der Engel des mittleren Himmels die Vollkommenheit der Engel des letzten Himmels.
(35)
Weil ein solcher Unterschied besteht, so kann kein Engel des einen Himmels eingehen zu Engeln des anderen Himmels, oder es kann keiner aus einem niedrigeren Himmel hinaufsteigen, noch einer aus einem höheren Himmel herabsteigen; wer aus einem niederen Himmel hinaufsteigt, wird von einer bis zum Schmerz gehenden Bangigkeit ergriffen und kann die dort Befindlichen nicht sehen, noch weniger mit ihnen reden; und wer aus einem höheren Himmel herabsteigt, wird seiner Weisheit beraubt, stottert in seinen Reden und gerät in Verzweiflung. Es waren einige aus dem untersten Himmel, die noch nicht unterrichtet waren, daß der Himmel im Inwendigen des Engels liegt, und glaubten, sie würden in die höhere himmlische Seligkeit kommen, sobald sie nur in den Himmel [kämen], in dem dergleichen Engel sind; es ward ihnen auch gestattet, zu diesen einzugehen; als sie aber dort waren, sahen sie niemand, so sehr sie auch suchten, obwohl eine große Menge da war; denn das Inwendige der Ankömmlinge war nicht in demselben Grad aufgeschlossen, in dem das Inwendige der dort befindlichen Engel [geöffnet war], daher auch nicht ihr Gesicht; und bald nachher wurden sie von solcher Herzensangst befallen, daß sie kaum wußten, ob sie lebten oder nicht; weshalb sie sich schnell in den Himmel begaben, aus dem sie waren, und sich freuten, daß sie zu den Ihrigen kamen; sie gelobten, nicht mehr Höheres zu begehren, als mit ihrem Leben übereinstimmt. Ich sah auch solche, die aus einem höheren Himmel herabgelassen und ihrer Weisheit so sehr beraubt wurden, daß sie nicht wußten, welcherlei ihr Himmel war. Anders geschieht es, wenn der Herr irgendwelche aus einem niederen Himmel in einen höheren erhebt, damit sie die Herrlichkeit dort schauen, was öfter der Fall ist; dann werden sie erst vorbereitet und mit zwischen inne stehenden Engeln umgeben, durch die eine Gemeinschaft statthat. Hieraus erhellt, daß jene drei Himmel unter sich ganz geschieden sind.
(36)
Die aber in demselben Himmel sind, können mit allen und jeden in ihm Umgang haben, allein die Annehmlichkeiten des Umgangs verhalten sich gemäß den Verwandtschaften des Guten, in dem sie sind; doch hiervon in den folgenden Abschnitten.
(37)
Allein obgleich die Himmel so geschieden sind, daß die Engel des einen Himmels keinen Verkehr haben können mit den Engeln des anderen, so verbindet doch der Herr alle Himmel durch einen unmittelbaren und einen mittelbaren Einfluß, durch einen unmittelbaren Einfluß aus Ihm in alle Himmel und durch einen mittelbaren von einem Himmel in den anderen
41; und so bewirkt Er, daß die drei Himmel einer sind und alle in Zusammenhang stehen, vom ersten bis zum letzten, so daß es ein Verbandloses [inconnexum] [gar] nicht gibt; was nicht durch Mittelglieder mit dem ersten zusammenhängt, das besteht auch nicht, sondern löst sich auf und wird zu Nichts42
.
(38)
Wer nicht weiß, wie es sich mit der göttlichen Ordnung hinsichtlich der Abstufungen [gradus] verhält, der kann auch nicht fassen, in welcher Weise die Himmel geschieden sind, ja nicht einmal, was der innere [internus] und der äußere Mensch [externus homo] ist. Die meisten in der Welt haben vom Inwendigen und vom Auswendigen oder vom Höheren und Niederen keinen anderen Begriff, als wie von einem Stetigen oder stetig Zusammenhängenden vom Reineren an bis zum Gröberen; allein das Inwendige [interiora] und das Auswendige [exteriora] verhalten sich nicht wie stetig Zusammenhängendes [continue], sondern wie Gesondertes [discrete]. Es gibt zweierlei Arten von Abstufungen [gradus], stetig fortlaufende Abstufungen und nicht stetig fortlaufende; die stetig fortlaufenden Abstufungen verhalten sich wie die Abstufungen der Abnahme des Lichtes von der Flammenhelle bis zu seinem Dunkel, oder wie die Abstufungen der Abnahme des Sehens von Gegenständen, die im Licht sind, bis zu solchen, die im Schatten sind, oder wie die Abstufungen der Reinheit der Atmosphäre von der untersten Schicht bis zur höchsten; die Abstände bestimmen diese Abstufungen. Dagegen die nicht stetig zusammenhängenden, sondern gesonderten Abstufungen sind voneinander getrennt wie das Frühere und das Spätere, wie die Ursache und wie die Wirkung und wie das Hervorbringende und das Hervorgebrachte; wer untersucht, wird sehen, daß in allem und jedem in der ganzen Welt, was nur irgend ist, solche Abstufungen der Hervorbringung und Zusammensetzung sind, daß nämlich von dem einen das andere und von dem anderen das dritte [wird], und so fort. Wer sich nicht einen Begriff von diesen Abstufungen verschafft, kann auch durchaus nicht die Unterschiede der Himmel erkennen, noch die Unterschiede der inneren und der äußeren Vermögen des Menschen, noch den Unterschied zwischen der geistigen Welt und der natürlichen Welt, noch den Unterschied zwischen dem Geist des Menschen und seinem Körper; und eben daher kann er auch nicht einsehen, was und woher die Entsprechungen und die Vorbildungen sind, noch wie der Einfluß beschaffen ist; die sinnlichen Menschen fassen diese Unterschiede nicht, denn sie machen die Zunahmen und Abnahmen auch nach diesen Abstufungen zu stetig fortlaufenden; daher sie das Geistige sich nicht anders denken können, denn als ein reineres Natürliches; weshalb sie auch draußen stehen und fern ab von der Einsicht
43
.
(39)
Zuletzt darf noch ein gewisses Geheimnis von den Engeln der drei Himmel kundgegeben werden, das früher keinem in den Sinn kam, weil man die Abstufungen nicht verstand; daß nämlich bei jedem Engel und auch bei jedem Menschen eine innerste oder höchste Stufe oder ein Innerstes und Höchstes ist, in welches das Göttliche des Herrn zuerst und zunächst einfließt und aus welchem es das übrige Inwendige zurechtstellt, welches nach den Abstufungen der Ordnung bei ihm sich anreiht; dieses Innerste oder Höchste kann genannt werden der Eingang des Herrn zum Engel und zum Menschen und Seine eigentlichste Wohnung bei ihnen; durch dieses Innerste oder Höchste ist der Mensch (Mensch) und wird er von den unvernünftigen Tieren unterschieden, denn diese haben es nicht; daher kommt, daß der Mensch anders als die Tiere nach all seinem Inwendigen, welches das Gebiet seines Gemüts und seiner Gesinnung ist, vom Herrn zu Sich erhoben werden kann, daß er an Ihn glauben, von Liebe zu Ihm angeregt werden und so Ihn schauen, und daß er Einsicht und Weisheit in sich aufnehmen und aus der Vernunft heraus reden kann; daher kommt auch, daß er ewig fortlebt. Was aber in jenem Innersten in Ordnung gebracht und vorgesehen wird, fließt nicht deutlich ins Bewußtsein eines Engels ein, weil es über seinem Denken steht und seine Weisheit übersteigt.
(40)
Dies ist nun das Allgemeine von den drei Himmeln; im folgenden aber soll von jedem Himmel im Besonderen die Rede sein.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:30

(7)

DIE HIMMEL BESTEHEN
AUS UNZÄHLIGEN GESELLSCHAFTEN
(41)
Die Engel eines jeden Himmels sind nicht [alle] an einem Ort beisammen, sondern in größere und kleinere Gesellschaften abgeteilt, je nach den Unterschieden des Guten der Liebe und des Glaubens, in dem sie sind; die in gleichem Guten sind, bilden eineGesellschaft; das Gute in den Himmeln ist in unendlicher Mannigfaltigkeit; und jeder Engel ist wie sein Gutes[size=13][size=19][size=13]44
[/size][/size].[/size]
(42)
Die Engelvereine in den Himmeln sind auch voneinander entfernt, je nachdem das Gute im allgemeinen und im besonderen verschieden ist; denn die Abstände in der geistigen Welt stammen aus keinem anderen Ursprung, als aus der Verschiedenheit des Zustandes des Inwendigen, somit in den Himmeln aus der Verschiedenheit der Zustände der Liebe; in großer Entfernung voneinander sind, die sehr verschieden sind, und in geringer Entfernung, die wenig verschieden sind; die Ähnlichkeit macht, daß sie beisammen sind[size=13][size=19][size=13]45
[/size][/size].[/size]
(43)
Alle [einzelnen] in einer Gesellschaft sind in gleicher Weise voneinander verschieden; die vollkommener sind, das heißt, die voranstehen im Guten, somit in der Liebe, Weisheit und Einsicht, sind in der Mitte; die sich weniger hervortun, sind ringsherum, in einer Entfernung, gemäß den Graden, wie die Vollkommenheit geringer wird; es verhält sich damit wie mit dem Licht, das von der Mitte aus gegen die Umkreise hin abnimmt: die in der Mitte sind, sind auch im größten Licht, die gegen die Umkreise hin in immer geringerem.
(44)
Ähnliche werden wie von selbst zu ähnlichen geführt, denn sie sind bei ähnlichen wie unter den Ihrigen und wie zu Hause, bei anderen aber wie unter Fremden und wie außer dem Hause; sind sie bei ähnlichen, so sind sie auch in ihrer Freiheit und damit in allem Angenehmen des Lebens.
(45)
Hieraus erhellt, daß das Gute alle in den Himmeln zusammengesellt, und daß sie sich unterscheiden je nach dessen Beschaffenheit; gleichwohl jedoch sind es nicht die Engel, die sich so zusammentun, sondern der Herr ist es, von Dem das Gute kommt; Er führt sie, verbindet sie, scheidet sie ab und erhält sie in der Freiheit, insoweit [sie] im Guten [sind], somit jedem einzelnen im Leben seiner Liebe, seines Glaubens, seiner Einsicht und Weisheit, und infolgedessen in der Seligkeit[size=13][size=19][size=13]46
[/size][/size].[/size]
(46)
Es kennen sich auch alle, die in ähnlichem Guten stehen, ganz wie die Menschen in der Welt ihre Verwandten, ihre Verschwägerten und ihre Freunde, obgleich sie dieselben nie zuvor gesehen haben; und dies darum, weil es im anderen Leben keine anderen Verwandtschaften, Schwägerschaften und Freundschaften gibt, als geistige, somit diejenigen der Liebe und des Glaubens[size=13][size=19][size=13]47
[/size][/size]. Das ist mir einige Male zu sehen gegeben worden, als ich im Geiste, also dem Körper entrückt und so im Umgang mit Engeln war, da sah ich einige, die mir wie von Kindheit an bekannt, andere aber, die mir als völlig unbekannt erschienen; die mir wie von Kindheit an bekannt erschienen, waren solche, die in einem dem Zustand meines Geistes ähnlichen Zustand; die mir aber unbekannt schienen, solche, die in unähnlichem waren.[/size]
(47)
Alle die, welche einen [und denselben] Engelverein bilden, sind von ähnlichem Angesicht im allgemeinen, aber nicht von ähnlichem im besonderen; wie es sich mit den Ähnlichkeiten im allgemeinen und den Verschiedenheiten im besonderen verhält, kann einigermaßen an dergleichen in der Welt ersehen werden; es ist bekannt, daß jedes Volk eine gemeinsame Ähnlichkeit im Gesicht und in den Augen hat, an der es erkannt und von einem anderen Volk unterschieden wird, und mehr noch eine Familie von der anderen; allein dies zeigt sich noch viel vollkommener in den Himmeln, weil dort alle inwendigen Regungen auf dem Angesicht erscheinen und aus ihm hervorleuchten; denn das Angesicht ist dort die äußere und vorbildliche Ausgestaltung derselben; ein anderes Antlitz zu haben als das seiner Regungen, geht im Himmel nicht an.
Es wurde auch gezeigt, wie die gemeinsame Ähnlichkeit sich im besonderen verändert in den einzelnen, die in einer und derselben Gesellschaft sind; es war ein engelartiges Gesicht, das mir erschien, und dieses veränderte sich nach den Neigungen des Guten und Wahren, wie sie bei denen waren, die sich in einer und derselben Gesellschaft befanden; diese Veränderungen setzten sich lange fort, und ich bemerkte, daß gleichwohl dasselbe Angesicht im allgemeinen als die Grundform blieb, und daß die übrigen bloß Ableitungen und Fortpflanzungen aus ihr waren; so wurden mir auch durch dieses Antlitz die Neigungen der ganzen Gesellschaft gezeigt, durch welche die Angesichter der in ihr Befindlichen verändert wurden; denn die Engelgesichter sind, wie oben gesagt worden, Ausgestaltungen ihres Inwendigen, somit der Neigungen, die mit ihrer Liebe und ihrem Glauben zusammenhängen.
(48)
Daher kommt auch, daß ein Engel, der durch seine Weisheit hervorragt, gleich im Angesicht des anderen sieht, welcher Art derselbe ist; nicht kann dort irgend jemand durch den Ausdruck seines Gesichtes das Inwendige verbergen und einen Schein annehmen, auch durchaus nicht lügen; noch durch List und Heuchelschein täuschen. Es geschieht zuweilen, daß in die Gesellschaften sich Heuchler einschleichen, die gelernt haben, ihr Inwendiges zu verbergen und ihr Äußeres so zu verstellen, daß es in der Gestalt des Guten erscheint, in dem die in der Gesellschaft Befindlichen sind, und so sich fälschlich als Engel des Lichtes hinzustellen; allein solche können nicht lange dort verweilen, denn sie fangen an, innerlich beängstigt und gequält zu werden, Totenblässe überzieht ihr Angesicht und sie werden wie entseelt; so werden sie verändert infolge der Entgegengesetztheit des Lebens, das einfließt und einwirkt; weshalb sie sich schnell in die Hölle hinabstürzen, in der ähnliche sind, und nicht mehr versuchen, heraufzusteigen; sie sind diejenigen, die verstanden werden unter jenem, der unter den zu Tische Liegenden und Geladenen als mit keinem hochzeitlichen Kleid angetan erfunden und in die äußerste Finsternis hinausgeworfen wurde: Matth.22/11f.
(49)
Alle Gesellschaften des Himmels stehen in Gemeinschaft miteinander, zwar nicht durch offenen Verkehr, denn wenige gehen aus ihrer Gesellschaft heraus in eine andere, weil das Herausgehen aus seiner Gesellschaft soviel ist, als das Herausgehen aus sich und seinem Leben und das Übergehen in ein anderes, das nicht so zusagt, allein sie stehen alle in Gemeinschaft durch die Ausdehnung der Strömung [sphaerae], die aus dem Leben eines jeden hervorgeht; die Lebensströmung ist die Strömung der Neigungen, die der Liebe und dem Glauben angehören; diese verbreitet sich in die Gesellschaften rings umher in die Länge und in die Breite, und zwar um so weiter und breiter, je innerlicher und vollkommener die Neigungen sind[size=13][size=19][size=13]48
[/size][/size]; je nach Verhältnis dieser Ausdehnung haben die Engel Einsicht und Weisheit; die im innersten Himmel, und zwar in dessen Mitte sind, haben eine Ausdehnung in den ganzen Himmel; daher findet eine Mitteilung aller [Güter] des Himmels an jeden einzelnen und jedes einzelnen an alle statt[size=19][size=13]49[/size][/size]. Doch von dieser Verbreitung wird weiter unten noch vollständiger gehandelt werden, wo [die Rede sein wird] von der himmlischen Form, nach der die Engelgesellschaften geordnet sind, und auch von der Weisheit und Einsicht der Engel; denn alle Verbreitung der Neigungen und Gedanken geht nach dieser Form vor sich.[/size]
(50)
Oben wurde gesagt, daß in den Himmeln größere und kleinere Gesellschaften seien; die größeren bestehen aus Myriaden, die kleineren aus einigen Tausenden, und die kleinsten aus einigen Hunderten von Engeln; es gibt auch solche, die einsam wohnen, gleichsam Haus und Haus, Familie und Familie; diese, obgleich sie so vereinzelt leben, sind doch in ähnlicher Weise geordnet, wie die in Gesellschaften, daß nämlich ihre Weiseren in der Mitte und die Einfältigeren an den Grenzen sind; diese sind näher unter der göttlichen Obhut des Herrn und unter den Engeln die besten.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:32

(Cool

JEDE EINZELNE GESELLSCHAFT
IST EIN HIMMEL IN KLEINERER GESTALT
UND JEDER EINZELNE ENGEL
IST ES IN DER KLEINSTEN
(51)
Jede einzelne Gesellschaft ist ein Himmel in kleinerer Gestalt und jeder einzelne Engel ist es in der kleinsten, weil das Gute der Liebe und des Glaubens es ist, was den Himmel macht, und dieses Gute in jeder Gesellschaft des Himmels und in jedem Engel der Gesellschaft ist; es tut der Sache keinen Eintrag, daß dieses Gute überall verschieden ist und wechselt, es ist doch das Gute des Himmels; der Unterschied ist nur, daß der Himmel hier so und dort so ist. Darum sagt man, wenn jemand in eine Gesellschaft des Himmels erhoben wird, er komme in den Himmel; und von denen, die dort sind, sie seien im Himmel und jeder in dem seinigen; dies wissen alle, die im anderen Leben sind, darum sagen auch die, welche außerhalb oder unterhalb des Himmels stehen und aus der Ferne dahin schauen, wo Versammlungen von Engeln sind, der Himmel sei hier und auch dort. Es verhält sich damit vergleichsweise wie mit den Großbeamten, Kammerherren und Dienern in einem königlichen Palast oder an einem Hof: obgleich sie alle besonders in ihren Wohnungen oder in ihrem Zimmer wohnen, der eine oben, der andere unten, so sind sie doch in einem Palast oder an einem Hof, jeder in seinem Beruf, dem König zu dienen. Hieraus erhellt, was verstanden wird unter den Worten des Herrn, daß
„in Seines Vaters Hause viele Wohnungen seien“: Joh.14/2,
und was unter den Wohnungen des Himmels und unter den Himmeln der Himmel bei den Propheten.
(52)
Daß jede einzelne Gesellschaft ein Himmel in kleinerer Form ist, konnte auch durchaus abgenommen werden, daß in jeder Gesellschaft eine ähnliche himmlische Form waltet, wie im ganzen Himmel; im ganzen Himmel sind in der Mitte, die sich vor den übrigen auszeichnen, und ringsumher bis zu den Grenzen sind in absteigender Ordnung die minder vorzüglichen, wie man dies im vorhergehenden Abschnitt Nr. 43 nachgewiesen sehen kann; und dann auch daraus, daß der Herr alle im ganzen Himmel Befindlichen führt, wie wenn sie ein Engel wären, und in gleicher Weise auch die in jeder einzelnen Gesellschaft Befindlichen; infolgedessen zuweilen auch eine ganze Engelsgesellschaft als eine Einheit in Engelsgestalt erscheint, was mir auch vom Herrn zu sehen gegeben wurde. Auch wenn der Herr inmitten der Engel erscheint, so erscheint Er nicht als von vielen umgeben, sondern als einer in Engelsgestalt; daher kommt, daß der Herr im Wort der Engel heißt, und ebenso eine ganze Gesellschaft; Michael, Gabriel und Raphael sind nichts [anderes] als Engelgesellschaften, die von ihren Verrichtungen so benannt werden[size=13][size=19][size=13]50
[/size][/size].[/size]
(53)
Wie eine ganze Gesellschaft der Himmel in kleinerer Gestalt ist, so ist auch der Engel ein Himmel in kleinster; denn der Himmel ist nicht außerhalb des Engels, sondern innerhalb desselben; sein Inwendiges nämlich, das Gebiet seines Gemütes, ist zu einer Form des Himmels, somit zur Aufnahme aller Dinge des Himmels, die außerhalb seiner sind, eingerichtet worden; er nimmt sie auch in sich auf, je nach der Beschaffenheit des Guten, das in ihm ist aus dem Herrn; infolgedessen ist der Engel auch ein Himmel.
(54)
Man kann durchaus nicht sagen, der Himmel sei außerhalb jemandes, sondern innerhalb; denn jeder Engel nimmt je nach dem Himmel, der innerhalb seiner ist, den Himmel in sich auf, der außerhalb seiner ist. Hieraus erhellt, wie sehr sich täuscht, wer glaubt, in den Himmel kommen sei bloß unter die Engel erhoben werden, wie man auch immer nach seinem inwendigen Leben beschaffen sein möge, und daß somit der Himmel jedem aus unvermittelter Barmherzigkeit gegeben werde[size=13][size=19][size=13]51
[/size][/size]; während doch, sofern der Himmel nicht innerhalb jemandes ist, nichts vom Himmel, der außerhalb ist, einfließt und aufgenommen wird. Es gibt viele Geister, die in solcher Meinung stehen und deshalb auch ihres Glaubens wegen in den Himmel erhoben wurden; weil aber ihr inwendiges Leben dem Leben, in dem die Engel sind, entgegengesetzt war, so begannen sie, sobald sie dort waren, ihrem Verstand nach zu erblinden, so daß sie wie Dummköpfe wurden, und auch in ihrem Wollen sich so peinlich beengt zu fühlen, daß sie sich zuletzt wie Wahnsinnige gebärdeten: mit einem Wort, die ein böses Leben führen und in den Himmel geraten, kämpfen dort mit dem Atem und quälen sich ab, vergleichsweise wie Fische außerhalb des Wassers in der Atmosphäre, und sind wie Tiere in Luftpumpen im Äther nach ausgezogener Luft. Hieraus kann erhellen, daß der Himmel innerhalb und nicht außerhalb jemandes ist[size=19][size=13]52[/size][/size].[/size]
(55)
Weil alle den Himmel, der außer ihnen ist, je nach Beschaffenheit des Himmels aufnehmen, der innerhalb ihrer ist, darum nehmen sie in gleicher Weise den Herrn auf, weil das Göttliche des Herrn den Himmel macht: daher kommt, daß der Herr, wenn Er Sich in einer Gesellschaft gegenwärtig darstellt, daselbst je nach der Beschaffenheit des Guten erscheint, in dem die Gesellschaft ist, also nicht in gleicher Weise in der einen Gesellschaft wie in der anderen: nicht als ob diese Ungleichheit im Herrn wäre, sondern in denen, die Ihn aus ihrem Guten, somit diesem gemäß sehen; sie werden auch durch Seine Erscheinung angeregt je nach der Beschaffenheit ihrer Liebe; die Ihn innigst lieben, werden innigst ergriffen, die Ihn weniger lieben, werden weniger angeregt; die Bösen, die außerhalb des Himmels sind, leiden Pein bei Seiner Gegenwart. Wenn der Herr in einer Gesellschaft erscheint, so erscheint Er daselbst als Engel; Er unterscheidet Sich aber von anderen durch das Göttliche, das hindurchscheint.
(56)
Der Himmel ist auch da, wo man den Herrn anerkennt, an Ihn glaubt und Ihn liebt; die Mannigfaltigkeit in Seiner Verehrung infolge der Mannigfaltigkeit des Guten in der einen und der anderen Gesellschaft bringt keinen Nachteil, sondern Vorteil; denn die Vollkommenheit des Himmels beruht auf ihr; daß die Vollkommenheit des Himmels davon abhängt, kann nur schwer der Fassungskraft nahe gebracht werden, wenn man nicht die in der gelehrten Welt gebräuchlichen Kunstwörter zu Hilfe nimmt und durch sie erklärt, wie die vollkommene Einheit sich aus dem Mannigfaltigen bildet: alle Einheit entsteht aus Mannigfaltigem; denn eine Einheit, die nicht aus Mannigfaltigem [besteht], ist kein Etwas, hat keine Form und darum auch keine Qualität: entsteht hingegen die Einheit aus Mannigfaltigem, und sind die mannigfaltigen [Bestandteile] in vollkommener Form, in der jegliches sich dem anderen als befreundetes Übereinstimmende der Reihe nach anschließt, dann hat sie eine vollkommene Qualität: auch der Himmel ist eine aus mannigfaltigen, in die vollkommenste Form zusammengeordneten Bestandteilen zusammengesetzte Einheit; denn die himmlische Form ist unter allen Formen die vollkommenste. Daß alle Vollkommenheit von daher stamme, zeigt sich an jeder Schönheit, Lieblichkeit und Anmut, die sowohl die Sinne als das Gemüt anregen; denn sie entstehen und kommen aus nichts anderem, als aus dem Zusammenklang und der Harmonie vieler einhelligen und übereinstimmenden Dinge, mögen nun diese gleichzeitig in Ordnung beisammen sein oder in Ordnung aufeinanderfolgen, und nicht aus einem ohne vieles: daher sagt man: die Mannigfaltigkeit ergötze, und weiß man, daß das Ergötzen sich je nach deren Beschaffenheit verhält; hieraus kann man wie im Spiegel sehen, woher die Vollkommenheit aus dem Mannigfaltigen kommt, auch im Himmel; denn aus den Dingen, die in der natürlichen Welt existieren, können wie im Spiegel die in der geistigen Welt befindlichen Dinge gesehen werden[size=13][size=19][size=13]53
[/size][/size].[/size]
(57)
Von der Kirche kann ähnliches gesagt werden wie vom Himmel; denn die Kirche ist der Himmel des Herrn auf Erden: auch ihrer sind viele, und doch heißt jede einzelne eine Kirche und ist auch eine Kirche, inwieweit das Gute der Liebe und des Glaubens in ihr herrscht: der Herr macht auch hier aus Mannigfaltigem eine Einheit, somit aus vielen Kirchen eine[size=13][size=19][size=13]54
[/size][/size]. Gleiches, wie von der Kirche im allgemeinen, kann auch gesagt werden vom Menschen der Kirche im besonderen, daß nämlich die Kirche innerhalb des Menschen ist und nicht außerhalb desselben, und daß jeder Mensch eine Kirche ist, in dem der Herr gegenwärtig ist im Guten der Liebe und des Glaubens[size=19][size=13]55[/size][/size]. Gleiches, wie vom Engel, in dem der Himmel ist, kann auch gesagt werden vom Menschen, in dem die Kirche ist, daß er nämlich die Kirche in kleinster Gestalt sei, wie der Engel der Himmel in kleinster Gestalt ist: ja noch mehr, daß der Mensch, in dem die Kirche ist, ebenso wie der Engel ein Himmel ist; denn der Mensch ist dazu geschaffen, daß er in den Himmel komme und ein Engel werde; weshalb derjenige, der das Gute vom Herrn hat, ein Engelmensch ist[size=19][size=13]56[/size][/size]. Es darf erwähnt werden, was der Mensch gemein hat mit dem Engel, und was er vor den Engeln voraus hat: der Mensch hat gemein mit dem Engel, daß sein Inwendiges ebenso nach dem Bild des Himmels gebildet ist, und daß er auch ein Ebenbild des Himmels wird, inwieweit er im Guten der Liebe und des Glaubens ist; der Mensch hat vor den Engeln voraus, daß sein Äußeres nach dem Bild der Welt gebildet ist, und daß, insoweit als er im Guten ist, die Welt bei ihm dem Himmel untergeordnet wird und dem Himmel dient[size=19][size=13]57[/size][/size]; und daß alsdann der Herr bei ihm gegenwärtig ist in beiden wie in Seinem Himmel; denn Er ist bei beiden überall in Seiner göttlichen Ordnung, weil Gott die Ordnung ist[size=19][size=13]58[/size][/size].[/size]
(58)
Endlich ist noch zu bemerken, daß, wer den Himmel in sich hat, nicht bloß den Himmel in seinem Größten oder Allgemeinen, sondern auch in seinem Kleinsten oder Einzelnen hat; und daß das Kleinste in ihm das Größte im Bilde darstellt; dies kommt daher, daß ein jeder seine Liebe ist und so geartet, wie seine herrschende Liebe; was herrscht, das fließt ins Einzelne ein und ordnet es und drückt überall sein Bild auf[size=13][size=19][size=13]59
[/size][/size]: in den Himmeln ist die Liebe zum Herrn die herrschende, weil dort der Herr über alles geliebt wird; daher ist der Herr dort alles in allem, Er fließt in alle und jede ein, bringt sie in Ordnung und zieht [ihnen] Sein Ebenbild an und macht, daß der Himmel ist, wo Er ist: darum ist der Engel ein Himmel in kleinster Form, die Gesellschaft in größerer, und alle Gesellschaften zusammengenommen in der größten. Daß das Göttliche des Herrn den Himmel macht, und daß es alles in allem ist, sehe man Nr. 7 - 12.[/size]

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:34

(9)

DER GESAMTE HIMMEL
IN EINER ZUSAMMENFASSUNG
STELLT EINEN MENSCHEN DAR
(59)
Daß der Himmel in seinem Gesamtumfang einen Menschen darstellt, ist ein in der Welt noch nicht bekanntes Geheimnis; in den Himmeln aber ist es ganz bekannt; es zu kennen, und zwar das Besondere und Einzelne davon, ist eine Hauptaufgabe der Einsicht der Engel in ihm; auch ist davon vieles abhängig, was ohne dasselbe als seinen gemeinsamen Grund nicht deutlich und klar in die Vorstellung ihres Geistes eingehen würde. Weil sie wissen, daß alle Himmel zugleich mit ihren Gesellschafteneinen Menschen darstellen, so heißen sie auch den Himmel den Größten und den göttlichen Menschen[size=13][size=19][size=13]60
[/size][/size]; den göttlichen darum, weil das Göttliche des Herrn den Himmel macht; siehe Nr. 7 - 12.[/size]
(60)
Daß die himmlischen und die geistigen Dinge in diese Form und in dieses Bild zusammengeordnet und verbunden sind, können diejenigen nicht fassen, die von den geistigen und himmlischen Dingen keine richtige Vorstellung haben; sie denken, die irdischen und materiellen Dinge, welche das Äußerste des Menschen bilden, machen diesen aus, und ohne sie sei der Mensch nicht Mensch: allein sie mögen wissen, daß der Mensch nicht durch sie Mensch ist, sondern davon, daß er das Wahre einsehen und das Gute wollen kann; dieses ist das Geistige und Himmlische, das den Menschen ausmacht. Der Mensch weiß auch, daß jeder ein solcher Mensch ist, wie er seinem Verstand und Willen nach beschaffen ist; und auch das kann er wissen, daß sein irdischer Leib gebildet ist, diesen in der Welt zu dienen und ihnen in gleichförmiger Weise Nutzen zu schaffen in der untersten Sphäre der Natur; darum auch tut der Körper nichts aus sich, sondern wird in gänzlicher Nachgiebigkeit nach den Winken des Verstandes und des Willens getrieben, so sehr, daß der Mensch alles, was er nur denkt, auch mit der Zunge und dem Mund redet, und alles, was er will, auch mit dem Körper und den Gliedern ausführt, so daß der Verstand und der Wille das Tuende ist, und der Körper nicht im geringsten aus sich; hieraus erhellt, daß die zum Verstand und zum Willen gehörigen Dinge den Menschen ausmachen, und daß diese die gleiche Gestalt haben, weil sie in die einzelnsten Teile des Körpers einwirken wie das Innere ins Äußere; der Mensch heißt demnach von ihnen her ein innerer und geistiger Mensch. Ein solcher Mensch in größter und vollkommenster Gestalt ist der Himmel.
(61)
Eine solche Vorstellung haben die Engel vom Menschen, weshalb sie niemals auf das merken, was der Mensch mit dem Körper tut, sondern auf den Willen, aus dem heraus der Körper tätig ist; diesen nennen sie den eigentlichen Menschen, und den Verstand insoweit, als er mit dem Willen übereinwirkt[size=13][size=19][size=13]61
[/size][/size].[/size]
(62)
Die Engel sehen zwar den Himmel nicht seinem ganzen Umfang nach in solcher Gestalt; denn der ganze Himmel fällt nicht ins Gesicht irgendeines Engels, wohl aber sehen sie zuweilen entlegene Gesellschaften, die aus vielen Tausenden von Engeln bestehen, als eines in solcher Gestalt; und aus der Gesellschaft als dem Teil schließen sie auf das Ganze [commune], welches der Himmel ist; denn in der vollkommensten Form verhalten sich die Ganzen [communia] wie die Teile und die Teile wie die Ganzen; der Unterschied ist nur wie zwischen dem größeren und dem kleineren Ebenbild [simile]. Daher sagen sie, der ganze Himmel sei so vor dem Auge des Herrn, weil das Göttliche aus dem Innersten und Obersten alles sieht.
(63)
Weil der Himmel so beschaffen ist, so wird er auch vom Herrn regiert wie ein Mensch und somit wie eines; denn es ist bekannt, daß der Mensch, obwohl er aus unzähligem Mannigfaltigen besteht, sowohl im ganzen als im Teil (im Ganzen aus Gliedmaßen, Organen und Eingeweiden; im Teil aus Reihen von Fibern, Nerven und Blutgefäßen; somit aus Gliedern innerhalb der Glieder und aus Teilen innerhalb der Teile), daß gleichwohl der Mensch, wenn er handelt, als einer handelt: von solcher Beschaffenheit ist auch der Himmel unter der Obhut und Leitung des Herrn.
(64)
Daß so viele verschiedene Dinge im Menschen als eines zusammenwirken [unum agant], kommt daher, daß in ihm nicht das Geringste ist, das nicht etwas zum gemeinen Wesen beitrüge und Nutzen leistete; das Allgemeine leistet Nutzen seinen Teilen und die Teile leisten Nutzen dem Allgemeinen; denn das Allgemeine besteht aus den Teilen und die Teile bilden das Allgemeine; weshalb sie füreinander sorgen, ihr Absehen aufeinander haben und in solcher Form miteinander verbunden werden, daß alles und jedes sich auf das Allgemeine und dessen Gutes bezieht; daher denn kommt, daß sie als eines zusammenwirken. Von ähnlicher Art sind die Gesellschaftsbildungen in den Himmeln; sie werden dort je nach den Nutzleistungen in ähnlicher Form verbunden; weshalb denn solche, die dem Allgemeinen nicht Nutzen schaffen, aus dem Himmel ausgestoßen werden, weil sie Fremdartiges sind. Nutzen schaffen heißt: anderen wohlwollen um des allgemeinen Besten willen, und nicht Nutzen schaffen heißt: anderen wohlwollen nicht um des allgemeinen Besten, sondern um seiner selbst willen; diese sind die, welche sich selbst über alles lieben, jene aber sind die, welche den Herrn über alles lieben; daher kommt, daß die, welche im Himmel sind, als eineszusammenwirken, nicht jedoch aus sich, sondern aus dem Herrn; denn sie sehen auf Ihn als den einzigen Urgrund, und auf Sein Reich als das Allgemeine, für das man sorgen soll; dies wird verstanden unter den Worten des Herrn:
„Suchet zuerst das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit, und alles wird euch hinzugefügt werden“: Matth.6/33.
Seine Gerechtigkeit suchen heißt, Sein Gutes [suchen][size=13][size=19][size=13]62[/size][/size]. Die in der Welt das Beste des Vaterlandes mehr als ihr eigenes und das Beste des Nächsten wie das ihrige lieben, sind die, welche im anderen Leben das Reich des Herrn lieben und suchen; denn dort ist das Reich des Herrn an der Stelle des Vaterlandes; und die, welche anderen Gutes zu tun lieben, nicht um ihret-, sondern um des Guten willen, die lieben den Nächsten; denn dort ist das Gute der Nächste[size=19][size=13]63[/size][/size]; alle, die so geartet sind, sind im Größten Menschen, das ist, im Himmel.[/size]
(65)
Weil der ganze Himmel einen Menschen darstellt, und er auch der göttliche geistige Mensch in größter Form und auch im Abbild ist, darum wird der Himmel in Glieder und Teile unterschieden, wie der Mensch, und diese werden auch ebenso benannt. Die Engel wissen auch, in welchem Glied die eine Gesellschaft ist und in welchem Glied die andere ist; und sie sagen, diese Gesellschaft sei in einem Glied oder in einer Gegend des Hauptes, jene in einem Glied oder in einer Gegend der Brust, jene in einem Glied oder in einer Gegend der Lenden und so fort. Im allgemeinen bildet der oberste oder dritte Himmel das Haupt bis zum Hals; der mittlere oder zweite Himmel bildet die Brust bis zu den Lenden und Knien. Der unterste oder erste Himmel bildet die Beine bis zu den Fußsohlen und auch die Arme bis zu den Fingern, denn die Arme und Hände sind das Äußerste [ultima] des Menschen, obwohl von der Seite. Hieraus erhellt wiederum, warum der Himmel drei sind.   www.cosmic-people.com
(66)
Die Geister, die unterhalb des Himmels sind, wundern sich sehr, wenn sie hören und sehen, daß der Himmel sowohl unterhalb als oberhalb ist; denn sie sind in derselben Vorstellung und Meinung, in der die Menschen in der Welt sind, daß nämlich der Himmel nirgend anders als oberhalb sei; denn sie wissen nicht, daß die Lage der Himmel ist wie die Lage der Glieder, Organe und Eingeweide im Menschen, von denen einige oberhalb und einige unterhalb sind, und daß sie ist wie die Lage der Teile in einem Glied, Organ und Eingeweidestück, von denen einige innerhalb, andere außerhalb sind; daher sie in Verwirrung geraten in Beziehung auf den Himmel.
(67)
Diese Dinge vom Himmel als Größten Menschen sind angeführt worden, weil man ohne diese vorgängige Erkenntnis das, was [nun] über den Himmel folgt, durchaus nicht fassen, noch sich eine deutliche Vorstellung machen kann von der Gestalt des Himmels, von der Verbindung des Herrn mit dem Himmel, von der Verbindung des Himmels mit dem Menschen, auch nicht vom Einfluß der geistigen Welt in die natürliche, und gar keine von der Entsprechung, wovon jedoch in dem nun folgenden der Reihe nach gehandelt werden soll: weshalb denn, um hierin Licht zu geben, Obiges vorausgeschickt worden ist.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:35

(10)

JEDE EINZELNE GESELLSCHAFT
IN DEN HIMMELN STELLT EINEN MENSCHEN DAR
(68)
Daß auch jede einzelne Gesellschaft des Himmels einen Menschen darstellt und ebenso die Gestalt eines Menschen hat, wurde mir mehrmals zu sehen gegeben: es war eine Gesellschaft, in die sich mehrere eingeschlichen hatten, die sich in Engel des Lichtes zu verstellen wußten; sie waren Heuchler. Als diese von den Engeln ausgeschieden wurden, sah ich, daß die ganze Gesellschaft zuerst wie eine dunkle Masse erschien, hernach allmählich in menschlicher Gestalt, [jedoch] noch dunkel, und zuletzt im Licht wie ein Mensch: die in dem Menschen waren und ihn ausmachten, waren diejenigen, die im Guten dieser Gesellschaft standen; die übrigen, welche nicht in diesem Menschen waren und ihn nicht ausmachten, waren die Heuchler; diese wurden ausgestoßen, jene beibehalten: so ging die Ausscheidung vor sich. Heuchler sind, die gut reden und auch gut handeln, im einzelnen aber ihr Absehen auf sich haben; sie reden wie die Engel vom Herrn, vom Himmel, von der Liebe, vom himmlischen Leben, und tun auch Gutes, damit es scheine, als wären sie so wie sie reden; sie denken aber anders, sie glauben nichts und wollen keinem wohl, als sich selbst; daß sie Gutes tun, geschieht um ihrer selbst willen; geschieht es um anderer willen, so ist es, um zu scheinen, und so ebenfalls um ihrer selbst willen.
(69)
Daß eine ganze Engelgesellschaft, wenn der Herr Sich als gegenwärtig darstellt, alseines in menschlicher Gestalt erscheint, ist mir auch zu sehen gegeben worden: es erschien in der Höhe gegen Aufgang eine vom Glänzendweißen ins Rote übergehende, von Sternchen umgebene Wolke, die sich niedersenkte; diese wurde allmählich, so wie sie sich senkte, immer lichter, und endlich sah man sie in vollkommen menschlicher Gestalt: die Sternchen rings um die Wolke waren Engel, die so erschienen vermöge des Lichtes aus dem Herrn.
(70)
Man muß wissen, daß, obschon alle, die in einer Gesellschaft des Himmels sind, zuweilen zusammengenommen als eines in Menschengestalt erscheinen, gleichwohl nicht eine Gesellschaft der gleiche Mensch ist wie eine andere; sie unterscheiden sich voneinander wie die menschlichen Gesichter aus einem Stamm; aus dem gleichen Grund, wovon Nr. 47, daß sie nämlich sich verschieden zeigen je nach den Verschiedenheiten des Guten, in dem sie sind und das sie gestaltet. In der vollkommensten und schönsten menschlichen Gestalt erscheinen die Gesellschaften, die im innersten oder obersten Himmel und dort in der Mitte sind.
(71)
Bemerkenswert ist, daß je mehrere in einem Verein des Himmels sind und zugleich alseines zusammenwirken, desto vollkommener dessen menschliche Gestalt ist; denn die in himmlische Form zusammengeordnete Mannigfaltigkeit macht die Vollkommenheit, wie dies Nr. 56 gezeigt worden ist; und Mannigfaltigkeit findet statt, wo viele sind. Auch nimmt jede Gesellschaft von Tag zu Tag an Zahl zu, und wie sie zunimmt, wird sie vollkommener; so wird nicht nur die Gesellschaft vervollkommnet, sondern auch der Himmel im allgemeinen, weil die Gesellschaften den Himmel ausmachen. Da nun der Himmel durch die zunehmende Menge vervollkommnet wird, so ist offenbar, wie sehr diejenigen irren, welche glauben, der Himmel werde seiner Fülle wegen geschlossen, während doch das Gegenteil stattfindet, daß er nämlich niemals geschlossen wird und daß die immer größer und größer werdende Fülle ihn vervollkommnet: weshalb die Engel nach nichts sich so sehr sehnen, als daß neue Engelgäste zu ihnen kommen mögen.
(72)
Jede einzelne Gesellschaft, wenn sie zusammen als eines erscheint, hat darum die Gestalt eines Menschen, weil der ganze Himmel diese Gestalt hat, wie man dies im vorhergehenden Abschnitt nachgewiesen sehen kann; und in der vollkommensten Form, wie dies die Form des Himmels ist, findet eine Ähnlichkeit der Teile mit dem Ganzen statt und des Kleineren mit dem Größten; das Kleinere und die Teile des Himmels sind die Gesellschaften, aus denen er besteht, und daß diese auch Himmel, nur in kleinerer Gestalt, sind, sehe man Nr. 51-58. Eine solche durchgängige Ähnlichkeit findet darum statt, weil in den Himmeln das Gute aller aus einer einzigen Liebe, somit aus einem einzigen Urquell stammt; diese eine Liebe, aus der alles Gute in ihm entspringt, ist die Liebe zum Herrn aus dem Herrn; daher kommt, daß der ganze Himmel Sein Ebenbild ist im allgemeinen, jede Gesellschaft im weniger allgemeinen und jeder Engel im besonderen; man sehe auch, was Nr. 58 hierüber gesagt worden ist.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:36

(11)

JEDER ENGEL HAT DAHER
VOLLKOMMENE MENSCHENGESTALT
(73)
In den zwei vorhergehenden Abschnitten ist gezeigt worden, daß der Himmel im Gesamtumfang und ebenso jede einzelne Gesellschaft im Himmel einen Menschen darstellt; 
aus dem Zusammenhang der dort angeführten Ursachen geht hervor, daß auch jeder einzelne Engel diese Gestalt hat;
 wie der Himmel Mensch ist in größter Form und die Gesellschaft des Himmels in kleinerer, so ist es der Engel in der kleinsten; 
denn in der vollkommensten Form, wie dies die Form des Himmels ist, ist ein Ebenbild des Ganzen im Teil und des Teiles im Ganzen; dem ist aber darum so, weil der Himmel eine Gemeinschaft ist; 
denn er teilt all das Seinige mit jeglichem, und ein jeder empfängt aus der Gemeinschaft dieses alles [als] das Seinige; der Engel ist Aufnahmegefäß, und somit der Himmel in kleinster Gestalt, wie dies auch oben in seinem Abschnitt gezeigt worden ist.

 Auch der Mensch ist, inwieweit er den Himmel in sich aufnimmt, insoweit ein Aufnahmegefäß, ist ein Himmel und ist ein Engel; man sehe Nr. 57. Dies wird in der Offenbarung also beschrieben:
„Er maß die Mauer des heiligen Jerusalems, hundertvierundvierzig Ellen, das Maß eines Menschen, das ist, eines Engels“: Offb.21/17;
Jerusalem ist hier die Kirche des Herrn und in höherem Sinn der Himmel64; die Mauer ist das Wahre, das gegen den mutwilligen Angriff des Falschen und Bösen schützt65; die hundertvierundvierzig sind alle Wahrheiten und alles Gute im Inbegriff66; das Maß ist die Beschaffenheit desselben67; der Mensch ist es, in dem jenes alles im Allgemeinen und im Besonderen, in dem somit der Himmel ist; und weil auch der Engel Mensch ist durch jene, darum heißt es das Maß eines Menschen, das ist eines Engels; dies ist der geistige Sinn jener Worte; wer würde ohne diesen Sinn verstehen, daß die Mauer des heiligen Jerusalem das Maß eines Menschen, das ist eines Engels sein soll ?68
(74)
Doch nun zur Erfahrung; daß die Engel menschliche Gestalten oder Menschen sind, habe ich tausend Male gesehen,
 denn ich sprach mit ihnen wie ein Mensch mit dem Menschen, 
bald mit einem, bald mit mehreren in Gesellschaft,
 und ich sah durchaus nichts an ihnen, 
das vom Menschen hinsichtlich der Gestalt unterschieden wäre; 
und einige Male wunderte ich mich, daß sie so waren; 
und damit man nicht sagen möge, es sei eine Täuschung oder ein Gebilde der Phantasie, wurde mir gegeben, sie zu sehen, als ich in vollem wachen oder in vollem Gefühl des Körpers und im Zustand des klaren Bewußtseins war. 
Öfter erzählte ich ihnen auch, die Menschen in der Christenheit seien hinsichtlich der Engel und der Geister in so tiefer Unwissenheit, daß sie glauben, diese seien Geistwesen [mentes] ohne Gestaltung und bloße Gedanken, von denen sie keine andere Vorstellung haben, als von etwas Ätherischem, in dem Lebenskraft ist, und weil sie ihnen so nichts vom Menschen zuerkennen als die Denkfähigkeit, so glauben sie, sie sehen nicht, weil sie keine Augen haben, sie hören nicht, weil sie keine Ohren haben, und sie reden nicht, weil sie keinen Mund und keine Zunge haben. 
Hierauf sagten die Engel, sie wissen, daß in der Welt viele diesen Glauben haben, und daß er herrsche bei den Gelehrten und selbst auch, worüber sie sich wunderten, bei den Geistlichen; sie sagten auch die Ursache, daß nämlich die Gelehrten, welche die Vortreter waren und zuerst eine solche Vorstellung von den Engeln und Geistern ausbrüteten, aus dem Sinnlichen des äußeren Menschen darüber dachten; die aber aus diesem Denken und nicht aus dem inneren Licht und aus der allgemeinen Idee, die jedem eingepflanzt ist, müssen notwendig solcherlei Dinge ersinnen, weil das Sinnliche des äußeren Menschen nichts anderes faßt, als was innerhalb der Natur ist, nicht aber, was über ihr ist, somit durchaus nichts von der geistigen Welt69
von diesen Vortretern als den Führern ging die falsche Vorstellung von den Engeln auf andere über, die nicht aus sich, sondern aus jenen dachten; die aber zuerst aus anderen denken und [deren Meinungen] zu ihrem Glauben machen und erst nachher sie mit ihrem Verstand beschauen, können nur schwer wieder davon abgehen; weshalb die meisten sich dabei beruhigen, sie zu bekräftigen.
 Weiter sagten sie, daß die ihrem Glauben und Herzen nach Einfältigen nicht in jener Vorstellung von den Engeln [befangen] seien, sondern sich dieselben als die Menschen des Himmels vorstellen, und dies darum, weil sie das ihnen Eingepflanzte, das aus dem Himmel ist, nicht durch die Gelehrsamkeit ausgelöscht haben, und auch nichts Gestaltloses sich denken können; 
daher kommt, daß die Engel in den Kirchen, seien sie nun ausgehauen oder gemalt, nicht anders denn als Menschen dargestellt werden. Von dem Eingepflanzten, das aus dem Himmel ist, sagten sie, es sei das Göttliche, das bei denen einfließt, die im Guten des Glaubens und des Lebens sind.     www.universe-people.com
(75)
Nach aller Erfahrung, die ich nun schon viele Jahre hindurch gehabt habe, kann ich sagen und versichern, daß die Engel ihrer Gestalt nach völlig Menschen sind, daß sie Angesicht, Augen, Ohren, Brust, Arme, Hände, Füße haben;
 daß sie sich gegenseitig sehen, hören, miteinander reden, mit einem Wort, daß ihnen durchaus nichts fehlt, was zum Menschen gehört, als daß sie nicht mit einem materiellen Leib überkleidet sind; ich sah sie in ihrem Licht, welches das Mittagslicht in der Welt um viele Grade übertrifft, und in ihm alle Züge ihres Gesichts bestimmter und deutlicher, als die Gesichter der Menschen auf Erden gesehen wurden. Es wurde mir auch gegeben, einen Engel des innersten Himmels zu sehen, sein Antlitz war schöner und glänzender als das der Engel der unteren Himmel; ich betrachtete ihn genau, er hatte menschliche Gestalt in aller Vollkommenheit.
(76)
Man muß jedoch wissen, daß die Engel vom Menschen nicht gesehen werden können durch die Augen seines Körpers, sondern durch die Augen des Geistes, der im Menschen ist70, weil dieser in der geistigen Welt ist und alles zum Körper Gehörige in der natürlichen Welt; Gleiches sieht Gleiches, weil aus Gleichem; überdies ist das Gesichtsorgan des Körpers, welches das Auge ist, so grob, daß es nicht einmal die kleineren Gegenstände der Natur anders als durch Vergrößerungsgläser sieht, wie jedem bekannt ist; noch weniger also die Dinge, die über der Natursphäre sind, wie dies bei allen der Fall ist, die in der geistigen Welt sind: gleichwohl jedoch werden diese vom Menschen gesehen, wenn er dem Gesicht des Körpers entrückt und ihm das Gesicht seines Geistes geöffnet wird, was auch augenblicklich geschieht, wenn es dem Herrn gefällt, daß sie gesehen werden; und dann weiß der Mensch nicht anders, als daß er sie sehe mit den Augen des Körpers; so wurden die Engel gesehen von Abraham, Lot, Manoach und den Propheten; so auch wurde der Herr nach der Auferstehung von den Jüngern gesehen: in gleicher Weise sind auch von mir die Engel gesehen worden. Weil die Propheten so sahen, darum wurden sie Seher genannt und [Männer], denen die Augen geöffnet sind, 1Sa.9/9; 4Mo.24/3; und machen, daß sie so sehen, hieß die Augen öffnen, wie dies dem Knaben Elisas geschah, von dem man also liest:
„Elisa betete und sprach: Jehovah, öffne doch seine Augen, daß er sehe; und als Jehovah die Augen seines Knaben öffnete, sah er, und siehe, der Berg war voll von feurigen Rossen und Wagen um Elisa her“: 2Kö.6/17.
(77)
Gute Geister, mit denen ich auch über diesen Gegenstand sprach, bedauerten von Herzen, daß innerhalb der Kirche eine solche Unwissenheit in betreff des Zustandes des Himmels und hinsichtlich der Geister und der Engel war, und sie sagten unwillig, ich sollte in alle Wege berichten, daß sie nicht gestaltlose Geistwesen, noch luftige Gebilde seien, sondern Menschen in voller Gestalt, und daß sie ebenso hören, sehen und empfinden wie die in der Welt71.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:41

(12)

DAß DER HIMMEL IM GANZEN
UND IN SEINEN TEILEN EINEN MENSCHEN DARSTELLT,
RÜHRT VOM GÖTTLICH-MENSCHLICHEN DES HERRN HER
(78)
Daß es vom Göttlich-Menschlichen des Herrn herrühre, daß der Himmel im Ganzen und in seinen Teilen einen Menschen darstellt, ergibt sich als Schlußfolge aus all dem, was in den vorhergehenden Abschnitten gesagt und gezeigt worden ist; in den vorangegangenen Abschnitten wurde nämlich gezeigt,
I. Daß der Herr der Gott des Himmels ist;
II. Daß das Göttliche des Herrn den Himmel macht;
III. Daß der Himmel aus unzähligen Gesellschaften besteht, und daß jede Gesellschaft ein Himmel in kleinerer Gestalt ist und jeglicher Engel einer in der kleinsten;
IV. Daß der gesamte Himmel in einer Zusammenfassung einen Menschen darstellt;
V. Daß auch jegliche Gesellschaft im Himmel einen Menschen darstellt;
VI. Daß daher jeglicher Engel vollkommene Menschengestalt hat;
dies alles führt zu dem Schluß, daß das Göttliche, weil es den Himmel macht, das Menschliche in [seiner] Gestalt ist. Daß dieses das Göttlich-Menschliche des Herrn sei, kann aus dem, was als Zugabe aus den »Himmlischen Geheimnissen« aufgenommen und zusammengestellt worden ist, noch deutlicher ersehen werden, weil es im Auszug [gegeben] ist. Daß das Menschliche des Herrn göttlich ist und [daß] nicht, wie man innerhalb der Kirche glaubt, Sein Menschliches nicht göttlich sei, kann ebenfalls aus diesem Zusammentrag ersehen werden, sowie auch aus der Lehre des heiligen Jerusalems am Ende, wo vom Herrn gehandelt wird.
(79)
Daß dem so sei, ist mir durch viele Erfahrung bewährt worden, wovon einiges in dem nun folgenden. Alle Engel, die in den Himmeln sind, erkennen das Göttliche nirgends in einer anderen Gestalt, als der menschlichen; und was wunderbar ist, die in den oberen Himmeln sind, können sich das Göttliche gar nicht anders denken; sie werden in diese Denknotwendigkeit geführt durch das Göttliche selbst, welches einfließt, sowie auch durch die Form des Himmels, nach der ihre Gedanken sich rings umher ausbreiten, denn jeder Gedanke, den die Engel haben, hat eine Ausbreitung in den Himmel, und nach Maßgabe dieser Ausbreitung haben sie Einsicht und Weisheit; daher kommt, daß alle daselbst den Herrn anerkennen; weil es ein Göttlich-Menschliches nur in Ihm gibt. Dies ist mir nicht nur von den Engeln gesagt, sondern auch selbst zu erkennen gegeben worden, als ich in die inwendige Sphäre des Himmels erhoben wurde. Hieraus erhellt, daß die Engel, je weiser sie sind, um so deutlicher dies erkennen, und daher kommt, daß der Herr ihnen erscheint; denn der Herr erscheint in göttlicher Engelsgestalt, welche die menschliche ist, denen, die ein schaubares Göttliches, nicht aber denen, die ein unschaubares Göttliches anerkennen und glauben; denn jene können ihr Göttliches schauen, diese aber können es nicht.
(80)
Weil die Engel nicht ein unschaubares Göttliches, das sie ein formloses Göttliches nennen, sondern ein schaubares Göttliches in menschlicher Gestalt erkennen, darum ist ihnen gewöhnlich zu sagen, daß der Herr allein Mensch sei und sie [nur] Menschen seien von Ihm her, und daß jeder insoweit Mensch sei, als er Ihn in sich aufnimmt; unter den Herrn aufnehmen verstehen sie das Gute und Wahre in sich aufnehmen, das von Ihm ist, weil der Herr in Seinem Guten und in Seinem Wahren ist; dies nennen sie auch Weisheit und Einsicht; sie sagen, jeder wisse, daß Einsicht und Weisheit den Menschen machen und nicht das Angesicht ohne diese. Daß dem so sei, erscheint auch an den Engeln der inneren Himmel; weil diese vom Herrn im Guten und Wahren sind und hieraus in der Weisheit und Einsicht, sind sie auch in der schönsten und vollkommensten Menschengestalt, und die Engel der unteren Himmel in minder vollkommener und minder schöner: umgekehrt aber in der Hölle; die, welche dort sind, erscheinen im Licht des Himmels kaum als Menschen, sondern als Ungeheuer, denn sie sind im Bösen und Falschen und nicht im Guten und Wahren und daher in den Gegensätzen der Weisheit und Einsicht, weshalb auch ihr Leben nicht Leben heißt, sondern geistiger Tod.
(81)
Weil der Himmel im Ganzen und in seinen Teilen einen Menschen darstellt, vermöge des Göttlich-Menschlichen des Herrn, darum sagen die Engel, sie seien im Herrn, und einige, sie seien in Seinem Leib, worunter sie das Sein im Guten Seiner Liebe verstehen; wie auch der Herr selbst lehrt, indem Er sagt:
„Bleibet in mir, und Ich in euch; wie die Rebe nicht Frucht bringen kann von sich selber, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in Mir bleibet; denn ohne Mich könnet ihr nichts tun; bleibet in Meiner Liebe; wenn ihr Meine Gebote haltet, so werdet ihr in Meiner Liebe bleiben“:Joh.15/4-10.
(82)
Weil solch ein Begriff [perceptio] vom Göttlichen in den Himmeln ist, so ist auch jedem Menschen, der einigen Einfluß aus dem Himmel in sich aufnimmt, eingepflanzt, sich Gott unter menschlicher Gestalt zu denken; dies taten die Alten, dies tun auch die jetzt Lebenden, sowohl außerhalb als innerhalb der Kirche; die Einfältigen sehen Ihn in Gedanken als einen Alten in Lichtglanz. Allein dieses Eingepflanzte haben alle diejenigen ausgelöscht, die den Einfluß aus dem Himmel durch die eigene Verständigkeit und durch ein Leben des Bösen entfernt haben; die ihn durch die eigene Verständigkeit ausgelöscht haben, wollen einen unschaubaren Gott; die [ihn] aber durch ein Leben des Bösen [ausgelöscht, wollen] keinen Gott; jene und diese wissen nicht, daß es ein solches Eingepflanztes gibt, weil es nicht bei ihnen ist, während es doch das himmlisch Göttliche selbst ist, das vorzugsweise [primario] aus dem Himmel bei den Menschen einfließt, weil der Mensch zum Himmel geboren ist, und niemand in den Himmel kommt ohne die Idee des Göttlichen.
(83)
Daher kommt, daß, wer nicht in der Idee des Himmels, das heißt nicht in der Idee des Göttlichen ist, aus dem der Himmel [entstanden] ist, nicht bis zur ersten Schwelle des Himmels erhoben werden kann; sobald er dahin kommt, empfindet er Widerstand und starken Gegendruck; der Grund hiervon ist, daß das Inwendige bei ihm, das den Himmel aufnehmen sollte, verschlossen ist, weil es sich nicht in der Form des Himmels befindet, ja sich um so fester verschließt, je näher er dem Himmel kommt. Ein solches Los trifft diejenigen innerhalb der Kirche, die den Herrn und welche, wie die Socinianer, Sein Göttliches leugnen; welches Los aber denjenigen zuteil werde, die außerhalb der Kirche geboren sind, denen der Herr nicht bekannt ist, weil sie das Wort nicht haben, wird man im folgenden sehen.
(84)
Daß die Alten von dem Göttlichen die Vorstellung des Menschlichen gehabt haben, erhellt aus den Erscheinungen des Göttlichen vor Abraham, Lot, Josua, Gideon, Manoach, dessen Weib und anderen, welche, obwohl sie Gott als einen Menschen gesehen hatten, Ihn dennoch als den Gott des Weltalls anbeteten, indem sie Ihn den Gott des Himmels und der Erde und Jehovah nannten; daß es der Herr war, Der von Abraham gesehen wurde, lehrt Er selbst bei Joh.8/56; daß auch [Er es war, Der] den übrigen [erschien], erhellt aus den Worten des Herrn,
„daß niemand den Vater und Seine Gestalt gesehen, noch Seine Stimme gehört habe“: Joh.1/18; 5/37.
(85)
Daß aber Gott Mensch sei, kann von denen, die über alles aus dem Sinnlichen des äußeren Menschen urteilen, nur schwer begriffen werden, denn der sinnliche Mensch kann über das Göttliche nicht anders als aus der Welt und aus den in ihr befindlichen Dingen denken, also den göttlichen und den geistigen Menschen sich nur als eine körperlichen und natürlichen vorstellen; demgemäß schließt er so: wäre Gott Mensch, so müßte Er so groß sein wie das Weltall, und würde Er den Himmel und die Erde regieren, so müßte dies in der Weise der Könige in der Welt durch viele geschehen; wollte man ihm sagen, im Himmel sei keine Ausdehnung des Raumes wie in der Welt, so würde er es durchaus nicht fassen; denn wer aus der Natur und bloß aus ihrem Licht denkt, denkt durchaus nicht anders als nach dem Ausgedehnten, wie es vor den Augen liegt; allein solche täuschen sich gar sehr, wenn sie vom Himmel ebenso denken: das Ausgedehnte, das dort ist, ist nicht wie das Ausgedehnte in der Welt; in der Welt ist das Ausgedehnte abgegrenzt und darum meßbar, im Himmel aber ist das Ausgedehnte nicht abgegrenzt und darum nicht meßbar; doch über das Ausgedehnte im Himmel wird man im folgenden, wo vom Raum und der Zeit in der geistigen Welt [die Rede sein wird, weiteres] sehen. Überdies weiß jeder, wie weit die Sehkraft des Auges sich erstreckt, nämlich bis zur Sonne und zu den Sternen, die [doch] so weit entfernt sind; wer höher denkt, weiß auch, daß das innere Sehen, welche das des Denkens ist, sich noch weiter erstreckt, und somit das noch inwendigere Sehen noch weiter [reicht]: um wie viel weiter also das göttliche Sehen, welches das allerinnerste und höchste ist ? Da nun die Gedanken solcher Ausdehnung fähig sind, so werden auch alle Dinge des Himmels mit jeglichem in ihm geteilt, somit alles, was zum Göttlichen gehört, das den Himmel macht und ihn erfüllt, wie dies in den vorhergehenden Abschnitten gezeigt worden ist.
(86)
Die im Himmel wunderten sich, daß sich diejenigen Menschen für aufgeklärt [intelligentes] halten, die, wenn sie an Gott denken, sich ein unschaubares, unter keiner Gestalt erfaßbares Wesen denken; und daß sie die Andersdenkenden Beschränkte, ja selbst Einfältige nennen, während doch das Gegenteil statthat. Sie sagen, wenn doch solche, die sich deshalb für aufgeklärt halten, sich prüfen möchten, ob sie nicht statt Gottes die Natur sehen, einige diejenige, die vor Augen liegt, andere diejenige, die nicht vor Augen liegt, und ob ihre Blindheit nicht so weit gehe, daß sie nicht wissen, was Gott, was ein Engel, was ein Geist, was ihre nach dem Tode fortlebende Seele, was das Leben des Himmels beim Menschen, und vieles andere ist, das zur Einsicht gehört; während doch dies alles die von ihnen so genannten Einfältigen auf ihre Weise wissen, indem sie von ihrem Gott die Idee haben, daß Er das Göttliche in menschlicher Gestalt sei, vom Engel, daß er ein himmlischer Mensch sei, von ihrer Seele, die nach dem Tode fortleben soll, daß sie wie ein Engel sei, und vom Leben des Himmels beim Menschen, daß es soviel sei als nach den göttlichen Geboten leben; daher denn diese bei den Engeln aufgeklärt und für den Himmel geschickt, jene aber im Gegenteil beschränkt heißen.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:43

(13)

Gesammeltes aus den
»Himmlischen Geheimnissen«
über den Herrn und
Sein Göttlich-Menschliches
Der Herr hatte das Göttliche schon von der Empfängnis her [ex ipsa conceptione] Nr. 4641, 4963, 5041, 5157, 6716, 10125. Der Herr allein hatte den göttlichen Samen, Nr. 1438. Seine Seele war Jehovah, Nr. 1999, 2004, 2005, 2018, 2025. So war das Innerste des Herrn das Göttliche selbst und die Umhüllung von der Mutter, Nr. 5041. Das Göttliche Selbst war das Sein des Lebens des Herrn, aus dem danach das Menschliche hervorging; und das Dasein aus diesem Sein wurde, Nr. 3194, 3210, 10370, 10372.
Innerhalb der Kirche, wo das Wort und durch dieses der Herr bekannt ist, darf das Göttliche des Herrn nicht geleugnet werden, noch das aus Ihm hervorgehende Heilige, Nr. 2359. Die innerhalb der Kirche den Herrn nicht anerkennen, haben keine Verbindung mit dem Göttlichen; anders [ist es bei denen], die außerhalb der Kirche sind, Nr. 10205. Das Wesentliche der Kirche ist, das Göttliche des Herrn und Seine Vereinigung mit dem Vater anerkennen, Nr. 10083, 10112, 10370, 10730, 10738, 10816-10818, 10820.
Im Wort wird mit vielem von der Verherrlichung des Herrn gehandelt, Nr. 10828, und überall im inneren Sinn des Wortes, Nr. 2249, 2523, 3245. Der Herr hat Sein Menschliches verherrlicht und nicht das Göttliche, weil dieses an sich schon verherrlicht war, Nr. 10057. Der Herr kam in die Welt, um Sein Menschliches zu verherrlichen, Nr. 3637, 4286, 9315. Der Herr hat Sein Menschliches verherrlicht durch die göttliche Liebe, die von der Empfängnis her in Ihm war, Nr. 4727. Die Liebe des Herrn zum ganzen Menschengeschlecht war das Leben des Herrn in der Welt, Nr. 2253. Die Liebe des Herrn übersteigt jeden menschlichen Verstand, Nr. 2077. Der Herr hat das menschliche Geschlecht dadurch errettet, daß Er Sein Menschliches verherrlichte, Nr. 4180, 10019, 10152, 10655, 10659, 10828. Sonst wäre das ganze Menschengeschlecht des ewigen Todes gestorben, Nr. 1676. Vom Stand der Verherrlichung und der Erniedrigung des Herrn, Nr. 1785, 1999, 2159, 6866. Die Verherrlichung, wenn vom Herrn die Rede ist, ist die Vereinigung Seines Menschlichen mit dem Göttlichen, und verherrlichen heißt: göttlich machen, Nr. 1603, 10053, 10828. Der Herr zog, als Er Sein Menschliches verherrlichte, alles Menschliche von der Mutter aus, bis dahin, daß Er nicht mehr ihr Sohn war, Nr. 2159, 2574, 2649, 3036, 10830.
Der Sohn Gottes von Ewigkeit war das göttlich Wahre im Himmel, Nr. 2628, 2798, 2803, 3195, 3704. Der Herr machte, als Er in der Welt war, auch Sein Menschliches zum göttlich Wahren aus dem göttlich Guten, das in Ihm war, Nr. 2803, 3194, 3195, 3210, 6716, 6864, 7014, 7499, 8127, 8724, 9199. Der Herr brachte damals alles bei Sich in die himmlische Form, die dem göttlich Wahren gemäß ist, Nr. 1928, 3633. Darum ward der Herr das Wort genannt, welches das göttlich Wahre ist, Nr. 2533, 2818, 2859, 2894, 3393, 3712. Der Herr allein hatte ein Wahrnehmen und Denken aus Sich selbst, und erhaben über alles Wahrnehmen und Denken der Engel, Nr. 1904, 1914, 1919.
Der Herr vereinigte das göttlich Wahre, das Er selbst [war], mit dem göttlich Guten, das in Ihm [war], Nr. 10047, 10052, 10076. Die Vereinigung war eine wechselseitige, Nr. 2004, 10067. Der Herr hat, als Er aus der Welt ging, auch Sein Menschliches zum göttlich Guten gemacht, Nr. 3210, 3736, 6864, 7499, 8724, 9199, 10076. Dies wird verstanden unter dem, daß Er vom Vater ausging und zum Vater zurückging, Nr. 3194, 3210. So ist Er eines geworden mit dem Vater, Nr. 2751, 3704, 4766. Nach der Vereinigung geht das göttlich Wahre vom Herrn aus, Nr. 3704, 3712, 3969, 4577, 5704, 7499, 8127, 8241, 9199, 9398. Wie das göttlich Wahre hervorgehe, ins Licht gesetzt, Nr. 7270, 9407. Der Herr vereinigte aus eigener Macht das Menschliche mit dem Göttlichen, Nr. 1616, 1749, 1752, 1813, 1921, 2025, 2026, 2523, 3141, 5005, 5045, 6716. Hieraus kann erhellen, daß das Menschliche des Herrn nicht war wie das Menschliche eines anderen Menschen, weil Er aus dem Göttlichen Selbst empfangen war, Nr. 10125, 10826. Seine Vereinigung mit dem Vater, aus dem Seine Seele [war], war nicht wie zwischen Zweien, sondern wie zwischen Seele und Leib, Nr. 3737, 10824.
Die Allerältesten [Antiquissimi, die Urmenschen] konnten nicht das göttliche Sein [Esse] anbeten, sondern das göttliche Dasein [Existere], welches das Göttlich-Menschliche ist, und der Herr kam dazu in die Welt, um das göttliche Dasein aus dem göttlichen Sein zu werden, Nr. 4687, 5321. Die Alten [Antiqui] erkannten das Göttliche an, weil es ihnen in menschlicher Gestalt erschien, und dies war ihnen das Göttlich-Menschliche, Nr. 5110, 5663, 6846, 10737. Das unendliche Sein konnte nicht in den Himmel bei den Engeln noch bei den Menschen einfließen, außer durch das Göttlich-Menschliche, Nr. 1646, 1990, 2016, 2034. Im Himmel wird kein anderes Göttliche erkannt als das Göttlich-Menschliche, Nr. 6475, 9267, 9303, 10067. Das Göttlich-Menschliche von Ewigkeit war das göttlich Wahre im Himmel und das durch den Himmel hindurchgehende Göttliche, somit das göttliche Dasein [Existere], das nachher im Herrn zum göttlichen Sein an sich [per se] wurde, aus dem das göttliche Dasein im Himmel, Nr. 3061, 6280, 6880, 10579. Wie der Zustand des Himmels vor der Ankunft des Herrn beschaffen war, Nr. 6371-6373. Das Göttliche war nicht erfaßbar [perceptibile] außer nachdem es durch den Himmel hindurchgegangen war, Nr. 6982, 6996, 7004.
Die Bewohner aller Weltkörper beten das Göttliche unter menschlicher Gestalt, somit den Herrn an, Nr. 6700, 8541-8547, 10736-10738. Sie freuen sich, wenn sie hören, daß Gott wirklich Mensch geworden sei, Nr. 9361. Der Herr nimmt alle auf, die im Guten sind und das Göttliche in menschlicher Gestalt anbeten, Nr. 9359. Gott kann nicht gedacht werden, außer in menschlicher Gestalt, und was unbegreiflich ist, fällt in keine Vorstellung, somit auch nicht in den Glauben, Nr. 9359, 9972. Der Mensch kann verehren, wovon er eine Vorstellung hat, nicht aber, wovon er keine hat, Nr. 4733, 5110, 5633, 7211, 9356, 10067. Darum wird von den meisten auf dem ganzen Erdkreis [in universo terrarum orbe]das Göttliche unter menschlicher Gestalt verehrt, und zwar geschieht dies infolge eines Einflusses aus dem Himmel, Nr. 10159. Alle, die dem Leben nach im Guten sind, denken sich, wenn sie an den Herrn denken, das Göttlich-Menschliche und nicht ein vom Göttlichen getrenntes Menschliche; anders diejenigen, die kein gutes Leben führen, Nr. 2326, 4724, 4731, 4766, 8878, 9193, 9198. Das Menschliche des Herrn ohne das Göttliche denken heutzutage in der Kirche diejenigen, die ihrem Leben nach im Bösen sind, dann auch die, welche in einem von der Liebtätigkeit getrennten Glauben sind, und sie fassen nicht, was das Göttlich-Menschliche [sein soll]: Gründe [warum], Nr. 3212, 3241, 4689, 4692, 4724, 4731, 5321, 6372, 8878, 9193, 9198. Daß das Menschliche des Herrn göttlich sei, weil es aus dem Sein des Vaters [gebildet wurde], das Ihm Seele [war], verdeutlicht durch die Ähnlichkeit des Vaters in seinen Kindern, Nr. 10269, 10372, 10823. Und weil es aus der göttlichen Liebe [gebildet wurde], die das eigentliche Sein [ipsum Esse] seines Lebens von der Empfängnis her war, Nr. 6872. Jeglicher Mensch ist so wie seine Liebe, und er ist seine Liebe, Nr. 6872, 10177, 10284. Der Herr hat all Sein Menschliches, sowohl das innere als das äußere, göttlich gemacht, Nr. 1603, 1815, 1902, 1926, 2083, 2093. Darum ist Er auch Seinem ganzen Körper nach auferstanden, anders als irgendein Mensch, Nr. 1729, 2083, 5078, 10825.
Daß das Menschliche des Herrn göttlich ist, wird erkannt aus Seiner Allgegenwart im heiligen Abendmahl, Nr. 2343, 2359. Und aus Seiner Verklärung vor den drei Jüngern, Nr. 3212, sowie auch aus dem Wort des Alten Testaments, sofern Er dort Gott heißt, Nr. 10154 sowie Jehovah, Nr. 1603, 1736, 1815, 1902, 2921, 4738, 5110, 6281, 6303, 8864, 9194, 9315. Im Buchstabensinn wird unterschieden zwischen Vater und Sohn oder Jehovah und dem Herrn, nicht aber im inneren Sinn des Wortes, in dem die Engel des Himmels sind, Nr. 3035. Daß man in der Christenheit das Menschliche des Herrn nicht als göttlich anerkannte, geschah in der Kirchenversammlung des Papstes wegen, damit dieser als Sein Stellvertreter anerkannt würde, Nr. 4738.
Die Christen wurden im anderen Leben geprüft, welcherlei Vorstellung sie von dem einen Gott hätten, und man fand, daß sie die Vorstellung dreier Götter haben, Nr. 2329, 5256, 10736-10738, 10821. Eine Dreifaltigkeit [Trinitas] oder ein dreifaltiges Göttliche [Trinum Divinum] in einer Person kann begriffen werden und in dieser Weise ein Gott, nicht aber in drei Personen, Nr. 10738, 10821, 10824. Ein dreifaches Göttliche im Herrn wird anerkannt im Himmel, Nr. 14, 15, 1729, 2005, 5256, 9303. Das Dreifaltige im Herrn ist das Göttliche Selbst, das der Vater heißt, das Göttlich-Menschliche, das der Sohn, und das ausgehende Göttliche, das der Heilige Geist [heißt], und dieses dreifache Göttliche ist Eines, Nr. 2149, 2156, 2288, 2321, 2329, 2447, 3704, 6993, 7182, 10738, 10822, 10823. Der Herr selbst lehrt, daß der Vater und Er eines seien, Nr. 1729, 2004, 2005, 2018, 2025, 2751, 3704, 3736, 4766, und daß das heilige Göttliche von Ihm ausgehe, und daß es das Seine sei, Nr. 3969, 4673, 6788, 6993, 7499, 8127, 8302, 9199, 9228,9229, 9270, 9407, 9818, 9820, 10330.
Das Göttlich-Menschliche fließt in den Himmel ein und macht den Himmel, Nr. 3038. Der Herr ist alles im Himmel und ist das Leben des Himmels, Nr. 7211, 9128. Der Herr wohnt in dem Seinigen bei den Engeln, Nr. 9338, 10125, 10151, 10157. Daher sind die, welche im Himmel sind, im Herrn, Nr. 3637, 3638. Die Verbindung des Herrn mit den Engeln verhält sich gemäß der Aufnahme des Guten der Liebe und Liebtätigkeit von Ihm, Nr. 904, 4198, 4205, 4211, 4220, 6280, 6832, 7042, 8819, 9680, 9682, 9683, 10106, 10811. Der gesamte Himmel bezieht sich auf den Herrn, Nr. 551, 552. Der Herr ist der gemeinsame Mittelpunkt des Himmels, Nr. 3633. Alle dort kehren sich dem Herrn zu, Der über den Himmeln ist, Nr. 9828, 10130, 10189. Doch kehren nicht die Engel sich dem Herrn zu, sondern der Herr kehrt dieselben Sich zu, Nr. 10189. Es ist nicht eine Gegenwart der Engel beim Herrn, sondern eine Gegenwart des Herrn bei den Engeln, Nr. 9415. Es findet im Himmel keine Verbindung mit dem Göttlichen Selbst statt, sondern mit dem Göttlich-Menschlichen, Nr. 4211, 4724, 5633.
Der Himmel entspricht dem Göttlich-Menschlichen des Herrn, und daher ist der Himmel in seiner Gesamtheit wie ein Mensch, und darum wird der Himmel der Größte Mensch genannt, Nr. 2996, 2998, 3624-3649, 3741-3745, 4625. Der Herr ist der alleinige Mensch, und nur diejenigen sind Menschen, die das Göttliche von Ihm aufnehmen, Nr. 1894. Inwieweit sie [Ihn] aufnehmen, insoweit sind sie Menschen und Seine Ebenbilder, Nr. 8547. Darum sind die Engel Formen der Liebe und Liebtätigkeit in menschlicher Gestalt, und zwar dies vom Herrn, Nr. 3804, 4735, 4797, 4985, 5199, 5530, 9879, 10177.
Der gesamte Himmel ist des Herrn, Nr. 2751, 7086. Sein ist alle Gewalt in den Himmeln und auf Erden, Nr. 1607, 10089, 10827. Weil der Herr den gesamten Himmel regiert, so regiert Er auch alles, was von diesem abhängt, somit alles in der Welt, Nr. 2026, 2027, 4523, 4524. Der Herr allein hat die Macht, die Höllen zu entfernen, [die Macht] vom Bösen abzuhalten und im Guten zu erhalten, somit selig zu machen, Nr. 10019.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:45

(14)

ES BESTEHT EINE ENTSPRECHUNG
ALLER TEILE DES HIMMELS MIT
ALLEN TEILEN DES MENSCHEN
(87)
Was Entsprechung [correspondentia] sei, weiß man heutzutage nicht; daß man es nicht weiß, rührt von mehrerlei Ursachen her; die hauptsächlichste ist, daß der Mensch sich vom Himmel entfernt hat durch die Liebe zu sich und zur Welt; denn wer sich und die Welt über alles liebt, der hat sein Absehen auf nichts anderes, als auf weltliche Dinge, weil diese den äußeren Sinnen schmeicheln und die Genußsucht ergötzen, nicht aber auf die geistigen Dinge, weil diese die inneren Sinne ansprechen und das Gemüt erfreuen; weshalb man diese von sich stößt und sagt, sie seien zu hoch, als daß sie Gegenstand des Denkens sein könnten. Anders verhielten sich die Alten; ihnen war die Wissenschaft der Entsprechungen die vornehmste aller Wissenschaften; durch sie auch gelangten sie zur Einsicht und Weisheit; und die Angehörigen der Kirche hatten durch sie Gemeinschaft mit dem Himmel; denn die Wissenschaft der Entsprechungen ist eine Engelwissenschaft. Die Urmenschen [Antiquissimi], die himmlische Menschen waren, dachten, wie die Engel, aus der Entsprechung selbst; darum auch redeten sie mit den Engeln und darum erschien ihnen öfter der Herr und unterrichtete sie. Heutzutage aber ist diese Wissenschaft so ganz verloren gegangen, daß man nicht mehr weiß, was Entsprechung ist[size=13][size=19][size=13]72
[/size][/size].[/size]
(88)
Da nun ohne die Kenntnis dessen, was Entsprechung ist, nichts im Licht erkannt werden kann von der geistigen Welt, noch von ihrem Einfluß in die natürliche, noch auch nur, was das Geistige ist gegenüber dem Natürlichen, noch etwas im Licht vom Geist des Menschen, den man die Seele nennt, und von seiner Einwirkung auf den Körper, noch vom Zustand des Menschen nach dem Tod; so muß gesagt werden, was Entsprechung ist und wie sie beschaffen ist: so wird dann auch der Weg zum folgenden gebahnt.
(89)
Zuerst also soll gesagt werden, was Entsprechung ist: die ganze natürliche Welt entspricht der geistigen Welt; nicht nur die natürliche Welt im allgemeinen, sondern auch im einzelnen; weshalb alles, was in der natürlichen Welt aus der geistigen entsteht [existit], Entsprechendes heißt. Man muß wissen, daß die natürliche Welt aus der geistigen Welt entsteht und besteht, ganz wie die Wirkung aus ihrer wirkenden Ursache. Natürliche Welt heißt all das Ausgedehnte, das unter der Sonne ist und aus ihr Wärme und Licht empfängt, und zu dieser Welt gehört alles, was von jener aus besteht. Die geistige Welt aber ist der Himmel und zu dieser Welt gehört alles, was in den Himmeln ist.
(90)
Weil der Mensch der Himmel und auch die Welt in kleinster Gestalt ist, nach dem Bild des Größten [man sehe Nr. 57], darum ist bei ihm die geistige Welt und die natürliche Welt: das Inwendige, das zu seinem Gemüt gehört und sich auf Verstand und Willen bezieht, macht seine geistige Welt aus; das Auswendige aber, das zu seinem Körper gehört, und sich auf dessen Sinne und Handlungen bezieht, macht seine natürliche Welt aus. Alles daher, was in seiner natürlichen Welt, das heißt, in seinem Körper und dessen Sinnen und Handlungen, aus seiner geistigen Welt, das heißt, aus seinem Gemüt und dessen Verstand und Willen, entsteht, heißt Entsprechendes.
(91)
Welcherlei die Entsprechung sei, kann man beim Menschen an seinem Angesicht sehen; in einem Gesicht, das sich nicht zu verstellen gelernt hat, stellen sich alle Regungen des Gemüts in natürlicher Gestalt wie im Abdruck dar (daher das Angesicht der Angeber des Gemüts genannt wird), somit seine geistige Welt in seiner natürlichen Welt; ebenso die Dinge des Verstandes in der Rede; und die Dinge des Willens in den Bewegungen des Körpers. Das also, was im Körper vorgeht, sei es im Angesicht, sei es in der Rede, sei es in den Gebärden, heißt Entsprechung.
(92)
Hieraus kann man auch sehen, was der innere Mensch und was der äußere ist; daß nämlich der innere Mensch derjenige ist, welcher der geistige Mensch, und der äußere derjenige, welcher der natürliche Mensch genannt wird. Dann auch, daß der eine vom anderen unterschieden ist, wie der Himmel von der Welt, sowie auch, daß alles, was im äußeren oder natürlichen Menschen geschieht und entsteht, vom inneren oder geistigen Menschen her geschieht und entsteht.
(93)
Im Bisherigen ist die Rede gewesen von der Entsprechung des inneren oder geistigen Menschen mit seinem äußeren oder natürlichen; im folgenden soll nun gehandelt werden vom Entsprechungsverhältnis des ganzen Himmels zu den Einzelteilen des Menschen.
(94)
Es ist gezeigt worden, daß der ganze Himmel einen Menschen darstellt, und daß er ein Mensch im Bilde ist und darum auch der Größte Mensch heißt; es ist auch gezeigt worden, daß infolgedessen die Engelgesellschaften, aus denen der Himmel besteht, geordnet sind wie die Gliedmaßen, Organe und inneren Teile im Menschen, und daß es demnach solche gibt, die sich im Haupt, solche, die sich in der Brust, solche, die sich in den Armen, und solche, die sich in deren einzelnen Teilen befinden, (man sehe Nr. 59 - 72). Die Gesellschaften nun, die sich in einem gewissen Glied daselbst befinden, entsprechen dem gleichen Glied im Menschen; so z.B. die dort im Haupt sind, entsprechen dem Haupt am Menschen; die dort in der Brust sind, entsprechen der Brust am Menschen; und die dort in den Armen sind, entsprechen den Armen am Menschen; und so bei den übrigen; infolge dieser Entsprechung besteht der Mensch; denn der Mensch hat nirgend anderswoher sein Bestehen als aus dem Himmel.
(95)
Daß der Himmel in zwei Reiche abgeteilt ist, deren eines das himmlische Reich heißt, das andere das geistige Reich, sehe man oben in seinem Abschnitt: das himmlische Reich entspricht im allgemeinen dem Herzen und allem, was im ganzen Leib zum Gebiet des Herzens gehört; und das geistige Reich entspricht der Lunge und allem, was im ganzen Körper zu ihr gehört. Das Herz und die Lunge bilden auch zwei Reiche im Menschen; das Herz regiert in ihm durch die Schlag- und Blutadern und die Lunge durch die Nerven- und Bewegfibern, beide in jeglicher Kraft und Bewegung. In jedem Menschen sind auch in seiner geistigen Welt, die sein geistiger Mensch heißt, zwei Reiche; das eine ist das des Willens und das andere das des Verstandes; der Wille regiert durch die Neigungen zum Guten, der Verstand durch die Neigungen zum Wahren; diese Reiche entsprechen auch den Reichen des Herzens und der Lunge im Körper: ebenso in den Himmeln; das himmlische Reich ist das Wollende des Himmels, und in ihm herrscht das Gute der Liebe, und das geistige Reich ist das Verständige des Himmels, und in ihm herrscht das Wahre: diese sind das, was den Verrichtungen des Herzens und der Lunge im Menschen entspricht. Von dieser Entsprechung rührt her, daß das Herz im Wort den Willen und auch das Gute der Liebe bezeichnet, und das Atemholen der Lunge den Verstand und das Wahre des Glaubens; daher kommt auch, daß dem Herzen Neigungen zugeschrieben werden, obgleich sie nicht in ihm sind und nicht aus ihm kommen[size=13][size=19][size=13]73
[/size][/size].[/size]
(96)
Das Entsprechungsverhältnis der zwei Reiche des Himmels zum Herzen und der Lunge ist das allgemeine Entsprechungsverhältnis des Himmels zum Menschen; ein weniger allgemeines aber ist das zu den einzelnen Gliedmaßen, Organen und inneren Teilen desselben; und welcherlei dieses sei, soll nun auch gesagt werden: Diejenigen im Größten Menschen, das ist im Himmel, die sich im Haupt befinden, sind vor den übrigen in allem Guten; denn sie sind in der Liebe, im Frieden, in der Unschuld, Weisheit, Einsicht, und hieraus in der Freude und Seligkeit; diese fließen in das Haupt und in alle Dinge ein, die beim Menschen zum Haupt gehören, und entsprechen ihnen. Diejenigen im Größten Menschen, das ist im Himmel, die sich in der Brust befinden, sind im Guten der Liebtätigkeit und des Glaubens und fließen auch in die Brust des Menschen ein und entsprechen ihr. Diejenigen aber im Größten Menschen oder dem Himmel, die sich in den Lenden und in den Zeugungsorganen daselbst befinden, sind in der ehelichen Liebe. Die in den Füßen sich befinden, sind im letzten Guten des Himmels, welches Gute das geistig Natürliche heißt. Die sich in den Armen und Händen befinden sind in der Macht des Wahren aus dem Guten. Die in den Augen Befindlichen sind im Verstand. Die in den Ohren sind im Aufmerken und Gehorsam. Die in der Nase sind in der Wahrnehmung [in perceptione]. Die im Mund und in der Zunge Befindlichen sind in der Redefertigkeit [in sermocinatione] aus dem Verstand und der Wahrnehmung. Die in den Nieren Befindlichen sind in dem sichtenden, ausscheidenden und zurechtweisenden Wahren. Die in der Leber, Gekrösedrüse und Milz Befindlichen sind in mannigfaltiger Reinigung des Guten und Wahren: anders wieder bei den übrigen. Sie fließen in die ähnlichen Teile des Menschen ein und entsprechen ihnen. Der Einfluß des Himmels geht in die Verrichtungen [functiones] und Nutzzwecke [usus] der Glieder ein, und die Nutzzwecke, weil sie aus der geistigen Welt stammen, gestalten sich in solche Dinge, die in der natürlichen Welt sind, und stellen sich so in der Wirkung dar; daher rührt die Entsprechung.
(97)
Daher kommt, daß durch ebendieselben Gliedmaßen, Organe und inneren Teile [viscerea] im Wort ähnliches bezeichnet wird, denn in diesem hat alles seine Bedeutung gemäß den Entsprechungen; durch das Haupt wird daher die Einsicht und Weisheit bezeichnet; durch die Brust die Liebtätigkeit; durch die Lenden die eheliche Liebe; durch die Arme und Hände die Macht des Wahren; durch die Füße das Natürliche; durch die Augen der Verstand; durch die Nase die Wahrnehmung [perceptio]; durch die Ohren der Gehorsam; durch die Nieren die Sichtung [lustratio] des Wahren, und so weiter[size=13][size=19][size=13]74
[/size][/size]. Daher kommt auch, daß der Mensch zu sagen pflegt, wenn von einem Einsichtsvollen und Weisen [die Rede ist], er habe Kopf; von demjenigen, der in der Liebtätigkeit steht, er sei ein Busenfreund; von demjenigen, der in der Wahrnehmung ist, er habe eine scharfe Nase; von dem, der in der Einsicht ist, er habe ein scharfes Auge; von dem, der in der Macht ist, er habe weitreichende [oder lange] Hände; von dem, der aus Liebe will, [er wolle es] von Herzen; diese und viele andere Redensarten des Menschen rühren von der Entsprechung her; denn dergleichen stammen aus der geistigen Welt, obgleich der Mensch es nicht weiß.[/size]
(98)
Daß ein solches Entsprechungsverhältnis aller Dinge des Himmels zu allen Dingen des Menschen statthabe, ist mir durch vielfältige Erfahrung gezeigt worden, und zwar durch so häufige, daß ich davon als von einer ganz augenscheinlichen und unbezweifelbaren Sache völlig überzeugt worden bin; sie aber ganz hier anzuführen, ist nicht nötig, noch auch der Menge wegen zulässig; man kann sie angeführt finden in den »Himmlischen Geheimnissen«, wo von den Entsprechungen, von den Vorbildungen, vom Einfluß der geistigen Welt in die natürliche und von der Verbindung der Seele und des Leibes gehandelt wird[size=13][size=19][size=13]75
[/size][/size].[/size]
(99)
Obwohl nun aber alle zum Menschen hinsichtlich des Körpers gehörigen Dinge allen Dingen des Himmels entsprechen, so ist doch der Mensch nicht seiner äußeren Form nach ein Ebenbild des Himmels, sondern nach seiner inneren; denn das Inwendige des Menschen nimmt den Himmel auf, und sein Auswendiges nimmt die Welt auf; inwieweit also sein Inwendiges den Himmel aufnimmt, insoweit ist der Mensch hinsichtlich desselben ein Himmel in kleinster Gestalt nach dem Bilde des Größten; inwieweit aber sein Inwendiges [denselben] nicht aufnimmt, insoweit ist er nicht Himmel und nicht Bild des Größten; dennoch aber kann das Auswendige, das die Welt aufnimmt, in einer Gestalt sein gemäß der Ordnung der Welt, und infolgedessen in mancherlei Schönheit; denn die äußere Schönheit, nämlich die des Körpers, rührt von den Eltern und von der Bildung im Mutterleib her und wird nachher erhalten durch den allgemeinen Einfluß aus der Welt; daher kommt, daß die natürliche Gestalt des Menschen sehr verschieden ist von der Gestalt seines geistigen Menschen. Es wurde einige Male gezeigt, wie der Geist eines Menschen seiner Gestalt nach beschaffen war, und man sah, daß er in einigen, die schön und lieblich von Angesicht waren, häßlich, schwarz und monströs war, so daß du ihn ein Bild der Hölle, nicht des Himmels nennen würdest; daß er aber in anderen, die nicht schön waren, wohlgestalt, weiß und engelähnlich war; wirklich erscheint auch der Geist des Menschen nach dem Tode so wie er im Körper war, solang er auf der Welt in diesem lebte.
(100)
Die Entsprechung erstreckt sich aber noch weiter als auf den Menschen, denn es findet auch eine Entsprechung der Himmel unter sich statt; dem dritten oder innersten Himmel entspricht der zweite oder mittlere Himmel, und dem zweiten oder mittleren Himmel entspricht der erste oder unterste Himmel, und dieser entspricht den körperlichen Gebilden im Menschen, welche seine Gliedmaßen, Organe und inneren Teile heißen; so ist es das Körperliche, in das der Himmel zuletzt sich endigt und auf dem er als auf seiner Grundlage ruht. Allein dieses Geheimnis soll anderwärts vollständiger entwickelt werden.
(101)
Man muß jedoch vor allem wissen, daß alle Entsprechung, die mit dem Himmel besteht, [ein Entsprechungsverhältnis] zu dem Göttlich-Menschlichen des Herrn ist, weil von Ihm der Himmel herrührt und Er der Himmel ist, wie dies in den vorhergehenden Abschnitten gezeigt worden ist; denn würde nicht das Göttlich-Menschliche in alle Teile des Himmels und gemäß den Entsprechungen in alle Teile der Welt einfließen, so gäbe es keinen Engel, so gäbe es auch keinen Menschen. Hieraus erhellt wiederum, warum der Herr Mensch geworden ist und Sein Göttliches mit Menschlichem vom ersten bis zum letzten bekleidet hat, daß es nämlich geschah, weil das Göttlich-Menschliche, aus dem der Himmel vor der Ankunft des Herrn [sich bildete], nicht mehr zureichte, alles [in seinem Bestand] zu erhalten, da der Mensch, der die Unterlage der Himmel ist, die Ordnung erschüttert und zerstört hatte. Was und welcherlei das Göttlich-Menschliche war, das vor der Ankunft des Herrn bestand, und wie der Zustand des Himmels damals beschaffen war, sehe man im Zusammentrag zum vorhergehenden Abschnitt.
(102)
Die Engel erstaunen, wenn sie hören, daß es Menschen gibt, die alles der Natur und nichts dem Göttlichen zuschreiben, und auch solche, die glauben, daß ihr Leib, in den so viele bewundernswerte Dinge des Himmels zusammengetragen sind, aus der Natur zusammengeflossen sei, ja daß sogar auch das Vernünftige des Menschen von daher stamme; während sie doch, wenn sie nur einigermaßen den Geist erheben wollen, sehen können, daß dergleichen Dinge aus dem Göttlichen und nicht aus der Natur stammen, und daß die Natur nur erschaffen ist, um das Geistige zu bekleiden, und es in entsprechender Weise im Letzten der Ordnung darzustellen; allein sie vergleichen solche den Nachteulen, die in der Finsternis und nichts im Lichte sehen

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 20:47

(15)

ES BESTEHT EIN ENTSPRECHUNGSVERHÄLTNIS
DES HIMMELS ZU ALLEN DINGEN DER ERDE
(103)
Was die Entsprechung sei, ist im vorhergehenden Abschnitt gesagt und dort auch gezeigt worden, daß alle und jede [Teile] des beseelten Körpers Entsprechungen sind; nun ist, der Ordnung gemäß, noch zu zeigen, daß alle Teile der Erde, und überhaupt alle Teile der Welt, Entsprechungen sind.
(104)
Alle Dinge der Erde werden in drei Gattungen abgeteilt, welche Reiche heißen, nämlich das Tierreich, das Pflanzenreich und das Mineralreich; was im Tierreich ist, ist Entsprechung im ersten Grad, weil es lebt; was im Pflanzenreich ist, ist Entsprechung im zweiten Grad, weil es bloß wächst; was im Mineralreich ist, ist Entsprechung im dritten Grad, weil es nicht lebt und auch nicht wächst. Die Entsprechungen im Tierreich sind die lebenden Wesen verschiedener Art, sowohl die, welche auf der Erde schreiten und kriechen, als diejenigen, die in der Luft fliegen, die hier nicht im besonderen benannt werden, weil sie bekannt sind. Die Entsprechungen im Pflanzenreich sind alles, was in Gärten, Wäldern, Äckern und Feldern wächst, und blüht, und auch nicht benannt wird, weil es ebenfalls bekannt ist. Die Entsprechungen im Mineralreich sind die edleren und unedleren Metalle, die kostbaren und nicht kostbaren Steine und die verschiedenen Erdarten, dann auch die Wasser. Außer diesen sind auch Entsprechungen die Dinge, welche durch menschlichen Fleiß aus jenen zum Gebrauch bereitet werden, wie alle Arten von Speisen, Kleidungsstücken, Häusern, Gebäuden und vieles andere mehr.
(105)
Was über der Erde ist, wie Sonne, Mond, Sterne, und auch, was in den Atmosphären ist, wie Wolken, Nebel, Regen, Blitze, Donner, sind auch Entsprechungen. Was von der Sonne ausgeht, ihre Gegenwart und Abwesenheit, wie Licht und Schatten, Wärme und Kälte, sind ebenfalls Entsprechungen; ebenso, was eine Folge hiervon ist, wie die Jahreszeiten, die man Frühling, Sommer, Herbst und Winter nennt; und die Tageszeiten, wie Morgen, Mittag, Abend und Nacht.
(106)
Mit einem Wort, alle Dinge, die in der Natur entstehen, von ihrem Kleinsten bis zum Größten, sind Entsprechungen[size=13][size=19][size=13]76
[/size][/size]. Sie sind aber Entsprechungen, weil die natürliche Welt mit all dem Ihrigen aus der geistigen Welt entsteht und besteht, und beide aus dem Göttlichen; wir sagen, daß sie [so] auch bestehe, weil alles davon besteht, wovon es entstanden ist [denn das Bestehen ist ein fortwährendes Entstehen], und weil nichts bestehen kann durch sich, sondern durch ein ihm Vorhergehendes, somit durch das Erste; wird es also von diesem getrennt, so geht es völlig zugrunde und verschwindet.[/size]
(107)
Ein Entsprechendes ist alles das, was in der Natur nach der göttlichen Ordnung entsteht und besteht. Die göttliche Ordnung ist eine Wirkung des göttlichen Guten, das vom Herrn ausgeht; sie fängt bei Ihm an, geht von Ihm aus durch die Himmel allmählich in die Welt und endigt sich im Letzten in ihr; was in dieser der göttlichen Ordnung gemäß ist, ist Entsprechung; der Ordnung gemäß ist in ihr alles, was gut und vollkommen ist zu Erfüllung eines Nutzzwecks; denn alles Gute ist gut gemäß dem Nutzen [den es schafft], die Form bezieht sich auf das Wahre, weil das Wahre die Form des Guten ist; daher kommt, daß alles in der gesamten Welt und in der Natur der Welt, was in der göttlichen Ordnung ist, sich auf das Gute und Wahre zurückbezieht[size=13][size=19][size=13]77
[/size][/size].[/size]
(108)
Daß alle Dinge in der Welt aus dem Göttlichen entstehen und in der Natur mit solchem bekleidet werden, durch das sie in ihr sein und Nutzen schaffen und so entsprechen können, zeigt sich deutlich an den einzelnen Erscheinungen sowohl in dem beseelten als im Pflanzenreich; in beiden sind solche Dinge, an denen jeder, wenn er aus dem Inwendigen denkt, sehen kann, daß sie aus dem Himmel stammen; zur Beleuchtung mag von Unzähligem nur weniges erwähnt werden; hier zuerst einiges aus dem Tierreich: Welch ein Wissen in ihm jedem Tiere gleichsam eingepflanzt sei, ist vielen bekannt; die Bienen wissen den Honig aus den Blumen zu sammeln, aus dem Wachs Zellen zu bauen, in denen sie ihren Honig niederlegen können und so sich und die ihrigen mit Speise zu versehen, auch für den künftigen Winter; ihr Weibchen legt Eier, die übrigen dienen und bebrüten diese, damit ein neues Geschlecht daraus entstehe; sie leben in einer gewissen Regierungsform, die sie infolge des Eingepflanzten alle kennen; die nützlichen erhalten sie, und die unnützen werfen sie aus und nehmen ihnen die Flügel; außer anderem Wunderbaren, das ihnen aus dem Himmel des Nutzzweckes wegen [zukommt]; denn das Wachs dient auf dem ganzen Erdkreis dem Menschengeschlecht zu leuchten und der Honig zu Versüssung der Speisen. Was geht nicht mit den Raupen vor, die doch im Tierreich das Verachtetste sind ? Sie wissen sich mit dem Saft aus den für sie tauglichen Blättern zu nähren und dann, wenn ihre Zeit vorüber ist, sich mit einer Hülle zu umgeben und gleichsam in einen Gebärleib zu legen und so die Brut ihrer Gattung auszubringen. Einige derselben verwandeln sich zuerst in Puppen und Goldpuppen [chrysalides], und spinnen Fäden, und nach vollbrachter Arbeit werden sie mit einem anderen Körper geschmückt und mit Flügeln versehen und fliegen in der Luft wie in ihrem Himmel, begatten sich dann, legen Eier und sorgen für eine Nachkommenschaft. Außer den hier besonders genannten kennen überhaupt alle geflügelten Tiere unter dem Himmel ihre Speisen, durch die sie ernährt werden, und zwar nicht nur welcherlei, sondern auch wo sie sind; sie wissen sich Nester zu bauen, die eine Gattung anders als die andere, Eier darin zu legen, sie auszubrüten, ihre Jungen auszubringen und zu ernähren und sie aus dem Haus zu treiben, sobald sie selbständig sein können; sie kennen auch ihre Feinde, die sie fliehen müssen, und ihre Freunde, denen sie sich beigesellen mögen, und zwar dies schon von der ersten Kindheit an: zu geschweigen die Wunderdinge in den Eiern selbst, in denen schon alles für die Bildung und Ernährung des werdenden Tierchens in seiner Ordnung bereitgelegt ist; außer Unzähligem anderem. Wer, der aus einiger Vernunftweisheit heraus denkt, würde wohl je sagen können, daß diese Dinge anderswoher kommen als aus der geistigen Welt, der die natürliche dazu dient, das, was von daher stammt, mit einem Leib zu bekleiden, oder das, was geistig in seiner Ursache ist, in der Wirkung darzustellen. Daß die Tiere auf dem Erdboden und die geflügelten Tiere unter dem Himmel in all jene Kenntnis geboren werden, nicht aber der Mensch, der doch mehr ist als sie, hat seinen Grund darin, daß die Tiere in der Ordnung ihres Lebens sind, und dasjenige, was in ihnen aus der geistigen Welt ist, nicht zerstören konnten, weil ihnen das Vernunftgebiet fehlt; anders der Mensch, der aus der geistigen Welt denkt; weil dieser durch ein Leben wider die Ordnung, dem die Vernünftelei günstig war, jenes bei sich verkehrt hat, so kann er nicht anders, als in lautere Unwissenheit geboren und hernach [nur] durch die göttlichen Mittel in die Ordnung des Himmels zurückgeführt werden.
(109)
Wie die Dinge im Pflanzenreich entsprechen, kann aus vielem erhellen; so z.B. daß winzige Samenkörnchen zu Bäumen emporwachsen, Blätter und Blüten treiben und nachher Früchte bringen, in denen [sich] wiederum Samen bilden, und daß diese Dinge nach und nach entstehen und zugleich in so bewundernswerter Ordnung bestehen, daß es nicht mit wenigem beschrieben werden kann; es müßten große Bücher sein, und doch würden die tieferen Geheimnisse, die ihren Nutzzwecken näher liegen, nicht durch die Wissenschaft ergründet werden können. Weil auch diese Dinge aus der geistigen Welt oder dem Himmel stammen, der, wie oben in seinem Abschnitt gezeigt worden ist, menschliche Gestalt hat, so haben auch die Einzelheiten in diesem Reich eine gewisse Beziehung auf die Dinge, die beim Menschen sind, was auch einigen in der gelehrten Welt bekannt ist. Das auch alle Dinge in diesem Reich Entsprechungen sind, stellte sich mir durch viele Erfahrung heraus; denn öfter, wenn ich in Gärten war und dort die Bäume, Früchte, Blumen und Hülsenfrüchte betrachtete, bemerkte ich im Himmel die Entsprechungen, und redete darüber mit denen, bei denen sie waren, und ward unterrichtet, woher sie kamen und wie sie beschaffen waren.
(110)
Allein die geistigen Dinge im Himmel, denen die natürlichen in der Welt entsprechen, kann heutzutage niemand anders als aus dem Himmel kennenlernen, weil die Wissenschaft der Entsprechungen heutzutage gänzlich verlorengegangen ist; wie aber das Entsprechungsverhältnis der geistigen Dinge zu den natürlichen beschaffen ist, möchte ich durch einige Beispiele beleuchten. Die beseelten Wesen auf Erden entsprechen im allgemeinen den Neigungen, die zahmen und nützlichen den guten Neigungen, die wilden und unnützen den bösen Neigungen; im besonderen entsprechen Rinder und Stiere den Neigungen des natürlichen Gemüts; Schafe und Lämmer den Neigungen des geistigen Gemüts; geflügelte Tiere aber je nach ihren Arten dem Verständigen beiderlei Gemüts[size=13][size=19][size=13]78
[/size][/size]; daher kommt, daß verschiedene Tiere, wie Rinder, Stiere, Widder, Schafe, Ziegen, Böcke, männliche und weibliche Lämmer, dann auch Tauben und Turteltauben in der israelitischen Kirche, die eine vorbildliche Kirche war, zu heiligem Gebrauch genommen und damit Schlachtopfer und Brandopfer gebracht wurden, denn sie entsprachen bei dieser Verwendung den geistigen Dingen, die im Himmel nach den Entsprechungen verstanden wurden. Daß auch die Tiere nach ihren Gattungen und Arten Neigungen sind, hat seinen Grund darin, daß sie leben, und das Leben eines jeden nicht anderswoher als aus dem Trieb stammt und ihm gemäß ist; daher hat jedes Tier ein angeborenes Wissen nach dem Trieb seines Lebens; auch der Mensch ist ihnen ähnlich nach seinem natürlichen Menschen, weshalb er ihnen auch verglichen wird im gemeinen Sprachgebrauch, so daß man z.B. den Sanftmütigen ein Schaf oder Lamm, den Wilden einen Bären oder Wolf, den Schlauen einen Fuchs oder eine Schlange nennt, und so fort.[/size]
(111)
Ein ähnliches Entsprechungsverhältnis besteht zu den Gegenständen im Pflanzenreich: Der Garten im allgemeinen entspricht dem Himmel hinsichtlich der Einsicht und Weisheit, weshalb der Himmel ein Garten Gottes und ein Paradies genannt wird[size=13][size=19][size=13]79
[/size][/size], und auch vom Menschen das himmlische Paradies. Die Bäume je nach ihren Arten entsprechen den Wahrnehmungen und Erkenntnissen des Guten und Wahren, aus denen Einsicht und Weisheit kommt; darum hatten die Alten, die in der Kenntnis der Entsprechungen waren, ihren Gottesdienst in Hainen[size=19][size=13]80[/size][/size]; und daher kommt, daß im Wort so oft Bäume genannt werden und ihnen der Himmel, die Kirche und der Mensch verglichen wird, wie dem Weinstock, dem Ölbaum, der Zeder und anderen, und das Gute, das sie tun, den Früchten. Auch die Speisen, die aus ihnen, besonders aus den eingeernteten Feldfrüchten bereitet werden, entsprechen den Neigungen zum Guten und Wahren, und dies darum, weil diese das geistige Leben nähren, wie die irdischen Speisen das natürliche[size=19][size=13]81[/size][/size]. Das daraus bereitete Brot entspricht im allgemeinen der Neigung zu allem Guten, weil es mehr als die übrigen [Speisen] das Leben erhält, und weil unter demselben jegliche Speise verstanden wird; wegen dieser Entsprechung nennt auch der Herr Sich das Brot des Lebens; auch waren ihretwegen in der israelitischen Kirche die Brote im gottesdienstlichen Gebrauch; denn sie wurden auf den Tisch in der Stiftshütte gelegt und Schaubrote genannt; auch wurde aller Gottesdienst, der durch Schlacht- und Brandopfer vermittelt wurde, Brot genannt; dieser Entsprechung wegen ist auch das Heiligste des Gottesdienstes in der christlichen Kirche das heilige Abendmahl, bei denen Brot und Wein gereicht wird[size=19][size=13]82[/size][/size]. Aus diesem wenigen kann erhellen, wie die Entsprechung beschaffen ist.[/size]
(112)
Wie eine Verbindung des Himmels mit der Welt durch Entsprechungen bewirkt wird, soll auch mit wenigem gesagt werden: das Reich des Herrn ist ein Reich der Zwecke, welche Nutzwirkungen [usus] sind, oder, was dasselbe ist, es ist ein Reich der Nutzwirkungen, welche die Zwecke sind. Darum ist vom Göttlichen das Weltall so geschaffen und gebildet worden, daß die Nutzzwecke allenthalben sich in solche Dinge einkleiden können, durch die sie in Tätigkeit oder in Wirkung dargestellt werden, zuerst im Himmel und dann in der Welt, mithin stufenmäßig allmählich bis zum Letzten der Natur herab, woraus erhellt, daß das Entsprechungsverhältnis der natürlichen Dinge zu den geistigen aus der Welt zum Himmel durch die Zweckmäßigkeiten [usus] vermittelt wird, und daß die Zweckmäßigkeiten das Verbindende sind; sowie auch, daß die Formen, in welche die Zweckmäßigkeiten eingekleidet sind, insoweit Entsprechungen und insoweit Verbindungen sind, als sie Formen der Nutzzwecke sind. In der Natur der Welt, in deren dreifachem Reich, sind alle Dinge, die darin der Ordnung gemäß sind, Formen von Nutzzwecken, oder Wirkungen, die von einem Nutzzweck zu [weiterem] Nutzzweck fortgebildet worden sind, weshalb auch die darin befindlichen Dinge Entsprechungen sind. Beim Menschen aber sind, inwieweit er nach der göttlichen Ordnung lebt, inwieweit er also in der Liebe zum Herrn und in der Liebetätigkeit gegen den Nächsten ist, insoweit sind auch seine Handlungen Nutzzwecke in [ihrer] Ausgestaltung, und sind Entsprechungen, durch die er mit dem Himmel verbunden wird; den Herrn und den Nächsten lieben heißt, im allgemeinen Nutzen schaffen[size=13][size=19][size=13]83
[/size][/size]. Weiter ist zu wissen, daß es der Mensch ist, durch den die natürliche Welt mit der geistigen verbunden wird, oder daß er das Mittel der Verbindung ist; denn in ihm ist die natürliche Welt und ist auch die geistige Welt (man sehe Nr. 57); inwieweit daher der Mensch geistig ist, insoweit ist er ein Verbindungsmittel, inwieweit er aber natürlich und nicht geistig ist, insoweit ist er nicht Verbindungsmittel; gleichwohl besteht auch ohne die Vermittlung des Menschen ein göttlicher Einfluß in die Welt und auch in die Dinge, die aus der Welt beim Menschen sind, jedoch nicht in seinen Vernunftgebrauch [rationale].[/size]
(113)
Wie alles, was der göttlichen Ordnung gemäß ist, dem Himmel entspricht, so entspricht auch alles, was wider die göttliche Ordnung ist, der Hölle; was dem Himmel entspricht, bezieht sich alles auf das Gute und Wahre, was der Hölle entspricht, auf das Böse und Falsche.
(114)
Nun noch etwas von der Wissenschaft der Entsprechungen und von ihrem Nutzen: oben ist gesagt worden, daß die geistige Welt, welche der Himmel ist, mit der natürlichen Welt durch Entsprechungen verbunden sei; es wird also mittelst der Entsprechungen dem Menschen eine Gemeinschaft mit dem Himmel gegeben, denn die Engel des Himmels denken nicht wie der Mensch aus dem Natürlichen; ist daher der Mensch in der Kenntnis der Entsprechungen, so kann er mit den Engeln des Himmels zusammen sein hinsichtlich der Gedanken seines Gemüts und so seinem inneren oder geistigen Menschen nach mit ihnen verbunden werden. Damit eine Verbindung des Himmels mit dem Menschen sei, darum ist das Wort in lauter Entsprechungen geschrieben worden; denn alle und jede Dinge in ihm sind entsprechend[size=13][size=19][size=13]84
[/size][/size], weshalb der Mensch, wenn er in der Kenntnis der Entsprechungen wäre, das Wort nach dessen geistigem Sinn verstehen würde, und ihm infolgedessen Geheimnisse kundgegeben werden würden, von denen er im Buchstabensinn nichts sieht. Im Wort ist nämlich ein buchstäblicher Sinn und ein geistiger Sinn; der buchstäbliche Sinn besteht aus solchem, was in der Welt ist, der geistige Sinn aber aus solchem, was im Himmel ist, und weil die Verbindung des Himmels mit der Welt durch Entsprechungen geschieht, so ist ein solches Wort gegeben worden, in dem das einzelne bis zum Jota herab entsprechend ist[size=19][size=13]85[/size][/size].[/size]
(115)
Ich bin aus dem Himmel unterrichtet worden, daß die Angehörigen der Ältesten Kirche auf unserer Erde, welche himmlische Menschen waren, aus den Entsprechungen selbst heraus gedacht haben, und daß die natürlichen Dinge der Welt, die vor ihren Augen waren, ihnen als Mittel dienten, so zu denken; und daß sie, weil sie so waren, mit den Engeln zusammengesellt wurden, und mit ihnen sprachen, und so durch sie der Himmel mit der Welt verbunden war; darum wurde auch jene Zeit das Goldene Weltalter genannt, von dem es bei den alten Schriftstellern heißt, die Himmelsbewohner hätten mit den Menschen zusammengewohnt und Umgang mit ihnen gehabt, wie Freunde mit Freunden. Nach jenen Zeiten aber seien solche gekommen, die nicht aus den Entsprechungen selbst, sondern aus der Kenntnis der Entsprechungen dachten, und auch damals noch habe eine Verbindung des Himmels mit dem Menschen stattgehabt, aber keine so innige; ihre Zeit ist die, welche das Silberne Weltalter heißt. Nachher seien solche gekommen, die zwar die Entsprechungen kannten, aber nicht aus deren Kenntnis dachten, und zwar darum nicht, weil sie im natürlichen Guten waren, und nicht wie die früheren im geistigen; ihre Zeit wurde das Kupferne Weltalter genannt. Nach deren Zeit sei der Mensch allmählich äußerlich geworden und zuletzt materiell, und dann habe sich die Kenntnis der Entsprechungen ganz verloren und mit ihr die Kenntnis des Himmels und vieler den Himmel betreffenden Dinge. Daß sie jene Weltalter nach dem Gold, Silber und Kupfer benannten, rührte auch von der Entsprechung her[size=13][size=19][size=13]86
[/size][/size], weil das Gold vermöge der Entsprechung das himmlische Gute bezeichnet, in dem die Menschen der Ältesten Kirche waren; das Silber aber das geistige Gute, in dem die Alten nach ihnen standen, und das Kupfer das natürliche Gute, in dem die nächste Nachkommenschaft war; das Eisen aber, nach dem das letzte Weltalter benannt wurde, bezeichnet das harte Wahre ohne das Gute.[/size]

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 23:01

(16)

VON DER SONNE IM HIMMEL
(116)
Im Himmel erscheint nicht die Sonne der Welt, noch irgend etwas, das von dieser Sonne herkommt, weil dieses alles natürlich ist, denn die Natur fängt mit dieser Sonne an, und was durch sie hervorgebracht wird, heißt natürlich; das Geistige aber, in dem der Himmel ist, ist über der Natur und völlig unterschieden vom Natürlichen; auch haben sie keine Gemeinschaft miteinander, außer durch Entsprechungen. Welch ein Unterschied sei, kann aus dem, was Nr. 38 von den Abstufungen, und welch eine Gemeinschaft [zwischen ihnen] sei, aus demjenigen abgenommen werden, was in den zwei vorhergehenden Abschnitten von den Entsprechungen gesagt worden ist.
(117)
Obgleich aber im Himmel nicht die Sonne der Welt erscheint, noch irgend etwas, was aus dieser Sonne ist, so gibt es doch dort eine Sonne, ein Licht und eine Wärme, und ist dort alles, was in der Welt ist, und noch Unzähliges mehr, jedoch nicht aus gleichem Ursprung; denn was im Himmel ist, ist geistig, und was in der Welt ist, natürlich. Die Sonne des Himmels ist der Herr [d.h. Er ist in ihr], das Licht daselbst ist das göttliche Wahre, und die Wärme daselbst ist das göttliche Gute, welche [beide] vom Herrn als der Sonne ausgehen; aus dieser Quelle stammt alles, was in den Himmeln entsteht und erscheint. Doch von dem Licht und der Wärme, und von den Dingen, die aus ihnen im Himmel entstehen, wird in den folgenden Abschnitten die Rede sein, hier nur von der Sonne daselbst. Der Herr erscheint aber im Himmel als Sonne, weil Er die göttliche Liebe ist, aus der alles Geistige und, mittelst der Sonne der Welt, alles Natürliche entsteht; diese Liebe ist es, welche als Sonne leuchtet.
(118)
Daß der Herr wirklich im Himmel als Sonne erscheint, ist mir nicht nur von den Engeln gesagt, sondern auch einigemal zu sehen gegeben worden; daher ich hier, was ich vom Herrn als Sonne gehört und gesehen habe, mit wenigem beschreiben will. Der Herr erscheint als Sonne nicht im Himmel, sondern hoch über den Himmeln, auch nicht über dem Haupt oder im Scheitelpunkt, sondern vor dem Angesicht der Engel, in mittlerer Höhe; Er erscheint an zweierlei Orten, an dem einen vor dem rechten Auge, an dem anderen vor dem linken Auge, in weiter Entfernung; vor dem rechten Auge erscheint Er ganz als Sonne, ungefähr in gleichem Feuer und in gleicher Größe wie die Sonne der Welt; vor dem linken Auge aber erscheint Er nicht als Sonne, sondern als Mond, in ähnlichem, doch mehr strahlendem Glanz, und in gleicher Größe wie der Mond unserer Erde, allein rings umgeben wie von mehreren kleineren Monden, deren jeder in ähnlicher Weise glänzt und schimmert. Daß der Herr an zwei Orten mit solchem Unterschied erscheint, kommt daher, daß Er jeglichem so erscheint, wie Er von ihm aufgenommen wird, und darum anders denen, die Ihn im Guten der Liebe, und anders denen, die Ihn im Guten des Glaubens aufnehmen; denen, die Ihn im Guten der Liebe aufnehmen, erscheint Er als Sonne, feurig und flammend je nach der Aufnahme, diese sind in Seinem himmlischen Reich; denen hingegen, die Ihn im Guten des Glaubens aufnehmen, erscheint Er als Mond, weißglänzend und schimmernd je nach der Aufnahme, diese sind in Seinem geistigen Reich
[i]87[/i]; und dies darum, weil das Gute der Liebe dem Feuer entspricht, daher das Feuer im geistigen Sinn die Liebe ist, und das Gute des Glaubens dem Licht entspricht, und wirklich auch das Licht im geistigen Sinn der Glaube ist[i]88[/i]; Er erscheint vor den Augen, weil das Inwendige, das dem Gemüt angehört, durch die Augen sieht, aus dem Guten der Liebe durch das rechte Auge, und aus dem Guten des Glaubens durch das linke Auge[i]89[/i]; denn alles, was auf der rechten Seite beim Engel, und auch beim Menschen ist, entspricht dem Guten, aus dem Wahres kommt, und was auf der linken ist, dem Wahren, das aus dem Guten kommt[i]90[/i]
; das Gute des Glaubens ist seinem Wesen nach Wahres aus Gutem.
(119)
Daher kommt, daß im Wort der Herr hinsichtlich der Liebe mit der Sonne und hinsichtlich des Glaubens mit dem Mond verglichen wird; und dann auch, daß die Liebe aus dem Herrn zum Herrn durch die Sonne, und der Glaube aus dem Herrn zum Herrn durch den Mond bezeichnet wird, wie in folgenden Stellen:
„Es wird das Licht des Mondes wie das Licht der Sonne sein; das Licht der Sonne aber wird siebenfach sein wie das Licht von sieben Tagen“: Jes.30/26.
„Verhüllen will Ich, wenn Ich dich vernichtet, die Himmel, deren Sterne finster machen, die Sonne werde Ich mit einer Wolke bedecken, und der Mond soll seinen Schein nicht leuchten lassen; alle Leuchten des Lichts über dir will Ich verfinstern, und Finsternis in deinem Land verbreiten“: Ez.32/7,8.
„Verfinstert soll die Sonne bei ihrem Aufgang werden, und der Mond soll seinen Schein nicht leuchten lassen“: Jes.13/10.
„Es werden Sonne und Mond verfinstert werden, und die Sterne ihren Glanz zurückziehen, die Sonne soll in Finsternis, der Mond in Blut verwandelt werden“: Joel 2/2,10,31; 4/15.
„Die Sonne ward schwarz wie ein härener Sack, und der Mond ward wie Blut, und die Sterne fielen auf die Erde“: Offb.6/12.
„Gleich nach der Trübsal jener Tage wird die Sonne verdunkelt werden, und der Mond sein Licht nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen“:Matth.24/29,
und anderwärts; in diesen Stellen wird durch die Sonne die Liebe bezeichnet und durch den Mond der Glaube und durch die Sterne die Erkenntnisse des Guten und Wahren[i]91[/i]; von diesen heißt es, sie werden verdunkelt, verlieren das Licht und fallen vom Himmel, wenn sie nicht mehr vorhanden sind. Daß der Herr als Sonne im Himmel erscheint, erhellt auch aus Seiner Verklärung vor Petrus, Jakobus und Johannes, [wobei es heißt]:
„daß Sein Antlitz leuchtete wie die Sonne“: Matth.17/2;
so erschien der Herr jenen Jüngern, als sie dem Körper entrückt und im Licht des Himmels waren. Daher kam, daß die Alten, bei denen eine vorbildliche Kirche war, beim Gottesdienst ihr Angesicht der Sonne im Osten zuwandten; davon rührt auch her, daß man den Tempeln die Aussicht gegen Osten gab.
(120)
Wie groß und welcherlei die göttliche Liebe ist, kann aus dem Vergleich mit der Sonne der Welt erhellen, daß sie nämlich überschwenglich glühend und, wenn man es glauben will, noch viel glühender [als diese] ist; weshalb der Herr als Sonne nicht unmittelbar in die Himmel einfließt, sondern die Glut Seiner Liebe auf dem Weg stufenweise gemäßigt wird; die Mäßigungen erscheinen als Strahlengürtel [cingula radiosa] um die Sonne; und überdies werden die Engel mit einer [ihnen] angemessenen dünnen Wolke umhüllt, damit sie von dem Einfluß nicht verletzt werden
[i]92[/i]; die Himmel sind daher in einer Entfernung gemäß der Aufnahme; die oberen Himmel sind, weil sie im Guten der Liebe stehen, dem Herrn als der Sonne näher; die unteren Himmel aber, weil sie im Guten des Glaubens stehen, sind von Ihm entfernter; die aber in keinem Guten sind, wie die in der Hölle, sind ganz entfernt [remotissimi], und zwar dort um so weiter entfernt, je mehr sie im Gegensatz wider das Gute sind[i]93[/i]
.
(121)
Wenn aber der Herr im Himmel erscheint, was öfter geschieht, so erscheint Er nicht von der Sonne umgeben, sondern in engelischer Gestalt, unterschieden von den Engeln durch das aus Seinem Angesicht hervorleuchtende Göttliche; denn Er ist dort nicht in Person, da der Herr in Person stets von der Sonne umgeben ist, sondern Er ist gegenwärtig durch den Hinblick; denn im Himmel ist es etwas Gewöhnliches, daß man wie gegenwärtig erscheint an dem Ort, auf den der Blick geheftet oder durch den er begrenzt wird, soweit auch dieser von dem Ort, wo man wirklich ist, entfernt sein mag; diese Gegenwart heißt die Gegenwart des inneren Sehens, wovon im folgenden. Auch mir erschien der Herr außerhalb der Sonne in Engelsgestalt etwas unterhalb der Sonne in der Höhe; und dann auch in der Nähe in gleicher Gestalt, mit leuchtendem Antlitz; einmal auch inmitten der Engel wie flammender Glanz.
(122)
Die Sonne der Welt erscheint den Engeln als etwas Stockfinsteres [Calignosum] gegenüber der Sonne des Himmels, und der Mond als etwas Verfinstertes [tenebrosum] gegenüber dem Mond des Himmels, und dies beständig. Der Grund ist, weil das Feurige der Welt der Selbstliebe entspricht; und die Helle aus ihm dem Falschen aus jener Liebe entspricht; und die Selbstliebe der göttlichen Liebe völlig entgegengesetzt und das Falsche aus dieser Liebe dem göttlichen Wahren völlig entgegengesetzt ist; und was der göttlichen Liebe und dem göttlichen Wahren entgegengesetzt ist, das ist den Engeln dichte Finsternis [caligo]. Daher kommt, daß die Sonne der Welt und den Mond anbeten und vor ihnen sich beugen, im Wort bedeutet, sich selbst lieben und das Falsche, das aus der Selbstliebe stammt, und daß diese ausgerottet werden sollen: 5Mo.4/19; 17/3-5; Jer.8/1,2; Ez.8/15,16,18; Offb.16/8; Matth.13/6
[i]94[/i]
.
(123)
Weil der Herr im Himmel als Sonne erscheint infolge der göttlichen Liebe, die in Ihm und von Ihm ist, darum kehren sich auch alle, die in den Himmeln sind, unausgesetzt Ihm zu, die im himmlischen Reich Ihm als der Sonne, die im geistigen Reich Ihm als dem Mond: die aber, so in der Hölle sind, wenden sich dem stockfinstern und dem verfinsterten Körper zu, welche jenen gegenüber sind, somit vom Herrn ab; und dies darum, weil alle, die sich in den Höllen befinden, in der Selbstliebe und Weltliebe sind, somit dem Herrn entgegengesetzt; die sich dem stockfinsteren Körper zuwenden, der an der Stelle der Weltsonne ist, sind in den Höllen nach hinten zu und heißen böse Engel [Genii]; die aber dem verfinsterten Körper sich zukehren, der an der Stelle des Mondes ist, sind in den Höllen nach vorne zu und heißen Geister [Spiritus]; daher kommt, daß von denen, die in den Höllen sind, gesagt wird, sie seien in der Finsternis, und von denen, die in den Himmeln sind, [sie seien] im Licht; die Finsternis [tenebrae] bedeutet das Falsche aus dem Bösen, und das Licht das Wahre aus dem Guten. Daß sie sich dorthin wenden, davon ist der Grund dieser: Alle im anderen Leben sehen auf das hin, was in ihrem Inwendigen herrscht, mithin auf ihre Liebe, und das Inwendige macht das Angesicht des Engels und des Geistes [zu seinem Gepräge]; und in der geistigen Welt gibt es keine Weltgegenden mit bestimmter Lage, wie in der natürlichen Welt, sondern das Angesicht ist es, was [die Lage] bestimmt. Auch der Mensch gibt sich seinem Geist nach die gleiche Richtung, abwärts vom Herrn, wer in der Liebe zu sich und zur Welt ist, und Ihm zugewendet, wer in der Liebe zu Ihm und zum Nächsten ist; allein der Mensch weiß dies nicht, weil er in der natürlichen Welt ist, wo sich die Weltgegenden nach dem Aufgang und Untergang der Sonne bestimmen: doch dies soll, weil es vom Menschen nur schwer gefaßt werden kann, im folgenden beleuchtet werden, wo von den Himmelsgegenden, vom Raum und von der Zeit im Himmel gehandelt werden wird.
(124)
Weil der Herr die Sonne des Himmels ist, und alles, was von Ihm ist, auf Ihn sieht, so ist der Herr auch der gemeinsame Mittelpunkt, von dem alle Richtung und Bestimmung ausgeht
[i]95[/i]
. Und darum ist auch in Seiner Gegenwart und unter Seiner Aufsicht alles, was unterhalb ist, sowohl was in den Himmeln, als was auf Erden ist.
(125)
Aus dem hier Gesagten kann nun in hellerem Licht gesehen werden, was in den vorausgeschickten Abschnitten über den Herrn gesagt und gezeigt worden ist, daß Er nämlich der Gott des Himmels ist, Nr. 2-6. Daß Sein Göttliches den Himmel macht, Nr. 7-12. Daß das Göttliche des Herrn im Himmel die Liebe zu Ihm und die Liebtätigkeit gegen den Nächsten ist, Nr. 13-19. Daß ein Entsprechungsverhältnis aller [Teile] der Welt zum Himmel, und durch den Himmel zum Herrn besteht, Nr. 87-115. Dann auch, daß die Sonne der Welt und der Mond Entsprechendes sind, Nr. 105.

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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-08-08, 23:04

17)

VOM LICHT UND VON DER WÄRME IM HIMMEL
(126)
Daß ein Licht in den Himmeln sei, können diejenigen nicht fassen, die bloß aus der Natur denken, während doch in den Himmeln ein so großes Licht ist, daß es das Mittagslicht in der Welt um viele Grade übertrifft; es ist mir öfter sichtbar geworden, auch zur Abend- und zur Nachtzeit; anfangs wunderte ich mich, als ich die Engel sagen hörte, das Licht der Welt sei im Vergleich mit dem Licht des Himmels kaum etwas mehr als ein Schatten; da ich es aber sah, so kann ich es bezeugen. Sein weißer Schimmer und Glanz sind von der Art, daß sie nicht beschrieben werden können. Was ich im Himmel sah, das sah ich in diesem Licht, mithin klarer und deutlicher als die Dinge in der Welt.
(127)
Das Licht des Himmels ist nicht ein natürliches, wie das Licht der Welt, sondern ein geistiges; denn es ist aus dem Herrn als der Sonne, und die Sonne ist die göttliche Liebe, wie im vorhergehenden Abschnitt gezeigt worden ist. Was vom Herrn als der Sonne ausgeht, heißt in den Himmeln das göttliche Wahre, ist aber seinem Wesen nach das göttliche Gute, vereint mit dem göttlichen Wahren; daraus kommt den Engeln Licht und Wärme: aus dem göttlichen Wahren haben die Engel Licht, und aus dem göttlichen Guten haben sie Wärme. Hieraus kann erhellen, daß das Licht des Himmels, weil es solchen Ursprungs ist, ein geistiges und nicht ein natürliches ist; ebenso die Wärme
[i]96[/i]
.
(128)
Das göttlich Wahre ist den Engeln das Licht, weil die Engel geistig sind, und nicht natürlich. Die Geistigen sehen aus ihrer Sonne und die Natürlichen aus der ihrigen; und das göttliche Wahre ist es, aus dem den Engeln Verstand kommt, und der Verstand ist ihr inneres Sehen, das in ihr äußeres Sehen einfließt und es hervorbringt; daher denn, was im Himmel vom Herrn als der Sonne erscheint, im Licht erscheint
[i]97[/i]. Weil dies der Ursprung des Lichtes im Himmel ist, so ist es daselbst verschieden je nach der Aufnahme des göttlich Wahren vom Herrn, oder was dasselbe ist, nach der Einsicht und Weisheit, in der die Engel sind. Ein anderes ist es daher im himmlischen Reich als im geistigen Reich, und ein anderes in jeder Gesellschaft; das Licht im himmlischen Reich erscheint flammend, weil die Engel in ihm das Licht vom Herrn als der Sonne aufnehmen; das Licht im geistigen Reich aber ist glänzend weiß, weil die Engel in ihm das Licht vom Herrn als dem Mond aufnehmen, (man sehe Nr. 118); auch ist das Licht der einen Gesellschaft nicht dem der anderen gleich; auch in jeglicher Gesellschaft ist es wieder verschieden; in stärkerem Licht sind in ihr, die in der Mitte, und in schwächerem, die rings umher sind; man sehe Nr. 43. Mit einem Wort, in demselben Grad, in dem die Engel Aufnahmegefäße des göttlichen Wahren, das heißt in der Einsicht und Weisheit vom Herrn sind, haben sie Licht[i]98[/i]
; die Engel des Himmels werden infolgedessen Engel des Lichtes genannt.
(129)
Weil der Herr in den Himmeln das göttlich Wahre ist, und das göttlich Wahre dort das Licht ist, darum heißt der Herr im Wort das Licht, und ebenso alles Wahre, das von Ihm ist; wie in folgenden Stellen:
„Jesus sagte: Ich bin das Licht der Welt, wer Mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern das Licht des Lebens haben“: Joh.8/12.
„Solange Ich in der Welt bin, bin Ich das Licht der Welt“: Joh.9/5
„Jesus sagte: Noch eine kleine Zeit ist das Licht bei euch, wandelt, solange ihr das Licht habt, damit euch nicht Finsternis überfalle: solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Söhne des Lichtes seiet. Ich bin als das Licht in die Welt gekommen, damit jeder, der an Mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe“: Joh.12/35,36,46.
„Das Licht kam in die Welt, die Menschen aber liebten die Finsternis mehr als das Licht“: Joh.3/19.
Johannes vom Herrn:
„Dieser ist das wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet“: Joh.1/4,9.
„Das Volk, das im Finstern sitzt, sah großes Licht; und denen, die im Schatten des Todes saßen, ist ein Licht aufgegangen“: Matth.4/16.
„Ich werde dich zum Bund des Volkes geben, zum Licht der Nationen“:Jes.42/6.
„Ich machte dich zum Licht der Nationen, daß du Mein Heil seist bis ans Äußerste der Erde“: Jes.49/6.
„Die Völkerschaften, die errettet worden, werden zu Seinem Licht wandeln“:Offb.21/24.
„Sende Dein Licht und Deine Wahrheit, sie sollen mich leiten“: Ps.43/3;
in diesen und in anderen Stellen heißt der Herr das Licht vermöge des göttlichen Wahren, das aus Ihm ist, ebenso wird das Wahre selbst das Licht genannt. Weil vom Herrn als der Sonne Licht in den Himmeln ist, darum erschien, als Er vor Petrus, Jakobus und Johannes verklärt wurde,
„Sein Angesicht wie die Sonne, und Seine Kleider wie das Licht, schimmernd und weiß wie Schnee, wie sie kein Walker auf Erden weiß machen kann“:Mark.9/3; Matth.17/2;
daß die Kleider des Herrn so erschienen, geschah, weil sie das göttlich Wahre vorbildeten, das von Ihm in den Himmeln ist; die Kleider bezeichnen auch im Wort die Wahrheiten[i]99[/i]; daher es bei David heißt:
„Jehovah, Du umhüllst Dich mit Licht, wie mit Gewand“: Ps.104/2.
(130)
Daß das Licht in den Himmeln geistig, und daß dieses Licht das göttlich Wahre sei, kann auch daraus geschlossen werden, daß auch der Mensch ein geistiges Licht, und daß er aus diesem Erleuchtung hat, inwieweit er in der Einsicht und Weisheit aus dem göttlichen Wahren ist. Das geistige Licht des Menschen ist das Licht seines Verstandes, dessen Gegenstände Wahrheiten sind, die er zergliedernd in Reihen ordnet, ins Verhältnis von Grund und Folge zueinander setzt, und aus ihnen der Reihe nach Folgerungen zieht
[i]100[/i]. Daß es ein wirkliches Licht ist, aus dem der Verstand dergleichen sieht, weiß der natürliche Mensch nicht, weil er es nicht mit den Augen sieht, noch in seinem Denken sich vorstellen kann; gleichwohl jedoch wissen viele darum, und unterscheiden es auch von dem natürlichen Licht, in dem diejenigen sind, die natürlich und nicht geistig denken: natürlich aber denken die, welche ihren Blick nur auf die Welt heften und alles der Natur zuschreiben; geistig hingegen denken die, welche ihr Auge auf den Himmel richten und dem Göttlichen alles zuschreiben. Daß es das wahre Licht [Lux] sei, was das Gemüt erleuchtet, völlig verschieden vom Licht, welches das Naturlicht [lumen naturale] heißt, ist mir oftmals zu erfahren und auch zu sehen gegeben worden; ich wurde stufenweise in jenes Licht innerlich erhoben, und wie ich erhoben war, wurde mein Verstand erleuchtet, bis ich zuletzt erkannte, was ich früher nicht erkannt hatte, und am Ende selbst solches, was nicht einmal mit dem Gedanken aus dem Naturlicht hätte erreicht werden können, Ich ward zuweilen unwillig, daß man es nicht begreifen konnte, während es doch im himmlischen Licht klar und deutlich erkannt wurde[i]101[/i]
. Weil dem Verstand Licht zukommt, so sagt man von ihm gleiches wie vom Auge, daß er nämlich sehe und im Licht sei, wenn er erkennt, und daß er im Dunkeln und im Schatten sei, wenn er nicht erkennt, und dergleichen mehr.
(131)
Weil das Licht des Himmels das göttliche Wahre ist, so ist dieses Licht auch die göttliche Weisheit und Einsicht; daher unter „ins Licht des Himmels erhoben werden“dasselbe verstanden wird, was unter „in die Weisheit und Einsicht erhoben und erleuchtet werden“; weshalb das Licht bei den Engeln ganz in demselben Grad ist wie ihre Einsicht und Weisheit. Weil das Licht des Himmels die göttliche Weisheit ist, so werden im Licht des Himmels auch alle erkannt, wie sie beschaffen sind; das Inwendige eines jeden liegt dort offen zutage in seinem Angesicht, ganz wie es ist, und nicht das Geringste bleibt verborgen; die inwendigeren Engel haben auch gern, daß alles bei ihnen offenbar sei, weil sie nichts als Gutes wollen; anders aber die, welche unterhalb des Himmels sind und nicht Gutes wollen, diese fürchten sich darum auch sehr, im Licht des Himmels gesehen zu werden; und, was wunderbar ist, die in der Hölle erscheinen sich untereinander als Menschen, im Licht des Himmels aber als Mißgestalten mit grauenhaftem Gesicht und grauenhaftem Körper, ganz in der Gestalt ihres Bösen
[i]102[/i]
. In gleicher Art erscheint auch der Mensch seinem Geist nach, wenn er von den Engeln gesehen wird; ist er gut, so erscheint er als ein schöner Mensch, je nach seinem Guten, ist er böse, als Mißgestalt, häßlich, je nach seinem Bösen. Hieraus erhellt, daß im Licht des Himmels alles offenbar wird; es wird offenbar, weil das Licht des Himmels das göttliche Wahre ist.
(132)
Weil das göttliche Wahre das Licht in den Himmeln ist, so leuchten auch alle Wahrheiten, wo sie auch immer sein mögen, ob innerhalb des Engels, oder außerhalb seiner, ob innerhalb der Himmel oder außerhalb derselben: jedoch leuchten die Wahrheiten außerhalb der Himmel nicht wie die Wahrheiten innerhalb der Himmel; die Wahrheiten außerhalb der Himmel leuchten frostig, wie Schneelicht [niveum] ohne Wärme, weil sie ihr Wesen nicht vom Guten her haben wie die Wahrheiten innerhalb der Himmel; weshalb auch jenes kalte Licht beim Einfallen des Himmelslichtes verschwindet und, wenn ihm Böses zugrunde liegt, in Finsternis verkehrt wird. Ich habe dies einigemal gesehen, so wie vieles andere Denkwürdige betreffend die leuchtenden Wahrheiten, was hier übergangen wird.
(133)
Nun soll etwas von der Wärme des Himmels gesagt werden: die Wärme des Himmels ist ihrem Wesen nach Liebe; sie geht vom Herrn als der Sonne aus, und daß diese die göttliche Liebe im Herrn und aus dem Herrn sei, kann man im vorhergehenden Abschnitt nachgewiesen finden; hieraus erhellt, daß die Wärme des Himmels ebenso geistig ist, als das Licht des Himmels, weil sie desselben Ursprungs ist
[i]103[/i]
. Zweierlei ist, was vom Herrn als der Sonne ausgeht, das göttliche Wahre und das göttliche Gute; das göttliche Wahre stellt sich in den Himmeln als Licht dar, und das göttliche Gute als Wärme; allein das göttliche Wahre und das göttliche Gute sind so vereinigt, daß sie nicht zwei sind, sondern eines; gleichwohl jedoch sind sie bei den Engeln getrennt; denn es gibt Engel, die mehr das göttliche Gute als das göttliche Wahre aufnehmen, und wieder solche, die mehr das göttliche Wahre als das göttliche Gute aufnehmen; die mehr das göttliche Gute aufnehmen, sind im himmlischen Reich des Herrn; die mehr das göttliche Wahre, sind im geistigen Reich des Herrn; die vollkommensten Engel sind die, welche beides in gleichem Grad aufnehmen.
(134)
Die Wärme des Himmels ist, wie das Licht des Himmels, überall verschieden, eine andere im himmlischen Reich, und eine andere im geistigen Reich, ja auch eine andere in jeglicher Gesellschaft daselbst, ein Unterschied nicht bloß dem Grad nach, sondern auch der Qualität nach; stärker [intensior] und reiner ist sie im himmlischen Reich des Herrn, weil da die Engel mehr das göttliche Gute aufnehmen; weniger stark und rein ist sie im geistigen Reich des Herrn, weil hier die Engel mehr das göttliche Wahre aufnehmen; auch in jeder Gesellschaft des Himmels ist sie je nach der Aufnahme verschieden. Es gibt auch eine Wärme in den Höllen, aber eine unreine
[i]104[/i]. Die Wärme im Himmel ist die, welche durch das heilige und himmlische Feuer, und die Wärme der Hölle die, welche durch das unheilige und höllische Feuer bezeichnet wird, und unter beiden wird eine Liebe verstanden, unter dem himmlischen Feuer die Liebe zum Herrn und die Liebe gegen den Nächsten, und jede Neigung, die diesen Liebearten angehört, unter dem höllischen Feuer dagegen die Selbstsucht und Weltliebe und jede Begierde, welche diesen Arten von Liebe angehört[i]105[/i]
. Daß die Liebe eine Wärme geistigen Ursprungs ist, zeigt sich an dem Erwarmen je nach der Liebe; denn der Mensch kommt ins Feuer und erwarmt je nach der Größe und Beschaffenheit, und ihre Hitze offenbart sich, wenn sie bekämpft wird; daher kommt auch, daß man in Gebrauch hat, zu sagen: entzündet werden, erwarmen, entbrennen, aufwallen, ins Feuer kommen, wenn von Erregungen die Rede ist, welche der guten Liebe, und auch wenn von Begierden gesprochen wird, welche der bösen Liebe angehören.
(135)
Die vom Herrn als der Sonne ausgehende Liebe wird aber im Himmel darum als Wärme empfunden, weil das Innere der Engel aus dem göttlichen Guten, das vom Herrn [kommt], in der Liebe ist, daher dann das Äußere, das davon erwarmt, in der Wärme ist; daher kommt, daß im Himmel Wärme und Liebe sich einander so sehr entsprechen, daß dort jeder in demselben Grad in der Wärme ist, in dem er in der Liebe ist, gemäß dem, was soeben gesagt wurde. Von der Wärme der Welt dringt durchaus nichts in die Himmel ein, weil sie gröberer Art und natürlich, nicht geistig ist; anders jedoch bei den Menschen, weil die Menschen sowohl in der geistigen Welt, als in der natürlichen Welt sind; diese werden ihrem Geist nach warm, ganz gemäß ihrer Liebe [amores], dem Körper nach aber aus beiden, sowohl aus der Wärme ihres Geistes, als aus der Wärme der Welt; jene fließt in diese ein, weil sie sich entsprechen. Welcherlei die Entsprechung von beiderlei Wärme sei, kann an den Tieren erhellen, daß nämlich ihre Triebe [amores], von denen derjenige der Fortpflanzung ihrer Gattung obenan steht, hervorbrechen und wirken je nach der Gegenwart und dem Zuströmen der Wärme aus der Sonne der Welt, welche Wärme nur zur Zeit des Frühlings und Sommers eintritt. Gar sehr täuschen sich die, welche glauben, die einfließende Wärme der Welt erwecke die Triebe; denn es gibt keinen Einfluß des Natürlichen in das Geistige, sondern des Geistigen in das Natürliche; dieser Einfluß ist aus der göttlichen Ordnung, jener aber ist wider die göttliche Ordnung
[i]106[/i]
.
(136)
Die Engel haben, gleich den Menschen, Verstand und Willen; das Leben ihres Verstandes ist eine Wirkung des Himmelslichtes, weil das Licht des Himmels das göttliche Wahre und daher die göttliche Weisheit ist, und das Leben ihres Willens ist eine Wirkung der Wärme des Himmels, weil die Wärme des Himmels das göttliche Gute und daher die göttliche Liebe ist; das eigenste Leben der Engel ist aus der Wärme, nicht aber aus dem Licht, außer soweit die Wärme in diesem ist; daß das Leben aus der Wärme kommt, ist offenbar, denn mit deren Entfernung vergeht auch das Leben; ebenso ist es auch mit dem Glauben ohne die Liebe oder mit dem Wahren ohne das Gute; denn das Wahre, das man das des Glaubens nennt, ist das Licht, und das Gute, welches das der Liebe ist, ist die Wärme
[i]107[/i]
. Dies stellt sich noch deutlicher heraus an der Wärme und dem Licht der Welt, welchem die Wärme und das Licht des Himmels entsprechen; durch die Wärme der Welt, wenn sie mit dem Licht verbunden ist, lebt auf und blüht alles, was auf dem Erdboden ist, und verbunden sind sie zu den Zeiten des Frühlings und des Sommers; hingegen durch das von der Wärme getrennte Licht wird nichts belebt und blüht nichts, sondern erstarrt und erstirbt alles, und nicht verbunden sind sie zur Zeit des Winters, dann fehlt die Wärme, und das Licht bleibt noch; vermöge jener Entsprechung heißt der Himmel ein Paradies, weil in ihm das Wahre mit dem Guten, oder die Liebe mit dem Glauben verbunden ist, wie zur Frühlingszeit auf Erden das Licht mit der Wärme. Hieraus erhellt nun noch deutlicher die Wahrheit, von der oben in seinem Abschnitt Nr. 13-19 die Rede war, daß nämlich das Göttliche des Herrn im Himmel die Liebe zu Ihm und das Wohlwollen [Charitas] gegen den Nächsten ist.

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Als ich geboren wurde, haben alle gelacht,
ich aber habe geweint;
wenn wieder gehe, werden alle weinen,
ich aber werde lachen
smilie 


Der Teufel hat die Hand im Spiel
aber Gott hat das Spiel in der Hand
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:12

18)
Das Göttliche des Herrn im Himmel ist Liebe, weil die Liebe das Aufnahmegefäß aller [Güter] des Himmels ist, welche sind Friede, Einsicht, Weisheit und Seligkeit; denn die Liebe nimmt alles und jedes in sich auf, was mit ihr übereinstimmt, sie sehnt sich nach demselben, sucht es auf und zieht es in sich wie von selbst; denn immer will sie durch dasselbe bereichert und vervollkommnet werden
26, was dem Menschen auch bekannt ist, denn die Liebe bei ihm ersieht sich und nimmt heraus aus den Dingen seines Gedächtnisses alles das, was [mit ihr] zusammenstimmt, und sammelt es, stellt es in sich und unter sich auf; in sich, damit es ihr eigen sei, und unter sich, damit es ihr diene; das übrige aber, das nicht [mit ihr] zusammenstimmt, wirft sie aus und entfernt es.
Daß der Liebe alle Fähigkeit innewohne, die mit ihr übereinstimmenden Wahrheiten in sich aufzunehmen, und das Verlangen, sie mit sich zu verbinden, war auch deutlich an solchen zu ersehen, die in den Himmel erhoben wurden; obwohl diese in der Welt einfältig waren, kamen sie doch in die Engelweisheit und in die Wonnen des Himmels, sobald sie unter die Engel [kamen]; und dies darum, weil sie das Gute und das Wahre um des Guten und Wahren willen geliebt und sie ihrem Leben eingepflanzt hatten und hierdurch fähig geworden waren, den Himmel mit all seinem Unaussprechlichen in sich aufzunehmen.
Diejenigen hingegen, die in der Liebe zu sich und zur Welt sind, sind in keiner Fähigkeit, sie aufzunehmen, sie haben eine Abneigung dagegen, stoßen dieselben von sich und entfliehen bei deren erstem Berühren und Einfließen und gesellen sich solchen in der Hölle bei, die mit ihnen in gleicher Art von Liebe stehen.
Es fanden sich Geister, welche zweifelten, ob dergleichen der himmlischen Liebe innewohne, und zu wissen verlangten, ob dem so sei; weshalb sie, unter einstweiliger Entfernung der Hindernisse, in den Zustand himmlischer Liebe versetzt und nach vorne hin in eine Ferne gebracht wurden, wo der Engelhimmel war, und von wo aus sie mit mir sprachen und sagten, sie fühlen eine Seligkeit, die inniger sei, als sie mit Worten ausdrücken können, sie bedauerten sehr, daß sie in ihren vorigen Zustand zurückkehren müßten.
Auch andere wurden in den Himmel erhoben, und so wie sie innerlicher oder höher gehoben wurden, traten sie auch in die Einsicht und Weisheit ein, so daß sie Dinge fassen konnten, die ihnen früher unbegreiflich waren.
Hieraus erhellt, daß die vom Herrn ausgehende Liebe das Aufnahmegefäß des Himmels und aller Dinge in ihm ist.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:14

(19)
Daß die Liebe zum Herrn und die Liebe gegen den Nächsten alle göttlichen Wahrheiten in sich begreifen, kann aus dem erhellen, was der Herr selbst von diesen beiden Arten der Liebe gesagt hat, indem Er sprach:

„Du sollst deinen Gott lieben von deinem ganzen Herzen und von deiner ganzen Seele: dies ist das erste und größte Gebot; das zweite, das diesem gleich ist, ist, daß du deinen Nächsten lieben sollst wie dich selbst; an diesen zwei Geboten hängen das Gesetz und die Propheten“: Matth.22/37- 40.
Das Gesetz und die Propheten sind das ganze Wort, somit alles göttliche Wahre.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:18

(5)

DER HIMMEL
IST IN ZWEI REICHE ABGETEILT
(20)
Weil im Himmel unendliche Mannigfaltigkeiten sind, und nicht eine Gesellschaft der anderen, ja nicht einmal ein Engel dem anderen ganz ähnlich ist
27, so wird der Himmel im allgemeinen, im besonderen und im einzelnen unterschieden; im allgemeinen in zwei Reiche, im besonderen in drei Himmel und im einzelnen in unzählige Gesellschaften; von jedem derselben wird in dem nun folgenden die Rede sein. Reiche heißen sie, weil der Himmel das Reich Gottes genannt wird.
(21)
Es gibt Engel, welche das vom Herrn ausgehende Göttliche mehr innerlich und [solche, die] es weniger [innerlich] aufnehmen; die es mehr innerlich aufnehmen, heißen himmlische Engel, die es aber weniger innerlich [aufnehmen], heißen geistige Engel; daher der Himmel unterschieden wird in zwei Reiche, deren eines genannt wird das himmlische Reich, das andere das geistige Reich
28.
(22)
Die Engel, welche das himmlische Reich ausmachen, werden, weil sie das Göttliche des Herrn mehr innerlich aufnehmen, innigere und auch höhere Engel genannt; und infolgedessen werden auch die Himmel, die aus ihnen bestehen, innigere und höhere genannt
29. Sie heißen höhere und niedrigere, weil das Innerliche und das Äußerliche so genannt wird30.
(23)
Die Liebe, in welcher die sind, die sich im himmlischen Reich befinden, heißt die himmlische Liebe; und die Liebe, in welcher die sind, die sich im geistigen Reich befinden, heißt die geistige Liebe; die himmlische Liebe ist die Liebe zum Herrn, und die geistige Liebe ist die Liebtätigkeit gegen den Nächsten. Und weil alles Gute Sache einer Liebe ist, indem, was jemand liebt, ihm Gutes ist, darum heißt auch das Gute des einen Reichs himmlisches und das des anderen geistiges Gute. Hieraus erhellt, worin sich jene beiden Reiche unterscheiden, nämlich wie das Gute der Liebe zum Herrn und das Gute der Liebtätigkeit gegen den Nächsten
31; und weil jenes Gute ein mehr innerliches Gute und jene Liebe eine innigere Liebe ist, darum sind die himmlischen Engel innigere Engel und heißen die höheren.
(24)
Das himmlische Reich heißt auch das priesterliche Reich des Herrn und im Wort Seine Wohnung, und das geistige Reich heißt Sein königliches Reich und im Wort Sein Thron; nach Seinem himmlisch Göttlichen wurde auch der Herr in der Welt Jesus und nach dem geistig Göttlichen Christus genannt.

(25)
Die Engel im himmlischen Reich des Herrn übertreffen weit an Weisheit und Herrlichkeit die Engel, die im geistigen Reich sind, und dies darum, weil sie das Göttliche des Herrn inniger aufnehmen; denn sie sind in der Liebe zu Ihm und daher Ihm näher und enger [mit Ihm] verbunden
32. Diese Engel sind so, weil sie die göttlichen Wahrheiten sogleich im Leben aufgenommen haben und aufnehmen, und nicht wie die geistigen nach vorgängigem Gedächtniswissen und Denken; weshalb dieselben ihren Herzen eingeschrieben sind und sie solche fühlen und gleichsam in sich schauen, und nie darüber Berechnungen anstellen [ratiocinantur], ob es so sei oder nicht so sei33; sie sind solche, welche bei Jeremia beschrieben werden:
„Ich werde Mein Gesetz in ihren Geist geben, und in ihr Herz es schreiben: nicht mehr wird jemand seinen Freund, noch jemand seinen Bruder lehren, sprechend: Erkennet den Jehovah; sie werden Mich erkennen vom Kleinsten derselben bis zum Größten derselben“: Jer.31/33,34. Und bei Jesajah heißen sie „von Jehovah Gelehrte“: Jes.54/13;
daß die von Jehovah Gelehrten die vom Herrn Gelehrten seien, lehrt der Herr selbst bei Joh.6/45,46.
(26)
Es ward gesagt, sie haben Weisheit und Herrlichkeit vor den übrigen, weil sie die göttlichen Wahrheiten sogleich im Leben aufnehmen; sobald sie nämlich selbige hören, wollen und tun sie solche auch, ohne sie im Gedächtnis niederzulegen, um dann nachzusinnen, ob es so sei; die so geartet sind, wissen alsbald durch einen Einfluß vom Herrn, ob das Wahre, das sie hören, wahr ist; denn der Herr fließt unmittelbar ein in das Wollen des Menschen und mittelbar durch das Wollen in sein Denken; oder was dasselbe ist, der Herr fließt unmittelbar ein in das Gute und mittelbar durch das Gute in das Wahre
34; denn Gutes heißt das, was Sache des Willens und aus diesem der Tat ist, Wahres hingegen, was Sache des Gedächtnisses und aus diesem des Denkens ist; auch wird alles Wahre in Gutes verwandelt und der Liebe eingepflanzt, sobald es in den Willen eingeht; solange aber das Wahre [nur] im Gedächtnis und aus diesem im Denken ist, wird es nicht Gutes, noch lebt es, noch wird es dem Menschen angeeignet, weil der Mensch Mensch ist vermöge des Willens und des Verstandes aus diesem und nicht vermöge des vom Willen getrennten Verstandes35.
(27)
Weil ein solcher Unterschied ist zwischen den Engeln des himmlischen Reiches und den Engeln des geistigen Reiches, so sind sie nicht beisammen, noch haben sie Umgang miteinander: es findet bloß eine Gemeinschaft statt durch die zwischen inne stehenden Engelgesellschaften, welche die geistig-himmlischen [coelestes spirituales] heißen; durch diese fließt das himmlische Reich in das geistige ein
36; daher kommt, daß der Himmel, obgleich er in zwei Reiche abgeteilt ist, dennoch einen einzigen ausmacht. Der Herr tut auch immer Vorsehung für solche vermittelnde Engel, durch die eine Gemeinschaft und Verbindung statt hat.     himmels-engel.de
(28)
Weil im folgenden von den Engeln des einen und des anderen Reiches umständlich gehandelt wird, so werden die Einzelheiten hier übergangen.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:20

(6)

ES GIBT DREI HIMMEL
(29)
Es sind drei Himmel und diese untereinander völlig geschieden. Der innerste oder dritte, der mittlere oder zweite, und der unterste oder erste; sie folgen aufeinander und bestehen untereinander, wie das Oberste des Menschen, welches das Haupt heißt, sein Mittleres, welches der Leib, und das Unterste, welches die Füße sind; und wie der oberste Teil eines Hauses, sein mittlerer und sein unterster, in solcher Ordnung ist auch das Göttliche, das vom Herrn ausgeht und herabsteigt; daher ist infolge einer Notwendigkeit der Ordnung der Himmel in drei Teile geteilt.

(30)
Das Inwendige [interiora] des Menschen, welches das seines Gemütes [Mentis] und Charakters [Animi] ist, ist in ähnlicher Ordnung: er hat ein Innerstes, ein Mittleres und ein Letztes [ultimum]; denn in den Menschen sind, als er geschaffen wurde, alle [Stufen] der göttlichen Ordnung gelegt worden, so daß er zur göttlichen Ordnung im Bilde [in forma] und zu einem Himmel in kleinster Gestalt [effigie] wurde
37; darum auch steht der Mensch in Gemeinschaft mit den Himmeln nach seinem Inwendigen; und kommt auch unter die Engel nach seinem Tode, unter die Engel des innersten Himmels oder des mittleren oder des letzten, je nach der Aufnahme des göttlich Guten und göttlich Wahren vom Herrn, solange er in der Welt lebt.
(31)
Das Göttliche, das vom Herrn einfließt und im dritten oder innersten Himmel aufgenommen wird, heißt das Himmlische, und infolgedessen werden die Engel, die hier sind, himmlische Engel genannt; das Göttliche, das vom Herrn ausgeht und im zweiten oder mittleren Himmel aufgenommen wird, heißt das Geistige, und daher die Engel, welche hier sind, geistige Engel; das Göttliche aber, das vom Herrn einfließt und im untersten oder ersten Himmel aufgenommen wird, heißt das Natürliche; weil jedoch das Natürliche dieses Himmels nicht ist wie das Natürliche der Welt, sondern Geistiges und Himmlisches in sich hat, so heißt dieser Himmel der natürlich-geistige und -himmlische [Spirituale et Coeleste Naturale], und darum die Engel, die hier sind, die natürlich Geistigen und natürlich Himmlischen [Spirituales et Coelestes naturales]
38; natürlich Geistige [spirituales naturales] heißen, die den Einfluß aus dem mittleren oder zweiten Himmel aufnehmen, welcher der geistige Himmel ist, natürlich Himmlische aber [Coelestes naturales] heißen, die den Einfluß aus dem dritten oder innersten Himmel aufnehmen, welcher der himmlische Himmel ist; die natürlich-geistigen und die natürlich-himmlischen Engel sind unter sich abgeteilt, machen aber doch einen Himmel aus, weil sie auf einer [und derselben] Stufe stehen.
(32)
Es ist in jedem Himmel ein Inneres und ein Äußeres; die im Inneren sind, heißen dort innerliche Engel, die aber im Äußeren sind, heißen dort äußerliche Engel. Das Äußere und das Innere in den Himmeln oder in einem jeden Himmel verhalten sich wie das Wollende [Voluntarium] und dessen Verständiges [Intellectuale] beim Menschen, das Innere wie das Wollende, und das Äußere wie dessen Verständiges; alles Wollende hat sein Verständiges, das eine ohne das andere findet nicht statt; das Wollende verhält sich wie vergleichsweise die Flamme, und sein Verständiges wie das Licht aus ihr.

(33)
Wohl zu merken ist, daß das Inwendige [interiora] bei den Engeln macht, daß sie in dem einen oder in dem anderen Himmel sind; denn je mehr das Inwendige gegen den Herrn zu aufgeschlossen ist, in einem desto inwendigeren Himmel sind sie. Drei Stufen des Inwendigen gibt es bei jedem, sowohl dem Engel als dem Geist und auch beim Menschen; diejenigen, bei denen der dritte Grad aufgeschlossen ist, sind in dem innersten Himmel; bei denen der zweite oder nur der erste, die sind in dem mittleren oder dem äußersten Himmel: das Inwendige wird aufgeschlossen durch die Aufnahme des göttlichen Guten und dazu des göttlichen Wahren; die durch die göttlichen Wahrheiten angeregt werden und sie sogleich ins Leben, somit in den Willen und aus diesem in das Tun übergehen lassen, sind im innersten oder dritten Himmel, und hier je nach der Aufnahme des Guten infolge der Anregung des Wahren; die sie aber nicht sogleich in den Willen, sondern in das Gedächtnis und von da aus in den Verstand aufnehmen und aus diesem heraus sie wollen und tun, sind im mittleren oder zweiten Himmel; die aber moralisch leben und das Göttliche glauben und nicht so sehr sich angelegen sein lassen, unterrichtet zu werden, sind im untersten oder ersten Himmel
39. Hieraus kann erhellen, daß der Zustand des Inwendigen den Himmel macht, und daß der Himmel innerhalb eines jeden ist, und nicht außerhalb desselben, was auch der Herr lehrt, indem Er sagt:
„Nicht kommt das Reich Gottes so, daß es beobachtet werden könnte, noch wird man sagen: Siehe hier oder siehe da ! Denn sehet, ihr habt das Reich Gottes in euch“: Luk.17/20,21.
(34)
Auch nimmt alle Vollkommenheit zu nach innen, und nimmt ab nach außen zu, weil das Inwendige dem Göttlichen näher und in sich reiner, das Auswendige aber vom Göttlichen entfernter und in sich gröber ist
40. Die Engelvollkommenheit besteht in der Einsicht, in der Weisheit, in der Liebe und in allem Guten und in der Glückseligkeit daraus, nicht aber in einer Glückseligkeit ohne diese; denn die Glückseligkeit ohne sie ist äußerlich und nicht innerlich. Weil das Inwendige bei den Engeln des innersten Himmels im dritten Grad aufgeschlossen ist, so übertrifft ihre Vollkommenheit unendlich die Vollkommenheit der Engel im mittleren Himmel, deren Inwendiges im zweiten Grad aufgeschlossen ist; in gleicher Weise übertrifft die Vollkommenheit der Engel des mittleren Himmels die Vollkommenheit der Engel des letzten Himmels.
(35)
Weil ein solcher Unterschied besteht, so kann kein Engel des einen Himmels eingehen zu Engeln des anderen Himmels, oder es kann keiner aus einem niedrigeren Himmel hinaufsteigen, noch einer aus einem höheren Himmel herabsteigen; wer aus einem niederen Himmel hinaufsteigt, wird von einer bis zum Schmerz gehenden Bangigkeit ergriffen und kann die dort Befindlichen nicht sehen, noch weniger mit ihnen reden; und wer aus einem höheren Himmel herabsteigt, wird seiner Weisheit beraubt, stottert in seinen Reden und gerät in Verzweiflung. Es waren einige aus dem untersten Himmel, die noch nicht unterrichtet waren, daß der Himmel im Inwendigen des Engels liegt, und glaubten, sie würden in die höhere himmlische Seligkeit kommen, sobald sie nur in den Himmel [kämen], in dem dergleichen Engel sind; es ward ihnen auch gestattet, zu diesen einzugehen; als sie aber dort waren, sahen sie niemand, so sehr sie auch suchten, obwohl eine große Menge da war; denn das Inwendige der Ankömmlinge war nicht in demselben Grad aufgeschlossen, in dem das Inwendige der dort befindlichen Engel [geöffnet war], daher auch nicht ihr Gesicht; und bald nachher wurden sie von solcher Herzensangst befallen, daß sie kaum wußten, ob sie lebten oder nicht; weshalb sie sich schnell in den Himmel begaben, aus dem sie waren, und sich freuten, daß sie zu den Ihrigen kamen; sie gelobten, nicht mehr Höheres zu begehren, als mit ihrem Leben übereinstimmt. Ich sah auch solche, die aus einem höheren Himmel herabgelassen und ihrer Weisheit so sehr beraubt wurden, daß sie nicht wußten, welcherlei ihr Himmel war. Anders geschieht es, wenn der Herr irgendwelche aus einem niederen Himmel in einen höheren erhebt, damit sie die Herrlichkeit dort schauen, was öfter der Fall ist; dann werden sie erst vorbereitet und mit zwischen inne stehenden Engeln umgeben, durch die eine Gemeinschaft statthat. Hieraus erhellt, daß jene drei Himmel unter sich ganz geschieden sind.

(36)
Die aber in demselben Himmel sind, können mit allen und jeden in ihm Umgang haben, allein die Annehmlichkeiten des Umgangs verhalten sich gemäß den Verwandtschaften des Guten, in dem sie sind; doch hiervon in den folgenden Abschnitten.

(37)
Allein obgleich die Himmel so geschieden sind, daß die Engel des einen Himmels keinen Verkehr haben können mit den Engeln des anderen, so verbindet doch der Herr alle Himmel durch einen unmittelbaren und einen mittelbaren Einfluß, durch einen unmittelbaren Einfluß aus Ihm in alle Himmel und durch einen mittelbaren von einem Himmel in den anderen
41; und so bewirkt Er, daß die drei Himmel einer sind und alle in Zusammenhang stehen, vom ersten bis zum letzten, so daß es ein Verbandloses [inconnexum] [gar] nicht gibt; was nicht durch Mittelglieder mit dem ersten zusammenhängt, das besteht auch nicht, sondern löst sich auf und wird zu Nichts42.
(38)
Wer nicht weiß, wie es sich mit der göttlichen Ordnung hinsichtlich der Abstufungen [gradus] verhält, der kann auch nicht fassen, in welcher Weise die Himmel geschieden sind, ja nicht einmal, was der innere [internus] und der äußere Mensch [externus homo] ist. Die meisten in der Welt haben vom Inwendigen und vom Auswendigen oder vom Höheren und Niederen keinen anderen Begriff, als wie von einem Stetigen oder stetig Zusammenhängenden vom Reineren an bis zum Gröberen; allein das Inwendige [interiora] und das Auswendige [exteriora] verhalten sich nicht wie stetig Zusammenhängendes [continue], sondern wie Gesondertes [discrete]. Es gibt zweierlei Arten von Abstufungen [gradus], stetig fortlaufende Abstufungen und nicht stetig fortlaufende; die stetig fortlaufenden Abstufungen verhalten sich wie die Abstufungen der Abnahme des Lichtes von der Flammenhelle bis zu seinem Dunkel, oder wie die Abstufungen der Abnahme des Sehens von Gegenständen, die im Licht sind, bis zu solchen, die im Schatten sind, oder wie die Abstufungen der Reinheit der Atmosphäre von der untersten Schicht bis zur höchsten; die Abstände bestimmen diese Abstufungen. Dagegen die nicht stetig zusammenhängenden, sondern gesonderten Abstufungen sind voneinander getrennt wie das Frühere und das Spätere, wie die Ursache und wie die Wirkung und wie das Hervorbringende und das Hervorgebrachte; wer untersucht, wird sehen, daß in allem und jedem in der ganzen Welt, was nur irgend ist, solche Abstufungen der Hervorbringung und Zusammensetzung sind, daß nämlich von dem einen das andere und von dem anderen das dritte [wird], und so fort. Wer sich nicht einen Begriff von diesen Abstufungen verschafft, kann auch durchaus nicht die Unterschiede der Himmel erkennen, noch die Unterschiede der inneren und der äußeren Vermögen des Menschen, noch den Unterschied zwischen der geistigen Welt und der natürlichen Welt, noch den Unterschied zwischen dem Geist des Menschen und seinem Körper; und eben daher kann er auch nicht einsehen, was und woher die Entsprechungen und die Vorbildungen sind, noch wie der Einfluß beschaffen ist; die sinnlichen Menschen fassen diese Unterschiede nicht, denn sie machen die Zunahmen und Abnahmen auch nach diesen Abstufungen zu stetig fortlaufenden; daher sie das Geistige sich nicht anders denken können, denn als ein reineres Natürliches; weshalb sie auch draußen stehen und fern ab von der Einsicht
43.
(39)
Zuletzt darf noch ein gewisses Geheimnis von den Engeln der drei Himmel kundgegeben werden, das früher keinem in den Sinn kam, weil man die Abstufungen nicht verstand; daß nämlich bei jedem Engel und auch bei jedem Menschen eine innerste oder höchste Stufe oder ein Innerstes und Höchstes ist, in welches das Göttliche des Herrn zuerst und zunächst einfließt und aus welchem es das übrige Inwendige zurechtstellt, welches nach den Abstufungen der Ordnung bei ihm sich anreiht; dieses Innerste oder Höchste kann genannt werden der Eingang des Herrn zum Engel und zum Menschen und Seine eigentlichste Wohnung bei ihnen; durch dieses Innerste oder Höchste ist der Mensch (Mensch) und wird er von den unvernünftigen Tieren unterschieden, denn diese haben es nicht; daher kommt, daß der Mensch anders als die Tiere nach all seinem Inwendigen, welches das Gebiet seines Gemüts und seiner Gesinnung ist, vom Herrn zu Sich erhoben werden kann, daß er an Ihn glauben, von Liebe zu Ihm angeregt werden und so Ihn schauen, und daß er Einsicht und Weisheit in sich aufnehmen und aus der Vernunft heraus reden kann; daher kommt auch, daß er ewig fortlebt. Was aber in jenem Innersten in Ordnung gebracht und vorgesehen wird, fließt nicht deutlich ins Bewußtsein eines Engels ein, weil es über seinem Denken steht und seine Weisheit übersteigt.

(40)
Dies ist nun das Allgemeine von den drei Himmeln; im folgenden aber soll von jedem Himmel im Besonderen die Rede sein.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:22

(7)

DIE HIMMEL BESTEHEN
AUS UNZÄHLIGEN GESELLSCHAFTEN
(41)
Die Engel eines jeden Himmels sind nicht [alle] an einem Ort beisammen, sondern in größere und kleinere Gesellschaften abgeteilt, je nach den Unterschieden des Guten der Liebe und des Glaubens, in dem sie sind; die in gleichem Guten sind, bilden eine Gesellschaft; das Gute in den Himmeln ist in unendlicher Mannigfaltigkeit; und jeder Engel ist wie sein Gutes
44.
(42)
Die Engelvereine in den Himmeln sind auch voneinander entfernt, je nachdem das Gute im allgemeinen und im besonderen verschieden ist; denn die Abstände in der geistigen Welt stammen aus keinem anderen Ursprung, als aus der Verschiedenheit des Zustandes des Inwendigen, somit in den Himmeln aus der Verschiedenheit der Zustände der Liebe; in großer Entfernung voneinander sind, die sehr verschieden sind, und in geringer Entfernung, die wenig verschieden sind; die Ähnlichkeit macht, daß sie beisammen sind
45.
(43)
Alle [einzelnen] in einer Gesellschaft sind in gleicher Weise voneinander verschieden; die vollkommener sind, das heißt, die voranstehen im Guten, somit in der Liebe, Weisheit und Einsicht, sind in der Mitte; die sich weniger hervortun, sind ringsherum, in einer Entfernung, gemäß den Graden, wie die Vollkommenheit geringer wird; es verhält sich damit wie mit dem Licht, das von der Mitte aus gegen die Umkreise hin abnimmt: die in der Mitte sind, sind auch im größten Licht, die gegen die Umkreise hin in immer geringerem.

(44)
Ähnliche werden wie von selbst zu ähnlichen geführt, denn sie sind bei ähnlichen wie unter den Ihrigen und wie zu Hause, bei anderen aber wie unter Fremden und wie außer dem Hause; sind sie bei ähnlichen, so sind sie auch in ihrer Freiheit und damit in allem Angenehmen des Lebens.

(45)
Hieraus erhellt, daß das Gute alle in den Himmeln zusammengesellt, und daß sie sich unterscheiden je nach dessen Beschaffenheit; gleichwohl jedoch sind es nicht die Engel, die sich so zusammentun, sondern der Herr ist es, von Dem das Gute kommt; Er führt sie, verbindet sie, scheidet sie ab und erhält sie in der Freiheit, insoweit [sie] im Guten [sind], somit jedem einzelnen im Leben seiner Liebe, seines Glaubens, seiner Einsicht und Weisheit, und infolgedessen in der Seligkeit
46.
(46)
Es kennen sich auch alle, die in ähnlichem Guten stehen, ganz wie die Menschen in der Welt ihre Verwandten, ihre Verschwägerten und ihre Freunde, obgleich sie dieselben nie zuvor gesehen haben; und dies darum, weil es im anderen Leben keine anderen Verwandtschaften, Schwägerschaften und Freundschaften gibt, als geistige, somit diejenigen der Liebe und des Glaubens
47. Das ist mir einige Male zu sehen gegeben worden, als ich im Geiste, also dem Körper entrückt und so im Umgang mit Engeln war, da sah ich einige, die mir wie von Kindheit an bekannt, andere aber, die mir als völlig unbekannt erschienen; die mir wie von Kindheit an bekannt erschienen, waren solche, die in einem dem Zustand meines Geistes ähnlichen Zustand; die mir aber unbekannt schienen, solche, die in unähnlichem waren.
(47)
Alle die, welche einen [und denselben] Engelverein bilden, sind von ähnlichem Angesicht im allgemeinen, aber nicht von ähnlichem im besonderen; wie es sich mit den Ähnlichkeiten im allgemeinen und den Verschiedenheiten im besonderen verhält, kann einigermaßen an dergleichen in der Welt ersehen werden; es ist bekannt, daß jedes Volk eine gemeinsame Ähnlichkeit im Gesicht und in den Augen hat, an der es erkannt und von einem anderen Volk unterschieden wird, und mehr noch eine Familie von der anderen; allein dies zeigt sich noch viel vollkommener in den Himmeln, weil dort alle inwendigen Regungen auf dem Angesicht erscheinen und aus ihm hervorleuchten; denn das Angesicht ist dort die äußere und vorbildliche Ausgestaltung derselben; ein anderes Antlitz zu haben als das seiner Regungen, geht im Himmel nicht an.

Es wurde auch gezeigt, wie die gemeinsame Ähnlichkeit sich im besonderen verändert in den einzelnen, die in einer und derselben Gesellschaft sind; es war ein engelartiges Gesicht, das mir erschien, und dieses veränderte sich nach den Neigungen des Guten und Wahren, wie sie bei denen waren, die sich in einer und derselben Gesellschaft befanden; diese Veränderungen setzten sich lange fort, und ich bemerkte, daß gleichwohl dasselbe Angesicht im allgemeinen als die Grundform blieb, und daß die übrigen bloß Ableitungen und Fortpflanzungen aus ihr waren; so wurden mir auch durch dieses Antlitz die Neigungen der ganzen Gesellschaft gezeigt, durch welche die Angesichter der in ihr Befindlichen verändert wurden; denn die Engelgesichter sind, wie oben gesagt worden, Ausgestaltungen ihres Inwendigen, somit der Neigungen, die mit ihrer Liebe und ihrem Glauben zusammenhängen.
(48)
Daher kommt auch, daß ein Engel, der durch seine Weisheit hervorragt, gleich im Angesicht des anderen sieht, welcher Art derselbe ist; nicht kann dort irgend jemand durch den Ausdruck seines Gesichtes das Inwendige verbergen und einen Schein annehmen, auch durchaus nicht lügen; noch durch List und Heuchelschein täuschen. Es geschieht zuweilen, daß in die Gesellschaften sich Heuchler einschleichen, die gelernt haben, ihr Inwendiges zu verbergen und ihr Äußeres so zu verstellen, daß es in der Gestalt des Guten erscheint, in dem die in der Gesellschaft Befindlichen sind, und so sich fälschlich als Engel des Lichtes hinzustellen; allein solche können nicht lange dort verweilen, denn sie fangen an, innerlich beängstigt und gequält zu werden, Totenblässe überzieht ihr Angesicht und sie werden wie entseelt; so werden sie verändert infolge der Entgegengesetztheit des Lebens, das einfließt und einwirkt; weshalb sie sich schnell in die Hölle hinabstürzen, in der ähnliche sind, und nicht mehr versuchen, heraufzusteigen; sie sind diejenigen, die verstanden werden unter jenem, der unter den zu Tische Liegenden und Geladenen als mit keinem hochzeitlichen Kleid angetan erfunden und in die äußerste Finsternis hinausgeworfen wurde: Matth.22/11f.

(49)
Alle Gesellschaften des Himmels stehen in Gemeinschaft miteinander, zwar nicht durch offenen Verkehr, denn wenige gehen aus ihrer Gesellschaft heraus in eine andere, weil das Herausgehen aus seiner Gesellschaft soviel ist, als das Herausgehen aus sich und seinem Leben und das Übergehen in ein anderes, das nicht so zusagt, allein sie stehen alle in Gemeinschaft durch die Ausdehnung der Strömung [sphaerae], die aus dem Leben eines jeden hervorgeht; die Lebensströmung ist die Strömung der Neigungen, die der Liebe und dem Glauben angehören; diese verbreitet sich in die Gesellschaften rings umher in die Länge und in die Breite, und zwar um so weiter und breiter, je innerlicher und vollkommener die Neigungen sind
48; je nach Verhältnis dieser Ausdehnung haben die Engel Einsicht und Weisheit; die im innersten Himmel, und zwar in dessen Mitte sind, haben eine Ausdehnung in den ganzen Himmel; daher findet eine Mitteilung aller [Güter] des Himmels an jeden einzelnen und jedes einzelnen an alle statt49. Doch von dieser Verbreitung wird weiter unten noch vollständiger gehandelt werden, wo [die Rede sein wird] von der himmlischen Form, nach der die Engelgesellschaften geordnet sind, und auch von der Weisheit und Einsicht der Engel; denn alle Verbreitung der Neigungen und Gedanken geht nach dieser Form vor sich.
(50)
Oben wurde gesagt, daß in den Himmeln größere und kleinere Gesellschaften seien; die größeren bestehen aus Myriaden, die kleineren aus einigen Tausenden, und die kleinsten aus einigen Hunderten von Engeln; es gibt auch solche, die einsam wohnen, gleichsam Haus und Haus, Familie und Familie; diese, obgleich sie so vereinzelt leben, sind doch in ähnlicher Weise geordnet, wie die in Gesellschaften, daß nämlich ihre Weiseren in der Mitte und die Einfältigeren an den Grenzen sind; diese sind näher unter der göttlichen Obhut des Herrn und unter den Engeln die besten.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:25

(Cool

JEDE EINZELNE GESELLSCHAFT
IST EIN HIMMEL IN KLEINERER GESTALT
UND JEDER EINZELNE ENGEL
IST ES IN DER KLEINSTEN
(51)
Jede einzelne Gesellschaft ist ein Himmel in kleinerer Gestalt und jeder einzelne Engel ist es in der kleinsten, weil das Gute der Liebe und des Glaubens es ist, was den Himmel macht, und dieses Gute in jeder Gesellschaft des Himmels und in jedem Engel der Gesellschaft ist; es tut der Sache keinen Eintrag, daß dieses Gute überall verschieden ist und wechselt, es ist doch das Gute des Himmels; der Unterschied ist nur, daß der Himmel hier so und dort so ist. Darum sagt man, wenn jemand in eine Gesellschaft des Himmels erhoben wird, er komme in den Himmel; und von denen, die dort sind, sie seien im Himmel und jeder in dem seinigen; dies wissen alle, die im anderen Leben sind, darum sagen auch die, welche außerhalb oder unterhalb des Himmels stehen und aus der Ferne dahin schauen, wo Versammlungen von Engeln sind, der Himmel sei hier und auch dort. Es verhält sich damit vergleichsweise wie mit den Großbeamten, Kammerherren und Dienern in einem königlichen Palast oder an einem Hof: obgleich sie alle besonders in ihren Wohnungen oder in ihrem Zimmer wohnen, der eine oben, der andere unten, so sind sie doch in einem Palast oder an einem Hof, jeder in seinem Beruf, dem König zu dienen. Hieraus erhellt, was verstanden wird unter den Worten des Herrn, daß

„in Seines Vaters Hause viele Wohnungen seien“: Joh.14/2,
und was unter den Wohnungen des Himmels und unter den Himmeln der Himmel bei den Propheten.
(52)
Daß jede einzelne Gesellschaft ein Himmel in kleinerer Form ist, konnte auch durchaus abgenommen werden, daß in jeder Gesellschaft eine ähnliche himmlische Form waltet, wie im ganzen Himmel; im ganzen Himmel sind in der Mitte, die sich vor den übrigen auszeichnen, und ringsumher bis zu den Grenzen sind in absteigender Ordnung die minder vorzüglichen, wie man dies im vorhergehenden Abschnitt Nr. 43 nachgewiesen sehen kann; und dann auch daraus, daß der Herr alle im ganzen Himmel Befindlichen führt, wie wenn sie ein Engel wären, und in gleicher Weise auch die in jeder einzelnen Gesellschaft Befindlichen; infolgedessen zuweilen auch eine ganze Engelsgesellschaft als eine Einheit in Engelsgestalt erscheint, was mir auch vom Herrn zu sehen gegeben wurde. Auch wenn der Herr inmitten der Engel erscheint, so erscheint Er nicht als von vielen umgeben, sondern als einer in Engelsgestalt; daher kommt, daß der Herr im Wort der Engel heißt, und ebenso eine ganze Gesellschaft; Michael, Gabriel und Raphael sind nichts [anderes] als Engelgesellschaften, die von ihren Verrichtungen so benannt werden
50.
(53)
Wie eine ganze Gesellschaft der Himmel in kleinerer Gestalt ist, so ist auch der Engel ein Himmel in kleinster; denn der Himmel ist nicht außerhalb des Engels, sondern innerhalb desselben; sein Inwendiges nämlich, das Gebiet seines Gemütes, ist zu einer Form des Himmels, somit zur Aufnahme aller Dinge des Himmels, die außerhalb seiner sind, eingerichtet worden; er nimmt sie auch in sich auf, je nach der Beschaffenheit des Guten, das in ihm ist aus dem Herrn; infolgedessen ist der Engel auch ein Himmel.

(54)
Man kann durchaus nicht sagen, der Himmel sei außerhalb jemandes, sondern innerhalb; denn jeder Engel nimmt je nach dem Himmel, der innerhalb seiner ist, den Himmel in sich auf, der außerhalb seiner ist. Hieraus erhellt, wie sehr sich täuscht, wer glaubt, in den Himmel kommen sei bloß unter die Engel erhoben werden, wie man auch immer nach seinem inwendigen Leben beschaffen sein möge, und daß somit der Himmel jedem aus unvermittelter Barmherzigkeit gegeben werde
51; während doch, sofern der Himmel nicht innerhalb jemandes ist, nichts vom Himmel, der außerhalb ist, einfließt und aufgenommen wird. Es gibt viele Geister, die in solcher Meinung stehen und deshalb auch ihres Glaubens wegen in den Himmel erhoben wurden; weil aber ihr inwendiges Leben dem Leben, in dem die Engel sind, entgegengesetzt war, so begannen sie, sobald sie dort waren, ihrem Verstand nach zu erblinden, so daß sie wie Dummköpfe wurden, und auch in ihrem Wollen sich so peinlich beengt zu fühlen, daß sie sich zuletzt wie Wahnsinnige gebärdeten: mit einem Wort, die ein böses Leben führen und in den Himmel geraten, kämpfen dort mit dem Atem und quälen sich ab, vergleichsweise wie Fische außerhalb des Wassers in der Atmosphäre, und sind wie Tiere in Luftpumpen im Äther nach ausgezogener Luft. Hieraus kann erhellen, daß der Himmel innerhalb und nicht außerhalb jemandes ist52.
(55)
Weil alle den Himmel, der außer ihnen ist, je nach Beschaffenheit des Himmels aufnehmen, der innerhalb ihrer ist, darum nehmen sie in gleicher Weise den Herrn auf, weil das Göttliche des Herrn den Himmel macht: daher kommt, daß der Herr, wenn Er Sich in einer Gesellschaft gegenwärtig darstellt, daselbst je nach der Beschaffenheit des Guten erscheint, in dem die Gesellschaft ist, also nicht in gleicher Weise in der einen Gesellschaft wie in der anderen: nicht als ob diese Ungleichheit im Herrn wäre, sondern in denen, die Ihn aus ihrem Guten, somit diesem gemäß sehen; sie werden auch durch Seine Erscheinung angeregt je nach der Beschaffenheit ihrer Liebe; die Ihn innigst lieben, werden innigst ergriffen, die Ihn weniger lieben, werden weniger angeregt; die Bösen, die außerhalb des Himmels sind, leiden Pein bei Seiner Gegenwart. Wenn der Herr in einer Gesellschaft erscheint, so erscheint Er daselbst als Engel; Er unterscheidet Sich aber von anderen durch das Göttliche, das hindurchscheint.

(56)
Der Himmel ist auch da, wo man den Herrn anerkennt, an Ihn glaubt und Ihn liebt; die Mannigfaltigkeit in Seiner Verehrung infolge der Mannigfaltigkeit des Guten in der einen und der anderen Gesellschaft bringt keinen Nachteil, sondern Vorteil; denn die Vollkommenheit des Himmels beruht auf ihr; daß die Vollkommenheit des Himmels davon abhängt, kann nur schwer der Fassungskraft nahe gebracht werden, wenn man nicht die in der gelehrten Welt gebräuchlichen Kunstwörter zu Hilfe nimmt und durch sie erklärt, wie die vollkommene Einheit sich aus dem Mannigfaltigen bildet: alle Einheit entsteht aus Mannigfaltigem; denn eine Einheit, die nicht aus Mannigfaltigem [besteht], ist kein Etwas, hat keine Form und darum auch keine Qualität: entsteht hingegen die Einheit aus Mannigfaltigem, und sind die mannigfaltigen [Bestandteile] in vollkommener Form, in der jegliches sich dem anderen als befreundetes Übereinstimmende der Reihe nach anschließt, dann hat sie eine vollkommene Qualität: auch der Himmel ist eine aus mannigfaltigen, in die vollkommenste Form zusammengeordneten Bestandteilen zusammengesetzte Einheit; denn die himmlische Form ist unter allen Formen die vollkommenste. Daß alle Vollkommenheit von daher stamme, zeigt sich an jeder Schönheit, Lieblichkeit und Anmut, die sowohl die Sinne als das Gemüt anregen; denn sie entstehen und kommen aus nichts anderem, als aus dem Zusammenklang und der Harmonie vieler einhelligen und übereinstimmenden Dinge, mögen nun diese gleichzeitig in Ordnung beisammen sein oder in Ordnung aufeinanderfolgen, und nicht aus einem ohne vieles: daher sagt man: die Mannigfaltigkeit ergötze, und weiß man, daß das Ergötzen sich je nach deren Beschaffenheit verhält; hieraus kann man wie im Spiegel sehen, woher die Vollkommenheit aus dem Mannigfaltigen kommt, auch im Himmel; denn aus den Dingen, die in der natürlichen Welt existieren, können wie im Spiegel die in der geistigen Welt befindlichen Dinge gesehen werden
53.
(57)
Von der Kirche kann ähnliches gesagt werden wie vom Himmel; denn die Kirche ist der Himmel des Herrn auf Erden: auch ihrer sind viele, und doch heißt jede einzelne eine Kirche und ist auch eine Kirche, inwieweit das Gute der Liebe und des Glaubens in ihr herrscht: der Herr macht auch hier aus Mannigfaltigem eine Einheit, somit aus vielen Kirchen eine
54. Gleiches, wie von der Kirche im allgemeinen, kann auch gesagt werden vom Menschen der Kirche im besonderen, daß nämlich die Kirche innerhalb des Menschen ist und nicht außerhalb desselben, und daß jeder Mensch eine Kirche ist, in dem der Herr gegenwärtig ist im Guten der Liebe und des Glaubens55. Gleiches, wie vom Engel, in dem der Himmel ist, kann auch gesagt werden vom Menschen, in dem die Kirche ist, daß er nämlich die Kirche in kleinster Gestalt sei, wie der Engel der Himmel in kleinster Gestalt ist: ja noch mehr, daß der Mensch, in dem die Kirche ist, ebenso wie der Engel ein Himmel ist; denn der Mensch ist dazu geschaffen, daß er in den Himmel komme und ein Engel werde; weshalb derjenige, der das Gute vom Herrn hat, ein Engelmensch ist56. Es darf erwähnt werden, was der Mensch gemein hat mit dem Engel, und was er vor den Engeln voraus hat: der Mensch hat gemein mit dem Engel, daß sein Inwendiges ebenso nach dem Bild des Himmels gebildet ist, und daß er auch ein Ebenbild des Himmels wird, inwieweit er im Guten der Liebe und des Glaubens ist; der Mensch hat vor den Engeln voraus, daß sein Äußeres nach dem Bild der Welt gebildet ist, und daß, insoweit als er im Guten ist, die Welt bei ihm dem Himmel untergeordnet wird und dem Himmel dient57; und daß alsdann der Herr bei ihm gegenwärtig ist in beiden wie in Seinem Himmel; denn Er ist bei beiden überall in Seiner göttlichen Ordnung, weil Gott die Ordnung ist58.
(58)
Endlich ist noch zu bemerken, daß, wer den Himmel in sich hat, nicht bloß den Himmel in seinem Größten oder Allgemeinen, sondern auch in seinem Kleinsten oder Einzelnen hat; und daß das Kleinste in ihm das Größte im Bilde darstellt; dies kommt daher, daß ein jeder seine Liebe ist und so geartet, wie seine herrschende Liebe; was herrscht, das fließt ins Einzelne ein und ordnet es und drückt überall sein Bild auf
59: in den Himmeln ist die Liebe zum Herrn die herrschende, weil dort der Herr über alles geliebt wird; daher ist der Herr dort alles in allem, Er fließt in alle und jede ein, bringt sie in Ordnung und zieht [ihnen] Sein Ebenbild an und macht, daß der Himmel ist, wo Er ist: darum ist der Engel ein Himmel in kleinster Form, die Gesellschaft in größerer, und alle Gesellschaften zusammengenommen in der größten. Daß das Göttliche des Herrn den Himmel macht, und daß es alles in allem ist, sehe man Nr. 7 - 12.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:27

(9)

DER GESAMTE HIMMEL
IN EINER ZUSAMMENFASSUNG
STELLT EINEN MENSCHEN DAR
(59)
Daß der Himmel in seinem Gesamtumfang einen Menschen darstellt, ist ein in der Welt noch nicht bekanntes Geheimnis; in den Himmeln aber ist es ganz bekannt; es zu kennen, und zwar das Besondere und Einzelne davon, ist eine Hauptaufgabe der Einsicht der Engel in ihm; auch ist davon vieles abhängig, was ohne dasselbe als seinen gemeinsamen Grund nicht deutlich und klar in die Vorstellung ihres Geistes eingehen würde. Weil sie wissen, daß alle Himmel zugleich mit ihren Gesellschaften einen Menschen darstellen, so heißen sie auch den Himmel den Größten und den göttlichen Menschen
60; den göttlichen darum, weil das Göttliche des Herrn den Himmel macht; siehe Nr. 7 - 12.
(60)
Daß die himmlischen und die geistigen Dinge in diese Form und in dieses Bild zusammengeordnet und verbunden sind, können diejenigen nicht fassen, die von den geistigen und himmlischen Dingen keine richtige Vorstellung haben; sie denken, die irdischen und materiellen Dinge, welche das Äußerste des Menschen bilden, machen diesen aus, und ohne sie sei der Mensch nicht Mensch: allein sie mögen wissen, daß der Mensch nicht durch sie Mensch ist, sondern davon, daß er das Wahre einsehen und das Gute wollen kann; dieses ist das Geistige und Himmlische, das den Menschen ausmacht. Der Mensch weiß auch, daß jeder ein solcher Mensch ist, wie er seinem Verstand und Willen nach beschaffen ist; und auch das kann er wissen, daß sein irdischer Leib gebildet ist, diesen in der Welt zu dienen und ihnen in gleichförmiger Weise Nutzen zu schaffen in der untersten Sphäre der Natur; darum auch tut der Körper nichts aus sich, sondern wird in gänzlicher Nachgiebigkeit nach den Winken des Verstandes und des Willens getrieben, so sehr, daß der Mensch alles, was er nur denkt, auch mit der Zunge und dem Mund redet, und alles, was er will, auch mit dem Körper und den Gliedern ausführt, so daß der Verstand und der Wille das Tuende ist, und der Körper nicht im geringsten aus sich; hieraus erhellt, daß die zum Verstand und zum Willen gehörigen Dinge den Menschen ausmachen, und daß diese die gleiche Gestalt haben, weil sie in die einzelnsten Teile des Körpers einwirken wie das Innere ins Äußere; der Mensch heißt demnach von ihnen her ein innerer und geistiger Mensch. Ein solcher Mensch in größter und vollkommenster Gestalt ist der Himmel.

(61)
Eine solche Vorstellung haben die Engel vom Menschen, weshalb sie niemals auf das merken, was der Mensch mit dem Körper tut, sondern auf den Willen, aus dem heraus der Körper tätig ist; diesen nennen sie den eigentlichen Menschen, und den Verstand insoweit, als er mit dem Willen übereinwirkt
61.
(62)
Die Engel sehen zwar den Himmel nicht seinem ganzen Umfang nach in solcher Gestalt; denn der ganze Himmel fällt nicht ins Gesicht irgendeines Engels, wohl aber sehen sie zuweilen entlegene Gesellschaften, die aus vielen Tausenden von Engeln bestehen, als eines in solcher Gestalt; und aus der Gesellschaft als dem Teil schließen sie auf das Ganze [commune], welches der Himmel ist; denn in der vollkommensten Form verhalten sich die Ganzen [communia] wie die Teile und die Teile wie die Ganzen; der Unterschied ist nur wie zwischen dem größeren und dem kleineren Ebenbild [simile]. Daher sagen sie, der ganze Himmel sei so vor dem Auge des Herrn, weil das Göttliche aus dem Innersten und Obersten alles sieht.

(63)
Weil der Himmel so beschaffen ist, so wird er auch vom Herrn regiert wie ein Mensch und somit wie eines; denn es ist bekannt, daß der Mensch, obwohl er aus unzähligem Mannigfaltigen besteht, sowohl im ganzen als im Teil (im Ganzen aus Gliedmaßen, Organen und Eingeweiden; im Teil aus Reihen von Fibern, Nerven und Blutgefäßen; somit aus Gliedern innerhalb der Glieder und aus Teilen innerhalb der Teile), daß gleichwohl der Mensch, wenn er handelt, als einer handelt: von solcher Beschaffenheit ist auch der Himmel unter der Obhut und Leitung des Herrn.

(64)
Daß so viele verschiedene Dinge im Menschen als eines zusammenwirken [unum agant], kommt daher, daß in ihm nicht das Geringste ist, das nicht etwas zum gemeinen Wesen beitrüge und Nutzen leistete; das Allgemeine leistet Nutzen seinen Teilen und die Teile leisten Nutzen dem Allgemeinen; denn das Allgemeine besteht aus den Teilen und die Teile bilden das Allgemeine; weshalb sie füreinander sorgen, ihr Absehen aufeinander haben und in solcher Form miteinander verbunden werden, daß alles und jedes sich auf das Allgemeine und dessen Gutes bezieht; daher denn kommt, daß sie als eines zusammenwirken. Von ähnlicher Art sind die Gesellschaftsbildungen in den Himmeln; sie werden dort je nach den Nutzleistungen in ähnlicher Form verbunden; weshalb denn solche, die dem Allgemeinen nicht Nutzen schaffen, aus dem Himmel ausgestoßen werden, weil sie Fremdartiges sind. Nutzen schaffen heißt: anderen wohlwollen um des allgemeinen Besten willen, und nicht Nutzen schaffen heißt: anderen wohlwollen nicht um des allgemeinen Besten, sondern um seiner selbst willen; diese sind die, welche sich selbst über alles lieben, jene aber sind die, welche den Herrn über alles lieben; daher kommt, daß die, welche im Himmel sind, als eines zusammenwirken, nicht jedoch aus sich, sondern aus dem Herrn; denn sie sehen auf Ihn als den einzigen Urgrund, und auf Sein Reich als das Allgemeine, für das man sorgen soll; dies wird verstanden unter den Worten des Herrn:

„Suchet zuerst das Reich Gottes und Seine Gerechtigkeit, und alles wird euch hinzugefügt werden“: Matth.6/33.
Seine Gerechtigkeit suchen heißt, Sein Gutes [suchen]62. Die in der Welt das Beste des Vaterlandes mehr als ihr eigenes und das Beste des Nächsten wie das ihrige lieben, sind die, welche im anderen Leben das Reich des Herrn lieben und suchen; denn dort ist das Reich des Herrn an der Stelle des Vaterlandes; und die, welche anderen Gutes zu tun lieben, nicht um ihret-, sondern um des Guten willen, die lieben den Nächsten; denn dort ist das Gute der Nächste63; alle, die so geartet sind, sind im Größten Menschen, das ist, im Himmel.
(65)
Weil der ganze Himmel einen Menschen darstellt, und er auch der göttliche geistige Mensch in größter Form und auch im Abbild ist, darum wird der Himmel in Glieder und Teile unterschieden, wie der Mensch, und diese werden auch ebenso benannt. Die Engel wissen auch, in welchem Glied die eine Gesellschaft ist und in welchem Glied die andere ist; und sie sagen, diese Gesellschaft sei in einem Glied oder in einer Gegend des Hauptes, jene in einem Glied oder in einer Gegend der Brust, jene in einem Glied oder in einer Gegend der Lenden und so fort. Im allgemeinen bildet der oberste oder dritte Himmel das Haupt bis zum Hals; der mittlere oder zweite Himmel bildet die Brust bis zu den Lenden und Knien. Der unterste oder erste Himmel bildet die Beine bis zu den Fußsohlen und auch die Arme bis zu den Fingern, denn die Arme und Hände sind das Äußerste [ultima] des Menschen, obwohl von der Seite. Hieraus erhellt wiederum, warum der Himmel drei sind.   www.cosmic-people.com

(66)
Die Geister, die unterhalb des Himmels sind, wundern sich sehr, wenn sie hören und sehen, daß der Himmel sowohl unterhalb als oberhalb ist; denn sie sind in derselben Vorstellung und Meinung, in der die Menschen in der Welt sind, daß nämlich der Himmel nirgend anders als oberhalb sei; denn sie wissen nicht, daß die Lage der Himmel ist wie die Lage der Glieder, Organe und Eingeweide im Menschen, von denen einige oberhalb und einige unterhalb sind, und daß sie ist wie die Lage der Teile in einem Glied, Organ und Eingeweidestück, von denen einige innerhalb, andere außerhalb sind; daher sie in Verwirrung geraten in Beziehung auf den Himmel.

(67)
Diese Dinge vom Himmel als Größten Menschen sind angeführt worden, weil man ohne diese vorgängige Erkenntnis das, was [nun] über den Himmel folgt, durchaus nicht fassen, noch sich eine deutliche Vorstellung machen kann von der Gestalt des Himmels, von der Verbindung des Herrn mit dem Himmel, von der Verbindung des Himmels mit dem Menschen, auch nicht vom Einfluß der geistigen Welt in die natürliche, und gar keine von der Entsprechung, wovon jedoch in dem nun folgenden der Reihe nach gehandelt werden soll: weshalb denn, um hierin Licht zu geben, Obiges vorausgeschickt worden ist.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:29

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JEDE EINZELNE GESELLSCHAFT
IN DEN HIMMELN STELLT EINEN MENSCHEN DAR
(68)
Daß auch jede einzelne Gesellschaft des Himmels einen Menschen darstellt und ebenso die Gestalt eines Menschen hat, wurde mir mehrmals zu sehen gegeben: es war eine Gesellschaft, in die sich mehrere eingeschlichen hatten, die sich in Engel des Lichtes zu verstellen wußten; sie waren Heuchler. Als diese von den Engeln ausgeschieden wurden, sah ich, daß die ganze Gesellschaft zuerst wie eine dunkle Masse erschien, hernach allmählich in menschlicher Gestalt, [jedoch] noch dunkel, und zuletzt im Licht wie ein Mensch: die in dem Menschen waren und ihn ausmachten, waren diejenigen, die im Guten dieser Gesellschaft standen; die übrigen, welche nicht in diesem Menschen waren und ihn nicht ausmachten, waren die Heuchler; diese wurden ausgestoßen, jene beibehalten: so ging die Ausscheidung vor sich. Heuchler sind, die gut reden und auch gut handeln, im einzelnen aber ihr Absehen auf sich haben; sie reden wie die Engel vom Herrn, vom Himmel, von der Liebe, vom himmlischen Leben, und tun auch Gutes, damit es scheine, als wären sie so wie sie reden; sie denken aber anders, sie glauben nichts und wollen keinem wohl, als sich selbst; daß sie Gutes tun, geschieht um ihrer selbst willen; geschieht es um anderer willen, so ist es, um zu scheinen, und so ebenfalls um ihrer selbst willen.

(69)
Daß eine ganze Engelgesellschaft, wenn der Herr Sich als gegenwärtig darstellt, als eines in menschlicher Gestalt erscheint, ist mir auch zu sehen gegeben worden: es erschien in der Höhe gegen Aufgang eine vom Glänzendweißen ins Rote übergehende, von Sternchen umgebene Wolke, die sich niedersenkte; diese wurde allmählich, so wie sie sich senkte, immer lichter, und endlich sah man sie in vollkommen menschlicher Gestalt: die Sternchen rings um die Wolke waren Engel, die so erschienen vermöge des Lichtes aus dem Herrn.

(70)
Man muß wissen, daß, obschon alle, die in einer Gesellschaft des Himmels sind, zuweilen zusammengenommen als eines in Menschengestalt erscheinen, gleichwohl nicht eine Gesellschaft der gleiche Mensch ist wie eine andere; sie unterscheiden sich voneinander wie die menschlichen Gesichter aus einem Stamm; aus dem gleichen Grund, wovon Nr. 47, daß sie nämlich sich verschieden zeigen je nach den Verschiedenheiten des Guten, in dem sie sind und das sie gestaltet. In der vollkommensten und schönsten menschlichen Gestalt erscheinen die Gesellschaften, die im innersten oder obersten Himmel und dort in der Mitte sind.

(71)
Bemerkenswert ist, daß je mehrere in einem Verein des Himmels sind und zugleich als eines zusammenwirken, desto vollkommener dessen menschliche Gestalt ist; denn die in himmlische Form zusammengeordnete Mannigfaltigkeit macht die Vollkommenheit, wie dies Nr. 56 gezeigt worden ist; und Mannigfaltigkeit findet statt, wo viele sind. Auch nimmt jede Gesellschaft von Tag zu Tag an Zahl zu, und wie sie zunimmt, wird sie vollkommener; so wird nicht nur die Gesellschaft vervollkommnet, sondern auch der Himmel im allgemeinen, weil die Gesellschaften den Himmel ausmachen. Da nun der Himmel durch die zunehmende Menge vervollkommnet wird, so ist offenbar, wie sehr diejenigen irren, welche glauben, der Himmel werde seiner Fülle wegen geschlossen, während doch das Gegenteil stattfindet, daß er nämlich niemals geschlossen wird und daß die immer größer und größer werdende Fülle ihn vervollkommnet: weshalb die Engel nach nichts sich so sehr sehnen, als daß neue Engelgäste zu ihnen kommen mögen.

(72)
Jede einzelne Gesellschaft, wenn sie zusammen als eines erscheint, hat darum die Gestalt eines Menschen, weil der ganze Himmel diese Gestalt hat, wie man dies im vorhergehenden Abschnitt nachgewiesen sehen kann; und in der vollkommensten Form, wie dies die Form des Himmels ist, findet eine Ähnlichkeit der Teile mit dem Ganzen statt und des Kleineren mit dem Größten; das Kleinere und die Teile des Himmels sind die Gesellschaften, aus denen er besteht, und daß diese auch Himmel, nur in kleinerer Gestalt, sind, sehe man Nr. 51-58. Eine solche durchgängige Ähnlichkeit findet darum statt, weil in den Himmeln das Gute aller aus einer einzigen Liebe, somit aus einem einzigen Urquell stammt; diese eine Liebe, aus der alles Gute in ihm entspringt, ist die Liebe zum Herrn aus dem Herrn; daher kommt, daß der ganze Himmel Sein Ebenbild ist im allgemeinen, jede Gesellschaft im weniger allgemeinen und jeder Engel im besonderen; man sehe auch, was Nr. 58 hierüber gesagt worden ist.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:30

(11)

JEDER ENGEL HAT DAHER
VOLLKOMMENE MENSCHENGESTALT
(73)
In den zwei vorhergehenden Abschnitten ist gezeigt worden, daß der Himmel im Gesamtumfang und ebenso jede einzelne Gesellschaft im Himmel einen Menschen darstellt; aus dem Zusammenhang der dort angeführten Ursachen geht hervor, daß auch jeder einzelne Engel diese Gestalt hat; wie der Himmel Mensch ist in größter Form und die Gesellschaft des Himmels in kleinerer, so ist es der Engel in der kleinsten; denn in der vollkommensten Form, wie dies die Form des Himmels ist, ist ein Ebenbild des Ganzen im Teil und des Teiles im Ganzen; dem ist aber darum so, weil der Himmel eine Gemeinschaft ist; denn er teilt all das Seinige mit jeglichem, und ein jeder empfängt aus der Gemeinschaft dieses alles [als] das Seinige; der Engel ist Aufnahmegefäß, und somit der Himmel in kleinster Gestalt, wie dies auch oben in seinem Abschnitt gezeigt worden ist. Auch der Mensch ist, inwieweit er den Himmel in sich aufnimmt, insoweit ein Aufnahmegefäß, ist ein Himmel und ist ein Engel; man sehe Nr. 57. Dies wird in der Offenbarung also beschrieben:

„Er maß die Mauer des heiligen Jerusalems, hundertvierundvierzig Ellen, das Maß eines Menschen, das ist, eines Engels“: Offb.21/17;
Jerusalem ist hier die Kirche des Herrn und in höherem Sinn der Himmel64; die Mauer ist das Wahre, das gegen den mutwilligen Angriff des Falschen und Bösen schützt65; die hundertvierundvierzig sind alle Wahrheiten und alles Gute im Inbegriff66; das Maß ist die Beschaffenheit desselben67; der Mensch ist es, in dem jenes alles im Allgemeinen und im Besonderen, in dem somit der Himmel ist; und weil auch der Engel Mensch ist durch jene, darum heißt es das Maß eines Menschen, das ist eines Engels; dies ist der geistige Sinn jener Worte; wer würde ohne diesen Sinn verstehen, daß die Mauer des heiligen Jerusalem das Maß eines Menschen, das ist eines Engels sein soll ?68
(74)
Doch nun zur Erfahrung; daß die Engel menschliche Gestalten oder Menschen sind, habe ich tausend Male gesehen, denn ich sprach mit ihnen wie ein Mensch mit dem Menschen, bald mit einem, bald mit mehreren in Gesellschaft, und ich sah durchaus nichts an ihnen, das vom Menschen hinsichtlich der Gestalt unterschieden wäre; und einige Male wunderte ich mich, daß sie so waren; und damit man nicht sagen möge, es sei eine Täuschung oder ein Gebilde der Phantasie, wurde mir gegeben, sie zu sehen, als ich in vollem wachen oder in vollem Gefühl des Körpers und im Zustand des klaren Bewußtseins war. Öfter erzählte ich ihnen auch, die Menschen in der Christenheit seien hinsichtlich der Engel und der Geister in so tiefer Unwissenheit, daß sie glauben, diese seien Geistwesen [mentes] ohne Gestaltung und bloße Gedanken, von denen sie keine andere Vorstellung haben, als von etwas Ätherischem, in dem Lebenskraft ist, und weil sie ihnen so nichts vom Menschen zuerkennen als die Denkfähigkeit, so glauben sie, sie sehen nicht, weil sie keine Augen haben, sie hören nicht, weil sie keine Ohren haben, und sie reden nicht, weil sie keinen Mund und keine Zunge haben. Hierauf sagten die Engel, sie wissen, daß in der Welt viele diesen Glauben haben, und daß er herrsche bei den Gelehrten und selbst auch, worüber sie sich wunderten, bei den Geistlichen; sie sagten auch die Ursache, daß nämlich die Gelehrten, welche die Vortreter waren und zuerst eine solche Vorstellung von den Engeln und Geistern ausbrüteten, aus dem Sinnlichen des äußeren Menschen darüber dachten; die aber aus diesem Denken und nicht aus dem inneren Licht und aus der allgemeinen Idee, die jedem eingepflanzt ist, müssen notwendig solcherlei Dinge ersinnen, weil das Sinnliche des äußeren Menschen nichts anderes faßt, als was innerhalb der Natur ist, nicht aber, was über ihr ist, somit durchaus nichts von der geistigen Welt
69; von diesen Vortretern als den Führern ging die falsche Vorstellung von den Engeln auf andere über, die nicht aus sich, sondern aus jenen dachten; die aber zuerst aus anderen denken und [deren Meinungen] zu ihrem Glauben machen und erst nachher sie mit ihrem Verstand beschauen, können nur schwer wieder davon abgehen; weshalb die meisten sich dabei beruhigen, sie zu bekräftigen. Weiter sagten sie, daß die ihrem Glauben und Herzen nach Einfältigen nicht in jener Vorstellung von den Engeln [befangen] seien, sondern sich dieselben als die Menschen des Himmels vorstellen, und dies darum, weil sie das ihnen Eingepflanzte, das aus dem Himmel ist, nicht durch die Gelehrsamkeit ausgelöscht haben, und auch nichts Gestaltloses sich denken können; daher kommt, daß die Engel in den Kirchen, seien sie nun ausgehauen oder gemalt, nicht anders denn als Menschen dargestellt werden. Von dem Eingepflanzten, das aus dem Himmel ist, sagten sie, es sei das Göttliche, das bei denen einfließt, die im Guten des Glaubens und des Lebens sind.     www.universe-people.com
(75)
Nach aller Erfahrung, die ich nun schon viele Jahre hindurch gehabt habe, kann ich sagen und versichern, daß die Engel ihrer Gestalt nach völlig Menschen sind, daß sie Angesicht, Augen, Ohren, Brust, Arme, Hände, Füße haben; daß sie sich gegenseitig sehen, hören, miteinander reden, mit einem Wort, daß ihnen durchaus nichts fehlt, was zum Menschen gehört, als daß sie nicht mit einem materiellen Leib überkleidet sind; ich sah sie in ihrem Licht, welches das Mittagslicht in der Welt um viele Grade übertrifft, und in ihm alle Züge ihres Gesichts bestimmter und deutlicher, als die Gesichter der Menschen auf Erden gesehen wurden. Es wurde mir auch gegeben, einen Engel des innersten Himmels zu sehen, sein Antlitz war schöner und glänzender als das der Engel der unteren Himmel; ich betrachtete ihn genau, er hatte menschliche Gestalt in aller Vollkommenheit.

(76)
Man muß jedoch wissen, daß die Engel vom Menschen nicht gesehen werden können durch die Augen seines Körpers, sondern durch die Augen des Geistes, der im Menschen ist
70, weil dieser in der geistigen Welt ist und alles zum Körper Gehörige in der natürlichen Welt; Gleiches sieht Gleiches, weil aus Gleichem; überdies ist das Gesichtsorgan des Körpers, welches das Auge ist, so grob, daß es nicht einmal die kleineren Gegenstände der Natur anders als durch Vergrößerungsgläser sieht, wie jedem bekannt ist; noch weniger also die Dinge, die über der Natursphäre sind, wie dies bei allen der Fall ist, die in der geistigen Welt sind: gleichwohl jedoch werden diese vom Menschen gesehen, wenn er dem Gesicht des Körpers entrückt und ihm das Gesicht seines Geistes geöffnet wird, was auch augenblicklich geschieht, wenn es dem Herrn gefällt, daß sie gesehen werden; und dann weiß der Mensch nicht anders, als daß er sie sehe mit den Augen des Körpers; so wurden die Engel gesehen von Abraham, Lot, Manoach und den Propheten; so auch wurde der Herr nach der Auferstehung von den Jüngern gesehen: in gleicher Weise sind auch von mir die Engel gesehen worden. Weil die Propheten so sahen, darum wurden sie Seher genannt und [Männer], denen die Augen geöffnet sind, 1Sa.9/9; 4Mo.24/3; und machen, daß sie so sehen, hieß die Augen öffnen, wie dies dem Knaben Elisas geschah, von dem man also liest:
„Elisa betete und sprach: Jehovah, öffne doch seine Augen, daß er sehe; und als Jehovah die Augen seines Knaben öffnete, sah er, und siehe, der Berg war voll von feurigen Rossen und Wagen um Elisa her“: 2Kö.6/17.
(77)
Gute Geister, mit denen ich auch über diesen Gegenstand sprach, bedauerten von Herzen, daß innerhalb der Kirche eine solche Unwissenheit in betreff des Zustandes des Himmels und hinsichtlich der Geister und der Engel war, und sie sagten unwillig, ich sollte in alle Wege berichten, daß sie nicht gestaltlose Geistwesen, noch luftige Gebilde seien, sondern Menschen in voller Gestalt, und daß sie ebenso hören, sehen und empfinden wie die in der Welt
71.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:32

(12)

DAß DER HIMMEL IM GANZEN
UND IN SEINEN TEILEN EINEN MENSCHEN DARSTELLT,
RÜHRT VOM GÖTTLICH-MENSCHLICHEN DES HERRN HER
(78)
Daß es vom Göttlich-Menschlichen des Herrn herrühre, daß der Himmel im Ganzen und in seinen Teilen einen Menschen darstellt, ergibt sich als Schlußfolge aus all dem, was in den vorhergehenden Abschnitten gesagt und gezeigt worden ist; in den vorangegangenen Abschnitten wurde nämlich gezeigt,

I. Daß der Herr der Gott des Himmels ist;
II. Daß das Göttliche des Herrn den Himmel macht;
III. Daß der Himmel aus unzähligen Gesellschaften besteht, und daß jede Gesellschaft ein Himmel in kleinerer Gestalt ist und jeglicher Engel einer in der kleinsten;
IV. Daß der gesamte Himmel in einer Zusammenfassung einen Menschen darstellt;
V. Daß auch jegliche Gesellschaft im Himmel einen Menschen darstellt;
VI. Daß daher jeglicher Engel vollkommene Menschengestalt hat;
dies alles führt zu dem Schluß, daß das Göttliche, weil es den Himmel macht, das Menschliche in [seiner] Gestalt ist. Daß dieses das Göttlich-Menschliche des Herrn sei, kann aus dem, was als Zugabe aus den »Himmlischen Geheimnissen« aufgenommen und zusammengestellt worden ist, noch deutlicher ersehen werden, weil es im Auszug [gegeben] ist. Daß das Menschliche des Herrn göttlich ist und [daß] nicht, wie man innerhalb der Kirche glaubt, Sein Menschliches nicht göttlich sei, kann ebenfalls aus diesem Zusammentrag ersehen werden, sowie auch aus der Lehre des heiligen Jerusalems am Ende, wo vom Herrn gehandelt wird.
(79)
Daß dem so sei, ist mir durch viele Erfahrung bewährt worden, wovon einiges in dem nun folgenden. Alle Engel, die in den Himmeln sind, erkennen das Göttliche nirgends in einer anderen Gestalt, als der menschlichen; und was wunderbar ist, die in den oberen Himmeln sind, können sich das Göttliche gar nicht anders denken; sie werden in diese Denknotwendigkeit geführt durch das Göttliche selbst, welches einfließt, sowie auch durch die Form des Himmels, nach der ihre Gedanken sich rings umher ausbreiten, denn jeder Gedanke, den die Engel haben, hat eine Ausbreitung in den Himmel, und nach Maßgabe dieser Ausbreitung haben sie Einsicht und Weisheit; daher kommt, daß alle daselbst den Herrn anerkennen; weil es ein Göttlich-Menschliches nur in Ihm gibt. Dies ist mir nicht nur von den Engeln gesagt, sondern auch selbst zu erkennen gegeben worden, als ich in die inwendige Sphäre des Himmels erhoben wurde. Hieraus erhellt, daß die Engel, je weiser sie sind, um so deutlicher dies erkennen, und daher kommt, daß der Herr ihnen erscheint; denn der Herr erscheint in göttlicher Engelsgestalt, welche die menschliche ist, denen, die ein schaubares Göttliches, nicht aber denen, die ein unschaubares Göttliches anerkennen und glauben; denn jene können ihr Göttliches schauen, diese aber können es nicht.

(80)
Weil die Engel nicht ein unschaubares Göttliches, das sie ein formloses Göttliches nennen, sondern ein schaubares Göttliches in menschlicher Gestalt erkennen, darum ist ihnen gewöhnlich zu sagen, daß der Herr allein Mensch sei und sie [nur] Menschen seien von Ihm her, und daß jeder insoweit Mensch sei, als er Ihn in sich aufnimmt; unter den Herrn aufnehmen verstehen sie das Gute und Wahre in sich aufnehmen, das von Ihm ist, weil der Herr in Seinem Guten und in Seinem Wahren ist; dies nennen sie auch Weisheit und Einsicht; sie sagen, jeder wisse, daß Einsicht und Weisheit den Menschen machen und nicht das Angesicht ohne diese. Daß dem so sei, erscheint auch an den Engeln der inneren Himmel; weil diese vom Herrn im Guten und Wahren sind und hieraus in der Weisheit und Einsicht, sind sie auch in der schönsten und vollkommensten Menschengestalt, und die Engel der unteren Himmel in minder vollkommener und minder schöner: umgekehrt aber in der Hölle; die, welche dort sind, erscheinen im Licht des Himmels kaum als Menschen, sondern als Ungeheuer, denn sie sind im Bösen und Falschen und nicht im Guten und Wahren und daher in den Gegensätzen der Weisheit und Einsicht, weshalb auch ihr Leben nicht Leben heißt, sondern geistiger Tod.

(81)
Weil der Himmel im Ganzen und in seinen Teilen einen Menschen darstellt, vermöge des Göttlich-Menschlichen des Herrn, darum sagen die Engel, sie seien im Herrn, und einige, sie seien in Seinem Leib, worunter sie das Sein im Guten Seiner Liebe verstehen; wie auch der Herr selbst lehrt, indem Er sagt:

„Bleibet in mir, und Ich in euch; wie die Rebe nicht Frucht bringen kann von sich selber, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in Mir bleibet; denn ohne Mich könnet ihr nichts tun; bleibet in Meiner Liebe; wenn ihr Meine Gebote haltet, so werdet ihr in Meiner Liebe bleiben“: Joh.15/4-10.
(82)
Weil solch ein Begriff [perceptio] vom Göttlichen in den Himmeln ist, so ist auch jedem Menschen, der einigen Einfluß aus dem Himmel in sich aufnimmt, eingepflanzt, sich Gott unter menschlicher Gestalt zu denken; dies taten die Alten, dies tun auch die jetzt Lebenden, sowohl außerhalb als innerhalb der Kirche; die Einfältigen sehen Ihn in Gedanken als einen Alten in Lichtglanz. Allein dieses Eingepflanzte haben alle diejenigen ausgelöscht, die den Einfluß aus dem Himmel durch die eigene Verständigkeit und durch ein Leben des Bösen entfernt haben; die ihn durch die eigene Verständigkeit ausgelöscht haben, wollen einen unschaubaren Gott; die [ihn] aber durch ein Leben des Bösen [ausgelöscht, wollen] keinen Gott; jene und diese wissen nicht, daß es ein solches Eingepflanztes gibt, weil es nicht bei ihnen ist, während es doch das himmlisch Göttliche selbst ist, das vorzugsweise [primario] aus dem Himmel bei den Menschen einfließt, weil der Mensch zum Himmel geboren ist, und niemand in den Himmel kommt ohne die Idee des Göttlichen.

(83)
Daher kommt, daß, wer nicht in der Idee des Himmels, das heißt nicht in der Idee des Göttlichen ist, aus dem der Himmel [entstanden] ist, nicht bis zur ersten Schwelle des Himmels erhoben werden kann; sobald er dahin kommt, empfindet er Widerstand und starken Gegendruck; der Grund hiervon ist, daß das Inwendige bei ihm, das den Himmel aufnehmen sollte, verschlossen ist, weil es sich nicht in der Form des Himmels befindet, ja sich um so fester verschließt, je näher er dem Himmel kommt. Ein solches Los trifft diejenigen innerhalb der Kirche, die den Herrn und welche, wie die Socinianer, Sein Göttliches leugnen; welches Los aber denjenigen zuteil werde, die außerhalb der Kirche geboren sind, denen der Herr nicht bekannt ist, weil sie das Wort nicht haben, wird man im folgenden sehen.

(84)
Daß die Alten von dem Göttlichen die Vorstellung des Menschlichen gehabt haben, erhellt aus den Erscheinungen des Göttlichen vor Abraham, Lot, Josua, Gideon, Manoach, dessen Weib und anderen, welche, obwohl sie Gott als einen Menschen gesehen hatten, Ihn dennoch als den Gott des Weltalls anbeteten, indem sie Ihn den Gott des Himmels und der Erde und Jehovah nannten; daß es der Herr war, Der von Abraham gesehen wurde, lehrt Er selbst bei Joh.8/56; daß auch [Er es war, Der] den übrigen [erschien], erhellt aus den Worten des Herrn,

„daß niemand den Vater und Seine Gestalt gesehen, noch Seine Stimme gehört habe“: Joh.1/18; 5/37.
(85)
Daß aber Gott Mensch sei, kann von denen, die über alles aus dem Sinnlichen des äußeren Menschen urteilen, nur schwer begriffen werden, denn der sinnliche Mensch kann über das Göttliche nicht anders als aus der Welt und aus den in ihr befindlichen Dingen denken, also den göttlichen und den geistigen Menschen sich nur als eine körperlichen und natürlichen vorstellen; demgemäß schließt er so: wäre Gott Mensch, so müßte Er so groß sein wie das Weltall, und würde Er den Himmel und die Erde regieren, so müßte dies in der Weise der Könige in der Welt durch viele geschehen; wollte man ihm sagen, im Himmel sei keine Ausdehnung des Raumes wie in der Welt, so würde er es durchaus nicht fassen; denn wer aus der Natur und bloß aus ihrem Licht denkt, denkt durchaus nicht anders als nach dem Ausgedehnten, wie es vor den Augen liegt; allein solche täuschen sich gar sehr, wenn sie vom Himmel ebenso denken: das Ausgedehnte, das dort ist, ist nicht wie das Ausgedehnte in der Welt; in der Welt ist das Ausgedehnte abgegrenzt und darum meßbar, im Himmel aber ist das Ausgedehnte nicht abgegrenzt und darum nicht meßbar; doch über das Ausgedehnte im Himmel wird man im folgenden, wo vom Raum und der Zeit in der geistigen Welt [die Rede sein wird, weiteres] sehen. Überdies weiß jeder, wie weit die Sehkraft des Auges sich erstreckt, nämlich bis zur Sonne und zu den Sternen, die [doch] so weit entfernt sind; wer höher denkt, weiß auch, daß das innere Sehen, welche das des Denkens ist, sich noch weiter erstreckt, und somit das noch inwendigere Sehen noch weiter [reicht]: um wie viel weiter also das göttliche Sehen, welches das allerinnerste und höchste ist ? Da nun die Gedanken solcher Ausdehnung fähig sind, so werden auch alle Dinge des Himmels mit jeglichem in ihm geteilt, somit alles, was zum Göttlichen gehört, das den Himmel macht und ihn erfüllt, wie dies in den vorhergehenden Abschnitten gezeigt worden ist.

(86)
Die im Himmel wunderten sich, daß sich diejenigen Menschen für aufgeklärt [intelligentes] halten, die, wenn sie an Gott denken, sich ein unschaubares, unter keiner Gestalt erfaßbares Wesen denken; und daß sie die Andersdenkenden Beschränkte, ja selbst Einfältige nennen, während doch das Gegenteil statthat. Sie sagen, wenn doch solche, die sich deshalb für aufgeklärt halten, sich prüfen möchten, ob sie nicht statt Gottes die Natur sehen, einige diejenige, die vor Augen liegt, andere diejenige, die nicht vor Augen liegt, und ob ihre Blindheit nicht so weit gehe, daß sie nicht wissen, was Gott, was ein Engel, was ein Geist, was ihre nach dem Tode fortlebende Seele, was das Leben des Himmels beim Menschen, und vieles andere ist, das zur Einsicht gehört; während doch dies alles die von ihnen so genannten Einfältigen auf ihre Weise wissen, indem sie von ihrem Gott die Idee haben, daß Er das Göttliche in menschlicher Gestalt sei, vom Engel, daß er ein himmlischer Mensch sei, von ihrer Seele, die nach dem Tode fortleben soll, daß sie wie ein Engel sei, und vom Leben des Himmels beim Menschen, daß es soviel sei als nach den göttlichen Geboten leben; daher denn diese bei den Engeln aufgeklärt und für den Himmel geschickt, jene aber im Gegenteil beschränkt heißen.
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BeitragThema: Re: Himmel und Hölle   2016-11-04, 12:34

(13)

Gesammeltes aus den
»Himmlischen Geheimnissen«
über den Herrn und
Sein Göttlich-Menschliches
Der Herr hatte das Göttliche schon von der Empfängnis her [ex ipsa conceptione] Nr. 4641, 4963, 5041, 5157, 6716, 10125. Der Herr allein hatte den göttlichen Samen, Nr. 1438. Seine Seele war Jehovah, Nr. 1999, 2004, 2005, 2018, 2025. So war das Innerste des Herrn das Göttliche selbst und die Umhüllung von der Mutter, Nr. 5041. Das Göttliche Selbst war das Sein des Lebens des Herrn, aus dem danach das Menschliche hervorging; und das Dasein aus diesem Sein wurde, Nr. 3194, 3210, 10370, 10372.
Innerhalb der Kirche, wo das Wort und durch dieses der Herr bekannt ist, darf das Göttliche des Herrn nicht geleugnet werden, noch das aus Ihm hervorgehende Heilige, Nr. 2359. Die innerhalb der Kirche den Herrn nicht anerkennen, haben keine Verbindung mit dem Göttlichen; anders [ist es bei denen], die außerhalb der Kirche sind, Nr. 10205. Das Wesentliche der Kirche ist, das Göttliche des Herrn und Seine Vereinigung mit dem Vater anerkennen, Nr. 10083, 10112, 10370, 10730, 10738, 10816-10818, 10820.
Im Wort wird mit vielem von der Verherrlichung des Herrn gehandelt, Nr. 10828, und überall im inneren Sinn des Wortes, Nr. 2249, 2523, 3245. Der Herr hat Sein Menschliches verherrlicht und nicht das Göttliche, weil dieses an sich schon verherrlicht war, Nr. 10057. Der Herr kam in die Welt, um Sein Menschliches zu verherrlichen, Nr. 3637, 4286, 9315. Der Herr hat Sein Menschliches verherrlicht durch die göttliche Liebe, die von der Empfängnis her in Ihm war, Nr. 4727. Die Liebe des Herrn zum ganzen Menschengeschlecht war das Leben des Herrn in der Welt, Nr. 2253. Die Liebe des Herrn übersteigt jeden menschlichen Verstand, Nr. 2077. Der Herr hat das menschliche Geschlecht dadurch errettet, daß Er Sein Menschliches verherrlichte, Nr. 4180, 10019, 10152, 10655, 10659, 10828. Sonst wäre das ganze Menschengeschlecht des ewigen Todes gestorben, Nr. 1676. Vom Stand der Verherrlichung und der Erniedrigung des Herrn, Nr. 1785, 1999, 2159, 6866. Die Verherrlichung, wenn vom Herrn die Rede ist, ist die Vereinigung Seines Menschlichen mit dem Göttlichen, und verherrlichen heißt: göttlich machen, Nr. 1603, 10053, 10828. Der Herr zog, als Er Sein Menschliches verherrlichte, alles Menschliche von der Mutter aus, bis dahin, daß Er nicht mehr ihr Sohn war, Nr. 2159, 2574, 2649, 3036, 10830.
Der Sohn Gottes von Ewigkeit war das göttlich Wahre im Himmel, Nr. 2628, 2798, 2803, 3195, 3704. Der Herr machte, als Er in der Welt war, auch Sein Menschliches zum göttlich Wahren aus dem göttlich Guten, das in Ihm war, Nr. 2803, 3194, 3195, 3210, 6716, 6864, 7014, 7499, 8127, 8724, 9199. Der Herr brachte damals alles bei Sich in die himmlische Form, die dem göttlich Wahren gemäß ist, Nr. 1928, 3633. Darum ward der Herr das Wort genannt, welches das göttlich Wahre ist, Nr. 2533, 2818, 2859, 2894, 3393, 3712. Der Herr allein hatte ein Wahrnehmen und Denken aus Sich selbst, und erhaben über alles Wahrnehmen und Denken der Engel, Nr. 1904, 1914, 1919.
Der Herr vereinigte das göttlich Wahre, das Er selbst [war], mit dem göttlich Guten, das in Ihm [war], Nr. 10047, 10052, 10076. Die Vereinigung war eine wechselseitige, Nr. 2004, 10067. Der Herr hat, als Er aus der Welt ging, auch Sein Menschliches zum göttlich Guten gemacht, Nr. 3210, 3736, 6864, 7499, 8724, 9199, 10076. Dies wird verstanden unter dem, daß Er vom Vater ausging und zum Vater zurückging, Nr. 3194, 3210. So ist Er eines geworden mit dem Vater, Nr. 2751, 3704, 4766. Nach der Vereinigung geht das göttlich Wahre vom Herrn aus, Nr. 3704, 3712, 3969, 4577, 5704, 7499, 8127, 8241, 9199, 9398. Wie das göttlich Wahre hervorgehe, ins Licht gesetzt, Nr. 7270, 9407. Der Herr vereinigte aus eigener Macht das Menschliche mit dem Göttlichen, Nr. 1616, 1749, 1752, 1813, 1921, 2025, 2026, 2523, 3141, 5005, 5045, 6716. Hieraus kann erhellen, daß das Menschliche des Herrn nicht war wie das Menschliche eines anderen Menschen, weil Er aus dem Göttlichen Selbst empfangen war, Nr. 10125, 10826. Seine Vereinigung mit dem Vater, aus dem Seine Seele [war], war nicht wie zwischen Zweien, sondern wie zwischen Seele und Leib, Nr. 3737, 10824.
Die Allerältesten [Antiquissimi, die Urmenschen] konnten nicht das göttliche Sein [Esse] anbeten, sondern das göttliche Dasein [Existere], welches das Göttlich-Menschliche ist, und der Herr kam dazu in die Welt, um das göttliche Dasein aus dem göttlichen Sein zu werden, Nr. 4687, 5321. Die Alten [Antiqui] erkannten das Göttliche an, weil es ihnen in menschlicher Gestalt erschien, und dies war ihnen das Göttlich-Menschliche, Nr. 5110, 5663, 6846, 10737. Das unendliche Sein konnte nicht in den Himmel bei den Engeln noch bei den Menschen einfließen, außer durch das Göttlich-Menschliche, Nr. 1646, 1990, 2016, 2034. Im Himmel wird kein anderes Göttliche erkannt als das Göttlich-Menschliche, Nr. 6475, 9267, 9303, 10067. Das Göttlich-Menschliche von Ewigkeit war das göttlich Wahre im Himmel und das durch den Himmel hindurchgehende Göttliche, somit das göttliche Dasein [Existere], das nachher im Herrn zum göttlichen Sein an sich [per se] wurde, aus dem das göttliche Dasein im Himmel, Nr. 3061, 6280, 6880, 10579. Wie der Zustand des Himmels vor der Ankunft des Herrn beschaffen war, Nr. 6371-6373. Das Göttliche war nicht erfaßbar [perceptibile] außer nachdem es durch den Himmel hindurchgegangen war, Nr. 6982, 6996, 7004.
Die Bewohner aller Weltkörper beten das Göttliche unter menschlicher Gestalt, somit den Herrn an, Nr. 6700, 8541-8547, 10736-10738. Sie freuen sich, wenn sie hören, daß Gott wirklich Mensch geworden sei, Nr. 9361. Der Herr nimmt alle auf, die im Guten sind und das Göttliche in menschlicher Gestalt anbeten, Nr. 9359. Gott kann nicht gedacht werden, außer in menschlicher Gestalt, und was unbegreiflich ist, fällt in keine Vorstellung, somit auch nicht in den Glauben, Nr. 9359, 9972. Der Mensch kann verehren, wovon er eine Vorstellung hat, nicht aber, wovon er keine hat, Nr. 4733, 5110, 5633, 7211, 9356, 10067. Darum wird von den meisten auf dem ganzen Erdkreis [in universo terrarum orbe]das Göttliche unter menschlicher Gestalt verehrt, und zwar geschieht dies infolge eines Einflusses aus dem Himmel, Nr. 10159. Alle, die dem Leben nach im Guten sind, denken sich, wenn sie an den Herrn denken, das Göttlich-Menschliche und nicht ein vom Göttlichen getrenntes Menschliche; anders diejenigen, die kein gutes Leben führen, Nr. 2326, 4724, 4731, 4766, 8878, 9193, 9198. Das Menschliche des Herrn ohne das Göttliche denken heutzutage in der Kirche diejenigen, die ihrem Leben nach im Bösen sind, dann auch die, welche in einem von der Liebtätigkeit getrennten Glauben sind, und sie fassen nicht, was das Göttlich-Menschliche [sein soll]: Gründe [warum], Nr. 3212, 3241, 4689, 4692, 4724, 4731, 5321, 6372, 8878, 9193, 9198. Daß das Menschliche des Herrn göttlich sei, weil es aus dem Sein des Vaters [gebildet wurde], das Ihm Seele [war], verdeutlicht durch die Ähnlichkeit des Vaters in seinen Kindern, Nr. 10269, 10372, 10823. Und weil es aus der göttlichen Liebe [gebildet wurde], die das eigentliche Sein [ipsum Esse] seines Lebens von der Empfängnis her war, Nr. 6872. Jeglicher Mensch ist so wie seine Liebe, und er ist seine Liebe, Nr. 6872, 10177, 10284. Der Herr hat all Sein Menschliches, sowohl das innere als das äußere, göttlich gemacht, Nr. 1603, 1815, 1902, 1926, 2083, 2093. Darum ist Er auch Seinem ganzen Körper nach auferstanden, anders als irgendein Mensch, Nr. 1729, 2083, 5078, 10825.
Daß das Menschliche des Herrn göttlich ist, wird erkannt aus Seiner Allgegenwart im heiligen Abendmahl, Nr. 2343, 2359. Und aus Seiner Verklärung vor den drei Jüngern, Nr. 3212, sowie auch aus dem Wort des Alten Testaments, sofern Er dort Gott heißt, Nr. 10154 sowie Jehovah, Nr. 1603, 1736, 1815, 1902, 2921, 4738, 5110, 6281, 6303, 8864, 9194, 9315. Im Buchstabensinn wird unterschieden zwischen Vater und Sohn oder Jehovah und dem Herrn, nicht aber im inneren Sinn des Wortes, in dem die Engel des Himmels sind, Nr. 3035. Daß man in der Christenheit das Menschliche des Herrn nicht als göttlich anerkannte, geschah in der Kirchenversammlung des Papstes wegen, damit dieser als Sein Stellvertreter anerkannt würde, Nr. 4738.
Die Christen wurden im anderen Leben geprüft, welcherlei Vorstellung sie von dem einen Gott hätten, und man fand, daß sie die Vorstellung dreier Götter haben, Nr. 2329, 5256, 10736-10738, 10821. Eine Dreifaltigkeit [Trinitas] oder ein dreifaltiges Göttliche [Trinum Divinum] in einer Person kann begriffen werden und in dieser Weise ein Gott, nicht aber in drei Personen, Nr. 10738, 10821, 10824. Ein dreifaches Göttliche im Herrn wird anerkannt im Himmel, Nr. 14, 15, 1729, 2005, 5256, 9303. Das Dreifaltige im Herrn ist das Göttliche Selbst, das der Vater heißt, das Göttlich-Menschliche, das der Sohn, und das ausgehende Göttliche, das der Heilige Geist [heißt], und dieses dreifache Göttliche ist Eines, Nr. 2149, 2156, 2288, 2321, 2329, 2447, 3704, 6993, 7182, 10738, 10822, 10823. Der Herr selbst lehrt, daß der Vater und Er eines seien, Nr. 1729, 2004, 2005, 2018, 2025, 2751, 3704, 3736, 4766, und daß das heilige Göttliche von Ihm ausgehe, und daß es das Seine sei, Nr. 3969, 4673, 6788, 6993, 7499, 8127, 8302, 9199, 9228,9229, 9270, 9407, 9818, 9820, 10330.
Das Göttlich-Menschliche fließt in den Himmel ein und macht den Himmel, Nr. 3038. Der Herr ist alles im Himmel und ist das Leben des Himmels, Nr. 7211, 9128. Der Herr wohnt in dem Seinigen bei den Engeln, Nr. 9338, 10125, 10151, 10157. Daher sind die, welche im Himmel sind, im Herrn, Nr. 3637, 3638. Die Verbindung des Herrn mit den Engeln verhält sich gemäß der Aufnahme des Guten der Liebe und Liebtätigkeit von Ihm, Nr. 904, 4198, 4205, 4211, 4220, 6280, 6832, 7042, 8819, 9680, 9682, 9683, 10106, 10811. Der gesamte Himmel bezieht sich auf den Herrn, Nr. 551, 552. Der Herr ist der gemeinsame Mittelpunkt des Himmels, Nr. 3633. Alle dort kehren sich dem Herrn zu, Der über den Himmeln ist, Nr. 9828, 10130, 10189. Doch kehren nicht die Engel sich dem Herrn zu, sondern der Herr kehrt dieselben Sich zu, Nr. 10189. Es ist nicht eine Gegenwart der Engel beim Herrn, sondern eine Gegenwart des Herrn bei den Engeln, Nr. 9415. Es findet im Himmel keine Verbindung mit dem Göttlichen Selbst statt, sondern mit dem Göttlich-Menschlichen, Nr. 4211, 4724, 5633.
Der Himmel entspricht dem Göttlich-Menschlichen des Herrn, und daher ist der Himmel in seiner Gesamtheit wie ein Mensch, und darum wird der Himmel der Größte Mensch genannt, Nr. 2996, 2998, 3624-3649, 3741-3745, 4625. Der Herr ist der alleinige Mensch, und nur diejenigen sind Menschen, die das Göttliche von Ihm aufnehmen, Nr. 1894. Inwieweit sie [Ihn] aufnehmen, insoweit sind sie Menschen und Seine Ebenbilder, Nr. 8547. Darum sind die Engel Formen der Liebe und Liebtätigkeit in menschlicher Gestalt, und zwar dies vom Herrn, Nr. 3804, 4735, 4797, 4985, 5199, 5530, 9879, 10177.
Der gesamte Himmel ist des Herrn, Nr. 2751, 7086. Sein ist alle Gewalt in den Himmeln und auf Erden, Nr. 1607, 10089, 10827. Weil der Herr den gesamten Himmel regiert, so regiert Er auch alles, was von diesem abhängt, somit alles in der Welt, Nr. 2026, 2027, 4523, 4524. Der Herr allein hat die Macht, die Höllen zu entfernen, [die Macht] vom Bösen abzuhalten und im Guten zu erhalten, somit selig zu machen, Nr. 10019.
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